Menu Close

BeB sieht gesundheitliche Versorgung gefährdet

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

BERLIN (kobinet) Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) äußert vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie hinsichtlich der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit Behinderung zunehmend Besorgnis. Insbesondere die Versorgung durch die Medizinischen Behandlungszentren für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen sieht dieser Bundesverband als nicht wirtschaftlich abgesichert

Reden wir doch mal über „Glück“

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Die Gespräche werden in unseren Tagen vor allem von dem Corona-Virus und allen jenen Auswirkungen und Maßnahmen bestimmt, welche diese weltweite Pademie von uns verlangt. Mit dem aktuellen „jour fixe“ wollte die Fürst-Donnersmarck-Stiftung einmal ein anderes Thema besprechen und deshalb mit ihren Gästen über „Glück“ reden. Eben wegen den Corona-Maßnahmen konnte diese Veranstaltung nicht in der Villa dieser Stiftung stattfinden. Deshalb wurden zwei Gespräche mit Anregungen zu diesem Thema als Videos aufgezeichnet und jetzt veröffentlicht.

Über 20.000 Zustimmungen zu Kündigungen Schwerbehinderter

Prozentzeichen
Symbol Prozent
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Arbeitgeber argumentieren gerne, dass der Kündigungsschutz für behinderte Menschen einer Einstellung im Wege stehe, weil diese dann praktisch unkündbar seien. Die Fakten sprechen hier allerdings eine andere Sprache, denn in 20.736 Fällen haben die Integrationsämter im Jahr 2018 Kündigungen von schwerbehinderten Arbeitnehmern zugestimmt. Diese Zahl nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/18452) auf eine Kleine Anfrage (19/17897) der FDP-Fraktion.

Lebenshilfe fordert Schutz von Frühförderstellen

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

Berlin (kobinet) Seitdem die Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Kindertagesstätten und Schulen wegen der Corona Pandemie geschlossen sind, müssen häufig die Angehörigen die vollständige Betreuung zuhause sicherstellen. Viele Familien sind damit schnell überlastet. Darauf weist die Bundesvereinigung Lebenshilfe hin und fordert u.a. den Schutz von Frühförderstellen.

Offener Brief gegen Benachteiligungen

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

München (kobinet) Der Behindertenbeauftragte und der Behindertenbeirat der Landeshauptstadt München haben sich mit einem offenen Brief an den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter gewandt, um der Diskussion um die Triage auch auf kommunaler Ebene Gehör und Öffentlichkeit zu verschaffen. Behinderte Menschen in München und auch bundesweit seien angesichts dieser Diskussion sehr besorgt.

Antrag zur Sicherung von Hilfen

Symbol Bundestag Adler
Bundestag Symbol
Foto: Bundestag, gemeinfrei

Berlin (kobinet) In ihrem aktuellen Antrag (19/18672) fordert die Bundestagsfraktion der FDP, die Hilfestrukturen für Menschen mit Behinderungen in der Corona-Pandemie zu sichern. So könnten beispielsweise durch die Schließung vieler Förderschulen und anderer Einrichtungen viele Eltern behinderter Kinder ihren Anforderungen am Arbeitsplatz derzeit nicht gerecht werden, wie es im Informationsdienst Heute im Bundestag heißt. Zwar sei im Infektionsschutzgesetz ein Anspruch auf Entschädigung geregelt, jedoch sei es unpräzise formuliert, für welche Altersgruppe behinderter Kinder dies gelte.

Selbstvertretung wohnungsloser Menschen wendet sich an die Öffentlichkeit

Schriftzug: Selbstvertretung wohnungsloser Menschen - Alles verändert sich, wenn wir es verändern ....
Selbstvertretung wohnungsloser Menschen – Alles verändert sich, wenn wir es verändern ….
Foto: Screenshot www.wohnungslosentreffen.de

Berlin (kobinet) Mit einem 10-Punkte Plan und einem offenen Brief an den Berliner Senat wendet sich die Selbstvertretung wohnungsloser Menschen an die Öffentlichkeit. Dabei kommen katastrophale Verhältnisse an vielen Orten in und um Berlin zur Sprache.

Informationen zu Kündigungen von schwerbehinderten Arbeitnehmern

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) In Beantwortung einer Kleinen Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion informiert die Bundesregierung darüber, dass die Integrationsämter im Jahr 2018 in 20.736 Fällen Kündigungen von schwerbehinderten Arbeitnehmern zugestimmt haben. Das sind rund 1.000 Kündigungen weniger als im Jahr zuvor.

Umfrage zu Erfahrungen mit Corona-Pandemie

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Görlitz (kobinet) Prof. Dr. Ingolf Prosetzky von der Hochschule Zittau/Görlitz, Fakultät Sozialwissenschaften, die dort eine Professur für Heilpädagogik/Inclusion Studies inne hat, bittet um Unterstützung bei einer Umfrage für eine internationale Studie. Ziel der Studie ist es, die unterschiedlichen Erfahrungen mit COVID-19 bei Personen mit und ohne Behinderung in verschiedenen Ländern zu bewerten.

Aus dem Schreibstübchen geplaudert

Jennifer Sonntag im Sessel mit mehreren Schuhen davor
Jennifer Sonntag im Sessel mit mehreren Schuhen davor
Foto: privat

Halle (kobinet) Aus dem Schreibstübchen geplaudert hat in diesen Tagen die Inklusionsbotschafterin und Autorin Jennifer Sonntag. Sie war ein echtes Schreibtischkind. Als sehendes Mädchen verarbeitete Jennifer Sonntag Konflikte mit dem Buntstift in der Hand. Blind entdeckte sie später das Schreiben für sich und konnte mit der Tastatur unter den Fingern so manche Krise kreativ bewältigen. Und so hat sie auch in der aktuellen Corona-Krise wieder einmal in die Tasten gehauen.

Geflüchtete behinderte Menschen vor Corona schützen

Logo handicap international
Logo handicap international
Foto: handicap international

Berlin (kobinet) Menschen mit Behinderung droht bei einer Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 in vielen Fällen ein lebensbedrohlicher Krankheitsverlauf. Geflüchtete Menschen mit Behinderung sind aufgrund ihrer Unterbringung in Sammelunterkünften besonders gefährdet, sich zu infizieren. Um ihr Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit bestmöglich zu wahren, müssen Politik und Verwaltung handeln. Dies betont Handicap International in einem Appell an die Ministerpräsident*innen der Länder.

Umfrage zu autonomen Fahrzeugen für Sehgeschädigte

Symbol: Mensch mit Blindenstock
Symbol: Mensch mit Blindenstock
Foto: public domain

Berlin / Brüssel (kobinet) Im Zusammenhang mit dem europäischen Forschungsprojekt PAsCAL zu autonomen und vernetzen Fahrzeugen ruft die Referentin für Internationales und EU-Angelegenheiten des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV), Merve Sezgin, auf sich an einer Untersuchung zu beteiligen. Es geht darum, mehr über die Erwartungen sehbehinderter und blinder Menschen an vernetzte und automatisierte Fahrzeuge zu erfahren.

Wohngruppen-Song: Die Nase voll von Corona

Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

Hamburg (kobinet) Nach mehreren Wochen sozialer Distanzierung und zu Hause Bleiben können viele das Wort Corona nicht mehr hören. Gerade behinderte Menschen, die in Einrichtungen und Wohngruppen leben, müssen zum Teil noch größere Einschränkunen hinnehmen. Die Hamburger Wohngruppe Swatten Weg 2 hat ihre Stimmung in einen Song gefasst mit dem Titel: „Die Nase voll von Corona“.

Jens Spahn sieht keinen Handlungsbedarf bei Triage

Logo: Mensch ist Mensch
Logo: Mensch ist Mensch
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Während das Thema zu Anfang der Corona-Pandemie in den Medien höchstens eine Randnotiz wert war, wird es nun immerhäufiger aufgegriffen und hat mittlerweile auch den Deutschen Bundestag erreicht. Es geht um die Triage, die Entscheidung, wer behandelt wird, wenn die Ressourcen knapp werden – eine hochbrisante Frage gerade auch für behinderte Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie. Bezugnehmend auf eine Anfrage der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, Corinna Rüffer, sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn jedoch keinen Handlungsbedarf, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet.

Anhörung zum Intensivpflegegesetz abgesagt

Transparente zum Protest gegen IPReG
Transparente zum Protest gegen IPReG
Foto: GIP – Gesellschaft für medizinische Intensivpflege – Karriere und Fortbildung

Berlin (kobinet) Eine Riehe von Verbänden hatten es gefordert, nun hat der Deutsche Bundestag anscheinend Einsicht gezeigt. Die ursprünglich für den 6. Mai angesetzte Anhörung des Bundestagsausschusses für Gesundheit zum äusserst umstrittenen „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz – GKV-IPReG)“ wurde nun abgesagt, wie auf der Homepage des Bundestages ersichtlich ist.

Dokumentation: Was divers macht

Logo: Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Vorschau auf Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Foto: Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Berlin (kobinet) „Was divers macht“, so lautet der Titel der deutschen Antidiskriminierungstage, die am 2. und 3. Dezember 2019 zum ersten Mal stattfanden. Die Dokumentation der Veranstaltung, die im Haus der Kulturen der Welt in Berlin stattfand, liegt nun vor, wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes mitteilt, die die Veranstaltung durchgeführt hat.

Über 14.000 Corona-Infektionen in Heimen

Symbol Prozent
Symbol Prozent
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Bisher gab es meist nur vereinzelte Fälle von Infektionen in Heimen, die Schlagzeilen in den Medien machten. Nun hat das Robert-Koch-Institut erste Schätzungen vorgelegt. Mindestens 14.228 Coronafälle haben einem Bericht der tagesschau zufolge Alten- und Pflegeheime sowie andere Betreuungseinrichtungen und Massenunterkünfte bisher gemeldet. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich weit größer.

Telefon-Krankschreibung doch weiter möglich

Symbol Info
Symbol Info i
Foto: ht

Berlin (kobinet) Protest bringt manchmal doch etwas – und zum Teil sogar recht schnell. „Nach massiver Kritik ist die Telefon-Krankschreibung nun doch weiter möglich. Das meldet die tagesschau heute nachdem von verschiedenen Seiten, wie auch der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss, die Rücknahme der Praxis der letzten Wochen kritisiert wurde.

Grundrechte in Heimen nicht außer Kraft setzen

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Chemnitz / Berlin (kobnet)

Chemnitz / Berlin (kobnet) Der Sozialverband VdK Sachsen fordert, dass die Grundrechte von Bewohner*innen in Alten- und Pflegeheimen trotz der Besuchsbeschränkungen im Rahmen der Corona-Schutz-Verordnung nicht außer Kraft gesetzt werden.

Assistenz im Krankenhaus in Corona-Zeiten

Transparent: Assistenz im Krankenhaus ist über-lebenswichtig
Assistenz im Krankenhaus ist über-lebenswichtig
Foto: privat

Frankfurt am Main (kobnet)

Frankfurt am Main (kobnet) Nach Recherche des Vorstandsmitglieds der Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG), Hannes Heiler, können behinderte Menschen, die ihre Pflege im Arbeitgebermodell organisieren, die benötigten Pflegekräfte auch weiterhin wie bisher ins Krankenhaus mitnehmen. Das gelte auch in Corona-Zeiten, heißt es auf der Internetseite des Frankfurter Clubs Behinderter und ihrer Freunde (CeBeeF).

Zweite Runde für Regeln für Leichte Sprache

Schild: Halt bitte leichte Sprache
Schild: Halt bitte leichte Sprache
Foto: Mensch zuerst

Berlin (kobinet) Eigentlich würde heute in Berlin die zweite Sitzung für die Entwicklung von Empfehlungen für eine deutsche Leichte Sprache im Rahmen eines DIN-SPEC-Verfahrens stattfinden. Coronabedingt muss dieses Treffen nun aber virtuell, also als Webkonferenz per Computer oder per Telefon stattfinden. Bis zum Abschluss des Projektes sind mehrere Treffen derjenigen geplant, die an diesem Prozess mitwirken, um gemeinsame Regeln für eine u.a. im Bundesbehindertengleichstellungsgesetz als Rechtsanspruch verankerte Leichte Sprache zu entwickeln.

Grüne: Sieben-Punkte-Plan zur Öffnung von Pflegeheimen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Grünen wollen nach Informationen des Nachrichtensenders ntv mit einem Sieben-Punkte-Plan der Isolation und Vereinsamung von gefährdeten Personengruppen in der Corona-Krise entgegenwirken.

Sich Zuhause in Corona–Zeiten beschäftigen

Symbol Info
Symbol Info i
Foto: ht

Bonn (kobinet) Die Kontaktsperre wegen der Corona-Pandemie wurde verlängert – ein Grund für den Familienratgeber der Aktion Mensch weiterhin jeden Freitag neue Tipps zu geben, was man alles zu Hause unternehmen kann. Darauf hat die Aktion Mensch in ihrem neuesten Newsletter hingewiesen.

Wenn eine Krise die Barrieren verstärkt

Markus Ertl
Markus Ertl
Foto: privat

Lenggries (kobinet) Markus Ertl fordert die politisch Verantwortlichen auf, Barrierefreiheit endlich ernst zu nehmen. Die Corona-Krise offenbare nun deutlich, wo die bisherigen Barrieren zu sehr großen Problemen für die Betroffenen mutieren, so der Inklusionsbotschafter und Sprecher für Barrierefreiheit der Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL).

Blinde Menschen: Zwischen Abstand und Sicherheit

Symbol Info
Symbol Info i
Foto: ht

Berlin / München (kobinet) Um eine Corona-Infektion zu verhindern, sollte man gebührenden Abstand halten. Hierfür werden zwischen 1,50 und 2 Meter empfohlen. Diese Regel wird jedoch verletzt, wenn sich blinde Menschen von einem anderen Menschen führen lassen. Blinde und sehbehinderte Menschen müssen also abwägen: Auf der einen Seite die sichere, schnelle und unfallfreie Fortbewegung, auf der anderen Seite die Vermeidung eines Ansteckungsrisikos. Mit dieser Frage befasst sich besonders der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (BSSV).

Gehörlosenverband wünscht Handlungsempfehlungen

Symbol Gebärdensprache
DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

MÜNCHEN (kobinet) Nach den Ausführungen des bayrischen Ministerpräsidenten wird für Bayern eine Maskenpflicht in Erwägung gezogen. Als Interessensvertretung gehörloser Menschen in München und den umliegenden Regionen weist der Gehörlosenverband München und Umland (GMU e.V.) darauf hin, dass sich aus der Maskenpflicht Nachteile für Menschen mit Hörbehinderung ergeben und hat deshalb um Handlungsempfehlungen gebeten.

Dusel fordert Bundestagsdebatte zu Corona-Behandlungen

Portrait Jürgen Dusel
Portrait Jürgen Dusel am 14.08.2018 in Berlin.
Foto: Henning Schacht www.berlinpressphoto.de

Berlin (kobinet) Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, fordert einem Bericht von evangelisch.de zufolge eine Bundestagsdebatte zur Frage, nach welchen Kriterien bei begrenzten Kapazitäten in den Krankenhäusern entschieden werden soll, welche Covid-19-Patienten weiter behandelt werden. Das Thema ist so wichtig, dass sich der Bundestag damit beschäftigen müsse.

Bundesteilhabegesetz: Warten auf Unterstützung

Symbol Paragraf
Symbol Paragraf
Foto: omp

Bremen (kobinet) In Corona-Zeiten schon fast vergessen ist, dass zum 1. Januar 2020 die große Reform der Eingliederungshilfe im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes in Kraft getreten ist. Dass dabei nicht alles reibungslos verlaufen ist, bzw. noch viel zu tun ist, macht eine Meldung des Weser Kurier deutlich. Danach warten seit Januar allein in Bremen noch hunderte behinderte Menschen auf ihre Unterstützung bzw. die entsprechenden Bescheide.

Krise gefährdet Grundrechte von betreuten Menschen

Portrait von Thorsten Becker, Vorsitzender des Bundesverbands der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer
Thorsten Becker, Vorsitzender des Bundesverbands der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer
Foto: Thorsten Becker (BdB)

BERLIN (kobinet) Auch in der Corona-Krise müssen die Grundrechte von Menschen, die eine rechtliche Betreuung in Anspruch nehmen, gewahrt werden. Darauf verweist der Bundesverband der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer (BdB) hin und fordert: Bei grundrechtsrelevanten Entscheidungen müssen persönliche Anhörungen in Betreuungsverfahren weiter stattfinden !

Homeschooling: Willkür bei Teilhabe-Assistenz?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Bielefeld (kobinet) „Corona-Homeschooling geht nächste Woche weiter: Willkür bei Teilhabe-Assistenz auch. Kinder mit Behinderungen werden in Bielefeld bezüglich Lernunterstützung weiter nicht mitgedacht“, dies kritisiert der Verein die Inklusiven aus Bielefeld. Seit Mittwoch sei das neue Fahrziel des Schulministeriums in Nordrhein-Westfalen klar: Ab nächste Woche sollen die ersten Schüler*innen in die Schulen; für die Mehrheit bleibe es aber beim „Homeschooling“. Dabei bleibe aber der Fahrplan hingegen diffus, kritisiert der Verein gerade im Hinblick auf die Teilhabe-Assistenz.

Medientipp: Lebensgefährlich? Behindert in Zeiten von Corona

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) „Ich gehe nur in Rente und nicht in den Ruhestand“, so verabschiedete sich Dr. Sigrid Arnade Ende letzten Jahres als Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). Dass die Corona-Pandemie und dabei vor allem die Diskussion um die Triage, bzw. wie mit behinderten Menschen in dieser Situation umgegangen wird, sie so schnell wieder auf den Plan ruft, damit hat die Behindertenrechtlerin wohl selbst kaum gerechnet. Am Samstag, 18. April, ist sie auf jeden Fall zu Gast in der Sendung Tacheles im Deutschlandfunk Kultur, wenn es ab 17:30 Uhr um das Thema „Lebensgefährlich? Behindert in Zeiten von Corona“ geht. Gestern hatte sie sich bereits im WDR dazu geäußert, dass die Belange behinderter Menschen derzeit meist vergessen werden.

Spielräume für Kontakte in Einrichtungen nutzen

Logo Liga Selbstvertretung
Logo Liga Selbstvertretung
Foto: Liga Selbstvertretung

Kassel (kobinet) Nach der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschef*innen der Länder von gestern steht fest, dass der Großteil der Maßnahmen zur Kontaktminimierung mindestens bis 3. Mai aufrecht erhalten bleiben. Im Beschluss der Regierungschef*innen wurde aber auch der Blick auf die Situation in Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen gerichtet und Spielräume gegen eine vollständige Isolation aufgezeigt. Ottmar Miles-Paul von der LIGA Selbstvertretung fordert, dass diese Spielräume genutzt und die Betroffenen dabei weitestmöglich beteiligt werden.

Behindertenbeauftragter begrüßt Schutzschirm für gemeinnützige Sozialunternehmen

Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen in Thüringen Joachim Leibiger
Joachim Leibiger
Foto: Joachim Leibiger

ERFURT (kobinet) Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Thüringen, Joachim Leibiger, hat heute das angelaufene Corona-Hilfsprogramm des Landes für Sozialunternehmen, Vereine und Verbände im gemeinnützigen Bereich gewürdigt. Thüringen habe damit einen richtigen Schritt vollzogen, da nicht nur gewerbliche Unternehmen, sondern auch gemeinnützige Einrichtungen und Träger Teil der gesamtwirtschaftlichen Leistung seien. Hier fänden unzählige Menschen mit und ohne Behinderung Arbeit und Lebensinhalt.

Inklusion in Zeiten der Katastrophen-Medizin

Logo: BODYS Bochumer Zentrum für Disability Studies
Logo: BODYS Bochumer Zentrum für Disability Studies
Foto: BODYS

Bochum / Berlin (kobinet) Das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) ist besorgt, dass Menschenrechte, zumal Rechte von Menschen mit Behinderungen, in diesen hektischen Zeiten des medizinischen Krisenmanagements aus dem Blickfeld geraten. Mit einer Stellungnahme beteiligt sich BODYS am aktuellen Diskurs über Empfehlungen für die Zuteilung von Ressourcen in der Notfall- und der Intensivmedizin im Kontext der COVID-19-Pandemie.

Gesetzentwurf für Grundrente vorgelegt

Geld
Geld
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Die Bundesregierung will die Renten langjährig Versicherter mit unterdurchschnittlichem Einkommen aufstocken und hat deshalb nun das in der Öffentlichkeit bereits seit langem diskutierte Grundrentenkonzept als Gesetzentwurf (19/18473) in den Deutschen Bundestag eingebracht. Darauf hat der Informationsdienst Heute im Bundestag hingewiesen.

Umfrage: Querschnittlähmung und Corona

Symbol Fragezeichen
Fragezeichen
Foto: ht

Bietigheim-Bissingen (kobinet) Die Fördergemeinschaft der Querschnittsgelähmten in Deutschland (FGQ) hat in Zusammenarbeit mit der Medical School Berlin eine aktuelle Umfrage gestartet. Die Organisation möchte herausfinden, wie querschnittgelähmte Menschen mit der Corona-Krise umgehen.

Jürgen Dusel: Exit-Strategie inklusiv gestalten

Jürgen Dusel
Portrait Jürgen Dusel am 14082018 in Berlin. ( © Henning Schacht Leuthener Str. 1 – D 10829 Berlin – phone (+49) 0177 6443393 -www.berlinpressphoto.de )
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, begrüßt die Leopoldina-Empfehlungen. Er fordert aber, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigt werden müssen. Eine Exit-Strategie müsse inklusiv gestaltet werden.

Schutz aber keine Stigmatisierung

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen spricht sich entschieden gegen Überlegungen und Vorschläge aus, bestimmte Personengruppen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeitlich begrenzt vom öffentlichen Leben auszuschließen. In Nordrhein-Westfalen könnte das für mehr als 4,9 Millionen Menschen im Alter von 60 und älter gelten

Familieninitiative fordert besondere Beachtung ein

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Der Verein „Eltern beraten Eltern (EbE)“ beobachtet mit Sorge die aktuellen Diskussionen zu den weiteren Maßnahmen zum Corona-Virus. Über ihr Netzwerke erfahren die Mitglieder dieses Vereins, dass nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch ihre Familien dabei keine oder nur sehr wenig Beachtung finden.