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Fast 162.000 schwerbehinderte Arbeitslose im September 2022

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Nürnberg (kobinet) 161.965 schwerbehinderte Menschen waren im September 2022 bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Dies sind immer noch über 8.000 mehr schwerbehinderte Arbeitslose als vor der Pandemie im September 2019 gemeldet waren. Damals waren 153.538 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Die Forderung des Inklusionsbeirats der Staatlichen Koordinierungsstelle nach "Null-Toleranz für Null-Beschäftigter" mit einer kräftigen Erhöhung der zu zahlenden Ausgleichsabgabe für die über 44.000 beschäftigungspflichtigen Arbeitgeber, die keinen einzigen Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen, ist also aktueller denn je.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Zahl der arbeitslos gemeldeten Schwerbehinderten allerdings um über 7.000 gesenkt werden. Im September 2021 waren nach Informationen der Bundesagentur für Arbeit noch 169.485 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet.

Die Behindertenverbände blicken mit zunehmender Spannung darauf, welche Vorschläge vonseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales kommen, um die Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allemgeinen Arbeitsmarkt zu verbessern. Denn vergessen darf man bei der Statistik der Bundesagentur für Arbeit nicht, dass darin die über 300.000 behinderten Menschen, die weit unterhalb des Mindestlohns mit einem Duchschnittsentgelt von lediglich ca. 220 Euro im Monat arbeiten müssen.

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Uwe Heineker
18.10.2022 18:09

Zitat „Denn vergessen darf man bei der Statistik der Bundesagentur für Arbeit nicht, dass darin die über 300.000 behinderten Menschen, die weit unterhalb des Mindestlohns mit einem Duchschnittsentgelt von lediglich ca. 220 Euro im Monat arbeiten müssen.“. Soviel ich weiß, werden Werkstattbeschäftigte nicht in dieser Statistik erfasst. Vielleicht ein Flüchtigkeitsfehler,Ottmar?

Marion
Antwort auf  Uwe Heineker
19.10.2022 14:58

Das stimmt, denn Menschen mit Behinderungen in einer Werkstatt gelten im Sinne juristischer Darstellung, nicht als Arbeitnehmer*innen. Sind daher statistisch nicht Bestandteil der Arbeitslosenstatistik. Menschen, die in einer Umschulungsmaßnahme sind, werden auch nicht erfasst.

Dem Grunde nach ist die Statistik nur ein Rechenwerk, was reale Zahlen nur bedingt erfassen kann oder will und nur die Menschen zählt, die tatsächlich ALG I oder ALG II beziehen und sich in keiner Maßnahme befinden.