HANNOVER (kobinet)
Das Online-Portal Immo-Scout-24 hat Zahlen veröffentlicht.
Die Zahlen zeigen: Immer mehr Menschen suchen eine barrierefreie Wohnung.
Barriere-frei bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Eine barrierefreie Wohnung bedeutet: Menschen mit Behinderung können dort gut leben.
Es gibt aber viel zu wenige solche Wohnungen.
Außerdem sind diese Wohnungen oft sehr teuer.
75 Prozent mehr Menschen suchen heute eine barrierefreie Wohnung.
Das sind 75 Prozent mehr als noch vor 10 Jahren.
In etwa 3 Millionen Haus-Halten leben Menschen mit einer Behinderung.
Ein Haus-Halt bedeutet: Eine Person oder Familie lebt zusammen in einer Wohnung.
Eine Mobilitäts-Einschränkung bedeutet: Man kann sich nicht gut bewegen.
Das bedeutet zum Beispiel: Jemand braucht einen Roll-Stuhl.
Andere brauchen einen Stock.
Aber es gibt nur rund 560.000 barrierefreie Wohnungen in Deutschland.
Und immer mehr Menschen werden eine barrierefreie Wohnung brauchen.
Der Sozial-Verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Dirk Swinke ist der Chef des SoVD in Nieder-Sachsen.
Er sagt: Die Lage ist sehr ernst.
Viele Menschen suchen eine barrierefreie Wohnung.
Diese Wohnung muss auch bezahlbar sein.
Dirk Swinke sagt: Das macht viele Menschen verzweifelt.
Zwischen 2021 und 2025 baute Nieder-Sachsen rund 3.800 neue barrierefreie Wohnungen.
Der SoVD sagt: Das ist viel zu wenig.
Nur 11 Prozent aller neuen Wohnungen haben keine Barrieren.
Eine Barriere ist ein Hindernis.
Die Barriere ist im Weg.
Das ist ein sehr schlechtes Ergebnis.
Barrierefreies Bauen muss nicht teuer sein.
Bau-Experten sagen: Gute Planung reicht oft aus.
Bau-Experten sind Menschen, die sich mit Bauen sehr gut auskennen.
Der SoVD fordert deshalb klare Regeln von der Landes-Regierung.
Die Landes-Regierung regiert ein Bundes-Land.
Dort arbeiten Minister und Ministerinnen.
Alle müssen Barrierefreiheit von Anfang an planen.
Der SoVD fordert auch mehr Förder-Mittel.
Förder-Mittel sind Geld vom Staat für den Wohnungs-Bau.
Dieses Geld hilft Menschen, etwas Wichtiges zu bezahlen.
Nur so können Bau-Firmen mehr barrierefreie Wohnungen bauen.
Nur so kann die Lücke zwischen Angebot und Nach-Frage kleiner werden.
Angebot bedeutet: Es gibt Wohnungen zu mieten.
Nach-Frage bedeutet: Viele Menschen suchen eine Wohnung.

Foto: Pixabay/SatyaPrem
HANNOVER (kobinet) Eine Analyse des Online-Portals "ImmoScout24" zeigt deutlich, dass der Bedarf an barrierefreien Wohnungen in den vergangenen Jahren enorm gestiegen ist. Gleichzeitig ist das Angebot zu gering. Hinzu kommt, dass entsprechender Wohnraum sehr teuer ist. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) sieht auch in Niedersachsen eine Zuspitzung der Lage und fordert von der Landesregierung schnelles Handeln, um die Situation von Menschen mit Behinderung auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Wenn es um barrierefreie Wohnungen geht, ist die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage enorm: Laut "ImmoScout24" suchen 75 Prozent mehr Menschen barrierefreien Wohnraum als noch vor zehn Jahren. Derzeit leben bundesweit in etwa drei Millionen Haushalten Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung. Obwohl Prognosen davon ausgehen, dass diese Zahl künftig weiter steigt, sind momentan nur rund 560.000 barrierefreie Wohnungen auf dem Markt.
„Die Zahlen machen klar, wie dramatisch die Situation auf dem Wohnungsmarkt gerade für Mieter*innen mit Behinderung oder Pflegebedürftige ist. Das sehen wir auch täglich in unserer Beratung. Eine barrierefreie und auch bezahlbare Wohnung zu finden, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das lässt die Menschen verzweifeln“, sagt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.
Aus Sicht des SoVD ist es gut, dass zwischen 2021 und 2025 rund 3.800 barrierefreie Wohnungen in Niedersachsen entstanden sind. „Das ist aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Fakt ist, dass gerade mal elf Prozent der Wohnungen, die in den vergangenen Jahren neu gebaut wurden, ohne Barrieren sind. Das ist ein Armutszeugnis“, so Swinke. Dabei sei es weder mit enormen Kosten noch mit großem Aufwand verbunden, Wohnraum so zu gestalten, dass er für Mobilitätseingeschränkte nutzbar ist. „Expert*innen sagen ganz klar, dass Barrierefreiheit in vielen Fällen allein durch eine intelligente Planung umsetzbar ist“, betont der Vorstandsvorsitzende. Deshalb müsse es auch seitens der Landesregierung verbindliche Standards geben, bei denen Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht wird. Darüber hinaus brauche es aber auch Offenheit und Mut bei allen Beteiligten, eingetretene Pfade zu verlassen. „Außerdem ist eine Erhöhung der Fördermittel dringend notwendig. Nur so kann die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage geschlossen werden“, ist sich der niedersächsische SoVD-Chef sicher.

Foto: Pixabay/SatyaPrem
HANNOVER (kobinet) Eine Analyse des Online-Portals "ImmoScout24" zeigt deutlich, dass der Bedarf an barrierefreien Wohnungen in den vergangenen Jahren enorm gestiegen ist. Gleichzeitig ist das Angebot zu gering. Hinzu kommt, dass entsprechender Wohnraum sehr teuer ist. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) sieht auch in Niedersachsen eine Zuspitzung der Lage und fordert von der Landesregierung schnelles Handeln, um die Situation von Menschen mit Behinderung auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Wenn es um barrierefreie Wohnungen geht, ist die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage enorm: Laut "ImmoScout24" suchen 75 Prozent mehr Menschen barrierefreien Wohnraum als noch vor zehn Jahren. Derzeit leben bundesweit in etwa drei Millionen Haushalten Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung. Obwohl Prognosen davon ausgehen, dass diese Zahl künftig weiter steigt, sind momentan nur rund 560.000 barrierefreie Wohnungen auf dem Markt.
„Die Zahlen machen klar, wie dramatisch die Situation auf dem Wohnungsmarkt gerade für Mieter*innen mit Behinderung oder Pflegebedürftige ist. Das sehen wir auch täglich in unserer Beratung. Eine barrierefreie und auch bezahlbare Wohnung zu finden, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das lässt die Menschen verzweifeln“, sagt Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen.
Aus Sicht des SoVD ist es gut, dass zwischen 2021 und 2025 rund 3.800 barrierefreie Wohnungen in Niedersachsen entstanden sind. „Das ist aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Fakt ist, dass gerade mal elf Prozent der Wohnungen, die in den vergangenen Jahren neu gebaut wurden, ohne Barrieren sind. Das ist ein Armutszeugnis“, so Swinke. Dabei sei es weder mit enormen Kosten noch mit großem Aufwand verbunden, Wohnraum so zu gestalten, dass er für Mobilitätseingeschränkte nutzbar ist. „Expert*innen sagen ganz klar, dass Barrierefreiheit in vielen Fällen allein durch eine intelligente Planung umsetzbar ist“, betont der Vorstandsvorsitzende. Deshalb müsse es auch seitens der Landesregierung verbindliche Standards geben, bei denen Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht wird. Darüber hinaus brauche es aber auch Offenheit und Mut bei allen Beteiligten, eingetretene Pfade zu verlassen. „Außerdem ist eine Erhöhung der Fördermittel dringend notwendig. Nur so kann die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage geschlossen werden“, ist sich der niedersächsische SoVD-Chef sicher.




