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Teilhabestärkungsgesetz verabschiedet – viele Chancen vertan

Bild vom Bundestagsplenum vom 21.4.21 zur TSG-Debatte
Ansicht in den Bundestag am 21.4.21 zur TSG-Debatte
Foto: omp

Berlin (kobinet) Das Teilhabestärkungsgesetz wurde heute im Deutschen Bundestag verabschiedet. Obwohl die Koalitionsfraktionen aus CDU/CSU und SPD noch einige Änderungsanträge ins Gesetz mit aufgenommen hatten, blieben diese weit hinter ihren Erwartungen zurück. Das Gesetz bringt zwar ein paar Verbesserungen, aber viele Chancen für die längst überfällige Weiterentwicklung einer an der UN-Behindertenrechtskonvention orientierten Behindertenpolitik wurden wieder einmal vertan. So bleibt viel klein-klein und wenig echte Veränderung.

Corinna Rüffer zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Corinna Rüffer
Corinna Rüffer
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Unter dem Motto „Noch 100 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht berichtet „kobinet“ über die Aktivitäten eines Bündnisses für ein gutes Gesetz, das Barrierefreiheit in einer Breite verbindlich regelt, die den Anforderungen an Barrierefreiheit gerecht wird. An der Debatte dieses Themas hat sich auch die Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer beteiligt.

Bundesregierung legt Entwurf des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes vor

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung hat heute den Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/882 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen und zur Änderung des Jugendarbeitsschutzgesetzes vorgelegt. Mit diesem Gesetz soll die EU-Richtlinie, soweit eine Umsetzung nicht bereits in anderen Gesetzen erfolgt ist, in Deutschland umgesetzt werden.

Teilhabestärkungsgesetz: letzte Chance für schwerbehinderte Arbeitssuchende

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) VdK-Präsidentin Verena Bentele fordert die Bundesregierung eindringlich auf, die Ausgleichsabgabe wie angekündigt zu erhöhen: Betriebe, die niemanden mit Schwerbehinderung beschäftigen, müssen endlich mehr zahlen. Das Teilhabestärkungsgesetz, das heute am 22. April im Bundestag verabschiedet wird, biete dazu die letzte Chance für behinderte Arbeitssuchende.

Kinder- und Jugendstärkungsgesetz vom Bundestag beschlossen

Blick in den Bundestag am 22. April zur Debatte beim Kinder und Jugendhilferecht
Blick in den Bundestag
Foto: omp

Berlin (kobinet) Bereits in der letzten Legislaturperiode wurde es diskutiert, scheiterte aber letztendlich, heute hat der Deutsche Bundestag nun den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz) mit kleineren Änderungen verabschiedet. Darin enthalten ist auch die sogenannte inklusive Lösung für Hilfen aus einer Hand für Kinder mit und ohne Behinderungen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Der Bundesrat muss nun noch zustimmen, damit das Gesetz in Kraft treten kann.

Für ein Barrierefreiheitsgesetz, das seinen Namen verdient

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Berlin (kobinet) Heute wird das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz in den Bundestag ohne die sonst übliche Debatte eingebracht. Behindertenverbände, wie beispielsweise die Intereessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und der Sozialverband Deutschland (SoVD), richten daher einen erneuten Appell an den Bundestag, um die Forderungen und den nötigen Handlungsbedarf eindrücklich aufzuzeigen. „Denn es ist noch nicht zu spät für Bewegung im Prozess und Nachbesserungen für ein echtes Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, das seinen Namen verdient hat“, betonte die ISL. Der SoVD kritisiert: „Ein bisschen Barrierefreiheit irgendwann – das reicht nicht“.

Umsetzung von Barrierefreiheit lästige Pflichtübung

Logo: Noch 65 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 65 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) Als eine der letzten Amtshandlungen in dieser Legislaturperiode soll in den kommenden Wochen das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verabschiedet werden. Es geht um ein Gesetz, das großen Einfluss darauf hat, ob Menschen mit Behinderungen endlich selbstständig ihre Bankgeschäfte erledigen, online einkaufen oder Mobiltelefone nutzen können. Leider wird nun deutlich, welchen Stellenwert die Stärkung der Barrierefreiheit für die Große Koalition hat. Die 1. Lesung des Gesetzes im Bundestag ist ganz offensichtlich nicht mehr als eine lästige Pflichtübung, denn sie soll ohne Debatte stattfinden. Darauf weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hin. Heute, am 22. April, sind es noch 65 Tage, die den Bundestagsabgeordneten noch für die Verabschiedung eines guten Barrierefreiheitsrechts in dieser Legislaturperiode verbleiben.

Inklusive Kinder- und Jugendhilfe darf nicht scheitern

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Bundestag Symbol
Foto: Bundestag, gemeinfrei

Berlin (kobinet) Der Bundestag wird das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz voraussichtlich heute, am 22. April, in zweiter und dritter Lesung verabschieden. Die Debatte ist von 9:40 bis 10:20 Uhr im Bundestagsplenum angesetzt und wird live auf www.bundestag.de übertragen. Die Lebenshilfe zeigt sich im Vorfeld der Debatte erleichtert, dass diese wichtige Reform nun beschlossen werden soll. Im Mai werden aber noch die Länder zustimmen müssen. Ein erneutes Scheitern im Bundesrat, wie es schon in der vorangegangenen Legislaturperiode der Fall war, wäre nach Ansicht der Lebenshilfe und vieler anderer Verbände eine riesige Enttäuschung für Familien von Kindern mit Behinderung. Ihnen stünden bislang Leistungen für Kinder und Jugendliche ohne Behinderung gar nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung,

Verstoßen Werkstätten gegen die UN-Menschenrechtskonvention?

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Foto: Susanne Göbel

Köln (kobinet) Heute, am 22. April ab 19:30 Uhr geht es bei einer Online-Veranstaltung der Jungen Union Köln um die Frage „Verstoßen Werkstätten für Menschen mit Behinderung gegen die UN-Menschenrechtskonvention?“ Mit dabei ist u.a. Hubert Hüppe, der sich immer wieder sehr kritisch über das bundesdeutsche Werkstättensystem geäußert hat.

Erhöhung der Ausgleichsabgabe vom Tisch

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Bei der Welttagsveranstaltung des Deutschen Behindertenrates war es die Topmeldung, als Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die Verdoppelung der Ausgleichsabgabe für Betriebe ankündigte, die keinen einzigen behinderten Menschen beschäftigen. Was am 3. Dezember 2020 als Tiger losgesprungen ist, ist mittlerweile wieder als schnurrende Katze auf der Couch gelandet, denn die Erhöhung der Ausgleichsabgabe ist vom Tisch. Weder im Regierungsentwurf für ein Teilhabestärkungsgesetz noch bei den Änderungsanträgen der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD, die heute im Bundestag beraten und voraussichtlich verabschiedet werden, ist davon etwas zu sehen. Vielmehr soll weiteres Geld aus der Ausgleichsabgabe für die Aufklärung und Beratung von Arbeitgeber*innen verwandt werden. Geld, das fehlt, wenn behinderte Menschen auf Hilfen am Arbeitsplatz angewiesen sind.

Live-Blog zu Aktivitäten zum Europäischen Protesttag

Zeichnung verschiedener Menschen mit Titel: "Deine Stimme für Inklusion - mach mit!"
Zeichnung: Deine Stimme für Inklusion – mach mit!
Foto: Aktion Mensch

Kassel (kobinet) Vom 24. April bis 9. Mai finden auch dieses Jahr trotz Corona-Pandemie wieder Hunderte von Aktivitäten zum Eurpopäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt. Die kobinet-nachrichten berichten in Zusammenarbeit mit der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) in einem Live-Blog über die verschiedenen Aktivitäten, die unter dem Motto „Deine Stimme für Inklusion – mach mit!“ stehen. Dabei spielt der Einsatz für ein gutes Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auch eine wichtige Rolle, wie Ottmar Miles-Paul, der den Live-Blog betreut, mitteilte.

Luca-App erst wenn barrierefrei einsetzen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Hamburg (kobinet) in einem offenen Brief haben sich die Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) und der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) an den Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher, gewandt. Sie kritisieren den Einsatz der Luca-App, da dieser gegen gesetzliche Bestimmungen verstoße und Teile der Bevölkerung bewusst ausschließe. Die Unterzeichner fordern, die App erst einzusetzen, wenn diese den Anforderungen der Barrierefreiheit vollumfänglich entspricht.

Änderungen am Infektionsschutzgesetz

Bundesadler im Plenarsaal
Bundesadler im Plenarsaal
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Bundestag hat heute Änderungen am Infektionsschutzgesetz mit den Stimmen der Regierungskoalition nach kontroverser Debatte beschlossen. AFD, FDP und Linksfraktion stimmten dagegen. Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich.

Bundesregierung will Forschung für inklusionsorientierten Bildung fördern

Foto Geld
Geld
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Forschungsprojekte mit dem Ziel der Weiterentwicklung einer Diagnostik und ihren Rahmenbedingungen in einem zunehmend inklusionsorientierten Bildungswesen sollen durch die Bundesregierung gefördert werden, das wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mitgeteilt. Das bestätigt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu Förderschulen für Kinder mit Behinderungen in der Corona-Pandemie.

#MehrBarrierefreiheitWagen wirbt für gutes Barrierefreiheitsrecht

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Am 22. April lädt das NETZWERK ARTIKEL 3 die Presse zum Auftakt der Bustour unter dem Motto #MehrBarrierefreiheitWagen in Berlin ein. Zwei Aktivist*innen vom NETZWERK ARTIKEL 3 e.V. werden zwischen dem 22. April und dem 9. Mai 2021 mit einem entsprechend aufgeschmückten VW-Bus durch Deutschland fahren, mit Politiker*innen und anderen Verantwortungsträger*innen sprechen und dafür werben, dass das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) erheblich nachgebessert und noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet wird.

Auf der Suche nach Inklusion

Lupen für die Inklusion
Lupen für die Inklusion
Foto: LAG BW Gemeinsam leben – gemeinsam lernen

ULM (kobinet) Die Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg Gemeinsam leben – gemeinsam lernen hat sich die Sondierungsergebnissen von Grünen und CDU in Baden-Württemberg angesehen und fragt nun wo da die Inklusion vorkommt. Die Mitglieder dieses Vereins konnten bisher die Inklusion in den Dokumenten der Koalitionsverhandlungen nicht finden. Aus Angst, etwas überlesen zu haben, wurden deshalb 100 Lupen mit der angehängten Presseerklärung an bildungspolitische Akteure in Baden-Württemberg verschickt.

Filme über Behinderung im DOK.fest München

Banner des Dokfest
Banner des Dokfest
Foto: DOK.fest München – Internationales Dokumentarfilmfestival München

MÜNCHEN (kobinet) Im DOK.fest München, dem internationalen Dokumentarfilmfestival in München stehen in diesem Jahr 131 Filme online auf der digitalen Leinwand und richtet sich somit an Zuschauerinnen und Zuschauer in ganz Deutschland. Darunter sind drei drei sehr unterschiedliche Filme über Behinderung:

Heute fallen wichtige Würfel in Sachen Barrierefreiheitsrecht

Logo: Noch 66 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 66 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) Bereits um 8:00 Uhr beginnt heute am 21. April die Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages und dabei geht es für behinderte Menschen um einiges. Dort fallen nämlich die Würfel, welche Änderungsanträge zum Teilhabestärkungsgesetz vom Ausschuss beschlossen werden und evtl. auch, ob und wann eine Anhörung des Ausschusses zum Barrierefreiheitsstärkungsgesetz stattfindet. Heute, am 21. April, haben die Bundestagsabgeordneten in dieser Legislaturperiode noch 66 Tage Zeit, um ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden.

Neue Podcastreihe für gelebte Inklusion von Sascha Lang

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) „IGEL – Inklusion Ganz Einfach Leben“, so lautet die nun gestartete neue Podcastreihe für gelebte Inklusion mit dem Inklusator Sascha Lang. Zum Start ist nun die Episode 0 erschienen, in der die Frage erörtert wird: „Wer ist der Inklusator“. Dabei wird der Macher des Podcast Sascha Lang von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul interviewt.

FDP-Anträge zur Umwandlung großer Einrichtungen in Bayern

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

München (kobinet) Unabhängig von einer Behinderung wünschen sich die meisten Menschen ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben. Hierzu zählen auch individuelle Wohnmöglichkeiten. Die sogenannten Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe, die Wohnen, Arbeit, Therapien und Freizeit unter einem Hut anbieten, liegen oft abgeschottet außerhalb von Stadt- und Gemeindezentren und sind in der Regel schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Die FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag will daher mit einem Antragspaket zur Umwandlung der großen Behinderteneinrichtungen neue Wahlfreiheiten für Menschen mit Behinderung ermöglichen.

Empowerment-Workshop für Frauen „Wir und die Arbeit – Behinderung als Stärke“

Text wie in Beschreibung 29.-30. April 2021 je 8:30 - 12:00 Uhr per Zoom
Plakat Empowerment-Workshop für Frauen. Wir und die Arbeit. Behinderung als STärke
Foto: NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW

Berlin (kobinet) Das NetzwerkBüro NRW bat uns diese Workshop-Ankündigung zu veröffentlichen.

Für Frauen mit Behinderung ist das Thema Arbeit oft mit frustrierenden Erfahrungen verbun-den. „Das kannst Du ja doch nicht,“ hören sie in Schule, Berufsberatung oder Behörden, von Arbeitgeber*innen oder Sachbearbeiter*innen, in der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Und ihre Stärken werden einfach übersehen.

Lebenshilfe: Nachbesserungen beim Teilhabestärkungsgesetz

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

Berlin (kobinet) Der Bundestag will das Teilhabestärkungsgesetz am kommenden Donnerstag, 22. April, in zweiter und dritter Lesung verabschieden. Die Lebenshilfe begrüßt das Vorhaben, verlangt aber Nachbesserungen.

Assistenz im Krankenhaus – noch immer nicht umfassend geregelt

Logo der ForseA-Kampagne "Ich muss ins Krankenhaus ... und nun?"
Ein Mensch wird ins Krankenhaus geschoben
Foto: ForseA e.V.

Hollenbach (kobinet) Die Assistenz im Krankenhaus ist noch immer nicht umfassend geregelt. Dabei ist das Thema seit 2006 umfassend evaluiert und der Politik bekannt. Sie hat im Jahre 2008 auch schon signalisiert, dass das Thema wichtig ist und geregelt werden muss. Das ist bis heute nur in Tippelschritten erfolgt. Nach wie vor gibt es gewaltige Probleme, die immer mal wieder auch Menschenleben gefährden und auch kosten. Der Bundesverband ForseA e.V. schreibt dazu auf den seit 2006 offenen Kampagnenseiten „Ich muss ins Krankenhaus … und nun„:

Armut und Reichtum in Deutschland

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Seit Jahrzehnten geht die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer weiter auseinander. In den vergangenen beiden Jahren hat die Corona-Pandemie die Wirtschaft ausgebremst, was zugleich Einfluss auf die Entwicklung der Einkommensverhältnisse hat. Während Aktie- und Immobilieneinkommen weiter stiegen, müssen Kurzzeitbeschäftigte und Arbeitslose weitere Einbußen hinnehmen. Die Bundestagsfraktion der Partei „Die Linke“ hat deshalb aktuell die Bundesregierung nach der Verteilung von Armut und Reichtum gefragt.

Bewegungs- und Sportaktionen am Weltspieltag

Emoji  Sportlich
Emoji Sportlich
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Am 28. Mai ist Weltspieltag. Das Deutsche Kinderhilfswerk und die Deutsche Sportjugend rufen Familien und Vereine zu einer großen und ideenreichen sowie den Corona-Bedingungen angepassten Bewegungs- und Sportaktion in der Woche rund um diesen Tag der Bewegung und der Spiele auf. Dabei sollen in den sozialen Medien unter den Hashtags #Weltspieltag und #lasstunswasbewegen Fotos oder Videos gepostet werden, die Menschen entweder bei ihrer geliebten Sportart, beim Sport an ungewöhnlichen Orten oder bei einer für sie unbekannten Sportart zeigen.

Mal schnell barrierefrei Geld holen – oft nicht einfach

Logo: Noch 67 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 67 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Berlin-Tegel (kobinet) Was von vielen mal schnell nebenher erledigt wird, kann für behinderte Menschen zum Hürdenlauf werden. Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 haben sich in Berlin-Tegel umgeschaut, wie es dort mit der Barrierefreiheit von Banken bestellt ist und wie leicht bzw. schwer es für mobilitätsbehinderte Menschen ist, mal schnell Geld abzuheben. Heute, am 20. April, verbleiben den Bundestagsabgeordneten noch 67 Tage in dieser Legislaturperiode, um ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden. Dass es dringend nötig ist, nicht nur Geldautomaten selbst barrierefrei nutzbar zu gestalten, sondern dass auch der Zugang dazu barrierefrei sein muss, das zeigen die Erfahrungen der beiden.

Freiheit wird vom Unterdrücker niemals freiwillig gewährt …

Michael Gerr
Michael Gerr
Foto: privat

Würzburg (kobinet) Michael Gerr ist nicht nur seit vielen Jahren als Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik der Grünen aktiv, sondern wirbt seit vielen Jahren dafür, dass mehr behinderte Menschen den Einzug in die Parlamente schaffen und setzt sich für eine Gesellschaft der Vielfalt ein. Am vergangenen Wochenende hat er selbst es zwar nicht auf einen aussichtsreichen Listenplatz der Grünen zur Bundestagswahl in Bayern geschafft, seine gehaltene Rede gibt aber gerade im Vorfeld des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen eine Reihe von Denkanstößen zur Überwindung von Aussonderung und Diskriminierung.

SoVD für kostenlose Nutzung von Bus und Bahn für Ehrenamtliche

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Hannover (kobinet) Mehr als 3,3 Millionen Menschen in Niedersachsen engagieren sich nach Informationen des Sozialverband Deutschland (SoVD) Niedersachsen ehrenamtlich und seien damit eine unverzichtbare Stütze der Gesellschaft. Anlässlich des Tages der Anerkennung von Freiwilligen am heutigen 20. April fordert der Sozialverband eine bessere Förderung des ehrenamtlichen Engagements – etwa indem man den Engagierten den kostenlosen Zugang zu Bussen und Bahnen ermöglicht.

Beratungen zur EU-Strategie zugunsten behinderten Menschen 2021 – 2030

Katrin LANGENSIEPEN im Europaparlament in Brüssel
Katrin LANGENSIEPEN im Europaparlament in Brüssel
Foto: European Union 2019 – Source : EP

Brüssel (kobinet) Vom 19 – 20. April hat die portugiesische Ratspräsidentschaft eine High-Level Konferenz zur neuen EU-Strategie zugunsten von Menschen mit Behinderungen angesetzt. Unterschiedliche Akteur*innen, Minister und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) diskutieren, wie die Europäische Union Punkte wie Barrierefreiheit, selbstbestimmtes Leben sowie inklusive Beschäftigung und Bildung in den Mitgliedsstaaten voranbringen kann. Die Grüne Vize-Vorsitzende des Sozialausschusses und Verfasserin des Berichts „Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf“, Katrin Langensiepen, ist mit dabei und fordert u.a. einen inklusiven Arbeitsmarkt.

Teilhabe-Chancen durch Corona erheblich verschlechtert

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Über 40 Prozent der Menschen mit Schwerbehinderung sagen, dass sich die Teilhabe-Chancen durch Corona verschlechtert haben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung der Aktion Mensch zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Leben von Menschen mit Schwerbehinderung, die von Ipsos durchgeführt wurde.

Mein Leben findet nicht in einer Bundesbehörde statt

Screenshot von der Anhörung zum TSG am 19. April 2019
Screenshot von der Anhörung zum TSG am 19. April 2019
Foto: omp

Berlin (kobinet) „Mein Leben findet nicht in einer Bundesbehörde, sondern da draußen statt“, so brachte es Nancy Poser aus Trier auf den Punkt, warum Barrierefreiheit als Voraussetzung zur Inklusion umfassend geregelt werden muss. Sie war eine der Sachverständigen, die heute am 19. April vor dem Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales Stellung zu den vorgeschlagenen Regelungen zum Teilhabestärkungsgesetz und zu Anträgen der Oppositionsfraktionen bezogen haben. Neben dem Thema der Barrierefreiheit ging es u.a. auch um Assistenzhunde, Gewaltschutz, das Budget für Ausbildung und den Zugang zu Leistungen zur Eingliederungshilfe.

Gute Chancen für Wiebke Richter für den Bundestag

Wiebke Richter bei ihrer Online-Rede zur Kandidatur
Wiebke Richter
Foto: Wiebke Richter

Regensburg / Augsburg (kobinet) Vor gut einer Woche hat Stephanie Aeffner es in Baden-Württemberg geschafft, auf einen sehr guten Listenplatz der Grünen für die Bundestagswahl gewählt zu werden. Nun hat auch Wiebke Richter aus Regensburg nach ihrer Wahl am 17. April auf Platz 23 der bayerischen Landesliste der Grünen für die Bundestagswahl gute Chancen, in den Bundestag gewählt zu werden. Bahnt sich hier neue Frauenpower behinderter Frauen für den Bundestag an?

68er Generation profitiert auch von Barrierefreiheit

Logo: Noch 68 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Noch 68 Tage für ein gutes Barrierefreiheitsrecht
Foto: Marleen Soetandi

Kassel (kobinet) Auch für die Generation der 68er, die mit ihren Protesten vor über 50 Jahren begann, die Gesellschaft zu verändern, hat Barrierefreiheit eine zunehmend wichtige Bedeutung. Darauf weist Markus Ertl vom Verein UNgehindert heute am 19. April hin. Denn nun sind es nur noch 68 Tage, die den Bundestagsabgeordneten verbleiben, um in dieser Legislaturperiode ein gutes Barrierefreiheitsrecht zu verabschieden.

Anhörung zum Teilhabestärkungsgesetz live auf bundestag.de

Bundesadler im Plenarsall
Bundesadler im Plenarsall
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Mit der heute am 19. April stattfindenden Anhörung zum Teilhabestärkungsgesetz und weiterer sechs Anträge der Oppisitionsparteien im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales biegt die Verabschiedung des Gesetzes in die Zielgerade ein. Denn bereits am Donnerstag, den 22. April soll das Gesetz in zweiter und dritter Lesung im Bundestag verabschiedet werden. Die Video-Anhörung wird heute am 19. April im Parlamentsfernsehen von 12:30 bis 14:00 Uhr mit Gebärdensprache und Untertitelung live übertragen.

Video: Kübra im Bürokratie-Dschungel

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Zu viele Anträge, zu viel Papierkram und dann entscheidet auch noch ein*e Gutachter*in darüber, ob du behindert genug bist?! Unsere Vloggerin Kübra hat beim Thema Bürokratie keinen Durchblick mehr. In diesem Video spricht sie über finanzielle Herausforderungen für Menschen mit Behinderung – und wieso sie manchmal lieber gleich auf Dinge verzichtet, die ihr eigentlich zustehen“, heißt es passend zur heute am 19. April stattfindenden Anhörung zum Teilhabestärkungsgesetz in der Ankündigung des Videos im aktuellen Aktion Mensch Newsletter.

Danke Herr Bundespräsident

Frank-Walter Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier
Foto: Bundespräsidialamt

Kassel / Berlin (kobinet) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat gestern am 18. April zu einer Gedenkfeier für die Opfer der Corona-Pandemie ins Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin geladen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul, der die u.a. im ZDF übertragene Gedenkfeier am Fernseh verfolgt und immer wieder ein würdiges Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie angemahnt hatte, sagt dazu in seinem Kommentar einfach „Danke Herr Bundespräsident“.

Online-Veranstaltung: Wir haben Recht(e)

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Foto: ht

Ludwigsburg (kobinet) Die Veranstaltngen zur Behindertenpolitik des Verein Selbstbestimmt Leben im Landkreis Ludwigsburg haben nicht nur Tradition, sondern füllten meist auch den großen Saal im Landesmuseum in Ludwigsburg. Coronabedingt findet die diesjährige Veranstaltung am 8. Mai von 14:00 bis 17:00 Uhr Uhr online unter dem Motto „Wir haben Recht(e)“ statt. Anmeldeschluss für die Online-Veranstaltung, an der u.a. Raul Krauthausen, Ellen Keune, Ottmar Miles-Paul und Stefan Göthling mitwirken, ist der der 30. April. Mitveranstalter sind die Evangelische Hochschule Ludwigsburg und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL).

Poetry Slam und Inklusion barrierefrei aufgerollt

Logo barrierefrei aufgerollt Kopfhörer mit Schriftzug
Logo barrierefrei aufgerollt
Foto: BIZEPS

WIEN (kobinet) Poetry Slam ist ein Wettbewerb, bei dem man selbstverfasste Texte innerhalb einer bestimmten Zeit vortragen muss. Die Zuhörerinnen und Zuhörer wählen anschließend den Sieger. In der 42. Sendung „Barrierefrie aufgerollt“, einem Projekt von:BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, führt Ninia LaGrande in die Welt des Poetry Slams ein.

Mädchen mit Behinderung fordern bessere Perspektiven

Carina, junges Mitglied im Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behin-derung / chronischer Erkrankung NRW
Carina, junges Mitglied im Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW
Foto: Anna Spindelndreier / NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW

MÜNSTER (kobinet) Mit der Forderung nach vollen Menschenrechten und einer guten Lebensperspektive für Mädchen mit Behinderung lassen sich die Forderungen des Diskussionspapiers „Unsere Rechte – unsere Zukunft“ zusammenfassen, das in einer Gruppe von Frauen aus dem Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW, der Landesarbeitsgemeinschaft autonomer Mädchenhäuser / feministische Mädchenarbeit NRW und der Fachstelle interkulturelle Mädchenarbeit entstanden ist. Zu diesem Diskussionspapier soll es am 26. April eine Online-Präsentation geben, an welcher alle Interessierten teilnehmen können.

Gedenken an die Corona-Opfer

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Die Regierenden und unsere Gesellschaft als Ganzes haben sich bisher nicht leicht mit einem würdigen Gedenken an die bisher fast 80.000 Menschen getan, die allein in Deutschland an den Folgen einer Infektion mit dem Corona-Virus gestorben sind. Auch diejenigen, die mit Folgewirkungen nach einer Infektion zu kämpfen haben, werden in der öffentlichen Diskussion leicht vergessen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lädt heute zu einer nationalen Trauerfeier mit einigen Hinterbliebenen und den Spitzen der fünf Verfassungsorgane ins Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin ein. Zuvor findet ein ökomenischer Gottesdienst in Berlin statt.