Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Traueranzeige: Wir trauern 2020 um, Namensliste getöteter Journalisten 2020
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

Mobilitätswoche in Sachsen erfolgreich

Signal der Bahn mit zwei Armen, die nach oben zeigen und somit auf freie Fahrt hinweisen
Freie Fahrt
Foto: Ch.Smikac

DRESDEN (kobinet) Die im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche in Sachsen vorgesehenen Veranstaltungen wurden erfolgreich durchgeführt. Sie konzentrierten sich vor allem auf die Information über Mobilitätsprojekte sowie dem Mobilitätstraining mit der Bahn und der Straßenbahn. Dabei konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch über den ersten in Europa zugelassenen Batteriezug informieren.

Bereits am Monatsbeginn gab es in dem Zusammenhang ein Mobilitätstraining zum Niederflurbus der Dresdner Verkehrsbetriebe. In einer kleinen Gruppe konnte ein individuelles Training im Betriebshof Trachenberge stattfinden. Neben den theoretischen Grundlagen konnte direkt am Bus das Ein- und Aussteigen mit Rollator geübt werden. Anschließend wurde das Erlernte noch einmal im Fahren und an einigen Bushaltestellen trainiert.

Mitte September 2020 trafen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der Regionalkoordinatorin des Projektes „ÖPNV/SPNV für alle“ zu einer barrierefreien Ausfahrt. Die Gruppe aus dem Landkreis Leipzig startete von Dresden aus und bestand in einer Zugfahrt mit der Mitteldeutschen Regiobahn von Leisnig über Großbothen, Grimma und Naunhof nach Leipzig. Diese verlief problemlos.

Ebenfalls Mitte September konnte Bauleiter Holger Kalbe den Teilnehmenden einen eindrucksvollen und informativen Einblick in „1000 Jahre Brückenbau in Dresden“ am Beispiel der Augustusbrücke gewähren und den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart spannen. Nach Vortrag und einer kleinen Fragerunde konnte sich dabei die Gruppe den aktuellen Stand bei der Baumaßnahme Augustusbrücke an der Hofkirche ansehen. Dabei führte der Bauleiter aus, dass der Haltestellenbereich nicht neu gebaut, sondern nur zur Schienenerneuerung aufgenommen und wieder eingebaut wurde. Die anwesenden Vertreter des Projektes „ÖPNV/SPNV für alle“ zeigten sich dabei enttäuscht, denn damit konnte die Chance, eine barrierefreie Haltestelle vor der Hofkirche zu schaffen, nicht genutzt werden. „Durch die Auflagen des Denkmalschutzes war hier keine andere Lösung möglich“, begründete das Holger Kalbe.

Ende September 2020 wurde ein zweites Praxistraining mit der Niederflurstraßenbahn gemeinsam mit Vertretern der Dresdner Verkehrsbetriebe AG durchgeführt. Die Teilnehmenden waren auf einen Rollator bzw. E-Rollstuhl angewiesen und konnten zunächst im Betriebshof Trachenberge unter anderem das sichere Ein- und Aussteigen üben.

Zu einer kleinen „Weltreise“ in Freiberg hatte die Koordinatorin des Projektes „ÖPNV/SPNV für alle“ eingeladen. Mit insgesamt neun Teilnehmenden war die barrierefreie Ausfahrt mit einem Besuch der Mineralienausstellung Terra Mineralia der TU Bergakademie Freiberg gut angenommen. Bei bestem Wetter startete die Gruppe am Dresdner Hauptbahnhof und fuhr direkt mit der Mitteldeutschen Regiobahn in die Bergstadt.

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche präsentierte der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) gemeinsam mit dem Hersteller Siemens und der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) am 16. September den unter anderem in Wien verkehrenden Zug Desiro ML ÖBB Cityjet Eco. Am Dresdner Hauptbahnhof wurde der Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben, sich den ersten zugelassenen Batteriezug Europas genauer anzusehen und gezielt Fragen zu stellen. Das für Rollstuhlfahrer ausgewiesene Mehrzweckabteil (einschließlich einer Behindertentoilette) befindet sich im präsentierten Zug am Kopf beziehungsweise am Ende des Fahrzeuges. Allerdings entspricht dieser Bereich mit nur vier Stellplätzen nicht der Vorgabe der in den Abschlussbericht der ÖPNV-Strategiekommission eingegangenen Technischen Forderungen des Projektes „ÖPNV/SPNV für alle“. Dort sind für den S-Bahn und regionalen Bahnverkehr pro Zug sieben Rollstuhl-Stellplätze gefordert. Diese könnten auch mit Stellplätzen für Kinderwagen kombiniert werden, sollten jedoch auf mindestens vier Stellplätzen für Reisende mit Rollstuhl geeignet und mit Sprechanlage ausgestattete Stellplätze sein.

DRESDEN (kobinet) Kategorien Bericht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sekmqu0

Click to access the login or register cheese