Marburg (kobinet)
Der Gemeinsame Bundes-Ausschuss heißt kurz: G-BA.
Der G-BA ist eine wichtige Gruppe im Gesundheits-Wesen.
Eine Gruppe von Menschen trifft gemeinsam wichtige Entscheidungen.
Beim G-BA sind Krankenkassen und Ärzte dabei.
Auch Vertreter der Patienten arbeiten mit.
Seit 2016 gibt es beim G-BA den Innovations-Fonds.
Der Innovations-Fonds ist ein Geld-Topf.
Aus diesem Topf werden neue Ideen im Gesundheits-Bereich bezahlt.
Der Innovations-Fonds unterstützt neue Ideen in der Medizin.
Er bezahlt auch besondere Forschungs-Projekte.
Bei Forschungs-Projekten wollen Forscher etwas Neues heraus-finden.
Der Innovations-Fonds hat ein Projekt bezahlt.
Das Projekt heißt: Autismus-Lotse.
Eine Klinik der Uni Marburg hat das Projekt geleitet.
Dabei wurde ein neues Werkzeug entwickelt.
Dieses Werkzeug hilft, Autismus früh zu erkennen.
Autismus-Spektrum-Störung heißt kurz: ASS.
Menschen mit Autismus denken anders und fühlen anders.
Autismus ist keine Krankheit.
ASS begleitet einen Menschen das ganze Leben.
In Deutschland hat etwa 1 von 100 Menschen eine ASS.
Eine frühe Erkennung ist sehr wichtig.
Frühzeitige Hilfe wirkt besser und länger.
Für eine ASS-Diagnose gibt es oft lange Warte-Zeiten.
Eine Diagnose bedeutet: Der Arzt findet heraus, was du hast.
Deshalb wurde ein neues Online-Werkzeug entwickelt.
Dieses Werkzeug heißt: Screening-Tool.
Ein Screening-Tool ist ein Prüf-Werkzeug für Ärzte.
Damit können Ärzte schnell nach bestimmten Krankheiten suchen.
Beim Screening werden viele Menschen untersucht.
So werden Krankheiten früh erkannt.
Das Screening-Tool ist im Internet nutzbar.
Es zeigt Informationen zu den verschiedenen Formen von ASS.
Es gibt Texte, Bilder und Videos als Beispiele.
Diese Beispiele helfen beim Durchführen des Screenings.
Mehr Informationen gibt es hier:

Foto: Susanne Göbel
Marburg (kobinet) Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat neben vielen anderen Vorhaben ein Projekt gefördert, mit dem unter Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg ein diagnostisches Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) entwickelt und erprobt worden ist, der sogenannte Autismus Lotse. Darauf macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam.
Diagnostisches Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)
von Henry Spradau
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das höchste Gremium in der Selbstverwaltung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). In ihr wirken alle Kostenträger und Leistungserbringer zur Schaffung von Regelungen im Rahmen ihres Auftrages nach dem Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) zusammen. Patient*innenvertreter sind an allen Verfahren beteiligt
Ferner wurde ab 2016 beim G-BA der Innovationsfonds gesetzlich eingerichtet, der die Aufgabe hat, qualitative Fortentwicklungen der medizinischen Versorgung und besondere Projekte in den Bereichen Versorgungsforschung, Neue Versorgungsformen und medizinische Leitlinien zu unterstützen. Auch hier wirken die Patient*innenvertreter mit.
Nähere Einzelheiten siehe
https://www.g-ba.de/ueber-den-gba/
https://innovationsfonds.g-ba.de/
Dieser Fonds hat neben vielen anderen Vorhaben ein Projekt gefördert, mit dem unter Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg ein diagnostisches Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) entwickelt und erprobt worden ist, der sog. Autismus Lotse.
Aktuell liegen in Deutschland bei 0,9 bis 1,1 Prozent der Bevölkerung diese schwerwiegenden und lebenslangen Beeinträchtigungen vor.
Die Diagnosen sind umfangreich und werden regelmäßig in spezialisierten Institutionen vorgenommen, in denen oft lange Wartezeiten für einen Ersttermin bestehen. Je früher jedoch spezialisierte Diagnostik und Behandlung einsetzen, desto besser sind Wirksamkeit und Langzeitprognose. Um hier die medizinische und therapeutische Versorgung verbessern, ist ein webbasiertes sog. Screening-Tool entwickelt worden. Dieses enthält Informationen zu den verschiedenen Formen von ASS sowie ausführliche Text-, Bild- und Videobeispiele, die es den Anwendenden erleichtern, das Screening durchzuführen.
Nähere Informationen sind unter den folgenden Links ersichtlich:
https://innovationsfonds.g-ba.de/downloads/beschluss-dokumente/1054/2026-02-20_EVAS.pdf

Foto: Susanne Göbel
Marburg (kobinet) Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat neben vielen anderen Vorhaben ein Projekt gefördert, mit dem unter Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg ein diagnostisches Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) entwickelt und erprobt worden ist, der sogenannte Autismus Lotse. Darauf macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam.
Diagnostisches Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)
von Henry Spradau
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das höchste Gremium in der Selbstverwaltung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). In ihr wirken alle Kostenträger und Leistungserbringer zur Schaffung von Regelungen im Rahmen ihres Auftrages nach dem Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) zusammen. Patient*innenvertreter sind an allen Verfahren beteiligt
Ferner wurde ab 2016 beim G-BA der Innovationsfonds gesetzlich eingerichtet, der die Aufgabe hat, qualitative Fortentwicklungen der medizinischen Versorgung und besondere Projekte in den Bereichen Versorgungsforschung, Neue Versorgungsformen und medizinische Leitlinien zu unterstützen. Auch hier wirken die Patient*innenvertreter mit.
Nähere Einzelheiten siehe
https://www.g-ba.de/ueber-den-gba/
https://innovationsfonds.g-ba.de/
Dieser Fonds hat neben vielen anderen Vorhaben ein Projekt gefördert, mit dem unter Leitung der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg ein diagnostisches Instrument zur frühzeitigen Erkennung von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) entwickelt und erprobt worden ist, der sog. Autismus Lotse.
Aktuell liegen in Deutschland bei 0,9 bis 1,1 Prozent der Bevölkerung diese schwerwiegenden und lebenslangen Beeinträchtigungen vor.
Die Diagnosen sind umfangreich und werden regelmäßig in spezialisierten Institutionen vorgenommen, in denen oft lange Wartezeiten für einen Ersttermin bestehen. Je früher jedoch spezialisierte Diagnostik und Behandlung einsetzen, desto besser sind Wirksamkeit und Langzeitprognose. Um hier die medizinische und therapeutische Versorgung verbessern, ist ein webbasiertes sog. Screening-Tool entwickelt worden. Dieses enthält Informationen zu den verschiedenen Formen von ASS sowie ausführliche Text-, Bild- und Videobeispiele, die es den Anwendenden erleichtern, das Screening durchzuführen.
Nähere Informationen sind unter den folgenden Links ersichtlich:
https://innovationsfonds.g-ba.de/downloads/beschluss-dokumente/1054/2026-02-20_EVAS.pdf





Die Nennung der KJP der Phillips Universität triggert mich als autistischen Menschen, worauf ich unter anderem schon in nachfolgendem Kobinet Artikel von 2020 hingewiesen habe. https://kobinet-nachrichten.org/2020/01/21/kritik-an-umstrittenen-studien-und-therapien-zu-autistnnen/