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Greta Thunberg ist jetzt volljährig

Bild von Greta Thunberg
Greta Thunberg
Foto: Greta Thunberg

Stockholm (kobinet) Kaum jemand hat die Diskussion um den nötigen Klimaschutz so geprägt wie die Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg, die mit ihrem Schulstreik den Initialzünder für den Protest von Millionen von meist jungen Menschen geliefert hat. Heute kann die junge Frau aus Schweden ihren 18. Geburtstag und damit ihre Volljährigkeit feiern, die ihr auch in Schweden das Wahlrecht ermöglicht. Neben ihrem Einsatz für den Klimaschutz ist Greta Thunberg auch immer wieder offensiv damit umgegangen, dass sie Autismus hat und welche Sicht der Dinge ihr dies ermöglicht.

Momentaufnahme 197

Alter teilweise kaputter Steg führt zum See
Alter Steg
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Was mich mit einem Ort verbindet, ist nicht der Sommer, sondern der Winter, und mit den Menschen die Trauer der Liebe. (Ion Dragoumis)

Barrierefreie Leseangebote sind Grundlage für Inklusion

Taktile Erklärungen zum Stadtbild auf einer Sitzbank in Dresden
Taktile Erklärungen zum Stadtbild auf einer Sitzbank in Dresden
Foto: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet) Das Deutsche Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen) erinnert anlässlich des morgigen Welt-Braille-Tages, dem Geburtstag von Louis Braille, daran, dass sehr viele Menschen nicht selbstverständlich Informationen, Texte oder Bücher lesen können, weil sie blind, seh- oder lesebehindert sind. Barrierefreie Leseangebote, so betont das dzb, können diese Situation ändern. Barrierefreie Leseangebote sind also Grundlage für gelebte Inklusion.

Willkommen im Superwahljahr 2021

Kreuz auf Wahlzettel
Kreuz auf Wahlzettel
Foto: privat

Kassel (kobinet) Ging es 2020 in Sachen Wahlen in Deutschland relativ ruhig zu, wird 2021 sozusagen ein Superwahljahr. Neben der Bundestagswahl am 26. September stehen fünf Landtagwahlen und zwei Kommunalwahlen sowie die Wahl des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlungen in Berlin an. Dabei steht nicht nur die Frage, wie die Parteien in der Corona-Pandemie bei den Wahlen abschneiden im Vordergrund. Behindertenpolitisch interessant dürfte auch sein, ob es mehr behinderten Menschen gelingt, in die Parlamente einzuziehen.

Vortrag: Das Recht auf Bildung intersektional umsetzen

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Hamburg (kobinet) Bei der nächsten Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung „Inklusion, Partizipation und Antidiskriminierung“ des Zentrums für Disability Studies und Teilhabeforschung an der Evangelischen Hochschulde Hamburg für Soziale Arbeit & Diakonie geht es um den Stand der Umsetzung von Menschenrechten in deutschen Bildungseinrichtungen. Die Veranstaltung mit Prof. Dr. Swantje Köbsell unter dem Motto „Das Recht auf Bildung intersektional umsetzen“ findet am Dienstag, den 5. Januar von 18:00 – 19:30 Uhr digital über Zoom statt.

Poster der Woche: Vorurteil & Wirklichkeit

Poster der Woche: So oder So?
Poster: So oder So?
Foto: Kassandra Ruhm

Bremen (kobinet) „Das Bild besteht aus zweimal demselben Foto nebeneinander. Es ist eine Aufnahme einer mittelalten, rundlichen Frau mit Rollstuhl, die freundlich lächelt und die Betrachter direkt anblickt. Sie hat dunkle Locken mit ein paar weißen Strähnen, ist sommerlich gekleidet. Ihr blauer Schal bewegt sich leicht im Wind. Im Hintergrund befindet sich ein gepflasterter Hinterhof mit einem vorwiegend blauen Graffiti einer Flusslandschaft auf den Betonwänden. Man kann einen breiten Fluss, wahrscheinlich die Weser, einen Lastkahn auf dem Wasser, links Weserstrand und rechts Gebäude am Ufer erkennen.“ So beschreibt Kassandra Ruhm ihr 53. und letztes Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt.

Kinderhilfswerk mahnt Reformen an

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) Das Deutsche Kinderhilfswerk mahnt zum Jahresbeginn nachdrücklich sozial- und bildungspolitische Reformen für die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland an. Neben bisher zahlreichen reaktiven Maßnahmen sind aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes grundlegende Reformen nicht zu erkennen. Gleichzeitig setzte sich nach Einschätzung dieses Verbandes im letzten Jahr der Trend fort, die allermeisten Entscheidungen ausschließlich aus Erwachsenenperspektive zu denken.

kobinet wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Kassel (kobinet) Ein äusserst anstrengendes Jahr geht zu Ende und die kobinet-nachrichten machen für dieses Jahr auch die Schotten dicht. Das Team der kobinet-nachrichten wünscht allen einen guten Rutsch aus diesem anstrengenden und äußerst herausfordernden Jahr in ein hoffentlich besseres Jahr, in dem wieder mehr Teilhabe, Begegnung und Dialog möglich ist. Vor allem dankt die Redaktion den vielen Leser*innen dafür, dass sie auch dieses Jahr den kobinet-nachrichten die Treue gehalten haben.

Was noch fehlt

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Franziska Vu – ISL

Kassel (kobinet) Zum Ende dieses Jahres hat sich kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul Gedanken darüber gemacht, was in diesem ereignisreichen und anstrengenden Jahr noch fehlt.

Partizipationsprojekt zum Bundesteilhabegesetz beendet

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Berlin (kobinet) Vom 1. Januar 2018 an hat sich das NETZWERK ARTIKEL 3 in einem aus dem Partizipationsfonds des Bundes geförderten Projekt für die Partizipation behinderter Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetzes stark gemacht. Heute endet das Projekt. Die Projektseite auf www.teilhabegesetz.org mit vielen Informationen bleibt aber erhalten und bietet ein gutes Nachschlagewerk.

Dinner for One mal anders

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Bonn (kobinet) Eine Silvesternacht ohne „Dinner for One“? Für viele Menschen kaum vorstellbar. Aber was wäre eigentlich gewesen, wenn der Butler James eine Behinderung gehabt hätte? Die Aktion Mensch hat den Fernseh-Klassiker neu interpretiert, wie diese in ihrem Newsletter berichtet.

Corona-Impfen: Dekrete ersetzen Gesetze – ein No-Go in der Demokratie

Portrait von Klaus Peter Lohest
Klaus Peter Lohest
Foto: privat

Waldesch (kobinet) Die Geschichte von Benni Over, der seit vielen Monaten mit seiner Familie aufgrund der Gefährdungen durch die Corona-Pandemie in Verbindung mit seiner Beatmung in Selbstisolation lebt und sich nun bei der Impfpriorität weit hinten anstellen darf, weil er zu Hause und nicht in einer Einrichtung lebt, hat Klaus Peter Lohest zu einem Kommentar veranlasst. Dabei stellt er vor allem die demokratische Legitimation der entsprechenden Entscheidungen zur Impfung auf das Corona-Virus in Frage.

Teilhabe geht anders!

Porträt von Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: Birgit Maaßen

Berlin (kobinet) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die Behindertenverbände noch kurz vor Weihnachten mit dem Referentenentwurf für ein Teilhabestärkungsgesetz „beglückt“. Die Sprecherin der LIGA Selbstvertretung Dr. Sigrid Arnade hat trotz äusserst kurzfriger Zeit zur Stellungnahme der Verbände schon einmal in den Referentenentwurf reingeschaut und auch eine Meinung dazu, die sie in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten zum Ausdruck bringt.

Petition: Bahnfahren einfach machen

Kay Macquarrie wartet auf den Hublift
Kay Macquarrie vor Einstiegsbarrieren eines ICE
Foto: Kay Macquarrie

Berlin (kobinet) „Viele Menschen konnten dieses Jahr an den Feiertagen nicht zu ihren Liebsten kommen. Menschen mit Behinderungen haben dieses Problem auch unabhängig von Corona im alltäglichen Leben. Da der Einstieg meist nicht stufenlos ist, müssen Rollstuhlfahrer jede Fahrt bei der Deutschen Bahn anmelden. Das Buchungsformular hat 79 Formularfelder für eine Hin- und Rückreise mit je einem Umstieg. Dieser Aufwand ist gerade für Pendler wie Kay Macquarrie unzumutbar. Deshalb fordert er die Deutsche Bahn auf, das Anmelden des Mobilitätsservice in den Buchungsprozess für Online-Tickets zu integrieren“, heißt es in einer Mail von change.org zu der aktuellen Petition von Kay Macquarrie.

Kreatives Europa inklusiv

Flagge der EU
Flagge der EU
Foto: gemeinfrei

Berlin (kobinet) Das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten erzielten am 14. Dezember eine politische Einigung über das neue Programm „Kreatives Europa“ mit einer Laufzeit von 2021 bis 2027. Eine Kampagne der Europäischen Blindenunion, die der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) federführend leitet, hat in dem Programm eine Generalklausel zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen bewirkt. Die Förderung von Audiodeskription konnte im Anhang verankert werden, heißt es im Newsletter des Verbandes dbsv-direkt.

VdK fordert mehr Solidarität bei Krankenversicherung

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Bundesrat hat der Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitrages der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zugestimmt. Das am 18. Dezember 2020 verabschiedete Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege (GPVG) sieht vor, dass die Krankenkassen mit höheren Beiträgen im Jahr 2021 Ausgabensteigerungen auffangen können. Der Sozialverband VdK Deutschland fordert mehr Solidarität bei der Krankenversicherung,. so dass zukünftig auch Privatversicherte einzahlen müssen.

Sozialbroschüre der PRO RETINA: Sie haben Recht(e)!

Logo: PRO RETINA Deutschland
PRO RETINA Deutschland
Foto: PRO RETINA Deutschland

Bonn (kobinet) Menschen mit Netzhautdegenerationen fühlen sich bei Fragen nach passenden Hilfen und Leistungen oft allein gelassen. Die Sozialgesetze und der Umgang damit sind oft kompliziert und vor allem für Menschen, die sich noch nie damit auseinandergesetzt haben, unverständlich. Die Sozialbroschüre der PRO RETINA „Sie haben Recht(e)“ soll den Einstieg und das Verständnis erleichtern. Auf gut 100 Seiten werden verschiedene Aspekte des Sozialrechts aufgearbeitet.

Triage weiterhin in der Diskussion

Bild von Nancy Poser
Nancy Poser
Foto: privat

Berlin/Trier (kobinet) „Wir werden als erste geopfert“, so lautet die Überschrift eines Beitrags der taz mit einem Interview mit Nancy Poser von AbilityWatch zum Thema Triage, der vor kurzem erschienen ist. Als Mensch mit Behinderung würde sie im Falle der Triage aussortiert werden, berichtet die Trierer Richterin, die mit anderen Aktivist*innen von AbilityWatch Verfassungsbeschwerde gegen die derzeitigen Regeln zur Triage eingelegt hat.

Rekordförderung der Aktion Mensch

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Das Jahr 2020 war auch für die Aktion Mensch eine besondere Herausforderung, wie Armin v. Buttlar vom Vorstand der Aktion Mensch in einer Mail mitteilt. „Doch nicht nur Sorgen und Ängste haben uns oft begleitet. Viele Menschen erlebten auch Zusammenhalt, Unterstützung und Verständnis. Wir als Aktion Mensch haben versucht, einen Teil dazu beizutragen. Mit unserer Corona-Soforthilfe in Höhe von 40 Millionen Euro konnten wir schnell und unbürokratisch helfen, die dringend notwendige Lebensmittelversorgung für bedürftige Menschen an vielen Orten aufrechtzuerhalten und die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Inklusionsbetrieben zu sichern“, betonte v. Buttlar, der auch von einer Rekordförderung für 2020 berichtet.

Corona-Impfung: Pauschal statt individuell

Grafik zeigt Corona-Virus auf der Webseite der WHO
Corona-Virus
Foto: WHO

Köln (kobinet) Die Corona-Impfungen haben begonnen, doch nach wie vor gibt es heftige Diskussionen darüber, wer wann geimpft werden soll. Der Deutschlandfunk hat dabei mit der Überschrift „Pauschal statt Individuell“ in einem Bericht zum Thema auf den Punkt gebracht, was behinderte Menschen wie Rebecca Maskos und Benni Over an den derzeitigen Regelungen zur Impfpriorisierung stört.

Momentaufnahme 196

Ein Mensch im Gras mit einer Lampe
Im Gras
Foto:

Berlin (kobinet) Wie groß die Finsternis auch sei, wir sind immer dem Licht nahe. (Franz von Sales)

Armutsgefährdung wächst in Europa

Flagge der EU
Flagge der EU
Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Im vergangenen Jahrzehnt hat in den meisten EU-Ländern die Armut trotz Erwerbstätigkeit zugenommen – darauf verweist das europäische Mediennetzwerk EURACTIV, gestützt auf einen Bericht des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB). Demzufolge sind rund zwölf Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Ländern Europas armutsgefährdet.

Gebärdensprache buchstabieren online lernen

Symbol Gebärdensprache
Symbol Gebärdensprache
Foto: Schweizer Eidgenössisches Departement des Innern

WINTERTHUR (kobinet) Das bald beginnende neue Jahr fängt wie jedes neue Jahr traditionell mit vielen guten Vorsätzen an. Falls sich nun jemand vorgenommen hat, im neuen Jahr 2021 Gebärdesprache zu lernen, dann müssten dies nicht nur „gute Vorsätze“ bleiben. Der Sono Schweizerischer Hörbehindertenverband bietet jetzt eine Möglichkeit, Gebärdensprache am Computer zu Hause online und interaktivzu lernen.

Impfungen gegen Corona angelaufen

Foto zeigt Journalist mit Maske
kobinet-Korrespondent mit Maske
Foto: sch

Berlin (kobinet) Einen Tag vor dem offiziellen deutschlandweiten Impfstart wurde heute im Landkreis Harz gegen Corona geimpft, berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR). Bewohnerinnen und Bewohner eines Altenpflegeheims in Halberstadt erhielten zuerst die Impfung gegen das Coronavirus.

Poster der Woche: ernst zu nehmen

Poster der Woche: ernst zu nehmen
Poster: ernst zu nehmen
Foto: Kassandra Ruhm

Bremen (kobinet) „Portrait einer jungen Afro-deutschen Frau, die über die Schulter in die Kamera schaut, von schräg hinten aufgenommen. Ihr Text: ‚Ich bin kein Latte Macchiatto und kein Schoko-Keks‘.“ So beschreibt Kassandra Ruhm ihr 52. Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt.

kobinet wünscht schöne Feiertage

Beleuchteter Tannenbaum im Schnee
Beleuchteter Tannenbaum im Schnee
Foto: omp

Kassel (kobinet) Die Redaktion der kobinet-nachrichten wünscht allen Leser*innen und Unterstützer*innen des Onlinenachrichtendienstes zu Behindertenfragen schöne Feiertage und gute Erholung nach diesem anstrengenden Jahr. Vor allem bedankt sich die Redaktion für die viele Unterstützung, die spannenden Beiträge, die die Redaktion auch dieses Jahr erhalten hat und vor allem für die vielen treuen Leser*innen, die immer wieder bei den kobinet-nachrichten vorbeischaun bzw. deren Beiträge in den sozialen Medien teilen bzw. weiterverbreiten.

LINKE mahnt Leistungen für pflegende Angehörige an

Logo Fraktion DIE LINKE Im Bundestag
Logo Bundestagsfraktion DIE LINKE
Foto: Fraktion DIE LINKE

BERLIN (kobinet) Mit dem Blick auf die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes mahnt Pia Zimmermann, die Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE an, die Leistungen der pflegenden Angehörigen nicht zu vergessen. Dank deren Arbeit werden, so die Sprecherin dieserPartei, mehr als die Hälfte der Menschen mit Pflegebedarf, alleine wegen des hohen Verantwortungsbewusstseins ihrer Angehörigen, gut versorgt.

Wie lieb sind uns unsere Lieben?

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Franziska Vu – ISL

Kassel (kobinet) Seit gut elf Monaten beherrscht die Corona-Pandemie unser Leben und seit dieser Zeit müssen wir immer wieder zwischen dem Bedürfnis nach sozialen Kontakten und der Vorsicht, sich und andere nicht zu infizieren, abwägen. Viele behinderte Menschen, bei denen eine Infektion ein wesentlich größeres Gesundheitsrisiko birgt, sind sich der Gefahren bewusst und haben in den letzten Monaten viele Abstriche in Sachen Teilhabe machen müssen. Und nun steht Weihnachten mit all seinen Erwartungen, Sehnsüchten nach sozialem Kontakt, aber auch mit all seinen Gefahren der Infektion vor der Tür. Deshalb beschäftigt sich kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar mit der Frage „wie lieb sind uns unsere Lieben?“ und blickt auf kreative andere Weihnachten mit seinem in den USA lebenden Sohn zurück.

Corona-Teilhabe-Fonds startet zum 1. Januar 2021

Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Deutsche Bundestag hat beschlossen, für Einrichtungen der Behindertenhilfe, Sozialkaufhäuser, gemeinnützige Sozialunternehmen und Inklusionsbetriebe 100 Millionen Euro bereit zu stellen. Dazu hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales nun eine Förderrichtlinie erlassen und Verwaltungsvereinbarungen mit den Bundesländern getroffen. Ab 1. Januar 2021 kann die Hilfe beim Integrationsamt des jeweiligen Bundeslandes für den Zeitraum September 2020 bis März 2021 beantragt werden.

Spezielle medizinische Behandlung in Berlin

Michael Ertel mit seiner Mitarbeiterin sowie den beiden Vorstandsmitgliedern
Michael Ertel mit seiner Mitarbeiterin sowie den beiden Vorstandsmitgliedern
Foto: Cooperative Mensch eG

BERLIN (kobinet) Seit Anfang November 2020 gibt es im Prettauer Pfad in Berlin ein neues Medizinisches Behandlungszentrum für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB) bei der der Cooperative Mensch.

Corona-Lage verschlechtert sich

Foto zeigt kobinet-Korrespondent mit Maske
kobinet-Korrespondent mit Maske
Foto: sch

Berlin (kobinet) Die Corona-Lage verschlechtert sich weiter. Eindringlich hat RKI-Chef Lothar Wieler heute dazu aufgerufen, die Kontakte auch über Weihnachten auf das „absolute Minimum“ zu reduzieren und nicht zu verreisen.

Krankenkassen blockieren Versorgung mit Hilfsmitteln

Porträt Kurbinian, er lacht uns an, der kleine Junge
Kurbinian, Sohn von Carmen und Thomas Lechleuthner
Foto: Carmen und Thomas Lechleuthner

Berlin (kobinet) Seit Jahrzehnten blockieren die Krankenkassen unsere Versorgung mit teils lebensnotwendigen Medikamenten und Hilfsmitteln.
Anträge werden schleppend bearbeitet oder grundsätzlich abgelehnt, und wir müssen klagen. Das nehmen wir nicht länger hin.

Genesungsbegleiter laden zum virtuellen Weihnachtscafe ein

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Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Hamburg (kobinet) Weihnachten steht vor der Tür und durch Corona wird es mit Sicherheit ein ganz einmaliges und besonderes Weihnachten werden. Viele Menschen sind allein zu Hause, im TV kommen die Klassiker wie Aschenbrödel oder ähnliches, die Decke kann einem da schnell auf den Kopf fallen. Deshalb bietet der Verein Genesungsbegleitung und Peerberatung Hamburg ein virtuelles Weihnachtsafe an. Vom 24. bis 27. Dezember besteht jeweils von 15:00 – 16:00 Uhr die Möglichkeit zum Austausch.

Warum haben taubblinde Menschen keine Impfpriorität?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Ab dem 27. Dezember soll in Deutschland gegen Corona geimpft werden. „Wir werden dabei zuerst denjenigen einen Schutz anbieten, die ihn auch besonders benötigen“, so Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitag in einer Pressekonferenz. Vor diesem Hintergrund reagiert der Deutsche Blinden- und Sehbehidnertenverband (DBSV) mit Unverständnis auf die Corona-Impfverordnung, die Jens Spahn unterzeichnet hat. Der Verband fordert, taubblinde, blinde und stark sehbehinderte Menschen bevorzugt zu impfen, weil für diese Gruppen ein besonders hohes Risiko besteht, sich mit dem Virus anzustecken und dieses weiterzutragen.

Name und Logo gesucht

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

DÜSSELDORF (kobinet) Die Arbeiten an der bundesweiten Notruf-App schreiten voran. Jetzt wird dafür auch einen Namen und ein Logo gebraucht. In einer Umfrage, die noch bis zum 03.Januar 2021 geschaltet ist, wird deshalb von der Geschäfts- und Koordinierungsstelle Notruf-App-System um eine Abstimmung darüber gebeten, welche Vorschläge am besten gefallen.

Teilhabe auf Augenhöhe erreichen

Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Logo Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion
Foto: Bündnis 90 Die Grünen Bundestagsfraktion

BERLIN (kobient)

BERLIN (kobient) Eigentlich sind Rechtslage und Gesetze klar: Jede und jeder hat Anspruch auf die Leistungen, die sie oder er braucht. Trotzdem werden Leistungen oft erst nach langwierigen und aufwändigen Verfahren bewilligt. Praktisch ist es jedoch häufig schwierig, die zustehenden Leistungen zu bekommen und zu behalten. Bündnis 90 / DIE GRÜNEN fordert deshalb, bei Leistungen zur Teilhabe endlich Augenhöhe herzustellen.

Bayern baut Werkstätten weiter aus

Wappen Bundesland Bayern
Wappen Bundesland Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet) In Bayern gibt es derzeit bereits rund 36.000 Plätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Jetzt sollen 72 weitere neue Werkstattplätze für Menschen mit Behinderung in Pfaffenhofen an der Ilm entstehen. Der Neubau und die Ausstattung dieser Betriebsstätte der Regens-Wagner-Werkstätten Hohenwart in Pfaffenhofen an der Ilm wird vom Freistaat Bayern mit bis zu 2,5 Millionen Euro gefördert

Modellprojekt zur Bewusstseinsbildung auf allgemeinem Arbeitsmarkt

Stefanie Drese
Stefanie Drese
Foto: Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (kobinet) Berührungsängste abbauen und schwerbehinderte Menschen aus Werkstätten für behinderte Menschen qualifizieren und auf den ersten Arbeitsmarkt bringen – das ist das Ziel des Modellprojektes „Inklusive Bildung Mecklenburg-Vorpommern“. Es startet im kommenden Jahr an der Hochschule Neubrandenburg. Dies teilte die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern Stefanie Drese mit.

Vielfalt Pflegen: Praxishandbuch für inklusives Gesundheitssystem

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Foto: Susanne Göbel

Gelsenkirchen (kobinet) Wenn Menschen mit Behinderungen ins Krankenhaus müssen, brauchen sie in der Regel eine besondere Pflege und Unterstützung. Die Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben (KSL.NRW) wollen Pflegende in der neuen generalistischen Pflegeausbildung unterstützen, um Unsicherheiten bei der Kommunikation und Interaktion mit Menschen mit Behinderungen im Pflegealltag zu reduzieren. Das bringt Patient*innen Sicherheit und Pfleger*innen Selbstbewusstsein. Ganz im Sinne des Buchtitels: Vielfalt Pflegen! Das vor kurzem erschienene Praxishandbuch baut erstmals eine Wissensbrücke zwischen einer inklusiven Gesundheitsversorgung und einem inklusiven Gesundheitssystem.

Es ist vollbracht – CASCO-Projekt abgeschlossen

Logo: CASCO vom Case zum Coach
Logo: CASCO vom Case zum Coach
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Es ist vollbracht! Das knapp vierjährige Projekt der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) namens „CASCO – Vom Case zum Coach“ neigt sich mit dem Ende des Jahres 2020 auch dem offiziellen Ende seiner Förderung aus Mitteln des Ausgleichsfonds des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu. In dieser Zeit konnten wir 32 Menschen mit Behinderungen zu qualifizierten Referent*innen für eine menschenrechtsbasierte Behindertenpolitik ausbilden“ teilten die Mitarbeiter*innen des Projektes mit. .