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Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber startet am 1. Dezember in Berlin

Wappen Bundesland Berlin
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Foto: Gemeinfrei, public domain

Berlin (kobinet) Viele Arbeitgeber wollen anscheinend schwerbehinderte Menschen einstellen und beschäftigen; dies scheitere aber oftmals an fehlenden Kenntnissen über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten oder Einsatzmöglichkeiten von schwerbehinderten Menschen in ihren Betrieben. Um diese Barrieren aufzulösen, wurde im neuen Teilhabestärkungsgesetz – SGB IX, §185a – die Aufgaben der "Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber“ (EAA) geregelt. Sie werden aus der Ausgleichsabgabe finanziert. Am 1. Dezember 2022 soll die neue Ansprechstelle in Berlin an den Start gehen, wie das Berliner Inklusionsamt im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) mitteilt.

Das Inklusionsamt Berlin konnte eine europaweite Ausschreibung erfolgreich durchführen und für die anspruchsvolle Aufgabe der EAA die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH, Akademie Berlin beauftragen, wie es in einer Presseinformation des Inklusionsamtes heißt und weiter steht dort: „Die FAW gGmbH agiert seit 1998 in Berlin, ist heute an fünf Berliner Standorten vertreten und versteht sich in der Region Berlin als ein anerkannter Dienstleister für den regionalen Arbeitsmarkt.“

Die neuen Ansprechstellen informieren, beraten und unterstützen Arbeitgeber bei der Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen. Sie wurden eingerichtet, um proaktiv und unabhängig vom Einzelfall für die Einstellung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen zu werben, Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen und eine Lotsenfunktion in Bezug auf die anderen beteiligten Leistungsträger und Stellen wahrzunehmen. Sie haben konkret die Aufgabe

• Arbeitgeber anzusprechen und diese für die Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen zu sensibilisieren,

• Arbeitgebern als trägerunabhängiger Lotse bei Fragen zur Ausbildung, Einstellung, Berufsbegleitung und Beschäftigungssicherung von schwerbehinderten Menschen zur Verfügung zu stehen und

• Arbeitgeber bei der Stellung von Anträgen bei den zuständigen Leistungsträgern zu unterstützen, heißt es in der Presseinformation.

Link zur Presseinfo des Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales

Lesermeinungen

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Marion
25.10.2022 12:45

Das was das LAGeSo da so feststellen tut, wird schon seit Jahren von der Bundesregierung artikuliert.

Also nichts neues, nur eine Erkenntnis die ein wenig spät kommt.

Uwe Heineker
24.10.2022 15:32

Hätte die Politik die „Deutzer Erklärung“ von 2006 nicht ignoriert, wäre die darin unter anderem enthaltene Forderung „Aufklärung von Arbeitgebern über Gelder und Hilfen, die sie bekommen, wenn sie Menschen mit Behinderung beschäftigen oder einstellen wollen“ schon längst Realität!

Marion
Antwort auf  Uwe Heineker
25.10.2022 12:50

Die Deutzer Erklärung ist da Eine.
Jetzt müssen Sie mir bitte einmal erklären, was die Deutzer Erklärung mit der Bundespolitik oder der Landespolitik in Berlin zu tun hat.

„Die Politik“ ist mir als Aussage einfach zu global. Politik findet zum einem in der Bundesregierung statt, zum anderen auf Länderebene und dann noch die Kommunalpolitik.

Drei politische Ebenen. Ist im föderalen System nun mal so. Viel Behindertenpolitik spielt sich auf den Ebenen 2 und 3 ab und darauf hat die Bundesregierung bspw. keinen Einfluss.