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Krisengewinner an den Kosten der Krisen beteiligen

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Berlin (kobinet) Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat vor dem Start des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos in einem Bericht vor steigender Ungleichheit in der Welt und in Deutschland gewarnt. Laut Oxfam gehen 81 Prozent des gesamten Vermögenszuwachses, der zwischen 2020 und 2021 in Deutschland erwirtschaftet wurde, an das reichste Prozent, während die restlichen 99 Prozent der Bevölkerung nur 19 Prozent erhielten. Daher fordert die VdK-Präsidentin Verena Bentele, dass Krisengewinner an den Kosten der Krisen beteiligt werden.

„Diese Zahlen sind erschreckend. Die Wirtschaft ist in Zeiten der Corona-Krise weiter gewachsen. Doch davon profitiert hat nur eine kleine Gruppe von einem Prozent der Bevölkerung, die riesige Gewinne erwirtschaftet hat und deren große Vermögen noch weiter gewachsen sind. Dafür gesorgt haben alle Menschen, weil sie ihre Mieten, ihre Einkäufe und ihre Energierechnungen bezahlen. Doch teilhaben konnte die große Mehrheit der Deutschen nicht an diesem Wohlstand. Das ist eine Schande. Die Politik muss dafür sorgen, dass der Wohlstand allen zugutekommt“, erklärte Verena Bentele.

Bisher versage die Politik hier kläglich. Denn es gebe genügend Stellschrauben, um diese Ungerechtigkeiten schnell zu beenden: Der VdK fordert die Politik auf, endlich eine Übergewinnsteuer auf den Weg zu bringen. Damit würden Unternehmen, die gut an den Krisen verdienen, einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, von denen alle profitieren. Zudem würde eine einmalige Vermögensabgabe für Personen und Betriebe mit großen Vermögen dazu beitragen, die Krisenkosten gerechter zu verteilen, betonte Verena Bentele.