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Notfall – Feuer, Wasser oder BlackOut und man ist behindert – was nun?

überflutete Straße mit Häusern, an einem Haus retten Notfallretter Bürger aus einem Haus
Hochwasser
Foto: Pixabay/LucyKaef

Berlin (kobinet) Woher soll die Feuerwehr wissen, ob in dem brennenden Haus eine gehörlose Person wohnt und den Alarm nicht hört? Woher soll der Katastrophenschutz wissen, ob in dem Haus eine Behinderten-WG lebt, wenn ein Hochwasser das Haus bedroht? Und was ist bei einem Black-Out (kein Strom, kein Trinkwasser, kein Telefon, kein Hausnotruf, kein Mobilfunk, keine Wärme) ?

Wäre es von Vorteil, wenn die Rettungskräfte von meinem Handicap wissen? Sicher, davon bin ich sehr überzeugt. Nicht nur ich. Deshalb gibt es eine Vereins-Initiative, welche eine innovative Lösung bieten. Kobinet hatte die Möglichkeit, mit dem „Ideengeber“ Herrn Philipp Cachée ein ausführliches Interview zu führen.

Betroffene können nicht länger warten

Münzq
1Euro
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen appelliert erneut an die Landesregierung, sich über den Vermittlungsausschuss dafür einzusetzen, dass das Bürgergeld zum 1. Januar 2023 in Kraft treten kann. Gerade in solchen Krisen müsse der Sozialstaat die Menschen unterstützen und ihnen Sicherheit geben.

Projekt „Reisen für Alle“ steht vor dem AUS

Rucksack 'KlapPack' von diyshesmile

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BERLIN (kobinet) Der Geschäftsführer des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT), Rolf Schrader hatte am 8. November 2022 mit einer Rundmail darüber informierte , dass ab dem 1. Januar 2023 ein Ende des Projektes „Reisen für Alle“ drohe. Als Ursache dafür gibt er die Beendigung der Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium im März 2022 an. Schrader schlägt nun, unter anderem. ein geändertes Preis- und Lizenzsystem ab dem 1. Januar vor, um den Fehlbedarf von rund 120.000 Euro zu decken. Darüber soll am 17. November eine Beratung des Bund-Länder-Ausschusses Tourismus befinden.

Online-Diskussion: Die Budgets für Arbeit und Ausbildung – verkannte Leistungen?

Symbol Fragezeichen

Heidelberg (kobinet) Das Budget für Arbeit (BfA) und das Budget für Ausbildung sollen Menschen mit Behinderungen bei der Aufnahme einer sozialversicherungs­pflichtigen Beschäf­tigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen. Beide Teilhabe­leistungen werden nicht wie erwartet in Anspruch genommen. Woran das liegt und wie die selbstbestimmte Teilhabe an Arbeit besser gefördert werden kann, diskutieren Expertinnen und Experten noch bis zum 30. November 2022 mit Interessierten in einer öffentlichen Online-Diskussion der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und deren wissenschaftlichen Partner*innen an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

49 € Deutschland-Ticket: Ohne Handy kein Einlass

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Sören Pellmann, Die Linke, MdB
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet) „Es sollte Teil des Doppel-Wumms sein, doch das 49 € Deutschlandticket wird besonders für Seniorinnen und Senioren oft nur ein Traum bleiben. Wie das zuständige Ministerium auf meine Anfrage mitteilte, verfolgen Bund und Länder das Ziel eines papierlosen Tickets. Der Digitaltag des Städte- und Gemeindebunds stellte jedoch 2021 fest, dass 53 Prozent der Menschen über 65 kein Smartphone verwenden. Folglich ist für viele Seniorinnen und Senioren bereits vor Fahrtantritt Endstation! Darauf wies der Leipziger Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion, Sören Pellmann, hin.

Kaffee und Kuchen inklusiv in Rodewisch

Log der Sendung Selbstbestimmt mit diesem Wort, einem Ausrufezeichen und dem Zusatz Leben mit einer Behinderung
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Foto: gemeinfrei

Rodewisch (kobinet) „Kaffee und Kuchen inklusiv in Rodewisch“, so titelt das mdr-Magazin selbstbestimmt einen gut 4minütigen Fernsehbericht über einen Inklusionsbetrieb in Rodewisch im sächsischen Vogtland. Carli’s Kaffeerösterei ist ein inklusives Café, das inklusive Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen bietet. So nun auch für Daniela Dressel, die bisher in der Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet hat und nun im Inklusionsbetrieb ein Praktikum macht.

Behindertenbeauftragte: Wandel der Werkstätten tut Not

Gruppenbild vom Beauftragtentreffen am 3.11.22 in Erfurt
Gruppenbild vom Beauftragtentreffen am 3.11.22 in Erfurt
Foto: LB Thüringen

Erfurt (kobinet) Die Beauftragten des Bundes und der Länder für Menschen mit Behinderungen haben sich bei ihrem 64. Treffen am 3. und 4. November 2022 in Erfurt auch mit den nötigen Veränderungen der Werkstätten für behinderte Menschen beschäftigt, die nötig sind, um eine inklusive Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erreichen. Die Beauftragten erwarten beispielsweise von den Trägern der Werkstätten, dass sie bis spätestens 2025 entsprechende Konzepte mit konkreten Schritten für einen Wandel entwickeln.

Unsichtbarkeit von Behinderung – Herausforderung für Beratung und Dokumentation

Plakat Veranstaltung zur Unsichtbarkeit von Behinderung
Plakat Veranstaltung zur Unsichtbarkeit von Behinderung
Foto: ADB

Berlin (kobinet) Am 22. November wird von 17:30 bis 19:00 Uhr ein Online-Austausch mit dem Titel „Unsichtbarkeit von ‚Behinderung‘ – Herausforderung für Beratung und Dokumentation“ stattfinden. Veranstalter*innen sind die Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, chronische Erkrankung aus Berlin, kurz ADB und die Berliner Register. Inhaltlich wird es um die Fragen gehen, was für Diskriminierungsfälle in der Dokumentation und der Beratung ankommen, wie darauf reagiert werden kann und wo es an Zugängen fehlt, damit Menschen ihre Rechte wahrnehmen können.

BODYS: Triage-Gesetz bleibt Selektionsgesetz

Logo: BODYS
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Foto: BODYS

Bochum (kobinet) Das am 10. November vom Bundestag verabschiedete Triage-Gesetz (2. Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes) genügt nach Ansicht des Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) weder dem Menschenrechtsmodell der UN-Behindertenrechtskonvention noch unserer deutschen Verfassung, die dem Prinzip der Lebenswertindifferenz verpflichtet ist. Dies teilte das Zentrum in einer Presseinformation im Nachgang zur Abstimmung im Deutschen Bundestag mit.

Evaluationsbericht zum Bundesbehindertengleichstellungsgesetz vorgelegt

Symbol Paragraph

Berlin (kobinet) „Das Nebeneinander von Bundes- und Landesrecht beeinträchtigt die Transparenz darüber, was gilt, und insbesondere über die Rechtsschutzmöglichkeiten.“ Das ist eine der Aussagen aus der Evaluierung des novellierten Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG), die nun als Unterrichtung durch die Bundesregierung (20/4440) vorgelegt wurde, wie es in einem Bericht von Heute im Bundestag heißt. Die LIGA Selbstvertretung hofft, dass auf der Grundlage dieses Evaluationsberichtes nun die im Koalitionsvertrag vorgesehene Weiterentwicklung der Regelungen zur Barrierefreiheit und Gleichstellung behinderter Menschen von der rot-grün-gelben Bundesregierung angpackt wird.

Beratungsveranstaltung für geflüchtee behinderte Menschen aus der Ukraine

Ukraine
Wappen der Ukraine
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Am 25. November führt das Selbstvertretungsprojekt geflüchteter Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) von 15:00 bis 17:00 Uhr eine Beratungsveranstaltung im Frage-Antwort-Format für geflüchtete Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen aus der Ukraine durch. Die Online-Veranstaltung richtet sich an die Betroffenen und Angehörigen und wird in ukrainischer und russischer Sprache simultangedolmetscht.

Matthias Rösch: Inklusiver Arbeitsmarkt ist gemeinsamer Auftrag

Foto zeigt Matthias Rösch
Matthias Rösch
Foto: MSAGD RLP

Mainz (kobinet) „Inklusion ist eine Aufgabe für alle Akteure des Arbeitsmarkts. Das ist unser gemeinsamer Auftrag aus Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention. Alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind daher aufgefordert, mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und mindestens die Beschäftigungsquote zu erfüllen.“ Darauf wies der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch im Hinblick auf die vor kurzem verabschiedete Erfurter Erklärung der Behindertenbeauftragten der Länder und des Bundes.

Bürgergeld im Bundesrat erst mal gestoppt

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die CDU hat das Bürgergeld im Bundesrat gestoppt, so dass die vom Bundestag beschlossene Gesetzesinitiative nun im Vermittlungsausschuss behandelt wird. VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert angesichts dieser Entwicklung: „Der CDU geht es nicht um Gerechtigkeit, wenn sie das Bürgergeld im Bundesrat stoppt. Sie trägt parteipolitische Streitereien auf dem Rücken der Ärmsten aus. Jetzt ist die CDU in der Verantwortung, im Vermittlungsausschuss eine schnelle Lösung zu ermöglichen: Sie darf sich der Not der Menschen nicht verschließen und muss das Bürgergeld auf den Weg bringen.“

Gesundheit inklusive! Wege zu medizinischer Versorgung ohne Barrieren

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Stuttgart (kobinet) „Gesundheit inklusive! Wege zu medizinischer Versorgung ohne Barrieren“, lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 24. November von 16:30 Uhr bis 20:00 Uhr im Hegel-Saal im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle in Stuttgart stattfindet. Die baden-württembergische Landesbehindertenbeauftragte lädt zu dieser Veranstaltung ein.

Keine Spielchen um das Bürgergeld

Logo SoVD mit helfender Hand unter dem o
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) stellt sich entschieden gegen jede weitere Spaltung der Gesellschaft und ruft alle politischen Entscheidungsträger dazu auf, unterschiedliche Gruppen nicht weiter gegeneinander aufzuhetzen, sondern einen Beitrag für den sozialen Frieden zu leisten. Aus Sicht des SoVD steht fest, dass wir die Krise nur gemeinsam bewältigen können. Die Grundsicherungssysteme müssen dazu dringend modernisiert werden. „Jetzt in der Krise auf die notwendigen Schritte zu verzichten, wäre fatal. Wer die Debatte um das Bürgergeld für parteipolitische Spielchen nutzt, sollte sich dringend an seine gesellschaftliche Verantwortung erinnern“, mahnt die Vorstandsvorsitzende des SoVD, Michaela Engelmeier.

Lebenshilfe Bayern fordert mehr Fachkräfte

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

LANDSHUT (kobinet) Die Lebenshilfe Bayern will in ihren Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe auch weiterhin attraktive Arbeitsbedingungen ermöglichen. Dafür müssen aber, so wurde in der Mitgliederversammlung betont, von der Politik und den Behörden gute Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das fordert die Lebenshilfe Bayern in einer Resolution zum Fachkräftemangel. Nur so könne ein gutes soziales Miteinander, Inklusion und Teilhabe aller verwirklicht werden, betonen die stellvertretenden Landesvorsitzenden Gerhard John und Hildegard Metzger auf der Mitgliederversammlung 2022 der Lebenshilfe Bayern in Landshut.

Inklusion in Jugendverbandsarbeit und Gesellschaft politisch vorantreiben und leben

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Die Vollversammlung des Bundesjugendrings hat am 28./29. Oktober eine Positionierung unter dem Motto „Inklusion in Jugendverbandsarbeit und Gesellschaft politisch vorantreiben und gemeinsam leben“ beschlossen.

Am 1. Januar tritt reformiertes Betreuungsrecht in Kraft

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Berlin (kobinet) „Am 1. Januar 2023 tritt das reformierte Betreuungsrecht in Kraft. Im Fokus der Reform stehen Wunsch und Wille der Klientinnen und Klienten – das neue Betreuungsrecht ist am Selbstbestimmungsgedanken der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ausgerichtet. Damit bekommt die Unterstützung der Klient*innen absoluten Vorrang vor der Stellvertretung. Betreuung wird endlich auch im Gesetz als Prozess definiert, der Menschen befähigt, autonom und selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen“, erläutert der Vorstand der Landesgruppe Rheinland-Pfalz im Bundesverband der Berufsbetreuer/innen (BdB e.V.), vertreten durch den Sprecher Joachim Sieger, die anstehenden Veränderungen.

Rentenübersicht auch für Menschen ohne Internet zugänglich machen

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Ab dem kommenden Jahr sollen Rentenversicherte in Deutschland eine neue digitale Plattform nutzen können. Die Deutsche Rentenversicherung führt dazu eine Digitale Rentenübersicht ein, die einen Gesamtüberblick über die Ansprüche aus der gesetzlichen, der betrieblichen und der privaten Alterssicherung gibt. VdK-Präsidentin Verena Bentele fordert in diesem Zusammenhang, dass die Rentenübersicht auch für Menschen ohne Internet zugänglich gemacht werden muss.

Deutsches Team für Special Olympics World Games 2023 bekannt gegeben

Gruppenbild von Sportlerinnen und Sportlern aus Berlin und Thüringen
Freude bei Special Olympics Athleten aus Berlin und Thüringen über ihre Nominierung für das TeamSOD für die Special Olympics World Games Berlin 2023
Foto: Foto: SOD/Michael Romacker

BERLIN (kobinet) In der Zeit vom 17. Juni bis 25. Juni 2023 werden 414 Sportlerinnen und Sportler Deutschland bei den Special Olympics World Games (SOWG) in Berlin vertreten sowie bei diesen sportlichen Wettkämpfen um Medaillen und Erfolge kämpfen.

Jens Beeck stimmt Triage-Regelung nicht zu

Jens Beeck
Jens Beeck
Foto: Jens Beeck

BERLIN (kobinet) Der Abgeordnete des Deutschen Bundestags Jens Beeck hat dem Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes, in dem die „Triage“ geregelt werden soll nicht zugestimmt.

Momentaufnahme 283

Die Vogesen, Mittelgebirge in Ostfrankreich
Die Vogesen, Mittelgebirge in Ostfrankreich
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Man lebt nur einmal in der Welt, hat nur einmal diese Kräfte, diese Aussichten. (Johann Wolfgang von Goethe)

Infos, Ärger, aber auch Respekt für einige Abgeordnete zur Triage-Gesetz-Entscheidung

Ottmar vor mit T-Shirt Aufschrift kobinet-nachrichten
Ottmar Miles-Paul vor dem Reichstagsgebäude
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat die Entwicklung, die Diskussion und letztendlich den Gesetzgebungsprozess in Sachen Schutz vor Diskriminierungen behinderter und älterer Menschen im Falle einer Triage von Anfang an bis zur Abstimmung im Bundestag mitverfolgt. Nachdem das Gesetz am 10. November im Bundestag trotz erheblicher menschenrechtlicher Bedenken verabschiedet wurde, hat der Behindertenrechtler eine Reihe von Infos über die Presseberichte, das Abstimmungsverfahren sowie zur Dokumentation des Gesetzgebungsprozesses zusammengestellt. In seinem Kommentar zollt er aber vor allem denjenigen Respekt, die sich gegen Fraktionszwänge dem unzureichenden und ethisch äusserst bedenklichen Gesetz entgegengestellt haben.

ABiD fordert höheres Tempo bei der Umsetzung des EU-Schwerbehindertenausweises

Logo zeigt die Aufschrift ABID Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland eV Für Selbstbestimmung und Würde
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Foto: ABiD

BERLIN (kobinet) Bei der Umsetzung des EU-Schwerbehindertenausweises fordert der Allgemeiner Behindertenverband ein höheres Tempo. Der ABiD-Vorstand beklagt, dass der bisherige Zeitplan der Europäischen Kommission nicht ambitioniert genug wäre Der Vorstand des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland setzt sich deshalb dafür ein, dass der EU-weite Schwerbehindertenausweis schneller als bisher geplant eingeführt wird

Reiseerfahrungen barrierefrei aufgerollt

Logo barrierefrei aufgerollt Kopfhörer mit Schriftzug
Logo barrierefrei aufgerollt
Foto: BIZEPS

WIEN (kobinet) Reisezeit ist eigentlich immer – zumindest Zeit des Erinnerns an gemachte Reisen oder Zeit des Planens neuer Reisen. Besonders bei der Reiseplanung weiterer Reisen sind Reiseerfahrungen anderer Reisenden sehr wichtig. Alle, die gerade jetzt über weitere Reisen nachdenken, erhalten vielleicht mit dem neuen Podcast von „barrierefrei aufgerollt“ ein paar Anregungen für die nächste Reise und einige Tipps für die eigene Reisevorbereitung.

Mehr Pflegebedürftige aber weniger Hilfeleistungen

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Die vom Statistischen Landesamts zur Pflegebedürftigkeit veröffentlichten Daten hat der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen zum Anlass genommen, Alarm zu schlagen. Demnach hat die Zahl derjenigen, die in Nordrhein-Westfalen entsprechende Leistungen erhalten einen historischen Höchststand erreicht. Zugleich befindet sich ihre Unterstützung, wie VdK-Landesvorsitzender Horst Vöge feststellt, leider eher auf dem Tiefpunkt.

LVR: Blindengeld kann jetzt online beantragt werden

Logo LVR Qualität für Menschen
Logo LVR Qualität für Menschen
Foto: LVR

Köln (kobinet) Blinde Menschen und Menschen mit hochgradiger Sehbehinderung können ihren Antrag auf finanziellen Nachteilsausgleich ab sofort online und barrierefrei beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) stellen, wenn sie in dessen Zuständigkeitsbereich wohnen. Der Antrag auf Blindengeld beziehungsweise die Hilfe für Menschen mit hochgradiger Sehbehinderung gehört zu den ersten Services, die der LVR im Rahmen des Umsetzungsprogramms zum bundesweiten Onlinezugangsgesetz auf seinem Portal www.beratungskompass.lvr.de über den Menüpunkt „Anträge“ zur Verfügung stellt.

Neues Triage-Gesetz unwirksames Placebo

Franz-Josef Hanke
Franz-Josef Hanke
Foto: Franz-Josef Hanke

Marburg/Lahn (kobinet) Als „unwirksames Plazebo“ bezeichnet der Marburger HU-Regionalvorsitzende Franz-Josef Hanke das neue „Triage-Gesetz“. Durch die am Donnerstag, den 10. November, im Deutschen Bundestag verabschiedete – Regelung werden Menschen mit Behinderungen strukturell benachteiligt. Franz-Josef Hanke weist in dem Zusammenhang auf die Dokumentation einer Veranstaltung zum Thema Triage hin, die nun online ist.

Bundessozialgericht: Hohe Hürden für Cannabis auf Kassenrezept

Bundessozialgericht
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Foto: Bundessozialgericht

Kassel (kobinet) Krankenkassen dürfen bei Vorliegen schwerer Erkrankungen die Verordnung von Cannabis zur Krankenbehandlung nur genehmigen, wenn der behandelnde Arzt hierfür eine besonders sorgfältige und umfassende Einschätzung abgegeben hat. Sind die hohen Anforderungen an diese Einschätzung erfüllt, darf die Krankenkasse das Ergebnis der ärztlichen Abwägung nur darauf hin überprüfen, ob dieses völlig unplausibel ist. Das hat der 1. Senat des Bundessozialgerichts ntscheiden.

Stimmen von Abgeordneten zu Triage-Regelungen

Bundestag im Herbst
Bundestag
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die kobinet-nachrichten erreichten im Zusammenhang mit dem am Donnerstag gefassten Beschluss des Deutschen Bundestages für gesetzliche Regelungen im Falle einer Triage eine Reihe von Stellungnahmen und Presseinformationen von Bundestagsabgeordneten verschiedener Fraktionen. Im folgenden veröffentlichen wir einige Auszüge aus diesen Meldungen.

Blick auf soziale Zusammenhänge schärfen

Symbol Ausrufezeichen

Kassel (kobinet) Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit akzeptiert keine gesundheitlichen und sozialen Benachteiligungen, die gerade in Krisenzeiten einen wachsenden Anteil der Bevölkerung treffen können. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Lebensverhältnisse für alle Menschen zu verbessern. Ein entscheidender Faktor ist dabei auch der Blick auf die sozialen Zusammenhänge, in denen Personen leben. Für die Stärkung sozialer Teilhabe wird mehr denn je eine starke Stimme der Sozialen Arbeit benötigt. Der gesellschaftliche Wandel in Krisenzeiten und die daraus resultierenden Herausforderungen für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit standen daher im Mittelpunkt des diesjährigen Bundeskongresses der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG). An der Veranstaltung am 10. und 11. November in Kassel nahmen rund 750 Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Sozialwesen teil.

Keine höhere Erwerbsminderungsrente für Bestandsrentner*innen

Bundessozialgericht
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Foto: Bundessozialgericht

Kassel (kobinet) Rentner*innen, deren Erwerbsminderungsrente bereits vor dem 1. Januar 2019 begann, haben keinen Anspruch auf eine Neuberechnung ihrer Rente nach den inzwischen geltenden, deutlich günstigeren Regelungen. Sie können nicht verlangen, dass bei ihrer Rente Zurechnungszeiten in demselben Umfang berücksichtigt werden, wie das bei den ab 2018 und vor allem bei den ab 2019 neu bewilligten Renten geschieht. Das hat der 5. Senat des Bundessozialgerichts am 10. November 2022 entschieden. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und der VdK kündigten nach der Entscheidung des Bundessozialgerichts den Gang zum Bundesverfassungsgericht nach Karlsruhe an.

Triage-Gesetz stellt Gleichwertigkeit in Frage

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

BERLIN (kobinet) Anlässlich der gestrigen Entscheidung des Deutschen Bundestages zur Triage-Regelung im Kontext der Anpassung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, dass dies jetzt beschlossene Gesetz den verfassungs- und menschenrechtlichen Anforderungen nicht gerecht wird.

Deutsche Männer beim Nations Cup Cologne weit vorn

Rollstuhlbasketballer auf ihren Sportrollstühlen während des Spieles. Zuschauer im Hintergrund
Die deutsche Männermannschaft beim Nations Cup Cologne
Foto: Gero Müller-Laschet

KÖLN kobinet)

KÖLN kobinet) Das deutsche Rollstuhlbasketballteam der Männer feierten mit einem 67:60-Sieg zum Abschluss des Nations Cup Cologne gegen Japan. An einem kurzweiligen Wochenende in der Sporthalle Bergischer Ring, der Heimspielstätte der Köln 99ers, rollten sich die deutschen Korbjäger teilweise in einen Rausch. Die Schützlinge von Bundestrainer Nicolai Zeltinger überzeugten beim Turnier auf ganzer Linie.

Freiheitsentziehung in der Pflege älterer Menschen

Schlängellinie mit Pfeil
Freiheitsentziehende Maßnahmen
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Freiheitsentziehende Maßnahmen sind in der Pflege älterer Menschen (leider) Routine. Oft führen Unkenntnisse der rechtlichen Bestimmungen und Ängste vor Haftungsfragen der Pflegenden zum unrechtmäßigen Einsatz von unfreiwilligen Maßnahmen. Als Rechtfertigung wird nicht selten die Schutzverpflichtung herangezogen, dies obwohl eine schädige Wirkung fixierender und sedierender Vorgehensweisen bereits wissenschaftlich belegt ist.

IGEL-Podcast ganz nah dran an Triage-Entscheidung

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Selgeberg / Essen / Berlin (kobinet) Mit seiner aktuellen, mittlerweile 84. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), hat sich dessen Macher Sascha Lang selbst übertroffen. Bereits zehn MInuten nach der Entscheidung des Bundestages zum Triage-Gesetz am 10. November führte Sascha Lang mit Dr. Maria Andrino und Ottmar Miles-Paul das Interview für den Podcast. Knapp zweieinhalb Stunden nach der Entscheidung der Bundestagsabgeordneten über das menschenrechtlich sehr umstrittene Gesetz war die Ausgabe des IGEL Podcast online. Herausgekommen ist eine äusserst hörenswerte Zusammenfassung über die Entscheidung und den Prozess zur Triage-Gesetzgebung.

Dänemark: Schon damals ein Vorbild in Sachen Persönlicher Assistenz

Martin Ladstätter
Martin Ladstätter
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) „Dänemark: Schon damals ein Vorbild in Sachen Persönlicher Assistenz“, unter diesem Titel erinnert Martin Ladstätter vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben BIZEPS in Wien an eine Reise nach Dänemark vor knapp 30 Jahren. Diese habe schon damals gezeigt, was mit Persönlicher Assistenz so alles möglich ist.

Mehr Pflegebedürftige – weniger Hilfeleistungen

Wappen Bundesland Nordrhein-Westfalen
Wappen Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

Düsseldorf (kobinet) Anlässlich der veröffentlichten Daten des Statistischen Landesamts zur Pflegebedürftigkeit schlägt der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen Alarm. „Mit knapp 1,2 Millionen Menschen hat die Zahl derjenigen, die entsprechende Leistungen erhalten, einen historischen Höchststand erreicht – während sich ihre Unterstützung leider eher auf dem Tiefpunkt befindet“, kritisiert der Vorsitzende Horst Vöge. „Dabei sind Betroffene wie auch ihre Angehörigen nicht nur aufgrund des Fachkräftemangels mehr denn je auf Entlastungen angewiesen: Sie wurden auch bei der Energiepreispauschale außen vor gelassen und müssen nun befürchten, dass ihre Wohnung im Winter zur Kältekammer wird.“

Finanzielle Entlastung von Eltern erwachsener behinderter Kinder darf nicht entfallen

Foto Geld
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Foto: Irina Tischer

Düsseldorf (kobinet) Mit einem Positionspapier zur Kindergrundsicherung fordert der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm), die Belange von Eltern behinderter Kinder bei der Neuausrichtung der Familienförderung zu berücksichtigen. „Die finanzielle Entlastung von Eltern erwachsener Kinder mit Behinderung darf durch die Kindergrundsicherung nicht entfallen“, stellt Beate Bettenhausen, Vorsitzende des bvkm, klar.

Gute Kommunalpolitik braucht systematische Planung

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Berlin / Siegen (kobinet) Viele Kommunen in Deutschland wollen die Rechte von Menschen mit Behinderungen im örtlichen Zusammenhang stärken. Sie nutzen dafür bisher „Aktionspläne“ und Formate kommunaler Behindertenpolitik wie die örtliche Teilhabeplanung. Hier sind zum Teil schon wichtige Impulse aus der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) aufgenommen worden. Das neue Forschungsprojekt „UN-Behindertenrechtskonvention in den Kommunen“ will jetzt systematisch empirisch untersuchen, in welcher Weise Kommunen bundesweit aktiv geworden sind, um ein inklusives Gemeinwesen zu entwickeln, und welche Rolle partizipative Planungs- und Arbeitsstrukturen dabei spielen.