Veröffentlicht am 13.03.2026 13:38 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Screenshot der Sendung Foto: ARD „buten und Binnen“
BREMEN (kobinet) Wie „kobinet“ bereits informiert hatte, haben am 12. März 2026 zahlreiche Assistenznehmern gemeinsam mit Unterstützern von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem „Roll-In“ vor dem Fachdienst Teilhabe in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Dieses Themen hatte auch das ARD-Regionalmagazin „Buten und binnen“ aufgegriffen. Der entsprechende Bericht ist als erster Teil der Sendung vom 12. März zu sehen.
Veröffentlicht am 13.03.2026 13:22 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Veranstaltung zur Präsentation des Sportjahres Foto: Stadt Köln/Eddi Bopp
KÖLN (kobinet) Das Kölner Sportjahr bietet auch im Jahr 2026 wieder eine große Bandbreite aus mehr als 30 Veranstaltungen des Spitzen- und Breitensports mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Von Fußball, Handball, Rad- und Laufsport, über BMX, das Kölner Kindersportfest bis hin zu Rollstuhlrugby und Rollstuhlbasketball beim CBH Rechtsanwälte Nations Cup Cologne ist das gesamte Spektrum des Sports vertreten. Alle Informationen zu den Veranstaltungen des Kölner Sportjahrs sind im Internetzu finden. Besonders im Fokus steht der Kölner Sport in diesem Jahr zudem, da die Kölnerinnen und Kölner ab Mitte März per Briefwahl über die Kölner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele abstimmen werden.
Veröffentlicht am 13.03.2026 13:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Baden-Württenberg Foto: Gemeinfrei, public domain
STUTTGART (kobinet) Mit dem Ideenwettbewerb „Gemeinsam stark – Familienleben in Baden-Württemberg“ sucht das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration noch bis zum 8. Mai 2026 nach kreativen Ansätzen, um das Familienleben im Land zu stärken. Ziel ist es, innovative Projekte zu fördern, die Familien entlasten, Zusammenhalt fördern und neue Impulse für die Familienpolitik des Landes geben. Für den Wettbewerb stellt das Land insgesamt 600.000 Euro bereit. Die besten Ideen werden mit bis zu 50.000 Euro für die Umsetzung prämiert, die Projektlaufzeit kann bis zu zwei Jahre betragen. Im Zentrum des Wettbewerbes werden Erziehungspartnerschaften, ein ausbalanciertes Familienleben, die Vielfalt von Familien und die Unterstützung bei familiären Übergangssituationen stehen. Weitere Informationen zu diesem Wettbewerb und die Bewerbungsunterlangen sind im Internet zu erhalten.
Veröffentlicht am 13.03.2026 06:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit Foto: René Schaar
Hamburg (kobinet) Die von René Schaar initiierte Petition zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) hat in den letzten Tagen kräftig Fahrt aufgenommen. Waren es am 9. März noch ca. 3.000 Personen, die die Petition mit dem Titel „Kein Freifahrtschein für Barrieren! BGG-Reform schützt Diskriminierer“ unterstützten, hat sich diese Zahl vier Tage später verzehnfacht. Am Morgen des 13. März 2026 unterstützen bereits fast 40.000 Menschen, das Anliegen von René Schaar und seinen Unterstützer*innen. „Die Bundesregierung plant ein Gesetz, das Barrierefreiheit in katastrophalem Ausmaß verhindert! Ein Gesetz, das Unternehmen schützt, die diskriminieren – statt uns Menschen mit Behinderung. Das Barrierefreiheit als ‚unzumutbare Belastung‘ diffamiert! Wenn wir jetzt nicht zusammenhalten, macht Deutschland einen gewaltigen Rückschritt in Sachen Inklusion. Und stellt Diskriminierung von Menschen mit Behinderung einen Freifahrtschein aus“, heißt es u.a. in der Begründung der Petition.
Veröffentlicht am 13.03.2026 06:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von Prothesen und Hilfsmitteln in Ausschwitz Foto: Birger Höhn
Dresden (kobinet) Vom 2. bis 7. März 2026 hatte Birger Höhn die Gelegenheit, mit der Brücke-Most-Stiftung und SchülerInnen der Oberschule Schleife auf Bildungsfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz nach Polen zu fahren. Es war für ihn das erste Mal, dass er in der Gedenkstätte Auschwitz war. Über diese nachhaltige wie emotional bewegende Bildungsfahrt hat Birger Höhn den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zur Veröffentlichung zugesandt:
Veröffentlicht am 13.03.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Heike Heubach vor Schild der SPD Schwaben Foto: SPD Schwaben
Stadtbergen (kobinet) Heike Heubach ist die erste gehörlose Abgeordnete im Deutschen Bundestag und übt derzeit unter anderem die Funktion der Behindertenbeauftragten der SPD Bundestagsfraktion aus. Mit dieser Tätigkeit wird sie in den nächsten Wochen viel zu tun haben, denn die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), das nach Ansicht vieler behindertenpolitischer Akteur*innen enorme Mängel in Sachen Barrierefreiheit aufweist, steht zur Debatte und Beschlussfassung noch vor der Sommerpause an. Zu tun hat Heike Heubach nun aber auch einiges an ihrem Heimatort. Bei den bayerischen Kommunalwahlen wurde sie nämlich auch in den Stadtrat von Stadtbergen für die SPD gewählt.
Veröffentlicht am 13.03.2026 05:44 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht
Fragen sollen zu Antworten werden Foto: ht
Papenburg (kobinet) „Der Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) führt bis zum 31. März 2026 eine bundesweite Umfrage zum Thema ‚Selbsthilfe im inklusiven Kinderschutz‘ durch. Ziel der Befragung ist es, die Rolle von Selbsthilfeorganisationen im Hinblick auf das Kindeswohl sowie deren Bedeutung für Familien mit behinderten (Pflege-)Kindern zu erfassen und fachlich einzuordnen“, heißt es im Newsletter des Bundesverbandes für körperbehinderte Menschen.
Veröffentlicht am 13.03.2026 05:40 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Unter dem Motto „Zukunft für Alle“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu den Aktionstagen für Demokratie auf. Diese finden vom 23. Mai, dem Tag des Grundgesetzes, bis 7. Juni 2026 statt. Bisher umfasst das Bündnis für Demokratie 82 Organisationen. Auf der gemeinsamen Internetseite: https://zusammen-fuer-demokratie.de/ gibt es Aktionsmaterialien, man kann seine Aktion in eine Karte eintragen, sich einer Aktion anschließen und mehr. Zudem gibt es am 23. März 2026 Infos rund um die Aktionstage in einer Online-Veranstaltung: In dieser wird der Aktionsleitfaden sowie die bisherigen Planungen der Aktionstage vorgestellt und es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich mit anderen Aktiven zu vernetzen. Tipps, wie vor Ort eine Aktion organisiert werden kann, runden die Veranstaltung ab.
Veröffentlicht am 13.03.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Titelbild des Podcast: Im Aufzug mit Raul Krauthausen Foto: Raul Krauthausen
Berlin (kobinet) „Zum sage und schreibe 100. Mal hat sich diese Woche meine Aufzugtür geöffnet, und es war mir ein doppeltes Fest (inklusive Ständchen), denn ich habe mit Wilhelmine gefeiert, die für mich eine der derzeit spannendsten Stimmen im deutschsprachigen Pop ist. Es darf gespoiltert werden, dass dieser Talk ziemlich persönlich wurde. Es ging (auch) um Verletzlichkeit auf der Bühne, Liebeskummer und Coming-out-Momente, und wir haben uns über Queerness im Mainstream und den Umgang mit Hasskommentaren unterhalten.“ Mit diesen Wort hat Raul Krauthausen in seinem Newsletter auf die 100. Ausgabe seines Podcast Im Aufzug hingewiesen.
Veröffentlicht am 12.03.2026 16:09 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild vom Roll-In am 12. März 2026 in Bremen Foto: Petra Wontorra
Bremen (kobinet) Am 12. März 2026 haben zahlreiche Assistenznehmer*innen gemeinsam mit Unterstützer*innen von SelbstBestimmt Leben Bremen mit einem „Roll-In“ vor dem Fachdienst Teilhabe am Hansator 11 in Bremen gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und überlange Bearbeitungszeiten protestiert. Mit Rollstühlen, Transparent und eindrücklichen Erfahrungsberichten machten die Teilnehmenden auf die schwierige Situation vieler behinderter Menschen aufmerksam, die auf persönliche Assistenz angewiesen sind. Immer häufiger kommt es zu Verzögerungen oder Kürzungen, die dazu führen, dass selbst grundlegende Unterstützung im Alltag ausbleibt.
Veröffentlicht am 12.03.2026 16:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Plakat von Manja Schultz zur Messe You Can in Leipzig Foto: Manja Schultz
Leipzig (kobinet) Das unter anderem von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) betriebene Projekt Budget Kompetenz präsentiert sich derzeit mit einigen Projektpartnern auf der Messe der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen You Can in Leipzig und zeigt an ihrem Stand Alternativen mit dem Budget für Arbeit und dem Budget für Ausbildung auf. Mit dabei sind einige Akteur*innen vom Netzwerk behinderter Menschen, die statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten und geben ihre Erfahrungen weiter. Manja Schultz, die im Sommer 2025 mit Hilfe des Budget für Arbeit auf den ersten Arbeitsmarkt gewechselt ist, hat das Willkommensplakat für den Messestand des Projekts Budget Kompetenz gestaltet und ihre Geschichte veröffentlicht.
Veröffentlicht am 12.03.2026 12:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Roll-In bei der Sozialbehörde in Bremen Foto: Petra Wontorra
Bremen (kobinet) Heute, am 12. März 2026, führt eine Gruppe von Assistenznehmer*innen mit ihren Rollstühlen ein „Roll-In“ beim Fachdienst Teilhabe, Hansator 11, in Bremen, durch, um gegen ungerechtfertigte Leistungskürzungen und übermäßig lange Bearbeitungszeiten bei persönlicher Assistenz zu protestieren. In Bremen erhalten ca. 100 behinderte Menschen vom Amt für soziale Dienste Leistungen zur persönlichen Assistenz. Voraussetzung für diese Leistung ist in der Regel das Vorliegen des Pflegegrades 3 in der Pflegeversicherung. Die persönliche Assistenz soll diesem Personenkreis ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben sowie eine individuelle Lebensführung gewährleisten, wie es in einer Presseinformation von Selbstbestimmt Leben Bremen heißt.
Veröffentlicht am 12.03.2026 07:34 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Fragen sollen zu Antworten werden Foto: ht
Leipzig (kobinet) „Die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM) lädt Sie herzlich ein zu You can! – dem neuen Fachkongress für Inklusion im Arbeitsleben. Vom 11. bis 13. März 2026 trifft sich die Fachwelt jährlich in Leipzig, um Ideen auszutauschen, Impulse zu setzen und die Zukunft inklusiver Arbeit aktiv mitzugestalten.“ So heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung, die noch bis zum 13. März 2026 unter dem Motto „Zusammen Arbeit neu denken“ in Leipzig stattfindet. Ein Blick auf die Ticketpreise, bei denen es keine Ermäßigung für behinderte Teilnehmende bzw. von Beschäftigten aus Werkstätten für behinderte Menschen gibt, zeigt jedoch, dass der Slogan You Can spätestens am Geldbeutel scheitern dürfte. Die Kosten eines 3-Tage-Tickets mit 225 Euro dürften das Budget vieler an der Inklusion interessierter behinderter Menschen weit übersteigen, beträgt das durchschnittliche Monatsentgelt in der Werkstatt für behinderte Menschen ca. 230 Euro im Monat. You Can oder You Can Not ist hier also die Frage, wenn in diesen Tagen in Leipzig beim Fachkongress für Inklusion im Arbeitsleben über „Zusammen Arbeit neu denken“ diskutiert wird.
Veröffentlicht am 12.03.2026 06:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
bbe-Tagung vom 6.3.2026 zur Elternassistenz Foto: bbe
Hannover (kobinet) Am 6. März 2026 veranstaltete der Bundesverband behinderter und chronisch kranker Eltern (bbe) einen bundesweiten Fachtag zum Thema „Chronisch (inkl. psychisch) erkrankte Eltern und ihre Kinder – Welche Entlastung bietet Elternassistenz für die gesamte Familie?“ Eingeladen waren Vertreter*innen aus Fachverbänden, Wissenschaftler*innen sowie Mitarbeitende aus der Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, des Gesundheitswesens und der Eingliederungshilfe. Gemeinsam mit Eltern mit Behinderungen diskutierten die Teilnehmenden, wie man mit einer bedarfsdeckenden Alltagsentlastung für die Eltern mit chronischer Erkrankung, psychischer oder Suchterkrankung die altersgerechte Entwicklung der Kinder sicherstellen kann, heißt es in einer Presseinformation des bbe.
Veröffentlicht am 12.03.2026 06:54 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Nancy Frind am Mikrofon Foto: privat
Erfurt (kobinet) Der Einsatz für Gleichberechtigung, Inklusion und ein Leben ohne Gewalt bleibt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe und nötiger denn je. Feministische Bewegungen stehen deshalb weiterhin vor der Aufgabe, laut, sichtbar und solidarisch zu bleiben. So die Einschätzung von Nancy Frind in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten. Am 8. und 9. März 2026 standen bundesweit Aktionen rund um den Internationalen Frauentag und den feministischen Frauen*streik im Mittelpunkt. Dabei ging es um internationale, feministische und solidarische Zusammenarbeit für mehr Gleichberechtigung. Viele Initiativen und Aktivistinnen machten deutlich: Frauenrechte müssen weiterhin sichtbar eingefordert werden.
Veröffentlicht am 12.03.2026 06:42 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Dennis Sonne am Rednerpult im Landtag von NRW Foto: Dennis Sonne
Düsseldorf (kobinet) Senior*innen und behinderte Menschen sollen in Notsituationen besser geschützt werden. Deshalb schafft das Land Nordrhein-Westfalen Verbesserungen in der Katastrophenhilfe. „Als Mensch der selbst mit Behinderungen lebt weiß ich, wie schnell man in Krisensituationen übersehen werden kann. Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat tragisch gezeigt, dass wir auch Menschen mit Behinderungen bei der Planung berücksichtigen müssen. Im Ahrtal sind auch zwölf Menschen mit Behinderung ums Leben gekommen. Und die Zukunft wird vermutlich weitere Krisen für unsere Gesellschaft bereithalten. Hier müssen wir auf alles vorbereitet sein. Deshalb war mir wichtig, dass wir ihre Belange jetzt ausdrücklich im Katastrophenschutzgesetz verankern“, so äußerte sich der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete der Grünen, Dennis Sonne, angesichts der Novelle des Katastrophenschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen.
Veröffentlicht am 12.03.2026 06:32 von Rita Schroll in der Kategorie Nachricht
Assistenzhund wartet an Bahnsteig Foto: Berufsverband ProHunde
Erfurt (kobinet) An Pfingsten 2026 trifft sich in Thüringen erstmals bundesweit Fachkompetenz aus Praxis, Wissenschaft und Recht rund um die Assistenzhundearbeit. Der Berufsverband ProHunde veranstaltet zu diesem Termin den ersten bundesweiten Assistenzhundekongress. Die zweitägige Veranstaltung findet in Erfurt statt und wird als Hybridkongress sowohl vor Ort als auch online angeboten. Assistenzhunde ermöglichen Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmteres Leben. Gleichzeitig steht die Assistenzhundearbeit in Deutschland derzeit vor erheblichen Herausforderungen. Neue rechtliche Rahmenbedingungen, unterschiedliche Ausbildungsstandards und Fragen der Qualitätssicherung beschäftigen Fachleute ebenso wie betroffene Menschen.
Veröffentlicht am 11.03.2026 10:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
E-Scooter Foto: DBSV/Cornelia Weiß
BERLIN (kobinet) Nach zwei Gesprächsterminen zwischen dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) und Senat wurde deutlich, dass beide Seiten das Ziel verfolgen, das ungeordnete Abstellen von E-Scootern auf Gehwegen zu beenden. Nach Vorstellungen des Senats sollen die Fahrzeuge in weiten Bereichen nur noch an festen Abstellflächen – sogenannten Mobilitätspunkten und Mobilitätsstationen – geparkt werden dürfen. Auch für den ABSV ist das eine akzeptable Lösung für freie und sichere Gehwege. Die Umstellung soll gebietsweise in sogenannten Clustern erfolgen. Sobald in einem solchen Gebiet die vorgesehenen Abstellflächen eingerichtet sind, wird das freie Abstellen durch das Einrichten von Parkverbotszonen unterbunden. E-Scooter können dann nur noch an den vorgesehenen Standorten entliehen und zurückgegeben werden. Damit ist das Freefloating in den betreffenden Gebieten (Clustern) beendet. So entsteht Schritt für Schritt eine geordnete Struktur. Offen ist derzeit noch der zeitliche Rahmen. Nach der bisherigen Strategie des Senats soll die vollständige Umstellung erst bis 2035 erfolgen – ein Zeitraum, der laut ABSV-Geschäftsführer Dr. Thomas Krämer „so nicht akzeptabel ist“.
Veröffentlicht am 11.03.2026 07:53 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wahl Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors
Kassel (kobinet) Die Landtagswahl in Baden-Württemberg und die Kommunalwahlen in Bayern am 8. März 2026 haben bei zum Teil sehr knappen Wahlergebnissen erneut gezeigt, dass jede Stimme zählt. So dürfte es auch bei den am 15. März 2026 anstehenden Kommunalwahlen in Hessen sein. Dort treten auch eine Reihe behinderter Menschen an, die wie alle anderen Kandidat*innen auch, auf jede Stimme angewiesen sind, um in die Kommunalparlamente gewählt zu werden. Daher lohnt sich besonders auch in den letzten Zügen des Wahlkampfs ein Blick auf die Listen der Parteien und Gespräche mit den Kandidat*innen, um herauszufinden, welche Positionen diese gerade auch zur Behindertenpolitik vertreten. Denn viele Entscheidungen, die die Menschen direkt betreffen, werden vor Ort getroffen.
Veröffentlicht am 11.03.2026 07:35 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Liga Selbstvertretung Foto: Liga Selbstvertretung
Berlin (kobinet) Am 11. Februar 2026 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz beschlossen und damit auf den Weg zur Debatte und zum Beschluss des Gesetzes, das eigentlich die Barrierefreiheit verbessern soll, durch den Bundestag freigegeben. Doch auch der Bundesrat hat ein Wörtchen mitzureden, wie die Gesetzesreform aussehen sollte. Deshalb hat die LIGA Selbstvertretung an die Sozialminister*innen und -senator*innen sowie an die Behindertenbeauftragten der Bundesländer appelliert, für die Streichung der massiven Ausnahmen von Unternehmen bei der Herstellung von Barrierefreiheit und für angemessene Vorkehrungen einzutreten.
Veröffentlicht am 11.03.2026 07:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wahlzettel mit Kreuz Foto: ISL
Mainz (kobinet) Am 22. März 2026 sind Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. Rund 3,2 Millionen Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer sind wahlberechtigt, davon sind 310.000 Menschen mit Behinderungen. Unter Federführung der Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium gibt es eine neue Broschüre in Leichter Sprache zur anstehenden Landtagswahl. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass alle Menschen mit Behinderungen barrierefrei und gut informiert an der Landtagswahl teilnehmen können. Oftmals stellt eine schwere und komplizierte Sprache eine Barriere hierfür dar. Mit dem Info-Heft in Leichter Sprache wollen wir Menschen mit Behinderungen über die Wahlen informieren und sie dazu ermutigen, sich an der Landtagswahl zu beteiligen“, sagte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Dörte Schall.
Veröffentlicht am 11.03.2026 07:08 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Drei rote Ausrufezeichen Foto: ht
Berlin (kobinet) 14 zivilgesellschaftliche Organisationen mit gemeinsam über 20 Millionen Mitgliedern haben ein Bündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat gegründet. Das Sozialstaatsbündnis kritisiert die zunehmende Schieflage in der politischen Debatte, in der der Sozialstaat wiederholt als unfinanzierbar oder als reiner Kostenfaktor dargestellt wird. Die Initiative setzt dem eine positive, faktenbasierte Perspektive entgegen: Der Sozialstaat ist nicht nur finanzierbar, sondern essentiell für sozialen Frieden, wirtschaftliche Teilhabe und demokratische Stabilität.
Veröffentlicht am 11.03.2026 07:01 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
info schwarz Foto: Susanne Göbel
Bremen (kobinet) „Autismus bedeutet für mich, dass ich verpasse, was andere bemerken. Und bemerke, was anderen entgeht.“ Dieser aufschlussreiche Satz stammt von Florian Malicke. Beim Thema Autismus ist er in doppelter Hinsicht Experte: Seinen Lebensunterhalt verdient er als Autismus-Coach. Und gleichzeitig lebt er selbst mit dieser Diagnose. Um sein Leib- und Magenthema als Coach – Autismus auf der Arbeit – geht es auf einer Veranstaltung, die der Martinsclub Bremen, die Stadtbibliothek Bremen und der Verein Autismus Bremen am 2. April 2026 – dem Welt-Autismus-Tag – organisieren: Ein Podiumsgespräch, moderiert von Mirjam Rosentreter und Marco Tiede, das live für den Martinsclub-Podcast „Spektrakulär – Eltern erkunden Autismus“ aufgenommen wird. Los geht es um 18:00 Uhr im Wall-Saal der Stadtbibliothek, Am Wall 201, in 28195 Bremen. Ende der Veranstaltung ist um 19:15 Uhr. Der Eintritt ist frei, es ist keine Anmeldung erforderlich. Jedoch sind die Plätze am Veranstaltungsort begrenzt.
Veröffentlicht am 11.03.2026 05:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Podcast zur Zero-Conference in Wien Foto: IGEL-Media
Wien (kobinet) „Zero Conference 2026 – der Weg zur Inklusion geht nur in weltweiter Zusammenarbeit“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). „In dieser Episode des IGEL Podcasts nimmt euch Inklusator Sascha Lang mit nach Wien zur Zero Project Conference 2026, einer der weltweit wichtigsten Konferenzen rund um Innovationen für Inklusion und den Abbau von Barrieren“, wie es in der Ankündigung des Podcast heißt.
Veröffentlicht am 10.03.2026 16:21 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
SOS Foto: Irina Tsicher
DÜSSELDORF (kobinet) Aufgrund der zuletzt stark gestiegenen Kosten für Benzin und Gas befürchtet der Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen, dass dies auch Auswirkungen auf die Kosten für Krankentransporte und Krankenfahrten haben könnte. Immer mehr Fahrdienste klagen über Kostenexplosionen und drohen damit, ihre Fahrten wie beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern komplett einzustellen. Wie schwierig sich die Verhandlungen gestalten könnten, zeigt auch der aktuelle Streit zwischen Kommunen und Krankenkassen um die Kosten für Rettungseinsätze und den sogenannten Leerfahrten. Auch hier wurden schnell Eigenanteile von bis zu 267 Euro für Patientinnen und Patienten ins Spiel gebracht. Diese konnten zwar vorübergehend verhindert werden, dennoch warnt der Sozialverband VdK NRW weiterhin davor, die Kostenfrage einseitig auf die Patientinnen und Patienten abzuwälzen und fordert eine schnelle Einigung in den aktuellen Verhandlungen.
Veröffentlicht am 10.03.2026 12:15 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Plakat der Wochen gegen Rassismus Foto: ADB Sachsen
LEIPZIG (kobinet) In der Zeit vom 16. bis zum 29. März 2026 wird die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ in Leipzig stattfinden. Wie auch in den letzten Jahren ist das Antidiskriminierungsbüro Sachsen für die Koordinierung des Programms verantwortlich. Das Antidiskriminierungsbüro freut sich über die vielen unterschiedlichen Veranstaltungen, die dieses Jahr stattfinden werden und wünscht allen viele spannende und lehrreiche Veranstaltungen, die unseren Werkzeugkasten im Engagement gegen Rassismus bereichern.
Veröffentlicht am 10.03.2026 12:05 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
SOD Logo Saarland 2026 Foto: SOD Saarland
BERLIN / SAARBRÜCKEN (kobinet) Special Olympics Deutschland (SOD) und das Energieunternehmen Encevo haben ihre Partnerschaft für die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 gestartet. Im Rahmen der Partnerschaft engagieren sich Unternehmen der Encevo-Gruppe bei einzelnen Wettbewerben: Enovos wird Presenting Partner des 3×3-Basketballturniers in Saarbrücken, Creos unterstützt die Wettbewerbe im Rudern und Kanu auf der Saar. Auch Mitarbeitende der Unternehmen wollen sich während der Spiele als Volunteers engagieren und bei der Durchführung des größten inklusiven Multisport-Events Deutschlands in 2026 unterstützen.
Veröffentlicht am 10.03.2026 12:02 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Symbol Paragraf Foto: omp
BERLIN (kobinet) Bei der größte Repräsentativbefragung zu Benachteiligung zeigen die Daten des Sozio-Ökonomischen Panels (SOEP) umfassend, wie verbreitet Diskriminierung in Deutschland ist. Besonders von Diskriminierung betroffen sind demnach Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, Muslime, Frauen und Menschen mit Behinderungen. Mit dem blick auf die Zahlen schlägt die Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Ataman Alarm und stellt fest: „Dieses Ausmaß an Diskriminierung gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Mehr als 13 Prozent der Menschen in Deutschland berichten bei dieser Umfrage davon, in den letzten zwölf Monaten Diskriminierung erfahren zu haben. Auf die erwachsene Bevölkerung umgerechnet entspricht das rund neun Millionen Menschen.
Veröffentlicht am 10.03.2026 10:21 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Ina Fischer Foto: ZsL Erlangen Kommune Inklusiv
Erlangen (kobinet) Ina Fischer setzt sich seit vielen Jahren im Rahmen ihres Wirkens für das Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) für eine inklusive Kommune ein. Bei den Kommunalwahlen am 8. März 2026 hat sie es gewagt und für den Stadtrat von Erlangen kandidiert. Nun steht fest, dass die engagierte blinde Frau, die für die Grünen angetreten ist, den Einzug in den Erlanger Stadtrat geschafft hat. Sie war als Newcomerin auf Listenplatz 5 der Liste der Erlanger Grünen ins Rennen gegangen und am 8. März auf den sechsten Platz der Grünen bei der Wahl in den Stadtrat gewählt. Damit dürfte die Stimme behinderter Menschen zukünftig auch im Erlanger Stadtrat laut zu hören sein.
Veröffentlicht am 10.03.2026 08:53 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Mehr Wohnungsbau ist dringend notwendig Foto: Pixabay/SatyaPrem
HANNOVER (kobinet) Eine Analyse des Online-Portals „ImmoScout24“ zeigt deutlich, dass der Bedarf an barrierefreien Wohnungen in den vergangenen Jahren enorm gestiegen ist. Gleichzeitig ist das Angebot zu gering. Hinzu kommt, dass entsprechender Wohnraum sehr teuer ist. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) sieht auch in Niedersachsen eine Zuspitzung der Lage und fordert von der Landesregierung schnelles Handeln, um die Situation von Menschen mit Behinderung auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Wenn es um barrierefreie Wohnungen geht, ist die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage enorm: Laut „ImmoScout24“ suchen 75 Prozent mehr Menschen barrierefreien Wohnraum als noch vor zehn Jahren. Derzeit leben bundesweit in etwa drei Millionen Haushalten Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung. Obwohl Prognosen davon ausgehen, dass diese Zahl künftig weiter steigt, sind momentan nur rund 560.000 barrierefreie Wohnungen auf dem Markt.
Veröffentlicht am 10.03.2026 07:39 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
AGG-Katze: Schluss mit Miezekätzchen: Es braucht ein AGG mit Zähnen Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Berlin (kobinet) Wie schwer sich die derzeitige Bundesregierung damit tut, benachteiligte Menschen vor Diskriminierungen zu schützen und Barrierefreiheit bzw. angemessene Vorkehrungen hierfür zu verlangen, das hat diese mit dem Beschluss des Gesetzentwurfs für die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) zum Ärger vieler behinderter Menschen, ihrer Angehörigen und Verbände bereits anschaulich gezeigt. Aber auch bei der längst überfälligen Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) scheint die Bundesregierung nicht handlungsfähig zu sein. Denn seit Wochen warten die von Diskriminierungen Betroffenen und ihre Verbände auf die Veröffentlichung eines entsprechenden Referentenentwurfs. Denn eigentlich ist dessen Verabschiedung durch das Bundeskabinett schon für den 25. März 2026 vorgesehen. Aber auch diese Pläne wurden ähnlich wie beim Behindertengleichstellungsgesetz schon mehrfach verschoben. Für die Anhörung der Verbände scheint angesichts dieser Uneinigkeit in der Bundesregierung wahrscheinlich wenig Zeit zu verbleiben, wenn der Entwurf dann irgendwann einmal veröffentlicht wird.
Veröffentlicht am 10.03.2026 07:29 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des DBR Foto: DBR
Berlin (kobinet) „Unter der Leitung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) begleitet der Deutsche Behindertenrat auch im Jahr 2026 aktiv politische Themen und Entwicklungen. Mit dem Gedenken am 27. Januar setzte der DBR ein klares Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und eine Politik, die Teilhabe sowie Selbstbestimmung als unveräußerliche Menschenrechte verteidigt. Erinnerung bedeutet Haltung zeigen – und politisch handeln“, heißt es u.a. im Vorwort der aktuellen Ausgabe des Newsletter des Deutschen Behindertenrat. „Ein gesellschaftlicher Rechtsruck, der Ausgrenzung normalisiert, gefährdet uns alle – besonders diejenigen, die besonderen Schutz benötigen“, betonte Michaela Engelmeier, Vorsitzende des DBR-Sprecherinnenrats.
Veröffentlicht am 10.03.2026 07:19 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Marburg (kobinet) Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat neben vielen anderen Vorhaben ein Projekt gefördert, mit dem unter Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg ein diagnostisches Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) entwickelt und erprobt worden ist, der sogenannte Autismus Lotse. Darauf macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam.
Veröffentlicht am 10.03.2026 07:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Geld für Exklusion Foto: Ralph Milewski
Freiburg / Berlin (kobinet) Die aktuellen Vorschläge der Sozialstaatskommission sowie die Beratungen vom 26. Februar 2026 im Kanzleramt zwischen Bund, Ländern und Kommunen zu Einsparungen in der Eingliederungshilfe werden von mehreren Verbänden als ungeeignet bewertet, eine zukunftssichere und verlässliche Unterstützung für Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten. Stattdessen brauche es die klare Anerkennung bestehender Tarifbindungen und eine auskömmliche, verlässliche Refinanzierung der Leistungen, fordern der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD), die Caritas-Dienstgeber, der evangelische Bundesfachverband für Teilhabe (BeB), der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) und die Diakonie Deutschland. Voraussetzung dafür sei eine verlässliche Refinanzierung der Tarifentgelte. Überlegungen, die diese Grundsätze infrage stellen, erteilen sie eine klare Absage.
Veröffentlicht am 10.03.2026 07:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sharepic zur Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen Foto: IMAP
Berlin (kobinet) „Am 28. Februar 2026 ist die Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen in Deutschland, die im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes durchgeführt wurde, zu Ende gegangen. Insgesamt haben mehr als 35.000 Personen an der Umfrage teilgenommen – digital, chatbotgestützt oder analog, in einer von 11 Sprachen. Das sind im Vergleich zur Befragung 2015 mehr als doppelt so viele Menschen, die wir gemeinsam erreicht und zu einer Teilnahme motiviert haben“, heißt es vonseiten des IMAP, das die Umfrage durchgeführt hat.
Staufen (kobinet) Federführender feministischer kobinet-Kolumnist, der ich nun einmal bin, schicke ich ein Wort meiner sozialphilosophischen Kollegin und Mitfeministin Eva von Redecker vorweg. Ein Wort, das antikapitalistischen Klartext spricht und überdies ins Stammbuch der „Krüppel gegen rechts“ geschrieben gehört. „Der Kapitalismus hält jede und jeden ständig dazu an, das Beste aus sich zu machen. Eine hyperindividualistische Konkurrenzgesellschaft, das erzeugt den irrwitzigen Eigentumsrausch, den ich Faschismus nenne. Die Rechten sind die toxische Schaumkrone auf der neoliberalen Welle im Klima des Anthropozän. Je mehr sich die realen Krisen verschärfen, desto aussichtsloser der Dammbau, deshalb streite ich so vehement für einen grundlegenden Umbau der Wirtschaft …“ (so von Redecker im SPIEGEL-Gespräch der letzten Februarwoche). – Eva Redeckers feministische Position einer „antikapitalistischen Revolution für das Leben“ habe ich in früheren Kolumnen bereits vorgestellt. Warum wird ihre Stimme im behindertenpolitischen Aktivismus nicht aufgegriffen? Dieses Silencing finde ich megaschändlich! Darum jetzt erst recht weiter mit der Frauentagskolumne.
FRECHEN (kobinet) Die deutsche Para Ski-nordisch-Nationalmannschaft surft bei den Paralympics weiter auf der Erfolgswelle. Drei Medaillen hatte es zum Auftakt am Samstag gegeben, drei kamen am Sonntag hinzu. Für Anja Wicker (MTV Stuttgart, Silber am Vormittag bei den Frauen sitzend) und Marco Maier waren es die zweiten bei diesen Spielen, für Johanna Recktenwald und ihre Begleitläuferin Emily Weiss eine Premiere. Der Mannschaft steht nun eine Pause bevor. „Wir verschnaufen einen Tag und bereiten uns auf die Langlauf-Wettbewerbe vor“, sagte der Bundestrainer Ralf Rombach. Am Dienstag folgt in Tesero der Klassik-Sprint, am Mittwoch das Rennen über zehn Kilometer ebenfalls in der klassischen Technik.
Veröffentlicht am 09.03.2026 09:03 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wappen Baden-Württenberg Foto: Gemeinfrei, public domain
STUTTGART (kobinet) Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist entschieden. Jetzt kommt es aus Sicht des Landeswohlfahrtsverbandes seitens der politischen Entscheidungsträger darauf an, Verantwortung für Baden-Württemberg zu übernehmen – für eine starke soziale Daseinsvorsorge, verlässliche Pflege- und Gesundheitsstrukturen, bezahlbaren Wohnraum und echte Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. „Ein starker Sozialstaat ist entscheidend für das Vertrauen in unsere Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ stellt Ulf Hartmann, der Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg in diesem Zusammenhang fest und schlussfolgert: „Soziale Sicherheit ist kein Wahlversprechen, sie ist ein Auftrag. Als Sozialverband werden wir die neue Landesregierung als starker Partner konstruktiv begleiten. Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht von allein. Er braucht Investitionen in soziale Arbeit, Teilhabe und Bildung. Unsere Botschaft bleibt klar: Vielfalt und soziale Gerechtigkeit sind die Grundlage für eine lebendige Demokratie – dafür setzen wir uns ein.“
Veröffentlicht am 09.03.2026 08:42 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild: BGG-Reform Jetzt! Foto: René Schaar
Hamburg (kobinet) Die Unzufriedenheit bei behinderten Menschen, ihren Verbündeten und ihren Verbänden über den Gesetzesentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) für mehr Barrierefreiheit ist groß. Dies zeigt auch die Tatsache, dass kurz nach dem Start bereits über 3.000 Menschen die von René Schaar gestartete Petition mit dem Titel „Kein Freifahrtschein für Barrieren! BGG-Reform schützt Diskriminierer“ unterstützen. „Schluss mit Schlupflöchern bei Barrierefreiheit! Das Behindertengleichstellungsgesetz muss so angepasst werden, dass Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft Pflicht wird! Baulich, digital, kommunikativ. Wir Menschen mit Behinderung gehören zur Gesellschaft. Wir gehören in jeden Betrieb, an jeden Ort und auf jede Veranstaltung. Und wo wir heute noch nicht sind – werden wir morgen sein!“ So heißt es zu den Zielen der Petition, die von einer Reihe bekannter Persönlichkeiten aus der Behindertenbewegung unterstützt wird.
Veröffentlicht am 09.03.2026 08:29 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Markus Ertl mit Blindenstock Foto: privat
Lenggries (kobinet) Nicht nur bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg herrschte bis weit in die Nacht hinein Spannung pur. Auch in Bayern zitterten und zittern viele dem endgültigen Ergebnis der dort stattgefundenen Kommunalwahlen entgegen, die am 8. März 2026 in Bayern anstand. Während wegen des Wahlsystems mit der Möglichkeit Stimmen auf mehrere Kandidat*innen zu verteilen viele Ergebnisse wohl erst am Montag oder gar am Dienstag vorliegen, konnte Markus Ertl aus Lenggries nach Mitternacht auf seine Wiederwahl in den Gemeinderat von Lenggries anstoßen. Der blinde Sprecher für Barrierefreiheit der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) schaffte trotz schlechter Ausgangsbedingungen mit Listenplatz 14 auf der Liste der Freien Wähler den Wiedereinzug in den Gemeinderat. Dank vieler persönlicher Stimmen für ihn schaffte er es fünf Plätze in der Liste nach oben zu kommen und zieht auf dem 9. Platz bei einem guten Wahlergebnis der Freien Wähler mit 45,0 Prozent wieder in den Gemeinderat von Lenggries ein. Weitere behinderte Kandidat*innen in Bayern warten noch mit Spannung auf die Ergebnisse, so auch Ina Fischer in Erlangen und Irmgard Badura in Nürnberg.