
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen
DÜSSELDORF (kobinet) Nach den aktuellen Angaben des Statistischen Bundendesamtes sind in Nordrhein-Westfalen immer mehr ältere Menschen von Armut bedroht. Diesen Angaben nach ist der Anteil der über 64-Jährigen, die armutsgefährdet sind, im bevölkerungsreichsten Bundesland besonders stark gestiegen - seit 2005 um 7,1 Prozentpunkte auf 16,8 Prozent. Angesichts dieser Entwicklung konstatiert der VdK ein besonders hohes Armutsrisiko für die Generation 65 plus in Nordrheinwestfalen und fordert Verbesserungen bei Rente und Grundsicherung.
„Auch bei den Beziehern von Grundsicherung im Alter ist Nordrhein-Westfalen mit 4,3 Prozent trauriger Spitzenreiter unter den westlichen Flächenländern. Hinzu kommt nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung eine Dunkelziffer von rund 60 Prozent der Anspruchsberechtigten, die beispielsweise aus Scham keine Leistungen beantragen“, macht der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge deutlich.
Der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen spricht sich demzufolge ausdrücklich gegen mögliche Nullrunden aus. „Um die Altersversorgung zukunftsfest zu machen, sind grundsätzliche Veränderungen dringend notwendig.“ Zudem dürfen die Einkommen aus der gesetzlichen Rente nicht mehr vollständig auf die Grundsicherung angerechnet werden, fordert Vöge. „Und nicht zuletzt brauchen wir einen armutsfesteren Mindestlohn von 13 Euro, damit alle Versicherten im Alter die Chance auf eine Rente oberhalb des Existenzminimums erhalten.“




