Bremen (kobinet)
Am 12. März 2026 gab es einen Protest in Bremen.
Viele behinderte Menschen haben protestiert.
Protest bedeutet: Menschen zeigen öffentlich, dass sie etwas nicht wollen.
Sie fuhren mit Roll-stühlen zum Amt.
Das Amt heißt Fach-dienst Teil-habe.
Es liegt am Hansa-tor 11 in Bremen.
Die Aktion heißt Roll-In.
Die Menschen protestierten gegen Kürzungen.
Kürzungen bedeutet: Sie bekommen weniger Hilfe als vorher.
Außerdem dauern Anträge zu lange.
Ein Antrag ist eine schriftliche Bitte an ein Amt.
Viele behinderte Menschen brauchen persönliche Assistenz.
Persönliche Assistenz bedeutet: Eine Person hilft im Alltag.
Ohne diese Hilfe können sie nicht selbst leben.
Der Protest hatte eine Wirkung.
Die Bremische Bürger-schaft hat das Thema besprochen.
Bürger-schaft bedeutet: Das Parlament in Bremen.
Parlament bedeutet: Eine Gruppe von Volks-Vertretern macht dort Gesetze.
Die Links-Fraktion hat das Thema beantragt.
Fraktion bedeutet: Eine Gruppe von Politikern arbeitet zusammen.
Horst Frehe hat das Amt kritisiert.
Er war früher Sozial-Staats-Rat in Bremen.
Ein Sozial-Staats-Rat leitet den Sozial-Bereich der Stadt-Regierung.
Er sagt: Das Amt gibt geheime Anweisungen.
Diese Anweisungen beeinflussen die Gutachter.
Gutachter sind Fach-Leute.
Sie prüfen den Hilfs-Bedarf von Menschen.
Hilfs-Bedarf bedeutet: Wie viel Hilfe jemand braucht.
Frehe sagt: Das ist nicht in Ordnung.
Sozial-Senatorin Claudia Schilling sagt etwas anderes.
Eine Sozial-Senatorin ist die zuständige Politikerin für Soziales in Bremen.
Sie sagt: Kürzungen sind nicht das Ziel.
Es gehe um mehr Klarheit bei den Entscheidungen.
Das berichtete der Weser-Kurier am 18. März 2026.
Tim Sültenfuß ist Roll-stuhl-Fahrer.
Er spricht für die Links-Fraktion über Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Alle haben dieselben Rechte.
Er sagt: Persönliche Assistenz ist kein Luxus.
Luxus bedeutet: Etwas, das man nicht unbedingt braucht.
Persönliche Assistenz ist ein Recht.
Dieses Recht darf nicht vom Geld des Staates abhängen.

Foto: Petra Wontorra
Bremen (kobinet) Es geschieht nicht oft, dass eine Protestaktion behinderter Menschen kurz danach zu einer Debatte im Parlament führt. So ist es nun in Bremen geschehen. Am 12. März 2026 haben dort zahlreiche Assistenznehmer*innen gemeinsam mit Unterstützer*innen von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem "Roll-In" vor dem Fachdienst Teilhabe am Hansator 11 in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Mit Rollstühlen, Transparent und eindrücklichen Erfahrungsberichten machten die Teilnehmenden auf die schwierige Situation vieler behinderter Menschen aufmerksam, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Immer häufiger kommt es zu Verzögerungen oder Kürzungen, die dazu führen, dass selbst grundlegende Unterstützung im Alltag ausbleibt. Dieses Thema wurde nun in der Aktuellen Stunde der Bremischen Bürgerschaft behandelt und durch die Kritik des ehemaligen Sozialstaatsrat Horst Frehe an der Behörde untermauert,
„Geheime Weisungen sollen eine Rolle spielen, wenn das Gesundheitsamt den persönlichen Assistenzbedarf schwerbehinderter Menschen überprüft. Damit werde die unabhängige Entscheidung der Gutachter infrage gestellt, sagt der frühere Sozialstaatsrat Horst Frehe (Grüne), Vorstandsvorsitzender der Assistenzgenossenschaft Bremen. Dem widerspricht Sozialsenatorin Claudia Schilling (SPD). In der Bürgerschaft erklärte sie am Dienstag, die Bedarfsermittlung sei im vergangenen Jahr bewusst weiterentwickelt worden, um mehr Transparenz zu erreichen. Leistungskürzungen seien nicht das Ziel. Vielmehr gehe es um Klarheit und Verlässlichkeit“, heißt es in einem Bericht des Weser Kurier vom 18. März 2026.
Als Reaktion auf den Protest von Assistenznehmern und ihren Hilfskräften am vergangenen Donnerstag hatte die Linksfraktion dem Bericht zufolge kurzfristig beantragt, deren Situation zum Thema der Aktuellen Stunde zu machen. „Ohne persönliche Assistenz wäre ich nicht hier“, wird der Rollstuhlfahrer Tim Sültenfuß, Sprecher für Inklusion der Linken, im Bericht zitiert. Er nannte es „problematisch“, wenn Assistenznehmer sich zur Wahrung ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu rechtlichen Schritten gezwungen sehen. „Persönliche Assistenz ist kein Luxus“, wird er weiter Im Bericht des Weser Kurier zitiert. Darauf bestehe ein Rechtsanspruch und der könne niemals von Haushaltslagen abhängen.
Link zum Bericht des Weser Kurier vom 18. März 2026
Link zum Bericht der kobinet-nachrichten über die Protestaktion vom 12. März 2026

Foto: Petra Wontorra
Bremen (kobinet) Es geschieht nicht oft, dass eine Protestaktion behinderter Menschen kurz danach zu einer Debatte im Parlament führt. So ist es nun in Bremen geschehen. Am 12. März 2026 haben dort zahlreiche Assistenznehmer*innen gemeinsam mit Unterstützer*innen von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem "Roll-In" vor dem Fachdienst Teilhabe am Hansator 11 in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Mit Rollstühlen, Transparent und eindrücklichen Erfahrungsberichten machten die Teilnehmenden auf die schwierige Situation vieler behinderter Menschen aufmerksam, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Immer häufiger kommt es zu Verzögerungen oder Kürzungen, die dazu führen, dass selbst grundlegende Unterstützung im Alltag ausbleibt. Dieses Thema wurde nun in der Aktuellen Stunde der Bremischen Bürgerschaft behandelt und durch die Kritik des ehemaligen Sozialstaatsrat Horst Frehe an der Behörde untermauert,
„Geheime Weisungen sollen eine Rolle spielen, wenn das Gesundheitsamt den persönlichen Assistenzbedarf schwerbehinderter Menschen überprüft. Damit werde die unabhängige Entscheidung der Gutachter infrage gestellt, sagt der frühere Sozialstaatsrat Horst Frehe (Grüne), Vorstandsvorsitzender der Assistenzgenossenschaft Bremen. Dem widerspricht Sozialsenatorin Claudia Schilling (SPD). In der Bürgerschaft erklärte sie am Dienstag, die Bedarfsermittlung sei im vergangenen Jahr bewusst weiterentwickelt worden, um mehr Transparenz zu erreichen. Leistungskürzungen seien nicht das Ziel. Vielmehr gehe es um Klarheit und Verlässlichkeit“, heißt es in einem Bericht des Weser Kurier vom 18. März 2026.
Als Reaktion auf den Protest von Assistenznehmern und ihren Hilfskräften am vergangenen Donnerstag hatte die Linksfraktion dem Bericht zufolge kurzfristig beantragt, deren Situation zum Thema der Aktuellen Stunde zu machen. „Ohne persönliche Assistenz wäre ich nicht hier“, wird der Rollstuhlfahrer Tim Sültenfuß, Sprecher für Inklusion der Linken, im Bericht zitiert. Er nannte es „problematisch“, wenn Assistenznehmer sich zur Wahrung ihrer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu rechtlichen Schritten gezwungen sehen. „Persönliche Assistenz ist kein Luxus“, wird er weiter Im Bericht des Weser Kurier zitiert. Darauf bestehe ein Rechtsanspruch und der könne niemals von Haushaltslagen abhängen.
Link zum Bericht des Weser Kurier vom 18. März 2026
Link zum Bericht der kobinet-nachrichten über die Protestaktion vom 12. März 2026




