
Foto: ht
Staufen (kobinet) ist die sofortige Barrierefreiheit des Zugangs zu einer der zentralen Museumsstätten deutscher Geschichte und Politik. Die Meldung „barrierefreier Zugang zur Hohenzollerngruft“ in einer der stündlichen Hauptnachrichtensendungen des Deutschlandfunk hat bei mir und gewiss auch andernorts in der Behindertencommunity eingeschlagen wie eine Bombe. Die überaus zeitgemäße Wendung beschreibt treffender als jedes andere Bild, wie es mir beim Hören der Nachricht ergangen ist: Wie ich aus dem Stand heraus oder vielmehr dem Sitz, denn obzwar behindert, bin ich weder an meinen Sessel noch einen Rollstuhl gefesselt – wie ich also aus dem Stand oder Sitz einen Luftsprung vollführt habe. Nichts habe ich mehr vermisst als den barrierefreien Zugang zur Hohenzollerngruft. Diesem Barrierefreiheitsleuchtturm im Berliner Untergrund. Mit einem im Zuge der Renovierungsarbeiten eingebauten Fahrstuhl geht es von jetzt an barrierefrei hinab in die Katakomben unter dem Berliner Dom. Wo so viele gekrönte Häupter des brandenburgischen Herrschergeschlechts ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. An die siebzig gut erhaltene Totenköpfe sollen es sein aus den Tagen von Preußens Glanz und Gloria. Ein dreifaches Hurra!


























-illias-teirlinck-20260312-eurostar-hidden-disabilities-def-hq-7672.jpg)













