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Gemeinsam für bessere Lautsprecherdurchsagen in Bussen und Bahnen in Nordhessen

Gruppenbild der Tester*innen vor einem Bus
Gruppenbild der Tester*innen vor einem Bus
Foto: omp

Kassel (kobinet) Wer kennt das nicht? Man ist neu in einer Stadt oder in einer Gegend, in der man noch nie mit dem Bus oder der Straßenbahn unterwegs war. Und ausgerechnet dann gibt es keine Haltestellendurchsagen bzw. sind diese nicht verständlich. Da kann der Anlass der Reise noch so schön sein. Wenn die Unsicherheit steigt, ob man die richtige Haltestelle zum Aussteigen erwischt, kann die Fahrt leicht zum Stress werden. Für blinde und sehbehinderte Menschen sind solche verunsichernde Situationen bei der Nutzung von Bussen und Bahnen Alltag, denn sie sind verstärkt auf gute und verständliche Informationen angewiesen. In Kassel haben sich nun Vertreter*innen von Behindertenorganisationen und Verantwortliche der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) und des Nordhessischen VerkehrsVerbunds (NVV) getroffen, um die Barrierefreiheit bei Durchsagen in Bussen und Bahnen zu verbessern.

LIGA Selbstvertretung für Aussetzung des Gesetzgebungsverfahrens zur Triage

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Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) „Es darf nicht passieren, dass unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit und den meisten Bundestagsabgeordneten ein Gesetz zur Triage den Bundestag passiert, das der Selektion von vermeintlich Schwächeren zugunsten Stärkerer Tür und Tor öffnet.“ So bringt die Sprecherin der LIGA der Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen, Dr. Sigrid Arnade, ihr Entsetzen nach der Anhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages vom 19. Oktober zum vorliegenden Gesetzentwurf für Triage-Regelungen auf den Punkt. Die LIGA Selbstvertretung fordert daher eine Aussetzung der für den 10. November geplanten Verabschiedung der geplanten Änderungen im Infektionsschutzgesdetz zur Triage zugunsten einer breiten gesellschaftlichen Debatte und einer Entscheidung im Bundestag ohne Fraktionszwang.

Aktionstag Leuchten für Inklusion in München abgesagt

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Logo VbA
Foto: VbA

München (kobinet) Am 28. Oktober wollte der Verein VbA Selbstbestimmt Leben den Rindermarkt in München in ein Fackelmeer verwandeln. Zwischen 17:00 und 20.30 Uhr war dort ein Aktionstag unter dem Motto: „Leuchten für Inklusion“ geplant. Wegen personeller Probleme musste die Aktion kurzfristig abgesagt werden, wie die kobinet-nachrichten erfuhren. Aufgeschoben sei aber nicht aufgehoben, heißt es vonseiten des VbA.

Europäischer Gerichtshof für Menschrechte stärkt Recht auf Teilhabe behinderter Menschen

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) Dr. Martin Theben, der für die kobinet-nachrichten immer wieder über geschichtlich relevante Meilensteine der Behindertenbewegung berichtet, hat sich nun in einem Beitrag einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vom 8. Februar 2022 gewidmet. Dieser hat das Recht auf Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gestärkt, schreibt der Berliner Rechtsanwalt in einem Beitrag für das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation www.reha-recht.de.

Kosten für Begleitung im Krankenhaus werden ab 1. November erstattet

Symbol Paragraph

Berlin (kobinet) Für Patientinnen und Patienten mit geistiger oder mehrfacher Behinderung bringt der 1. November nach Informationen der Bundesvereinigung Lebenshilfe große Erleichterung: Bei einem Aufenthalt im Krankenhaus können sie sich von einer vertrauten Person begleiten lassen. Darauf haben sie dann einen Rechtsanspruch und die Kosten werden erstattet. „Wir sind froh, dass diese wichtige Unterstützung nun endlich auf sichere finanzielle Füße gestellt wurde“, teilte die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe Ulla Schmidt mit.

Veranstaltung: Was tun wenn’s brennt?

Brennendes Haus
Brennendes Haus
Foto: Arbeitskreis Barrierefreiheit Mannheim

Mannheim (kobinet) „Was tun wenn’s brennt?“ So lautet der Titel einer Veranstlaltung, zu der der Mannheimer Arbeitskreis Barrierefreiheit am 22. November in die Mannheimer Abendakademie einlädt. Beginn der Veranstaltung ist um 16 Uhr, Einlass ab 15 Uhr 30. Für gehörlose Menschen wurden zwei Dolmetscherinnen engagiert, heißt es in der Ankündigung.

Wohnungsgesellschaft behindert „behinderten“ Mieter

Ein Elektrorollstuhlfahrer steht vor einer Treppe im Treppenhaus
Foto von einem Treppenhaus
Foto: Roman Urdl

München (kobinet) Wohnungen sind schwer zu finden, barrierefreie Wohnungen erst recht. Vor allem in München ist es für Menschen mit Einschränkungen besonders schwer gut unterzukommen. Gerade diejenigen, die eine Erdgeschoßwohnung beziehen durften, schätzen sich glücklich, wenn sie die folgende Geschichte hören. Ein Mieter mit Einschränkungen hat die kobinet Redaktion darüber informiert, dass er seit dem 8. September 2022 seine Wohnung im Obergeschoss nicht mehr verlassen kann. Da er einen Elektrorollstuhl nutzt, ist auch eine händische Möglichkeit über das Treppenhaus nach unten zu gelangen unmöglich.

Schnuppertage bei blista

Logo blista Bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung
Logo blista
Foto: blista

MARBURG (kobinet) Die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) lädt sehbehinderte und blinde Schülerinnen und Schüler dazu ein, im Rahmen von Schnuppertagen und Orientierungswochen das Leben und Lernen an der blista kennenzulernen. Die Schnuppertage bieten die Möglichkeit, sich einen ersten Einblick zu verschaffen. Die Einladung richtet sich an alle, die sich für einen Bildungsweg an der Carl-Strehl-Schule oder eine Ausbildung im blista-Zentrum für berufliche Bildung interessieren.

Triage-Diskussion: Erschütternd geschichtsvergessen und einseitig medizinisch-ökonomisch

Prof. Dr. Theresia Degener
Prof. Dr. Theresia Degener
Foto: KSL Amsberg

Bochum (kobinet) Nach der Anhörung vom 19. Oktober im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestag zum Gesetzentwurf für Regelungen im Falle einer Triage sitzen die Abgeordneten in diesen Tagen an möglichen Änderungsanträgen für die voraussichtlich am 10. November anstehende Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag. Während die Verbände mit Spannung auf die Änderungsanträge warten, hallt die Anhörung noch kräftig nach. Als „erschütternd geschichtsvergessen und einseitig medizinisch-ökonomisch“ fasste beispielsweise Prof. Dr. Theresia Degener vom Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) ihre Eindrücke von der Anhörung zusammen.

Selbstvertretung behinderter Geflüchteter tut dringend Not

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Mit einer Online-Veranstaltung zur Selbstvertretung behinderter und chronisch kranker geflüchteter Menschen hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) am 21. Oktober einen Austausch darüber ermöglicht, wie die Betroffenen ihre Interessen vertreten und sich besser gegenseitig unterstützen können. Dabei wurde deutlich, mit wie vielen Baustellen die in Deutschland lebenden geflüchteten Menschen gerade auch im ländlichen Raum zu kämpfen haben.

Neuseeländische Regierung fordert einfache Behördensprache

Flagge: Neuseeland
Flagge Neuseeland
Foto: public domain

Wien (kobinet) Ein in Neuseeland geplantes Gesetz soll dazu führen, dass Mitteilungen vom Staat in Zukunft für alle verständlich sind. „Im geplanten Gesetz steht, dass Mitteilungen vom Staat in Zukunft in einfacher und verständlicher Sprache verfasst werden müssen. Die Regierung ist für das Gesetz, die Opposition ist dagegen“, heißt es in einem von Jakob Ferner verfassten Bericht des Online-Nachrichtendienstes BIZEPS zur aktuellen Gesetzesinitiative in Neuseeland.

Projekt DigiTeilhabe jetzt online

Logo: AWO
Logo: AWO
Foto: AWO

Berlin (kobinet) Mit dem Projekt „DigiTeilhabe – Inklusives Engagement und digitale Nachbarschaft“ unterstützt der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Menschen, mit Hilfe barrierefreier Zugänge, digitalen Kompetenzen und ehrenamtlicher Begleitung die digitale Welt zu entdecken und mitzugestalten. Die AWO will damit ein selbstbestimmtes Leben mit Hilfe digitaler Technologien und ein solidarisches Zusammenleben fördern. Die Internetseite für das von der Aktion Mensch Stiftung geförderte Projekt ist jetzt online.

Wie funktioniert der Deutsche Behindertenrat?

Logo: DW-Podcast Echt behindert
Logo: DW-Podcast Echt behindert
Foto: Deutsche Welle

Köln (kobinet) „Wie funktioniert der Deutsche Behindertenrat?“ Dieser Frage geht Matthias Klaus in der aktuellen Ausgabe des Podcast der Deutschen Welle „Echt behindert!“ nach. In der gut 22minütigen Episode sprach er mit Michaela Engelmeier, der derzeitigen Sprecherratsvorsitzenden des Deutschen Behindertenrats (DBR). Mit dabei ist auch Anieke Fimmen, die als Referentin für Behindertenpolitik des Sozialverband Deutschland (SoVD), der in diesem Jahr das Sekretariat des DBR führt und damit viele koordinierende Tätigkeiten für den Deutschen Behindertenrat ausübt.

Diese Woche klingt mit der therapie HAMBURG aus

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LEIPZIG (kobinet) Am 28. und 29. Oktober treffen Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten sowie Krankengymnasten, Masseure und medizinische Bademeister aus dem gesamten norddeutschen Raum zusammen. Neben einer umfangreichen Fachmesse, in der 120 Aussteller ihre Produktneuheiten präsentieren, bietet die Veranstaltung ein breit gefächertes Kongressprogramm zur zertifizierten Fortbildung.

Inklusives Wohnen fordern, fördern und feiern

Symbol Ausrufezeichen

BERLIN (kobinet) An vielen Orten in Deutschland sind in den vergangenen Jahren Formen eines inklusiven Wohnens entstanden. Diese Projekte zeigen auf, wie Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und in der Mitte der Gesellschaft wohnen und leben können. Die dabei gesammelten Erfahrungen machen aber auch deutlich, welche großen Hürden bei der Umsetzung bestehen. Damit inklusives Wohnen zukünftig für jeden Menschen möglich ist, hat die Initiative Wohn:Sinn gemeinsam sieben weiteren Organisationen Empfehlungen für die Politik herausgegeben, welche zeigen wie die Wege für inklusives Wohnen bereitet werden können.

VdK: Kosten für Begleitung im Krankenhaus erstatten

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Am 1. November tritt die neue Krankenhausbegleitungs-Regelung in Kraft, für die sich der VdK stark gemacht hat. Ab diesem Tag haben Begleitpersonen Anspruch auf Krankengeld, wenn sie einen Menschen mit Behinderung ins Krankenhaus begleiten müssen. Dazu erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Der Krankengeldanspruch an sich ist gut, aber der Personenkreis ist zu eng gefasst.“

SoVD fordert kostenlose Corona-Tests für alle

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Logo SoVD
Foto: SoVD

Berlin (kobinet) Anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz richtet der Sozialverband Deutschland (SoVD) einen deutlichen Appell an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. „Wir fordern die Rückkehr der kostenlosen Corona-Tests für alle. Sehr viele Menschen können sich Lebensmittel und Energie kaum noch oder gar nicht mehr leisten. Der Leidensdruck ist bereits extrem hoch. Kostenpflichtige Corona-Tests lassen die Dunkelziffer somit weiter hochschnellen. Es kann nicht sein, dass aus Kostengründen die Gesundheit besonders vulnerabler Menschen bewusst in Kauf genommen wird“, sagt SoVD-Vizepräsidentin Ursula Engelen-Kefer.

Ohrfunk-Nachrichten aus der Behinderten- und Sozialpolitik

Logo: Ohrfunk
Logo: Ohrfunk
Foto: Ohrfunk

Berlin (kobinet) Allwöchentlich sendet das Internetradio Ohrfunk aktuelle Nachrichten zur Behinderten- und Sozialpolitik. Stefan Müller wählt dafür aus verschiedenen Quellen wie den kobinet-nachrichten oder dem Newsletter des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) interessante Nachrichten für seinen 5minütigen Nachrichtenblock aus. Nun ist die letzte Ausgabe vom 19. Oktober im Podcast des Ohrfunks erschienen.

Trauer um Werner Geifrig

Werner Geifrig
Werner Geifrig
Foto: abm

München (kobinet) Mit seinen Inszenierungen war er nicht nur Wegbereiter für inklusives Theater, sondern als Gründer und Regisseur des Münchner Crüppel Cabarets war er Garant für grandiose Theaterabende voller Witz und Selbstironie. Am Freitag, den 21. Oktober, ist der langjährige Redakteur der arbeitsgemeinschaft behinderung und medien (abm) und Theaterregisseur Werner Geifrig verstorben. In einem Nachruf würdigt Hermann Hoebel und das Team der abm das Wirken von Werner Geifrig.

Weiterbildung zur Barrierefreiheit in der Nahmobilität

Symbol Information

Wiesbaden (kobinet) Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen, Rika Esser, weist auf eine Weiterbildung zur Barrierefreiheit in der Nahmobilität hin. Diese kostenfreie, ganztägige Schulung richtet sich an kommunale Behindertenbeauftragte und Mitglieder kommunaler Behindertenbeiräte in Hessen, die in die Planung öffentlicher Baumaßnahmen zwecks Überprüfung der Barrierefreiheit eingebunden sind. Die Schulung konzentriert sich auf den Fuß- und Radverkehr und behandelt aktuelle Musterlösungen zur Herstellung von Barrierefreiheit im öffentlichen Straßenraum, wie es vonseiten der Beauftragten heißt.

agnes sucht Veranstalter für Online-Workshop

Buchstaben  in kleinen Buchstaben und Braile, recht daneben ein Auge
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Foto: DVBS

MARBURG (kobinet) Das „Projekt agnes@work“ (Agiles Netzwerk für sehbeeinträchtigte Berufstätige) des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sucht einen Veranstalter für die Durchführung eines eintägigen Onlineseminars zum Thema „Moderne Arbeitsweisen und die Beschäftigung von Menschen mit einer Sehbehinderung“. Der Workshop soll nach dem 20. Januar 2023 stattfinden.

Triage-Gesetz: Breite gesellschaftliche Diskussion erforderlich

Karikatur zur Triage - Bildbeschreibung im Artikel unten
Karikatur zur Triage – Bildbeschreibung im Artikel unten
Foto: ISL – Phil Hubbe

Berlin/Nürnberg (kobinet) Der derzeit diskutierte Gesetzentwurf zu einem „Triage“-Gesetz wurde am Samstag, den 22. Oktober, in Nürnberg im Rahmen des Kongresses „Medizin und Gewissen“ als praxisuntauglich abgelehnt. Die Veranstaltung erinnerte laut einer Presseinformation des Runden Tisch Triage an den Nürnberger Ärzteprozess vor 75 Jahren und befasste sich mit unterschiedlichen Aspekten des Themas „LebensWert“. „Nach Ansicht der Teilnehmenden im Diskussionsforum zum Thema Triage – hauptsächlich Ärzt*innen – helfen die im Gesetzentwurf festgelegten Regeln kaum weiter, da die jeweiligen Prognosen viel zu unsicher seien“, berichtet Annett Löwe von der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP), eine der Referent*innen in dem Diskussionsforum.

Bundesarbeitsgericht zum Weiterbestehen der Schwerbehindertenvertretung

Gebäude des Bundesarbeitsgericht
Gebäude des Bundesarbeitsgericht
Foto: Bundesarbeitsgericht

Greifswald (kobinet) Henry Spradau aus Greifswald hat die kobinet-nachrichten auf eine aktuelle Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) hingewiesen. Das Gericht hat festgestellt, dass die Amtszeit der gewählten Schwerbehindertenvertretung (SBV) nicht vor Ende der Wahlperiode endet, auch wenn die Anzahl der schwerbehinderten Mitarbeiter*innen unter fünf sinkt.

Selbstvertretung von Autist*innen nimmt in Bayern Fahrt auf

Symbol Ausrufezeichen

München (kobinet) Der 2021 gegründete bayerische Landesverband der Selbstvertretung von Autistinnen und Autisten (Autismus Selbstvertretung Bayern) nimmt auf Augenhöhe an Abstimmungstreffen der Ministerien zur Autismus-Strategie Bayern, die noch in diesem Jahr dem Landtag vorgelegt werden soll, teil. Darauf hat Anke Kidan vom Verein Autismus Selbstvertretung Bayern die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Veranstaltungsreihe soll behinderte Menschen empowern, ihre Rechte wahrzunehmen

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Oberteuringen (kobinet) Das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Bodenseeregion startet in Zusammenarbeit mit der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) Bodenseekreis-Oberschwaben mit einer Veranstaltungsreihe, die Menschen mit Behinderung empowern sollen, ihre Rechte und Leistungsansprüche wahrzunehmen und sich bei den Behörden durchzusetzen. Die erste Veranstaltung am 15. November um 18:00 Uhr, die in der EUTB Beratungsstelle in der Tavernengasse 4 in 88094 Oberteuringen stattfindet, richtet sich an Eltern mit Kindern mit Behinderungen, die Inklusionsbegleitung zur Schule benötigen und Leistungen bei der Eingliederungshilfe oder beim Jugendamt beantragen müssen.

ORF ermöglicht Praxiserfahrung im Journalismus für behinderte Menschen

Logo des ORF
Logo des ORF
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „Wer als Mensch mit Behinderung Journalist:in werden will, hatte es schwer, Zugang zum journalistischen Beruf zu finden. Doch Behinderung und Journalismus schließen einander nicht aus. Ganz im Gegenteil, es ist sogar enorm wichtig für eine inklusive Medienlandschaft, dass sie von Menschen mit Behinderungen aktiv mitgestaltet wird“, heißt es in einem Beitrag des Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Im Januar 2023 startet in Österreich ein inklusives Medienprojekt des ORF. Der 7-monatige Kurs soll Menschen mit Behinderungen auf ein mögliches Mitwirken im journalistischen Bereich vorbereiten. Bevorzugt richtet sich die Ausschreibung an Menschen mit Körper- und Sinnesbehinderungen, wie es im BIZEPS-Bericht heißt.

Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber startet am 1. Dezember in Berlin

Wappen Bundesland Berlin
Wappen Bundesland Berlin
Foto: Gemeinfrei, public domain

Berlin (kobinet) Viele Arbeitgeber wollen anscheinend schwerbehinderte Menschen einstellen und beschäftigen; dies scheitere aber oftmals an fehlenden Kenntnissen über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten oder Einsatzmöglichkeiten von schwerbehinderten Menschen in ihren Betrieben. Um diese Barrieren aufzulösen, wurde im neuen Teilhabestärkungsgesetz – SGB IX, §185a – die Aufgaben der „Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber“ (EAA) geregelt. Sie werden aus der Ausgleichsabgabe finanziert. Am 1. Dezember 2022 soll die neue Ansprechstelle in Berlin an den Start gehen, wie das Berliner Inklusionsamt im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) mitteilt.

Momentaufnahme 280

Kleiiner See im Nebel
Kliener See im Nebel
Foto: irina Tischer

Berlin (kobinet) Je länger ich lebe, je mehr komme ich zu der Einsicht, es gibt keine Schuldigen, sondern nur unglückliche Wesen. (Anatole France)

Gewerkschaftsbund zur Wahl der Schwerbehindertenvertretungen

Rechts oben DGB-Logo, grüne Fläche mit einem Teil des Rollstuhlpiktogrammes
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Foto: DBG

BERLIN (kobinet) Noch bis zum 30. November 2022 werden In allen Betrieben mit mindestens fünf schwerbehinderten Beschäftigten oder ihnen gleichgestellte behinderte Beschäftigte Schwerbehindertenvertretungen (SBV) gewählt. Schwerbehinderte haben das Recht auf eine spezielle Interessenvertretung. Die aktuellen Auswertungen zeigen die Wichtigkeit der Vertreterinnen und Vertreter. Die Auswertung zeigt: Mit SBV sind die Arbeitsbedingungen schwerbehinderter Beschäftigter besser.

Deutsche Behindertenrat: Behinderte Menschen in Triage-Situationen nicht benachteiligen

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
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Foto: DBR

Berlin (kobinet) Im Zusammenhang mit der Anhörung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zum „Triage-Gesetz“ am 19. Oktober hat sich auch der Deutsche Behindertenrat (DBR) mit einer Presseinformation zu Wort gemeldet. „Es ist gut, dass die Ex-Post Triage weiterhin explizit ausgeschlossen bleibt. Es muss sichergestellt sein, dass auch bei behinderten oder älteren Patientinnen und Patienten bereits zugeteilte, überlebenswichtige intensivmedizinische Behandlungskapazitäten nicht mehr zur Disposition stehen, solange eine intensivmedizinische Behandlung noch indiziert ist“, erklärte Michaela Engelmeier, Sprecherratsvorsitzende des DBR.

Einer flog über das Kuckucksnest

Mitwirkende unter Hochbahn in Prenzlauer Berg
RambaZamba-Team unterm „Magistratsschirm“
Foto: RambaZamba

Berlin (kobinet) „Einer flog über das Kuckucksnest“ ist die erste Inszenierung von Leander Haußmann am RambaZamba Theater. „Mit guter Laune gegen das Spießersystem hat Leander Haußmann eine passende Bühne für seine Mission gefunden: Wer ist hier verrückt?“, schrieb heute die BerlinerZeitung über die Premiere in der Berliner Kulturbrauerei. „Ein Jungstraum aus vergangenen Tagen. Haußmann bleibt sich treu. Und hat viele Freunde gefunden.“ Das Gute an der Wahl des Stoffes sei, dass ihn wohl fast jeder kennt. Formans Romanverfilmung wurde 1976 mit fünf Oscars ausgezeichnet. In den Kinos von Ost- wie West-Berlin war der Hollywoodklassiker ein Publikumsrenner.

Stadt Wolfenbüttel kämpft um Teilhabeberatung

Zwei Männer und eine Frau vor einer Tür mit dem Schild der EUTB
Bürgermeister Ivica Lukanic mit Beratern vor der Beratungsstelle
Foto: Stadt Wolfenbüttel

WOLFENBÜTTEL (kobinet) Der Vorsitzende des Wolfenbütteler Vereins NIGGGS (Niedersächsisches Institut für die Gesellschaft Gehörloser und Gebärdensprache) Thomas Sodomann ist enttäuscht. Der Grund für diese Enttäuschung besteht darin, dass das seit vielen Jahren etablierte Angebot der Ergänzenden unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) in der bisherigen Art und Weise in Gefahr ist. Sodomann gibt sich aber kämpferisch und erhält dabei Unterstützung durch die Stadt.

Newsticker zu sozialrechtlichen Nachrichten

Blauer  Briefumschlag auf blauem Kreis
Nachrichtensymbol
Foto: Pixabay/IO-Images

BERLIN (kobinet) Neuerdings läuft auf der Internetseite des Allgemeine Behindertenverband in Deutschland ein Newsticker. Dieser informiert über sozialpolitische und sozialrechtliche Themen. Daneben werden Informationen über relevante Neuigkeiten für Menschen mit Handicap per Laufband dargeboten.

30 Jahre BiBeZ: 30 Jahre Interessenvertretung behinderter Frauen

Zahl 30
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Foto: ht

Heidelberg (kobinet) Das in Heidelberg ansässige Ganzheitliche Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter/chronisch erkrankter Frauen (BiBeZ) und Mädchen konnte am 21. Oktober sein 30jähriges Jubiläum feiern. Darauf machte Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), bei der das BiBeZ Mitglied ist. In der Hebelhalle in Heidelberg feierte das BiBeZ sein 30jähriges Bestehen, bei der u.a. die Fotoausstellung „Selbst – Bewusst – Sein“ eröffnet wurde.

IGEL-Podcast zum Recht auf Feiern

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) In der neuesten Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) beschäftigt sich der Inklusator Sascha Lang mit dem Recht auf Feiern. Zu Feiern hat er nicht nur die mittlerweile 80. Episode des IGEL-Podcast, sondern es geht auch um die Vorstellung eines Projektes für inklusive Veranstaltungen wie Festivals, bei denen gefeiert wird. Darüber sprach Sascha Lang mit Amy Zayed und Felix Brückner.

Es geschieht am helllichten Tag – Psychoterror gegen einen Behinderten

Alte Gasse mit alten Häusern
Ort des Geschehens
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Von Herrn Weis erhielt die Redaktion einen Bericht über seine Erlebnisse. Wir geben das weiter, weil wir einerseits wissen, es ist kein Einzelfall.
Der „Täter“ scheint nicht zu wissen, auch ihm kann, wie jedem anderen Menschen auch, ein Schicksal oder eine Krankheit zum Behinderten werden lassen. Möchte er dann auch von anderen so behandelt werden, wie hier geschildert?

Klarstellung zum Krankentransport

Paragraphenzeichen unter einer Lupe vor rosafarbenem Hitnergrund
In Sachen Recht nachgefragt
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) In der Vergangenheit kam es offenbar zu unterschiedlichen Auslegungen bei Versorgungspraxis zu Krankentransporten. Sie bestanden augenscheinlich vor allem bei der Frage, ob auch Fahrten zu organisierten Krebsfrüherkennungsprogrammen verordnet werden können, wenn diese zum Beispiel durch eine zentrale Einladungsstelle organisiert und vereinbart wurden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dazu am 20. Oktober 2022 eine Klarstellung zur Krankentransport-Richtlinie vorgenommen. Dazu wird sicher gestellt, dass auch Versicherte mit einer dauerhaft eingeschränkten Mobilität – beispielsweise durch eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit – einen Zugang zu Früherkennungsangeboten erhalten.

Niedersachsen stärkt Barrierefreiheit im digitalen Raum

Hoch aufragender Gittermast mit mehreren Antennen
Sendemast für digitale Signale
Foto: H. Smikac

HANNOVER (kobinet) Überall begegnen uns im Alltag digitale Medien. Menschen mit Behinderungen stoßen bei deren Nutzung jedoch auf vielfältige Schwierigkeiten. Ein Beispiel sind sogenannte Captchas, also Bilder, bei denen man durch Auswahl bestimmter Motive bestätigen soll, dass ein Mensch vor dem Computer sitzt. Sind diese Menschen am Computer jedoch sehbehindert, dann sind diese Bilder oft nur schwer oder überhaupt nicht zu erkennen und können zur unüberwindbaren Barriere werden.

90 Prozent der sozialen Einrichtungen und Dienste sind gefährdet

Zwei übereinander liegende Hände von denen eine deutlich einer älteren Person gehört
Pflegende Hände
Foto: Pixabay/sabinevanerp

STUTTGART (kobinet) Aufgrund der Kostensteigerungen im Bereich Strom und Wärme sieht der Paritätische Gesamtverband in Baden-Württemberg rund 90 Prozent der sozialen Einrichtung und Dienste in ihrem Bestand gefährdet. Das zeigt eine bundesweite Umfrage des Paritätischen Gesamtverbandes unter seinen Mitgliedsorganisationen.

Situation behinderter Menschen in der Ukraine besonders schwierig

Ukraine
Wappen der Ukraine
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Nach einem Bericht der Hilfsorganisation Handicap International (HI) ist die Situation von Menschen mit Behinderung in der Ukraine besonders bedrohlich. Ihre Versorgung ist stark eingeschränkt. Viele haben keinen Zugang zu humanitärer Hilfe und die Evakuierung vor Bombenangriffen ist schwierig. Bombardierungen führen zudem zu komplexen Verletzungen. Viele Kliniken sind völlig überlaufen, heißt es in einer Presseinformation von Handicap International. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) lädt heute am 21. Oktober von 15:00 bis 17:00 Uhr geflüchtete behinderte Menschen zur Online-Auftaktveranstaltung des Projektes „Wir für Uns! Selbstvertretung geflüchteter Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen in Deutschland“ ein.