Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Banner kobinet unterstützen
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

Angst vor Altersarmut und Pflegebedürftigkeit

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

HANNOVER (kobinet) Nach einer vom Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen in Auftrag gegebene repräsentative forsa-Umfrage zeigt sich, dass sich gerade Menschen mit einem geringen Einkommen Sorgen um ihre spätere Rente machen oder befürchten, Angehörige pflegen zu müssen. Aus Sicht des SoVD wird damit eine soziale Schieflage deutlich, um die sich die Politik dringend kümmern muss.

20 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen haben nach den Resultaten der Umfrage Angst davor, im Alter nicht ihren derzeitigen Lebensstandard halten zu können. Besonders häufig sind davon unter 30-Jährige und Menschen mit einem Nettoeinkommen von unter 1.500 Euro monatlich betroffen.

„Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung bestätigen, was wir täglich in unserer Beratung sehen“, sagt Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Gerade Menschen mit einem geringen Einkommen seien später von Altersarmut betroffen und wüssten nicht, wie sie über die Runden kommen sollen.Hier müssen die Politiker aus Sicht dieses Sozialverbandes endlich an wichtigen Stellschrauben drehen: Der Mindestlohn muss rauf, der Niedriglohnsektor muss eingedämmt werden.

Auch das Thema Pflege sehen Menschen in Niedersachsen problematisch: 36 Prozent von ihnen haben Angst, pflegebedürftig zu werden oder nahe Angehörige pflegen zu müssen (33 Prozent). Wie der Vorsitzende des Landesverbandes betont, so sei Aufgabe der Politik, die Betroffenen stärker zu unterstützen und ihnen diese Ängste zu nehmen. Ein erweitertes Pflegegeld, wie es Niedersachsens größter Sozialverband bereits fordert, könne Abhilfe schaffen und zumindest in finanzieller Hinsicht Entlastung bringen.

Kritisch bewertet der SoVD letztlich die Tatsache, dass fast die Hälfte der Befragten nicht glaubt, sich in Krisensituationen auf die sozialen Sicherungssysteme verlassen zu können.

Die Ergebnisse der Umfrage können HIER nachgelesen werden.

HANNOVER (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sahqsy3