HANNOVER (kobinet)
Viele Menschen in Deutschland fühlen sich bei Ämtern benachteiligt.
Benachteiligt bedeutet: Sie werden schlechter behandelt als andere.
Das zeigt eine neue Studie.
Eine Studie ist eine genaue Untersuchung zu einem Thema.
Die Studie heißt: Wie Deutschland Dis-kri-mi-nie-rung erlebt.
Dis-kri-mi-nie-rung bedeutet: Menschen werden ungerecht behandelt.
Zum Beispiel wegen ihrer Herkunft oder einer Be-hin-de-rung.
1 von 4 Menschen berichtet von Dis-kri-mi-nie-rung bei Ämtern.
Ein Amt ist eine staatliche Stelle.
Dort arbeiten Menschen für die Bürger.
Diese Menschen bekommen oft nicht die Hilfe, die ihnen zusteht.
Das ist ein großes Problem.
Der SoVD Nieder-sachsen fordert ein neues Gesetz.
SoVD bedeutet: So-zial-ver-band Deutsch-land.
Ein So-zial-ver-band ist eine Organisation.
Diese Organisation hilft Menschen in schwierigen Lagen.
Das neue Gesetz soll Dis-kri-mi-nie-rung durch Ämter verbieten.
Viele Menschen schaffen den Umgang mit Ämtern nicht alleine.
Oft sind An-trä-ge zu schwierig.
An-trä-ge sind Schreiben, mit denen man Hilfe beantragen kann.
Menschen mit Sprach-schwierigkeiten brauchen besondere Unter-stützung.
Auch Vor-ur-teile führen zu Benachteiligung.
Vor-ur-teile bedeutet: Man denkt schlecht über jemanden.
Aber man kennt die Person gar nicht richtig.
In Berlin gibt es bereits ein Anti-Dis-kri-mi-nie-rungs-Gesetz.
Anti-Dis-kri-mi-nie-rungs-Gesetz bedeutet: Ein Gesetz gegen ungerechte Behandlung.
Dieses Gesetz gilt auch für Ämter.
Der SoVD fordert ein solches Gesetz auch in Nieder-sachsen.
Das heutige Bundes-Gesetz schützt nicht vor Dis-kri-mi-nie-rung durch Ämter.
Deshalb braucht Nieder-sachsen ein eigenes Gesetz.

Foto: Pixabay/anaterate
HANNOVER (kobinet) Viele Menschen in Deutschland fühlen sich im Umgang mit Ämtern und Behörden benachteiligt. Das macht eine aktuelle Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes deutlich. Anlässlich des "Internationalen Tags gegen Rassismus" am 21. März 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen deshalb von der Landesregierung, ein eigenes Antidiskriminierungsgesetz einzuführen, das auch für staatliche Stellen bindend ist. Ein Viertel der Menschen, die in Deutschland mit Benachteiligungen zu kämpfen haben, berichten laut der Studie "Wie Deutschland Diskriminierung erlebt", dass sie sich im Kontakt mit Ämtern und Behörden diskriminiert fühlen.
Die Konsequenz ist, dass sie nicht im gleiche Maße Zugang zu Leistungen bekommen, die ihnen zustehen „Wir haben offenbar ein großes Problem, wenn es um die Teilhabe von Menschen verschiedener Gruppen geht“, stellt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, fest und ergänzt: „Auch in unserer Beratung sehen wir täglich, dass es für viele Menschen schwierig ist, ohne unsere Hilfe ihr Recht gegenüber Behörden, Kranken- und Pflegekassen durchzusetzen.“ Gründe hierfür seien oft zu komplizierte Anträge und Schreiben, aber auch zu intransparente Verfahren. „Wer beispielsweise Sprachschwierigkeiten hat oder durch Vorurteile benachteiligt wird, braucht dann einen starken Partner an ihrer*seiner Seite“, so Swinke.
Niedersachsens größter Sozialverband sieht durch diese Benachteiligung vor allem auch eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Wenn gerade Institutionen, die Menschen in schwierigen Lagen helfen sollen, Betroffene diskriminieren, sorgt das für massive soziale Ungleichheit“, betont der Vorstandsvorsitzende. Er fordert deshalb von der Landesregierung, ein Antidiskriminierungsgesetz einzuführen. „Das ist leider dringend notwendig, da das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nicht das Handeln von Behörden abdeckt. In Berlin gibt es ein solches Gesetz auf Landesebene bereits, in Niedersachsen brauchen wir es auch“, erläutert Swinke. Nur so könne einer Benachteiligung im öffentlich-rechtlichen Bereich unter anderem aufgrund von Herkunft, Behinderung, Alter oder Geschlecht wirksam begegnet werden.

Foto: Pixabay/anaterate
HANNOVER (kobinet) Viele Menschen in Deutschland fühlen sich im Umgang mit Ämtern und Behörden benachteiligt. Das macht eine aktuelle Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes deutlich. Anlässlich des "Internationalen Tags gegen Rassismus" am 21. März 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen deshalb von der Landesregierung, ein eigenes Antidiskriminierungsgesetz einzuführen, das auch für staatliche Stellen bindend ist. Ein Viertel der Menschen, die in Deutschland mit Benachteiligungen zu kämpfen haben, berichten laut der Studie "Wie Deutschland Diskriminierung erlebt", dass sie sich im Kontakt mit Ämtern und Behörden diskriminiert fühlen.
Die Konsequenz ist, dass sie nicht im gleiche Maße Zugang zu Leistungen bekommen, die ihnen zustehen „Wir haben offenbar ein großes Problem, wenn es um die Teilhabe von Menschen verschiedener Gruppen geht“, stellt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, fest und ergänzt: „Auch in unserer Beratung sehen wir täglich, dass es für viele Menschen schwierig ist, ohne unsere Hilfe ihr Recht gegenüber Behörden, Kranken- und Pflegekassen durchzusetzen.“ Gründe hierfür seien oft zu komplizierte Anträge und Schreiben, aber auch zu intransparente Verfahren. „Wer beispielsweise Sprachschwierigkeiten hat oder durch Vorurteile benachteiligt wird, braucht dann einen starken Partner an ihrer*seiner Seite“, so Swinke.
Niedersachsens größter Sozialverband sieht durch diese Benachteiligung vor allem auch eine Gefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Wenn gerade Institutionen, die Menschen in schwierigen Lagen helfen sollen, Betroffene diskriminieren, sorgt das für massive soziale Ungleichheit“, betont der Vorstandsvorsitzende. Er fordert deshalb von der Landesregierung, ein Antidiskriminierungsgesetz einzuführen. „Das ist leider dringend notwendig, da das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nicht das Handeln von Behörden abdeckt. In Berlin gibt es ein solches Gesetz auf Landesebene bereits, in Niedersachsen brauchen wir es auch“, erläutert Swinke. Nur so könne einer Benachteiligung im öffentlich-rechtlichen Bereich unter anderem aufgrund von Herkunft, Behinderung, Alter oder Geschlecht wirksam begegnet werden.




