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Handicap international an ukrainischen Schulen

Kinder in einer Schulkasse, an der Wand eine Schultafel und eine Anschuungstafel
Viktoria zeigt Schulkindern in Czernowitz, wie gefährlich Minen, Blindgänger und Sprengfallen sind
Foto: R.Crews / HI

MÜNCHEN (kobinet) Sprengfallen, Minen und explosive Kriegsreste bedrohen das Leben vieler Menschen in der Ukraine. Besonders Kinder und jene Geflüchtete, die wieder in ihre Gemeinden zurückkehren, sind sich oft der tödlichen Gefahr nicht bewusst. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) hat in mehreren Städten begonnen, vor allem Kinder in Schulen aufzuklären und vor Explosionen und Blindgängern zu warnen.

Die HI-Aufklärungsteams zeigen den Kindern mit Broschüren, Postern und Faltblättern, wie Sprengfallen oder Minen aussehen. Perrine Benoist, HI-Spezialistin für Minenaktionen, unterstreicht: „Wir bringen den Kindern bei, dass sie auf Unregelmäßigkeiten im Boden, auf Metallreste oder Drähte achten müssen. Auch sollen sie keine Abkürzungen oder Pfade nehmen und keine zerstörten Gebäude oder Trümmerberge betreten“, so Benoist.

In vielen länger umkämpften oder bombardierten Städten, Dörfern oder Feldern liegen unzählige Blindgänger oder Minen. „Diese Sprengkörper können über Tage, Wochen oder sogar Jahre hinweg gefährlich bleiben. Manche der Waffen haben nicht wie vorgesehen funktioniert, andere werden absichtlich eingesetzt, um die Menschen zu töten oder zu verletzen“, warnt Benoist.