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Warum „Schutzlücken“ füllen statt Patientenverfügungen zu stärken? Zur Regelung ärztlicher Zwangsmaßnahmen

Schlängellinie mit Pfeil
Rechtsprechung zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Das Spannungsfeld zwischen staatlich zu sichernden, individuellen Freiheitsrechten und staatlich zu garantierenden Schutzpflichten zeigt sich insbesondere beim Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das Recht auf Unversehrtheit ist in Artikel 2 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes (GG) geregelt. Dort heißt es: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“

Was bei körperlich erkrankten Menschen selbstverständlich ist, nämlich das Recht auf Erkrankung und Ablehnung einer Behandlung, wird sogenannt „entscheidungsunfähigen Erkrankten“ versagt (siehe z.B. zuletzt 2 BvR 1866/17, Rn. 70-73).

Online-Veranstaltung bringt mehr Klarheit

Portrait von Prof. Dr. Torsten Schaumberg - Mann mit dunkler Anzugjacke und weißen, offenen Hemd
Prof. Dr. Torsten Schaumberg
Foto: privat

STENDAL (kobinet) Der Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland (ABiD) hat kürzlich für mehr als 80 Personen eine Videokonferenz mit einem Vortrag zum Thema „Die Ansprüche zur Teilnahme am sozialen Leben und die Möglichkeiten zur Rechtsdurchsetzung“ durchgeführt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedensten Bereichen der Behindertenhilfe, wie der ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB), einem Wohnheim für Körperbehinderte oder einer Schule für Heilerziehungspflege hatten an dieser Veranstaltung teilgenommen.

IGEL-Podcast: Was macht nun die Politik in Sachen Triage Gesetz?

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg / Bremen (kobinet) „Was macht nun die Politik in Sachen Triage Gesetz?“ Dieser Frage geht die neueste Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) nach. Sascha Lang bietet damit einen Zusammenschnitt der Veranstaltung des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen vom 17. Januar 2022 mit dem Titel „Triage-Situationen diskriminierungsfrei gestalten“.

Triage: Keine medizinische, sondern menschenrechtlich-ethische Frage

Horst Frehe
Horst Frehe
Foto: privat

Berlin (kobinet) Wenn medizinische Ressourcen in einer Pandemie nicht für alle behandlungsbedürftigen Personen ausreichen, müssen Entscheidungen über Leben und Tod im Rahmen einer Triage-Entscheidung getroffen werden. „Dabei dürfen sogenannte Erfolgswahrscheinlichkeiten nicht gegeneinander abgewogen werden. Dies verbietet nach unserer Auffassung das Grundgesetz“, sagt Horst Frehe vom Forum behinderter Juristinnen und Juristen (FbJJ) und erläutert: „Eine Entscheidung mittels scheinbar neutraler medizinischer Skalen kann niemals diskriminierungsfrei sein. Bewusste und unbewusste Vorurteile lassen sich dabei nicht vermeiden. Letztlich bedeutet ein solches Abwägen, dass die Rettung des einen Lebens am Ende höher bewertet wird als die Rettung eines anderen. Das widerspricht dem Würdeschutz unseres Grundgesetzes.“

Förderung trägerübergreifender Budgets tut Not

Uwe Frevert vor ISL-Banner
Uwe Frevert vor ISL-Banner
Foto: Franziska Vu ISL

Kassel (kobinet) Uwe Frevert verfügt mittlerweile über eine jahrzehntelange Erfahrung mit der Selbstorganisation Persönlicher Assistenz als Arbeitgeber seiner Assistent*innen und mit Persönlichen Budgets. Auch in seiner Funktion als Berater der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle des Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN) und als Vorstandsmitglied der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) weiß er um die Möglichkeiten der Persönlichen Assistenz, aber auch, wo der Hase im Pfeffer liegt und immer wieder Probleme auftreten. In seinem Beitrag für die kobinet-nachrichten beschreibt er angesichts der Ziele der neuen Regierungskoalition einige Probleme und Herausforderungen bei der Nutzung von trägerübergreifenden Budgets.

20 Jahre Wiener Assistenzgenossenschaft

Zahl 20
Zahl 20
Foto: ht

Wien (kobinet) Am 1. Februar 2002 wurde die Wiener Assistenzgenossenschaft (WAG) von elf Menschen mit Behinderungen gegründet, die gemeinsam ihre Persönliche Assistenz organisieren wollten. Daran erinnert sich Roswitha Schachinger, Gründungsmitglied und geschäftsführende Vorständin der Assistenzgenossenschaft anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Organisation, wie der Online-Nachrichtendienst BIZEPS berichtet.

Gehörlose kritisieren Integrationsämter wegen Gefährdung von Arbeitsplätzen

Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Foto: Deutscher Gehörlosen-Bund

Berlin (kobinet) Bei Teambesprechungen, Kundengesprächen, Telefonaten und Ähnlichem können gehörlose und andere Arbeitnehmer*innen mit Hörbehinderung gesprochenen Dialogen mit Kolleg*innen und Vorgesetzten oft akustisch nicht folgen. Sie benötigen Gebärdensprachdolmetschende (GSD) oder andere geeignete Kommunikationshilfen (sogenannte „Arbeitsassistenz“), um in der Arbeitswelt kommunizieren und ihre volle Arbeitsleistung erbringen zu können. Das Gesetz sieht nach Informationen des Deutschen Gehörlosen-Bund (DGB) vor, dass die Kosten dieser Arbeitsassistenz vollumfänglich von den Integrations- und Inklusionsämtern übernommen werden müssen. Der Verband kritisiert nun, dass Integrationsämter Arbeitsplätze gehörloser und anderer Arbeitnehmer*innen mit Hörbehinderung gefährden.

Berlinale mit Audiodeskription

Bild von der Berlinale 2020
Berlinale 2020
Foto: Anke Glasmacher

Berlin (kobinet) Filmfans dürfen sich freuen: Die Berlinale kann als 2G-Plus-Veranstaltung in Präsenz organisiert werden. Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) hat Informationen darüber zusammengestellt, wann in den nächsten Tagen Berlinale-Filme mit Audiodeskription gezeigt werden. Darauf weist der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in seinem Newsletter dbsv-direkt hin.

Chance verpasst

Falk Terlinden, Bereichsleiter der Lebenshilfe Bildung NRW auf einer Bank sitzenden
Falk Terlinden, Bereichsleiter der Lebenshilfe Bildung NRW
Foto: Philipp Peters / Lebenshilfe NRW

HÜRTH (kobinet) Anlässlich des 20jährigen Bestehens der Lebenshilfe Bildung in Nordrhein-Westfalen, dem Bildungsträger der Lebenshilfe in diesem Bundesland, kritisiert Bereichsleiter Falk Terlinden im Interview mit der Verbandszeitung Lebenshilfe journal die jüngste Reform des Weiterbildungsgesetz NRW, welches die Belange von Menschen mit Behinderung nach seinen Worten nur unzureichend berücksichtig habe.

Barrierefreies Bildungsprogramm der Berlinischen Galerie

Kunstgespräch in DGS in der Berlinischen Galerie - ein Mann und eine Frau unterhalten sich in DGS
Kunstgespräch in DGS in der Berlinischen Galerie
Foto: Pascal Rohé

BERLIN (kobinet) Die Ausstellung „Modebilder – Kunstkleider. Fotografie, Malerei und Mode 1900 bis heute“ zeigt Modefotografien quer durch das 20. Jahrhundert ebenso wie Gemälde und Zeichnungen zur Rolle der Mode als Ausdrucksmittel. Die Dauerausstellung „Kunst in Berlin 1880–1980“ gibt weitere spannende Einblicke in 100 Jahre Kunst- und Stadtgeschichte Berlins. Diese Ausstellungen werden zugleich mit barrierefreien Bildungsprogrammen verbunden.

Lebenshilfe Bayern unterstützt Sport-Vereine

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

ERLANGEN (kobinet) Die Lebenshilfe Bayern bietet Vereinen und Interessierten, die ihre Sportangebote inklusiv gestalten wollen, im März 2022 wieder eine Fortbildung in Präsenzform. Der Fortbildungskurs richtet sich an alle interessierten Sportlerinnen und Sportler sowie Übungsleiterinnen und Übungsleitet mit und ohne Behinderungen. In einem gemeinsamen Theorieteil wird zunächst über Inklusion und Behinderungsformen, über Organisation, Chancen und Herausforderungen inklusiver Angebote informiert.

Simone Fischer hat als Landesbeauftragte gut Fuß gefasst

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

Stuttgart (kobinet) Am 1. Oktober 2021 hat Simone Fischer als Nachfolgerin von Stephanie Aeffner das Amt der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen in Baden-Württemberg angetreten. Nachdem die frühere Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt Stuttgart ihre ersten 100 Tage im neuen Amt überschritten hat, führte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul folgendes Interview mit Simone Fischer.

Fehlende Sichtbarkeit ist ein Problem

Plakat zur fehlenden Sichtbarkeit mit Katrin Langensiepen
Plakat zur fehlenden Sichtbarkeit mit Katrin Langensiepen
Foto: Österreichischer Behindertenrat

Wien (kobinet) Warum ist Sichtbarkeit für Menschen mit Behinderungen so wichtig? Und wie kann sich die Digitalisierung auf die Sichtbarkeit auswirken – und was kann die Politik dafür tun? Katrin Langensiepen, Abgeordnete im Europäischen Parlament, klärte dazu im Panel zum Thema „Ethik und Partizipation in der digitalen Welt“ über diese und noch mehr Fragen auf. Das gesamte Panel gibt es auf dem Youtube Kanal des Österreichischen Behindertenrates, der die Veranstaltung durchgeführt hatte, nachzusehen unter https://youtu.be/hedKD0H5l7w

Ability Watch sucht Beispiele mit Gewalterfahrungen in Einrichtungen

Logo AbilityWatch 2 Kreise mit einer Ellipse innen
Logo AbilityWatch
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Seit einem halben Jahr arbeitet Ability Watch in einem erfahrenen und interdisziplinären Team daran, Fälle von Gewalt in vollstationären Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen zusammenzutragen. Doch bevor diese Ergebnisse im Frühling veröffentlicht werden, wollen die Akteur*innen auch von jenen Fällen hören, die bislang noch nicht öffentlich bekannt sind. Deshalb ruft Ability Watch dazu auf, sich per Mail an [email protected] oder über diese Website zu melden, wenn man Menschen mit Behinderungen in vollstationären Wohneinrichtungen kennt, die von körperlicher oder psychischer Gewalt betroffen waren oder sind. Oder wenn man selbst Gewalt in solchen Einrichtungen erfahren hat.

Digitale Ausstellung: Menschen mit Behinderungen in der DDR

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Kiel/München (kobinet) Zwischen 2018 und 2022 erforscht ein Team aus Historiker:innen und Bildungsfachkräften das Leben von Menschen mit Behinderungen in der DDR. Das zugrunde liegende Forschungsprojekt DisHist – Menschen mit Behinderungen in der DDR wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und ist an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Universität der Bundeswehr München und der Stiftung Drachensee in Kiel angesiedelt. Als Teilprojekt wurde nun eine digitale Ausstellung über das Leben von Menschen mit Behinderungen in der DDR ins Internet eingestellt.

Alte und behinderte Menschen durch Bauförderstopp nicht benachteiligen

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) In der Debatte um den Stopp der staatlichen Förderung für energiesparende Häuser wird nach Ansicht der VdK-Präsidentin Verena Bentele häufig vergessen, dass es noch andere Förderprogramme gibt, die vorzeitig gestoppt werden: Das KfW-Programm „Altersgerecht umbauen“ zum Beispiel, das Barrierefreiheit im Wohnbestand für Senioren, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen vorantreiben soll. Darauf wies Verena Bentele nun hin.

Museumsprojekte für inklusives Design ausgezeichnet

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
Emoji Inklusion
Foto: Aktion Mensch

BERLIN (kobinet) Das Berliner Unternehmen inkl.Design ist kürzlich rückwirkend für das Jahr 2021 für Museumsprojekte in Mettmann und Dachau mit internationalen Ehren gewürdigt worden. Die International Association for Universal Design (IAUD) würdigte mit einem Gold Award die inklusive Erweiterung der neuen Dauerausstellung im Neanderthal Museum Mettmann. Mit einem Silver Award belohnte die mit international anerkannten Experten besetzte Jury die taktilen Modelle in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Seit 20 Jahren kompetente Beratung in Sachen Alzheimer

Stilisiertes großes "A" mit dem Text:  Deutschen Alzheimer Gesellschaft - Selbsthilfe Demenz
Logo der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Foto: Deutschen Alzheimer Gesellschaft

BERLIN (kobinet) Seit nun bereits 20 Jahren wenden sich Angehörige, Menschen mit Demenz sowie Fachleute und andere Interessierte an das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG). Die Beratung am Alzheimer-Telefon ist kostenfrei und auf Wunsch anonym.

Narrheit – neues Buch von Christian Mürner erschienen

Cover des Buches Narrheit von Christian Mürner
Cover des Buches Narrheit von Christian Mürner
Foto: Textem Verlag Hamburg

Hamburg (kobinet) „Kasper, Simpel, Dummer August, Pickelhering, Schlemihl, Speivogel, Kretin, Trottel, Flachkopf, Joker, Tollpatsch. Es gibt u.a. Glücks-, Katzen-, Mode-, Spiegel-, Tanz-, Vogel-, Weiber- und Zeitungsnarren. Wie viel Narrheit ist auf der Bühne der Normalität alltäglich? Wie viel Normalität ist im Rahmen der Narrheit möglich? Narrheit und Narren repräsentieren die Realität gesellschaftlicher Ambivalenzerfahrungen. Christian Mürner beschreibt Narrheit und Narren als Schlüsselfiguren der Zweideutigkeit anhand verschiedener Epochen, Geschichten, Porträts und Sprichwörter“, heißt es in der Verlagsankündigung des neuen Buches von Christian Mürner mit dem Titel „Narrheit“.

Resümee vom Online-Gespräch zur Impfpflicht von Assistent*innen

Britta Schade
Britta Schade
Foto: privat

Stuttgart (kobinet) Britta Schade vom Zentrum selbstbestimmt Leben (ZsL) Stuttgart hat ein Online-Gespräch zu den Herausforderungen mit der Impfpflicht von Assistenzkräften organisiert, das am 30. Januar durchgeführt und mit fast 80 Teilnehmr*innen auf großes Interesse gestoßen ist. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat bei Britta Schade nachgefragt, wie das Gespräch gelaufen ist und welche Herausforderungen für behinderte Menschen und Assistent*innen bestehen.

Rückblick auf die Verleihung der Carl-von-Ossietzky-Medaille an Otfried Nassauer

Logo: Internationale Lige für Menschenrechte
Logo: Internationale Lige für Menschenrechte
Foto: Internationale Lige für Menschenrechte

Berlin (kobinet) Am 12. Dezember 2021 wurde die Carl-von-Ossietzky-Medaille 2020 feierlich im Berliner GRIPS Theater an Christa Sommerauer und Gunhild Nassauer verliehen. Die Lebensgefährtin und die Schwester nahmen die Medaille anstelle des verstorbenen Laureaten Otfried Nassauer entgegen. Otfried Nassauer wurde so für sein jahrzehntelanges herausragendes Engagement für den Frieden und das Menschenrecht auf Leben mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2020 ausgezeichnet.

Wiederkehrende Eingliederungshilfen dürfen nicht befristet werden

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Berlin (kobinet) „Das Bundessozialgerichts (BSG) hat in seinem Urteil vom 28.01.2021 (Az.: B 8 SO 9/19 R) zwei Dinge klargestellt: Zum einen können wiederkehrende Eingliederungshilfeleistungen grundsätzlich nicht befristet werden, auch dann nicht, wenn sie in der Leistungsform des Persönlichen Budgets (PB) erbracht werden. Zum anderen kann ein rückwirkender Anspruch auf Auszahlung eines höheren PB bestehen, wenn dies zu niedrig bewilligt wurde, ohne dass hier ein Nachweis für selbstbeschaffte Leistungen beigebracht werden muss.“ Darauf weist der Gesamtverband des Paritätischen in einer Fachinformation hin.

Verfahren für Stellungnahmen zur Assistenz im Krankenhaus gestartet

Schild: Gemeinsamer Bundesausschuss
Gemeinsamer Bundesausschuss
Foto: G-BA

Berlin (kobinet) Der Gesetzgeber sieht künftig einen Krankengeldanspruch für Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen vor, die bei einer stationären Behandlung mit aufgenommen werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist beauftragt, den Personenkreis zu definieren, der aus medizinischen Gründen Anspruch auf die Mitaufnahme einer Begleitperson aus dem engsten persönlichen Umfeld hat.

Zahl der Hilfsgesuche nehmen zu

ABiD Logo - Buchstaben ABiD - Text Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland für Selbstbestimmung und Würde
ABiD Logo
Foto: ABiD

BERLIN (kobinet) Die Lage von Menschen mit Behinderungen in Deutschland hat sich in der Corona-Pandemie erheblich verschlechtert. Diese Einschätzung vertritt der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) und weist aktuell darauf hin, dass es nicht genügt, Personen mit Handicap nun nur allein deshalb in den Fokus zu rücken, weil das Bundesverfassungsgerichts in der Frage der Triage die Rechte der Behinderten gestärkt hat. Menschen mit Behinderungen erfahren in der Pandemie Einsamkeit und Benachteiligung, Zahl der Hilfsgesuche an den ABiD nehmen zu und deshalb braucht es aus Sicht dieses Verbandes auch politische Interventionen.

Niedersachsen fördert Wohnen und Pflege

Wappen Bundesland Niedersachsen
Wappen Bundesland Niedersachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

HANOVER (kobinet) Mit der Förderrichtlinie „Wohnen und Pflege im Alter“ unterstützt das Land Niedersachsen seit dem Jahr 2015 vielfältige und modellhafte Projekte, die ein weitgehend selbständiges Leben im häuslichen Wohnumfeld auch im hohen Alter oder bei Pflegebedürftigkeit ermöglichen. Im Jahr 2022 erhöht dieses Bundesland das Fördervolumen für das Programm „Wohnen und Pflege im Alter“ um 950.000 Euro.

kobinet-Monatsrückblick auf Januar 2022 im IGEL-Podcast

Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Logo: IGEL kobinet Monatsrückblick
Foto: IGEL

Bad Segeberg (kobinet) „Mit Kontinuität Vertrauen schaffen“, so titelt der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, die aktuelle Episode des Podcast, in der es im Monatsrückblick auf den Januar 2022 u.a. um neue Gesichter, Triage, Arbeit, Waldspaziergang, etc. geht. Auch die guten Nachrichten zur Inklusion kommen nicht zu kurz. Jeden 1. des Monats blickt Sascha Lang zusammen mit dem Redakteur der kobinet-nachrichten, Ottmar Miles-Paul, zurück auf die wichtigsten Nachrichten aus der Behindertenpolitik des vergangenen Monats.

Anstieg der Impfquote bei Pflegeheimbewohner*innen

Symbol Prozentzeichen
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Foto: ht

Stuttgart (kobinet) 76 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen in Baden-Württemberg haben mittlerweile die Auffrischungsimpfung bekommen. Das sind deutlich mehr als noch vor einem Monat: Im Dezember 2021 hatte die Quote noch 68,3 Prozent betragen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Landesgesundheitsamtes von Baden-Württemberg hervor, die das baden-württembergische Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben hatte.

Neue Single von FHEELS mit Video

Bandfoto von FHEELS
Bandfoto von FHEELS
Foto: Sophie Schwarzenberger

Hamburg (kobinet) FHEELS-Sänger und Gitarrist Felix Brückner ist seit einem Snowboard-Unfall querschnittgelähmt und beleuchtet mit der neuen Single „Sharp Dressed Animal“ Sexualität aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung, zu dem nun auch ein Video veröffentlicht wurde.

So bunt ist die Behinderungsverarbeitung

Porträt von Jennifer Sonntat
Jennifer Sonntag
Foto: Jennifer Sonntag

Halle (kobinet) „Wenn wir eine Behinderung ‚erwerben‘, dann kaufen wir uns eines gleich mit ein: Wir müssen sie nebenbei auch noch verarbeiten. Diskriminierung, verhinderte Dazugehörigkeit, etwas nicht erlebt zu haben, das kann uns aber auch bei angeborener Behinderung Bewältigungsprozesse abverlangen. Beratende, ich nehme mich da nicht aus, orientierten sich lange an den alten Modellen zur Behinderungsverarbeitung, die heute in der Kritik stehen. Die einen fühlen sich davon unter Druck gesetzt, weil ihnen ein Bewältigen nach Plan übergeholfen wird. Andere finden darin Hoffnung und Orientierung. Deshalb sind Modelle nie statisch und wir Menschen immer individuell zu betrachten“, schreibt Jennifer Sonntag in ihrem Beitrag „So bunt ist die Behinderungsbewältigung“, den sie nun auf ihrer Internetseite veröffentlicht hat.

Umfrage zur Teilhabe an Videokonferenzen

Logo: DBSV
Logo des DBSV
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat eine Umfrage unter blinden, sehbehinderten und hörsehbehinderten Menschen gestartet, um herauszufinden, wie es um die virtuelle Teilhabe bei Videokonferenzen bestellt ist. Bis zum 1. März kann man sich an der Umfrage beteiligen unter www.dbsv.org/umfrage-videokonferenzen.html.

NRW fördert wieder über Inklusionscheck

Wappen Nordrhein-Westphalen
Wappen Nordrhein-Westphalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DÜSSELDORF (kobinet) In Nordrhein-Westfalen geht die Arbeit mit dem Förderprogramm „Inklusionsscheck NRW“ des Landes in die nächste Runde: Ab dem 1. Februar 2022 können dort Vereine, Initiativen und Organisationen für Maßnahmen zur Verbesserung der Inklusion von Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen eine Pauschale in Höhe von 2.000 Euro beantragen. Insgesamt stellt das Land 600.000 Euro zur Verfügung.

Der Weg aus den Werkstätten auf den ersten Arbeitsmarkt

Logo: NDR
Logo: NDR
Foto: NDR

HAMBURG (kobinet) Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und wie stehen die Chancen für junge Menschen mit Behinderungen, aus einer solchen Werkstatt heraus den Weg auf den ersten Arbeitsmarkt gehen zu können. In dem Bericht „Ein Job trotz Handicap: Behinderte Menschen suchen Arbeit“ aus der Sendereihe „45 Minuten“ begleiten die Journalistinnen und Journalisten junge Menschen bei dem Versuch, diesen Weg gehen zu können.

Steht die 24-Stunden Pflege vor dem Aus?

Symbol Fragezeichen
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Foto: ht

Nordhausen (kobinet) David Gothe aus Nordhausen möchte die Leser*innen der kobinet-nachrichten auf den TV-Beitrag im Fernsehmagazin Fakt vom 25. Januar hinweisen, in dem es unter dem Titel „Steht die 24-Stunden Pflege vor dem Aus?“ um die Vergütung mit dem gesetzlichen Mindestlohn für die Bereitschaftszeiten von 24-Stunden-Betreuungen (häufig mit ausländischen Pflegekräften) geht.

Barrierefrei und bezahlbar wohnen

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Eine barrierefreie und bezahlbare Wohnung zu finden, war für Vici nicht einfach. Sie erzählt Kübra, wie lange sie gesucht hat und zeigt ihr neues Heim im YouTube-Video, auf das die Aktion Mensch in ihrem aktuellen Newsletter hinweist. Dabei weist die Aktion Mensch darauf hin, dass nur 2,4 Prozent aller bewohnten Wohnungen barrierefrei sind? Das möchte diese ändern und setzt sich für mehr Barrierefreiheit auf dem Wohnungsmarkt ein.

INKLUSIVA findet Anfang September statt

Logo: INKLUSIVA
Logo: INKLUSIVA
Foto: LAG Selbsthilfe

Mainz (kobinet) Die INKLUSIVA, die Inklusionsmesse aus Rheinland-Pfalz, findet am 2. und 3. September 2022 statt. Darauf hat das Veranstalterteam hingewiesen. Zwei Tage lang dreht sich in diesem Jahr alles um das Thema „Teilhabe für alle! Wie wollen wir 2030 zusammen leben?“. „Wir wollen gemeinsam in den Austausch dazu gehen, wie wir uns ein gesellschaftliches inklusives Leben im Jahr 2030 vorstellen und welche Prozesse dafür jetzt angestoßen und aktiv gestaltet werden müssen. Dafür nehmen wir vor allem die Bereiche Gesundheit, Bildung, Arbeit und Freizeit in den Fokus“, heißt es vonseiten der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Rheinland-Pfalz.

Hausgebärdensprachkurs im Rahmen der Eingliederungshilfe möglich

Symbol Paragrafenzeichen
Symbol Paragraf
Foto: omp

Greifswald (kobinet) Das hessische Landessozialgericht (LSG) hat in einem Beschluss von Dezember 2021 festgestellt, dass ein Hausgebärdensprachkurs zur Förderung der Verständigung für ein vierjähriges Kind mit einer Sprachentwicklungsstörung zu den Leistungen der Eingliederungshilfe gehören kann. Über diese Entscheidung berichtet Henry Spradau aus Greifswald.

Rege Nachfrage bei Online-Gespräch über Impfpflicht von Assistenzkräften

Grafik, Spritze und Mensch und Serumflächschen
Impfen
Foto: pixabay

München (kobinet) Am 10. Dezember haben der Bundestag und der Bundesrat eine einrichtungsbezogene Impfpflicht beschlossen. Im Gesetz zur Stärkung der Impfprävention sind im § 20a auch Personen gemeint, die in ambulanten Pflegediensten und der persönlichen Assistenz arbeiten. Viele Menschen mit Behinderung, die ihre Hilfen im sogenannten Arbeitgebermodell organisieren, werden von dieser einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sein und befürchten, dass ihr Lebensmodell ab dem 15. März 2022 in Gefahr gerät. Kobinet berichtete bereits mehrere Male über dieses Thema.

SoVD fordert Verbot von E- Scootern auf Gehwegen

Logo SoVD ab 2020
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Nach Einschätzung des Landesverbandes Berlin des SoVD ist es dramatisch, dass trotz mehr als einer Verdoppelung der Anzahl der durch E Scooter verletzten Personen im vergangenen Jahr auf 572 das neue Straßengesetz erst im September 2022 in Kraft treten soll. Dabei wird eine schärfere Regulierung erst ein Jahr später gelten. Wie der SoVD feststellt, kann es nicht hingenommen werden, dass die Unfallgefahren für Fußgänger durch die E Scooter weitere zwei Jahre geduldet werden. Der SoVD fordert deshalb kurzfristig ein Verbot von E- Scootern auf Gehwegen

Weitere Lieblingsplätze werden barrierefrei

Johanneum am Neumarkt in Dresden in dem sich das Verkehrsmuseum befindet
Verkehrsmuseum / Johanneum in Dresden
Foto: H. Smikac

DRESDEN (kobinet) Im Jahr 2014 hatte das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz das Investitionsprogramm „Lieblingsplätze für alle“ ins Leben gerufen. Mit diesen Programm konnten in den vergangenen Jahren durch die Fördergelder des Freistaates Sachsen die Barrieren einer Vielzahl von Plätzen, Einrichtungen und Gebäuden reduziert werden. Nach einer Mitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz wird dieses Förderprogramm auch im Jahr 2022 weitergeführt.

Momentaufnahme 247

Gelb-rote Tulpen im Kupferkurg
Tulpen im Krug
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Schöner Frühling, komm doch wieder,

lieber Frühling, komm doch bald! (Hoffmann von Fallersleben)