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Kindergeld für volljährige Behinderte

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion mitteilt, wurden mit Stand vom August 2020 durch die Familienkasse-Direktion der Bundesagentur für Arbeit für 245.817 volljährige Kinder mit einer Behinderung, davon 200.772 Kinder mit einer Behinderung über das 25. Lebensjahr hinaus, Kindergeld gezahlt . Statistische Daten für die Familienkassen des öffentlichen Dienstes lägen nicht vor.

Noch einmal: Fahrtkostenerstattung bei stufenweiser Wiedereingliederung

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Mitte September hatten wir über eine Entscheidung des Sozialgerichtes Dresden informiert, nach welcher eine Krankenkasse einem Arbeitnehmer, der während einer stufenweisen Wiedereingliederungsmaßnahme Krankengeld erhält, auch die Kosten für die Fahrten zur Arbeit erstatten muss. Unser Leser Manfred Becker wies uns kürzlich darauf hin, dass es dabei wichtige Punkte zu beachten gibt und weitere Ergänzungen zu diesem Urteil verfügbar sind.

Grundsicherungsleistungen neu berechnen

BDH Logo
BDH Logo
Foto: BDH

Bonn (kobinet) Nach Angaben der Bundesregierung müssen Arbeitnehmer rechnerisch während einer Beschäftigungszeit von 45 Jahren ein jährliches Bruttoeinkommen von 23.900 Euro erwirtschaften, um eine Netto-Rente oberhalb des Grundsicherungsbedarfs zu erhalten. Darauf weist die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller hin und fordert, dass die Grundsicherungsleistungen neu berechnet werden müssen.

Mein Wunschzettel

Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

Kassel (kobinet) Andreas Reigbert hat die kobinet-nachrichten auf einen Wunschzettel aus dem Blog der an MS erkrankten und vor kurzem verstorbenen Petra Orben hingewiesen. „Sie war nicht behindert, sie WURDE – wie die meisten von uns – von Ämtern und Behörden und vielen anderen Institutionen ständig behindert. Drei Tage nach Aktualisierung ihres Wunschzettels hat sie den Freitod in der Schweiz gewählt“, schreibt Andreas Reigbert.

Paritätischer fordert Übernahme der Stromkosten für Grundsicherungsempfänger*innen

Foto zeigt Dr. Ulrich Schneider
Dr. Ulrich Schneider
Foto: Paritätischer Gesamtverband

München (kobinet) Aufgrund der zahlreich durchgeführten Stromsperren im Jahr 2019 bekräftigt der Paritätische Wohlfahrtsverband seine Forderung nach einer Totalreform von Hartz IV. So dürfe Strom künftig nicht mehr im Regelsatz pauschaliert erfasst werden, sondern müsse wie Miete und Heizkosten übernommen werden.

FDP fordert digitalen Teilhabeausweis

Logo der FDP - blaue Buchstaben FDP auf gelbem Grund
Logo FDP
Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Mit einem Antrag an den Deutschen Bundestag fordert die FDP-Fraktion, nach dem Vorbild der elektronischen Gesundheitskarte einen digitalen Teilhabeausweis für Menschen mit Behinderungen einzuführen In diesem Antrag verweist die Partei darauf, dass die derzeitige Bezeichnung „Schwerbehindertenausweis“ die gesellschaftliche Ausgrenzung befördere und dies auch von den Betroffenen so empfunden werde.

SoVD Berlin-Brandenburg unterstützt Spahn-Vorschlag

Logo SoVD mit helfender Hand unter dem o
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobient)

BERLIN (kobient) Die von Bundesgesundheitsminister Spahn angekündigte Begrenzung des Eigenanteils der Pflegebedürftigen in stationären Einrichtungen ist überfällig, das erklärt die SoVD Landesvorsitzende Berlin-Brandenburg Ursula Engelen-Kefer.

Interaktive Arbeit mit Großbildschirm bei ZSL

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

ERLANGEN (kobinet) Wie alle anderen Organisationen musste auch das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter (ZSL) flexibel auf viele Herausforderungen der Corona-Krise reagieren. Das betrifft nicht nur die verschärften Hygienestandards und das Arbeiten im Home-Office. Vor allem die Treffen mit Kooperationspartnern konnten zumeist nicht stattfinden. Trotzdem gelang es, die Arbeit erfolgreich fortzusetzen und sogar Konferenzen abzuhalten

Elternrolle selbstbestimmt wahrnehmen können

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Dortmund (kobinet) Die neue Broschüre „Eltern mit Behinderung“ aus der Schriftenreihe der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL) in Nordrhein-Westfalen hat das Ziel dafür zu sensibilisieren, dass Eltern mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen gleichberechtigt und selbstbestimmt ihrer Aufgabe als Eltern gerecht werden können.

Inklusionsvideo zum Thema Barrierefreiheit

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Nieder-Olm (kobinet) Die fünf Modellkommunen der Aktion Mensch Initiative Kommune Inklusiv haben eine Videoreihe zum Thema Vielfalt und Inklusion erstellt. Damit wollen sie zeigen, wie vielfältig das Thema Inklusion ist und wie viele Lösungsmöglichkeiten es geben kann. Im zweiten Teil diskutierten die „5 Inklusionsweisen“ über das Thema „DIN-Normen der Barrierefreiheit – Fluch und Segen?“

Oswald Utz für weitere vier Jahre gewählt

Portrait Oswald Utz
Oswald Utz
Foto: Oswald Utz

München (kobinet) In München wurde der bisherige ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt für weitere vier Jahre gewählt. 74 % der stimmberechtigten Mitglieder der Vollversammlung des Behindertenbeirates nahmen an der Wahl teil.

Dominik Peter: Schutzschirm e.V.

Foto zeigt Dominik Peter bei einer Demo
Dominik Peter (Bildmitte) am Berliner Protesttag 5.5.2017
Foto: sch

Berlin (kobinet) Der Berliner Behindertenverband begrüßt prinzipiell den Schutzschirm für gemeinnützige Vereine und Organisationen, der nach diversen Soforthilfe-Programmen jetzt aufgelegt wird. In einem Kommentar für die Verbandszeitung weist sein Vorsitzender Dominik Peter aber auch auf die „Kehrseite der Medaille“ hin, wie im Newsletter heute zu lesen ist.

Spahn-Vorschläge ohne positiven Effekt

Sozialministerin Carola Reimann
Carola Reimann
Foto: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Hannover (kobinet) Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat am Wochenende vorgeschlagen, den Eigenanteil für die Pflegekosten in stationären Einrichtungen auf maximal 700 Euro pro Monat zu begrenzen. Für Niedersachsen erklärte dazu Sozialministerin Carola Reimann, dass diese Deckelung des Eigenanteils in der Pflege für Niedersachsen ohne positiven Effekt bleibt.

Erste Therapie-Messe als Online-Kongress

Logo des Online-Kongresses therapie Düsseldorf 2020
Logo des Online-Kongresses therapie Düsseldorf 2020
Foto: therapie DÜSSELDORF

DÜSSELDORF (kobinet) Die „therapie DÜSSELDORF“ war ursprünglich für Ende September als „normale“ Messe mit Kongress geplant, wurde dann jedoch erstmals im digitalen Veranstaltungsformat der Leipziger Messe durchgeführt und feierte somit in dieser Form erfolgreich Premiere.

VdK für Verbesserungen bei Rente und Grundsicherung

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Nach den aktuellen Angaben des Statistischen Bundendesamtes sind in Nordrhein-Westfalen immer mehr ältere Menschen von Armut bedroht. Diesen Angaben nach ist der Anteil der über 64-Jährigen, die armutsgefährdet sind, im bevölkerungsreichsten Bundesland besonders stark gestiegen – seit 2005 um 7,1 Prozentpunkte auf 16,8 Prozent. Angesichts dieser Entwicklung konstatiert der VdK ein besonders hohes Armutsrisiko für die Generation 65 plus in Nordrheinwestfalen und fordert Verbesserungen bei Rente und Grundsicherung.

Runder Tisch mit prominenter Besetzung zu Barrieren in Zügen

Protestaktion in Holzkirchen gegen Barrieren an Zügen
Protestaktion Holzkirchen gegen Barrieren bei der Bahn
Foto: privat

Holzkirchen (kobinet) Die Bayerische RegioBahn (BRB) hat auf Initiative von Landtagspräsidentin Ilse Aigner zum Runden Tisch geladen. Unter anderem ging es um diskriminierende Züge, welche nun im Halbstunden-Tackt die Landeshauptstadt München und das bayerische Oberland miteinander verbinden. Der Verein Ungehindert hatte am 21. August mit einer Demonstration eine bessere Beteiligung von Behindertenvertreter*innenn und diskriminierungsfreies Reisen in den neuen Zügen gefordert. Inklusionsbotschafter und 2. Vorsitzender des Vereins, Markus Ertl, saß mit am Runden Tisch. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat bei ihm nachgefragt, wie es gelaufen ist.

Digitale Rentenübersicht soll kommen

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Gerade für behinderte Menschen ist es wichtig zu wissen, wie hoch ihre Rente zukünftig ausfallen wird. Das Bundeskabinett hat hierfür bereits einen Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Transparenz in der Alterssicherung und der Rehabilitation sowie zur Modernisierung der Sozialversicherungswahlen beschlossen und an den Bundestag weitergeleitet.

Paritätischer begrüßt Spahn-Pläne

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Als ersten Schritt in die richtige Richtung begrüßt der Paritätische Gesamtverband die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Eigenanteile in der stationären Pflege künftig zu deckeln. Durch einen Deckel werde aus dem Blickwinkel dieses Verbandes sichergestellt, dass die Finanzierung künftiger Verbesserungen nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen geht. Aus Sicht des Verbandes müsste der Eigenanteil jedoch viel deutlicher begrenzt werden, um Pflegebedürftige wirksam vor Armut zu schützen.

„Besondere Bedarfskonstellationen“ noch immer weitgehend unbekannt

Logo ForseA Schriftzug
Logo ForseA
Foto: ForseA

Hollenbach (kobinet) Wie der Bundesverband Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen ForseA e.V. in einem Mitgliederrundschreiben mitteilt, ist die Regelung der „besonderen Bedarfskonstellation“ im § 15 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch noch bei vielen unbekannt. Beim infrage kommenden Personenkreis handelt es sich um Menschen, deren Arme und Beine „gebrauchsunfähig“ sind. Dieses kann durch Lähmungen und/oder Spastik der Fall sein.

Judo – ein Sport für Alle

Teilnehmer des Projektes beim Training
Teilnehmer des Projektes beim Training
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Mit seinem Projekt „Judo für alle“ stärkt der Deutsche Judo-Bund (DJB) das selbstverständliche Miteinander von Sportlerinnen und Sportlern mit und ohne Behinderung. Mit seinen bundesweiten Maßnahmen erreicht der Verband vor allem junge engagierte Judoka. Dabei wird er von Aktion Mensch unterstützt.

Personalkompass Inklusion in zweiter Auflage

REHADAT - Logo
REHADAT – Logo
Foto: REHADAT

KÖLN (kobinet) Der Personalkompass Inklusion hat in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass sich mehr Betriebe über die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen informieren. Die darin enthaltenen Informationen haben geholfen, Arbeitsplätze behinderungsgerecht zu gestalten, Unterstützung bei Fragen der Förderung zu bekommen oder über Erfahrungen andere Unternehmen zu lesen, welche die Integration von Mitarbeitern mit Behinderungen bereits erfolgreich geschafft haben. Jetzt liegt der Personalkompass in einer aktualisierten und überarbeiteten Auflage vor.

Podcast Echt behindert: Die Bahn kommt – fast für jeden

Kay Macquarrie wartet auf den Hublift
Kay Macquarrie vor Einstiegsbarrieren eines ICE
Foto: Kay Macquarrie

Berlin / Bonn (kobinet) „Echt behindert! Die Bahn kommt – fast für jeden“, so lautet der Titel des aktuellen Podcasts der Deutschen Welle mit Kay Macquarrie, auf den Alexander Ahrens, Geschäftsführer der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. „Für Behinderte gibt es zahlreiche Hürden im öffentlichen Verkehr. Mal ist der Aufzug defekt, mal gibt es keine Ansagen, mal können Rollstühle nicht mitgenommen werden. Kay Macquarie kämpft für eine barrierefreie Bahn“, heißt es in der Ankündigung des Podcasts.

#GoGreen4CP – Aktionen zur Zerebralparese am 6. Oktober

Logo: Welt Zerebral-Parese Tag 6. Oktober
Logo: Welt Zerebral-Parese Tag 6. Oktober
Foto: WPCD2020

München (kobinet) Am 6. Oktober werden weltweit grüne Aktionen, sowohl privat als auch in Einrichtungen, veranstaltet. Hierzu gehört auch die #GoGreen4CP-Kampagne, ein ebenfalls weltweiter Aufruf, lokale Sehenswürdigkeiten in grün erstrahlen zu lassen. Seit 8 Jahren erstrahlen beispielsweise weltweit Monumente in Grün, um auf die in unserer Gesellschaft wenig sichtbare Behinderung Zerebralparese hinzuweisen. Ziel des Tages ist es, auf Menschen mit Zerebralparese, deren Mut und Errungenschaften sowie Probleme weltweit aufmerksam zu machen.

ISL-Tipps für Online-Veranstaltungen

Wandtatoo Logo und Schrift Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. v. - ISL
Wand Tatoo ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) sieht in der Durchführung von Online-Veranstaltungen eine Chance für die Verbesserung der Teilhabe behinderter Menschen. Daher hat die Organisation einige Tipps für Online-Veranstaltungen zusammengestellt, die im Herbst stattfinden.

Mobilitätswoche in Sachsen erfolgreich

Signal der Bahn mit zwei Armen, die nach oben zeigen und somit auf freie Fahrt hinweisen
Freie Fahrt
Foto: Ch.Smikac

DRESDEN (kobinet) Die im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche in Sachsen vorgesehenen Veranstaltungen wurden erfolgreich durchgeführt. Sie konzentrierten sich vor allem auf die Information über Mobilitätsprojekte sowie dem Mobilitätstraining mit der Bahn und der Straßenbahn. Dabei konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch über den ersten in Europa zugelassenen Batteriezug informieren.

Abschaffung der Riester-Rente gefordert

Foto zeigt Dr. Ulrich Schneider
Dr. Ulrich Schneider
Foto: Paritätischer Gesamtverband

BERLIN (kobinet) Das Vorhaben der Bundesregierung, das gescheiterte Modell der Riester-Rente durch diverse Einzelmaßnahmen zu reformieren, wird vom Paritätische Wohlfahrtsverband scharf kritisiert. Notwendig ist nach Ansicht des Verbandes stattdessen ein grundsätzlicher rentenpolitischer Kurswechsel, mit dem die gesetzliche Rentenversicherung gestärkt und armutsfest gemacht wird.

barrierefrei aufgerollt zur UN-Behindertenrechtskonvention

Logo barrierefrei aufgerollt Kopfhörer mit Schriftzug
Logo barrierefrei aufgerollt
Foto: BIZEPS

Wien (kobinet) Die mittlerweile 37. Sendung von barrierefrei aufgerollt beschäftigt sich mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Mit dabei in der Sendung ist Christina Wurzinger. Sie ist ausgebildete Juristin und hat einen Master in Menschenrechte und Demokratiearbeit. Von 2015 – 2018 war sie Vorsitzende des Monitoringausschusses zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Jetzt ist sie Referentin für europäische und internationale Angelegenheiten beim Österreichischen Behindertenrat. Seit 2014 ist sie auch im Vorstand des europäischen Behindertenforums vertreten.

Fast 175.000 arbeitslose Schwerbehinderte

Symbol: Prozentzeichen
Symbol Prozent
Foto: ht

Nürnberg (kobinet) Derzeit sind in Deutschland fast 175.000 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Die Bundesagentur für Arbeit vermeldete diese Woche 174.918 schwerbehinderte Menschen, die im September arbeitslos waren. Im Vergleich zum Vormonat ist diese Zahl um knapp 3.000 von 177.722 im August zurückgegangen.

Poster der Woche: Um wessen Nutzen geht es?

Poster: Um wessen Nutzen geht es?
Poster: Um wessen Nutzen geht es?
Foto: Kassandra Ruhm

Bremen (kobinet) „Eine junge, afro-deutsche Frau fährt mit ihrem Rollstuhl seitlich aus dem Bild heraus. Sie guckt verärgert in die Kamera und zieht eine Grimasse. Ihr Text lautet: Um wessen Nutzen geht es? Sollen spezielle Behinderten-Angebote eigentlich behinderten Menschen nutzen – oder in erster Linie Nichtbehinderten, die damit Geld verdienen oder sich gut darstellen wollen?“ So beschreibt Kassandra Ruhm ihr 40. Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt.

Deutsche Einheit im Inneren gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Porträt Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Bild Adolf Bauer, SoVD-Präsident
Foto: SoVD

Berlin (kobinet) „Nach 30 Jahren staatlicher Einheit sind die Angleichungen zwischen Ost und West in vielen Sozialsystemen auf der Zielgeraden“, betonte der Präsident des Sozialverband Deutschland (SoVD) Adolf Bauer anlässlich des heutigen Tages der Deutschen Einheit. „Dennoch bleiben viele offene Baustellen: Armutsrisiko, Löhne, Renten, Kitaplätze, Unternehmenssitze, Universitäten. Nach wie vor unterscheiden sich Ost und West strukturell sehr stark. Unterschiedliche Bedingungen führen weiterhin zu unterschiedlichen Chancen für eigenes Handeln“, hebt Adolf Bauer hervor.

Web-Seminare zum Thema Behinderung und Corona

Logo: Friedrich-Ebert-Stiftung
Logo: Friedrich-Ebert-Stiftung
Foto: Friedrich-Ebert-Stiftung

Bonn (kobinet) „Menschen mit Behinderung und die Corona-Krise: Mobilität“, so lautet der Titel eines Web-Seminars der Friedrich-Ebert-Stiftung, das am 7. Oktober von 18:00 – 19:30 Uhr stattfindet. Ein weiteres Web-Seminar unter dem Motto „Menschen mit Behinderung und die Corona-Krise: Arbeitswelt“ findet am 14. Oktober von 18:00 – 19:30 Uhr statt. Darauf hat die Inklusionsbotschafterin Sibylle Brandt hingewiesen, die dabei als Referentin mitwirkt.

Online-Demo gegen Armutsgefährdung

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Hannover (kobinet) Armut ist mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen – doch viele Menschen wissen nicht, dass sie betroffen sein könnten. Auch auf politischer Ebene tut sich noch immer viel zu wenig. Deshalb organisiert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen eine Online-Demo und sammelt Stimmen für eine gerechtere Politik.

Europäisches Parlament für bessere Teilhabe am Arbeitsmarkt

Katrin Langensiepen
Bild von Katrin Langensiepen
Foto: Andi Weiland

Brüssel (kobinet) Das Europäisches Parlament fordert eine bessere Teilhabe für behinderte Menschen am Arbeitsmarkt. Diese Woche stellte die Europaabgeordnete Katrin Langensiepen im Arbeits- und Sozialausschuss des Europäischen Parlaments den ersten Entwurf eines neuen Berichts zur Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf vor. Dieser kritisiert vor allem, dass die EU-Mitgliedstaaten den Verpflichtungen der UN-Behindertenrechtskonvention erkennbar nicht nachkommen.

Berliner Streiter für Assistenz Klaus Lang ist gestorben

Klaus Lang
Klaus Lang
Foto: privat

Berlin (kobinet) Am 6. September ist der engagierte Streiter für Persönliche Assistenz Klaus Lang aus Berlin plötzlich und unerwartet gestorben. Seit frühester Jugend litt er an Cluster-Kopfschmerzen, die ihn in den letzten Jahren zwangen, sich mehr und mehr zurückzuziehen. Darauf hat Dr. Martin Theben die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Linksfraktion für Stärkung der Patientenrechte

Logo Fraktion DIE LINKE Im Bundestag
Logo Bundestagsfraktion DIE LINKE
Foto: Fraktion DIE LINKE

Berlin (kobinet) Die Linksfraktion im Deutschen Bundestag fordert eine Stärkung der Patientenrechte bei Behandlungsfehlern. Derzeit seien die Hürden für Entschädigungsansprüche und Schmerzensgeld oftmals zu hoch. Dies betreffe insbesondere den Nachweis des kausalen Zusammenhangs zwischen Behandlungsfehler und Gesundheitsschaden durch Gutachter, heißt es in einem Antrag (19/22995) der Fraktion auf den der Informationsdienst Heute im Bundestag hinweist.

Assistenz im Krankenhaus

Corrina Rüffer
Corrina Rüffer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Seit Jahren kämpfen Menschen mit Behinderung darum, dass persönliche Assistenz auch bei Krankenhausaufenthalten bezahlt wird, wenn die Beschäftigung nicht im Arbeitgebermodell erfolgt. Die Grüne Bundestagsfraktion teilt dieses Anliegen und setzt sich seit langem dafür ein. Nun hat sich die behindertenpolitische Sprecherin der Fraktion Corinna Rüffer anlässlich eines aktuellen Antrags der AfD erneut zu diesem Thema zu Wort gemeldet.

Robert Capa im Berliner Sommer 1945

Foto zeigt Centrum Judaicum
Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Foto: sch

Berlin (kobinet) Im Berliner Sommer 1945 kam Robert Capa nach Berlin zurück. Für das „Life“-Magazin fotografierte der Bildreporter in der befreiten zertrümmerten Stadt. Noch nie zuvor wie jetzt wurden 120 seiner Fotos aus diesen Tagen in einer Ausstellung wie der im Centrum Judaicum gezeigt, der Synagoge in der Oranienburger Sraße.

K.o. für barrierefreien Wohnungsbau befürchtet

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Foto: Irina Tischer

Düsseldorf (kobinet

Düsseldorf (kobinet Die nordrhein-westfälischen Landesverbände der Sozialverbände VdK und SoVD, sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe befürchten durch die Änderungen in der Landesbauordnung ein K.o. für den barrierefreien Wohnungsbau. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten sie, dass die geplanten Änderungen in der Landesbauordnung der Landesregierung das Aus für den barrierefreien Wohnungsbau und eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs um barrierefreie Wohnungen bedeuten.