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Matthias Münning hat sich in den Ruhestand verabschiedet

Matthias Münning mit Blumenstrauß
Matthias Münning
Foto: LWL

Münster (kobinet) Am 20. Dezember hat sich der langjährige Sozialdezernent des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Münning, in den Ruhestand verabschiedet. Der 65-Jährige war seit 2007 vor allem für die Hilfen für Menschen mit Behinderung zuständig. Der LWL ist einer der größten Sozialhilfezahler für Menschen mit Behinderungen in Deutschland. Auf Münning folgt im Januar Johannes Chudziak, bisher Sozialdezernent in Herne. Matthias Münning hat mit seiner Mitwirkung in vielfältigen bundesweiten Gremien auch die Behindertenpolitik der letzten Jahre entscheidend mitgeprägt.

„Matthias Münning hat weit über sein hervorragendes Wirken beim LWL hinaus maßgeblich die Grundzüge für eine inklusive Gesellschaft mitgestaltet“, so der Direktor des LWL, Dr. Georg Lunemann. „Wir können uns glücklich schätzen, dass Matthias Münning in unserem Verband sein berufliches Zuhause gefunden hatte“, sagte Klaus Baumann, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung in Münster. „Er war er über Parteigrenzen hinweg ein stets geschätzter Ansprechpartner für Institutionen und Verbände und natürlich auch für uns als Politik.“

Matthias Münning war neben seinem Hauptamt Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe (BAGüS) und saß im Präsidium des Deutschen Vereins. Der Emsdettener studierte Jura in Münster. Nach dem Referendariat arbeitete er von 1986 bis 1989 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kommunalwissenschaftlichen Institut der Universität Münster. Ab 1988 war er Mitarbeiter des LWL, ab 1991 zunächst als Leiter der Zentralen Adoptionsstelle, dann als Referatsleiter für Erziehungshilfe und anschließend für die LWL-Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe.

Ottmar Miles-Paul, der als Vertreter der Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen in vielen Gremien mit Matthias Münning zusammenarbeiten und rege diskutieren durfte, würdigte dessen Engagement. „Matthias Münning war immer für eine engagierte Diskussion zu haben. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren, so hat sich daraus doch oft etwas entwickelt, was die Selbstbestimmung behinderter Menschen wieder ein Stück weitergebracht hat. Ich befürchte, dass mit seinem Eintritt ins Rentenalter so manche Sitzung etwas langweiler werden dürfte.“