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Kriminalroman: Abseits vom Urteil – Inklusion geht uns eben Alle an

Cover des IGEL-Podcast mit Matthias Küffner und Regina Schiele
Cover des IGEL-Podcast mit Matthias Küffner und Regina Schiele
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet) Wenn es ruhiger wird und die Weihnachtszeit naht, ist auch immer Zeit zum Lesen. Nach der Veröffentlichung der Lesung des Romans Zündeln an den Strukturen mit Ottmar Miles-Paul und Sabine Lohner waren nun Matthias Küffner und Regina Schiele Gäste in der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Inklusator und Macher des IGEL-Podcast sprach mit den beiden unter anderem über den von ihnen veröffentlichten Kriminalroman mit dem Titel „Abseits vom Urteil“.

Haushaltskompromiss doch keine Entwarnung für Soziales

Rotes Fragezeichen auf einer Hand links, grünes Ausrufezeichen auf einer Hand rechts
Fragen und Antworten unmittelbar erhältlich
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Angesichts des Ampel-Kompromiss zum Bundeshaushalt 2024 sieht der Paritätische Wohlfahrtsverband noch keine Entwarnung für Soziales. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands Ulrich Schneider erklärt dazu: “Scholz, Habeck und Lindner haben in ihren Erklärungen angekündigt, mit ihrem Kompromiss klimapolitisch relevante Projekte fortführen und die Ukraine weiterhin unterstützen zu wollen, ohne soziale Standards in Deutschland abzusenken“. Beruhigen kann diese Ankündigung nach Schneiders Worten noch nicht.

Benefizkonzert des Ministeriums-Chores erbrachte rund 1.700 Euro

Bild von einem 20-Euro-Schein mitMütze eines Weihnachtsmann vor blauem Hintergrund mitSchnee
Spenden zur Weihnachtszeit
Foto: undefined

DÜSSELDORF (kobinet) Bei einem Benefizkonzert des Chor des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales in der Pfarrkirche St. Martin-Bilk hat dieser Spenden in Höhe von rund 1.700 Euro zugunsten des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Düsseldorf gesammelt. Es war das sechste Benefizkonzert des Chors sowie das erste nach einer dreijährigen Corona-bedingten Pause.

Starke Demokratie durch mehr Teilhabe

Zeichnunh einer großen Menschengruppe, die hintereinander steht und sich bie den Händen hält
Demokratie verlangt das Zusammengehen aller
Foto: Pixabay/succo

DÜSSELDORF (kobinet) Das Bündnis „GO NRW – politische Teilhabe stärken“ geht davon aus, dass eine starke Demokratie vielfältige Teilhabe braucht, Menschen mit Behinderungen, jungen und älteren Menschen jedoch vielerorts die Chancen auf politische Mitwirkung fehlen. Das Bündnis möchte das ändern und richtet sich mit konkreten Forderungen an die Landes- und Kommunalpolitik. Sie muss sich, so das Bündnis, mehr für die Rechte der Menschen mit Behinderung einsetzen

Minister macht Heimbewohner zu Pflegebedürftigen zweiter Klasse

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

HANNOVER (kobinet) Angesichts der gestrigen Rede des Sozialministers Dr. Andreas Philippi zu den Haushaltsschwerpunkten im Bereich Pflege zeigte sich der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen entsetzt. In dieser Rede machte der Minister deutlich, dass die Investitionskosten für einen Pflegeheimplatz auch weiterhin von den Betroffenen getragen werden müssen. Der SoVD hingegen setzt sich seit Langem dafür ein, dass das Land diese Kosten übernimmt und Heimbewohnerinnen und Heimbewohner so entlastet.

Jürgen Dusel: Kritik an möglicher Diskriminierung bei Einbürgerungsrecht

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) „Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, kritisiert die Schlechterstellung von Menschen mit Behinderung bei der geplanten Einbürgerungsreform. Eine Einbürgerung dürfe nicht daran scheitern, dass jemand Sozialleistungen beziehe. Das stelle für Menschen mit Behinderung, die den Bezug nicht selbst zu verantworten haben, eine mittelbare Diskriminierung im Sinne des Artikels drei im Grundgesetz dar, heißt es in einer Stellungnahme Dusels für die Anhörung zur Reform im Innenausschuss des Bundestags“, heißt es in einem Bericht der tagesschau.

Adventskalender zur digitalen Barrierefreiheit

Ausschnitt einer Computertastatur
Tastatur
Foto: H.T.

Bremen (kobinet) Wie bereits in den letzten Jahren gibt es auch dieses Jahr einen Adventskalender zur digitalen Barrierefreiheit von der beim Landesbehindertenbeauftragten von Bremen angesiedelten Zentralstelle für digitale Barrierefreiheit. Täglich gibt es einen Tipp, um digitale Angebote barrierefrei und für alle zugänglich zu gestalten. Die Serie wird tagesaktuell auf X gepostet. Link zum Twitterauftritt des Landesbehindertenbeauftragten. Die Tipps der letzten Jahre werden zudem täglich neu geöffnet, denn teilweise werden die diesjährigen Tipps die Tipps der letzten Jahre vertiefen oder ergänzen. Somit gibt es täglich gleich drei Tipps.

Landesteilhabebeirat von Bremen tagte zum letzten Mal in diesem Jahr

Wappen Bundesland Bremen
Wappen Bundesland Bremen
Foto: Gemeinfrei, public domain

Bremen (kobinet) Die Landesbeiräte zum Thema Behinderung leisten einen wichtigen Auftrag. Der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, veröffentlichte in seinem neuesten Newsletter einen Bericht über die letzte Sitzung des Landesteilhabebeirats von Bremen, der einen Einblick über die Themenvielfalt gibt, mit der sich die Landesbeirate beschäftigen.

Wer Muss, soll Können

Symbol Ausrufezeichen

Wien (kobinet) „Eine Aktion der Initiativgruppe Persönliche Assistenz JETZT Wien hat am Schottentor in Wien darauf aufmerksam gemacht, dass es mehr (fair) bezahlte Assistenzstunden für Menschen mit Behinderungen braucht, um jederzeit seobstbestimmt auf`s WC gehen zu können. Das ist derzeit nicht der Fall! Und darum müssen Menschen mit Behinderung häufig selbst Windel (Schutzhosen) tragen, obwohl sie nicht inkontinent sind“, heißt es in der Ankündigung eines Videos zur Aktion unter dem Motto „Wer Muss soll Können“ von der Initiativgruppe Persönliche Assistenz JETZT auf YouTube.

BSK bekräftigt Forderung nach mehr barrierefreiem Wohnraum

Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
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Foto: BSK e.V.

Berlin (kobinet) Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) bekräftigt die Forderung nach mehr barrierefreiem Wohnraum. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hatte vor kurzem den aktuellen Menschenrechtsbericht 2023 vorgestellt und dabei auf wesentliche Reformbedarfe im Bereich des Schutzes und der Förderung von Menschen mit Behinderungen hingewiesen. Fehlender barrierefreier Wohnraum wurde dabei besonders in den Fokus genommen.

Rechtliche Betreuung in Gefahr

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

BERLIN (kobinet) In einem Brandbrief an die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder warnt die Lebenshilfe vor den fatalen Folgen für Menschen mit Behinderung, sollte rechtliche Betreuung nicht mehr ausreichend finanziert werden. „Es darf jetzt nicht an der Unterstützung für die Schwachen gespart werden: Stimmen Sie am 15. Dezember im Bundesrat dem Gesetz für einen Inflationsausgleich als Sonderzahlung für Berufsbetreuer, Betreuungsvereine und ehrenamtliche Betreuer zu!“, appelliert die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesministerin Ulla Schmidt an die Präsidentinnen und Präsidenten der Bundesländer.

Gesundheit barrierefrei und inklusiv gestalten

Simone Fischer
Simone Fischer
Foto: Axel Dressel

STUTTGART (kobinet) Das Motto einer neuen Kooperation der Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und dem Netzwerk Inklusion Region Freiburg über die Simone Fischer anlässlich des Welttags der allgemeinen Gesundheitsversorgung am 12. Dezember informiert, steht unter dem Motto „Gesundheit barrierefrei und inklusiv gestalten!“ Ziel dieser Kooperation ist es, Wege und Lösungen in Richtung einer barrierefreien und inklusiven Gesundheitsversorgung für und mit Menschen mit Behinderungen zu finden und Verbesserungen zu erreichen.

Newsletter des Deutschen Behindertenrat für November 2023

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
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Foto: DBR

Kassel (kobinet) „Drei Themen haben den DBR im November 2023 besonders beschäftigt: Der geplante Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen, die anstehende Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) und die Vorbereitungen der DBR-Welttagsveranstaltung am 1. Dezember“, heißt es in der Einführung des Newsletters des Deutschen Behindertenrats (DBR) über dessen Aktivitäten im November 2023, den Martina Puschke und Brigitte Faber auf der Internetseite des DBR veröffentlicht haben.

Als Herbergsvater in einer inklusiven Jugendherberge

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Oldenburg (kobinet) Uwe Wypior hat die kobinet-nachrichten auf ein NDR-Interview mit dem Titel „Als Herbergsvater in einer inklusiven Jugendherberge“ hingewiesen, aus dem hervorgeht, dass es auch gute Beispiele in Sachen Inklusion gibt. Insbesondere auch was die Bezahlung der behinderten Beschäftigten angeht. Die erst vor ein paar Jahren eröffnete Jugendherberge in Oldenburg i.O. hat es nach Informationen von Uwe Wypior verdient, bekannter gemacht zu werden und nachgeahmt zu werden.

Angry Cripples – Stimmen behinderter Menschen gegen Ableismus

Cover des Buches Angry Cripples
Cover des Buches Angry Cripples
Foto: Icykam

Berlin (kobinet) „Angry Cripples – Stimmen behinderter Menschen gegen Ableismus“, so lautet der Titel eines Buches von Alina Buschmann und Luisa L’Audace, das vor kurzem erschienen ist. „‚Angry Cripples‘ werden behinderte Menschen abfällig genannt, denen vorgeworfen wird, aufgrund ihrer Behinderung verbittert zu sein. Dieses Buch fordert den Begriff zurück und besetzt ihn neu. Es kommen ausschließlich behinderte Menschen zu Wort – und viele von ihnen sind wütend darüber, wie die Gesellschaft mit ihnen umgeht. Zu Recht“, heißt es in den Infos zum Buch auf Amazon.

Harte Kritik am Landesamt für Soziales im Saarland

Landkarte Lage Saarland in Deutschland
Lage Saarland in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Saarbrücken (kobinet) „Harte Kritik am Landesamt für Soziales im Saarland“, so hat der Saarländische Rundfunk einen vor kurzem erschienenen Bericht getitelt. „Im Saarland gibt es massive Beschwerden über das Landesamt für Soziales. Es geht um lange Wartezeiten, schlechte Beratung und unnötige juristische Auseinandersetzungen. Das zuständige Sozialministerium verspricht Verbesserungen“, heißt es im Beitrag. Auch in Sachen Neubesetzung des Landesbehindertenbeauftragten im Saarland hagelt es weiterhin Kritik.

Ohne barrierefreien Wohnraum kein Diskriminierungsschutz

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Logo Institut für Menschenrechte, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61713390)

BERLIN (kobinet) Im Kapitel „Gesetzlichen Diskriminierungsschutz für Menschen mit Behinderungen verbessern“ des vom Deutsche Institut für Menschenrechte vorgestellten aktuellen Menschenrechtsberichts 2023 empfiehlt das Institut dringend Reformen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Dabei verweist es zugleich auch auf Handlungsnotwendigkeiten zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

12.000 Bomben auf Wohngebiete im Gazastreifen

Blaue Hand, Finger bilden die Buchstaben HI, rechts daneben handicap international
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Foto: HI

BERLIN (kobinet) Die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) hat jetzt einen Bericht über die Auswirkungen der Angriffe mit Explosivwaffen in Wohngebieten im Gazastreifen veröffentlicht. Die Bilanz seit Beginn der Vergeltungsschläge Israels nach dem Angriff der Terrororganisation Hamas zeigt ein verheerendes Ausmaß: Mehr als 16.000 Tote, über 46.000 Verletzte, zerstörte Infrastruktur wie Wohnhäuser, Krankenhäuser oder Wasserleitungen sowie mit Blindgängern und nicht explodierten Bombenresten verseuchte Wohngebiete.

Netzwerk für inklusiven Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt nimmt Arbeit auf

Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt
Foto: gemeinfrei, https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

MAGDEBURG (kobinet) Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich kürzlich sich zum ersten Netzwerktreffen für einen inklusiven Arbeitsmarkt getroffen. Sachsen-Anhalt ist innerhalb der Bundesländer eines der Schlusslichter bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Noch immer haben Unternehmen Vorurteile, wenn es um die Besetzung offener Arbeitsstellen mit Schwerbehinderten geht.

Werben für Inklusion und Antidiskriminierung beim SPD-Parteitag

Bild vom Bundesparteitag der SPD 2023
Bild vom Bundesparteitag der SPD 2023
Foto: Natalie Rosenke

Berlin (kobinet) Beim am Sonntag, den 10. Dezember 2023 in Berlin zu Ende gegangenen Bundesparteitag der SPD spielte auch die Behindertenpolitik und die Forderung nach echter Inklusion sowie nach einer Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) eine Rolle. Sowohl im Plenum als auch am Rande des Parteitages warben verschiedene Akteur*innen sowie die Arbeitsgemeinschaft Selbst Akitiv für entsprechende und im Koalitionsvertrag verankerte behindertenpolitische Projekte. Die Verpflichtung zur Barrierefreiheit müsse beispielsweise endlich auch für private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten verbindlich im Bundesbehindertengleichstellungsgesetz und im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz geregelt werden.

Nina Becker: Mit mir zum inklusiven Arbeitsplatz

Orangener Kreis mit dem weißen Buchstaben Z im Kreis und den Buchstaben DF rechts daneben
Logo des zdf
Foto: Pixabay/2247188

Mainz (kobinet) „Nina Becker ist sehbehindert. Die junge Frau steht für eine inklusive Gesellschaft, packt Dinge an und will anderen Menschen mit Behinderung helfen.“ So kündigt das ZDF einen 15minütigen Fernsehbeitrag mit dem Titel „Nina Becker: Mit mir zum inklusiven Arbeitsplatz“ an, der im Rahmen des ZDF-Magazins einfach mensch am 9. Dezember 2023 ausgestrahlt wurde und in der Mediathek zur Verfügung steht.

WDR zeigt Möglichkeiten für eine Schule für alle auf

Zeichung mit einem gelben Schulbus auf einergrünen Wiesen mit einem rotbraunen Schulgebäude im Hintergrund
Die Fahrt zur Schule gehört zum Lernen
Foto: Pixabay/GraphicsGuruji

Köln (kobinet) Die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann hat die kobinet-nachrichten auf einen WDR-Bericht empfohlen, der für eine gesmeinsame Beschlung behinderter und nichtbehinderter Kinder und Jugendlicher wirbt.

Lesespaß für Alle

Symbol Information

Bonn (kobinet) „Wenn es draußen kalt und grau ist, gibt es kaum etwas Schöneres als in ein spannendes Buch abzutauchen. Was aber, wenn in den Geschichten niemand so aussieht wie ich? Das passiert Kindern mit Behinderung leider häufig. Die Buchreihe der „Bunten Bande“ möchte das ändern und erzählt Geschichten von Abenteuern, Inklusion und Vielfalt“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch.

75 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als Verpflichtung

Sharepic von Jürgen Dusel zu 75 Jahre AEMR
Sharepic von Jürgen Dusel zu 75 Jahre AEMR
Foto: Bundesbehindertenbeauftragter

Berlin (kobinet) „Heute ist der Tag der Menschenrechte! Vor genau 75 Jahren, am 10. Dezember 1948, wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) in Paris verkündet. Viele Gesetze und internationale Verträge beruhen auf der AEMR – zum Beispiel die Europäische Erklärung der Menschenrechte oder die UN-Behindertenrechtskonvention. Der 10. Dezember ist ein wichtiges Jubiläum, das uns alle daran erinnert: Die Menschenrechte sind unser höchstes Gut und nicht verhandelbar.“ Darauf wies der Behindertenbeauftragte Jürgen Dusel in einem Post vom 10. Dezember 2023 auf Facebook hin. Auch vonseiten der LIGA Selbstvertretung, die sich wie Jürgen Dusel vor kurzem mit der Menschenrechtskommissarin des Europarats zum Austausch getroffen hatte, wird die Wichtigkeit des heutigen Jubliäums und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte untermauert.

VdK-Preis für Inklusion in der Arbeitswelt

Gruppenbild vonn Personen mit drei Rollstuhlnutzern im Vordergrund
Die Preisträgerinnen und Preisträger 2023
Foto: www.eventfotograf.in

DÜSSELDORF (kobinet) Mit einer Auszeichnung, die den Beinamen „vilmA“ trägt (vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt), möchte der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen verdeutlichen, dass die berufliche Teilhabe auch bei körperlichen, geistigen oder psychischen Einschränkungen gelingt. Neun Gewinnerinnen und Gewinner des VdK-Preises für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung strahlten in der Historischen Stadthalle Wuppertal um die Wette.

Über 166.000 behinderte Arbeitslose gemeldet

Symbol Prozentzeichen

Nürnberg (kobinet) Die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen in Deutschland hat im November 2023 wieder die Zahl von 166.000 überschritten. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies über 6.000 schwerbehinderte Arbeitslose mehr. Für November 2023 vermeldet die Bundesagentur für Arbeit 166.126 arbeitslose schwerbehinderte Menschen. Im November 2022 lag diese Zahl noch bei 159.972. Rechnet man die Zahl der über 300.000 behinderten Menschen hinzu, die für einen monatlichen Durchschnittslohn von 266 Euro in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten und dort bei einer Vermittlungsquote von 0,35 Prozent kaum Chancen haben, je auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt zu werden, sind es über 450.000 behinderte Menschen, die derzeit keine Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt haben.

Treffen mit Selbst Aktiv beim SPD-Parteitag zur AGG-Reform

Natalie Rosenke mit Vertreter*innen von Selbst Aktiv
Natalie Rosenke mit Vertreter*innen von Selbst Aktiv
Foto: Natalie Rosenke

Berlin (kobinet) Beim Parteitag der FDP und im August zeigten Aktive des Bündnisses AGG Reform Jetzt beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung bereis Flagge und sprachen die verschiedenen Akteur*innen auf ihre Pläne für die längst überfällige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) an. Natalie Rosenke von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung ist nun auch beim SPD-Parteitag in Berlin farbenfroh für das Bündnis aktiv und traf sich am Auftakttag des Parteitags mit Vertreter*innen von Selbst Aktiv, der Arbeitsgemeinschaft behinderter Menschen in der SPD, zum Austausch und zu einem Fotoshooting, um für die Gesetezesreform zu werben.

Auszeit für Alle in der Region Osnabrück

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OSNABRÜCK (kobinet) Gemeinsam mit den der Osnabrücker Nachrichten (ON) hat die Lebenshilfe Osnabrück die diesjährigen Weihnachtsaktion „Auszeit für alle“ gestartet. Mit diesem Projekt werden Erholungswochenenden für Familien mit einem Kind mit hohem Pflege- und Unterstützungsbedarf gefördert. Mit diesem neuen Angebot sollen Familien aus der Region die so dringend benötigte Entlastung erfahren.

Sozialverbände warnen vor Sozialkürzungen

Symbol Ausrufezeichen

BERLIN (kobinet) In einer gemeinsamen Erklärung zeigt sich der Paritätische Gesamtverband zusammen mit sechs weiteren Organisationen äußerst besorgt über die aktuelle Debatte um Kürzungen beim Bürgergeld. Die unterzeichnenden Organisationen fordern eine sofortige Beendigung der zugespitzten Debatte und weisen darauf hin, dass eine potentielle Kürzung des Bürgergeldes nicht nur die Ärmsten hart treffen würde, sondern eine Kürzung beim Existenzminimum auch verfassungswidrig wäre. Auch falsche Behauptungen zum angeblichen Lohnabstandsgebot und die Forderung nach einem Arbeitszwang werden deutlich zurückgewiesen.

Bei Bürgergeld und Grundsicherung tatsächliche Kosten übernehmen

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

HANNOVER (kobinet) Wer Bürgergeld oder Grundsicherung erhält, bekommt die Kosten für Unterkunft und Heizung erstattet, solange diese angemessen sind. In Niedersachsen ist das bei etwa 15 Prozent der Bezieherinnen und Bezieher dieser Leistungen jedoch nicht der Fall. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der ehemaligen Fraktion Die Linke. Die Folge: Miete und Heizkosten müssen aus dem ohnehin knapp bemessenen Regelsatz bezahlt werden. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert deshalb, die angemessenen Kosten zu überprüfen und anzupassen. Außerdem müsse es mehr bezahlbaren Wohnraum geben.

Ärzteschaft macht mobil für Triage: Nur die Stärksten sollen überleben

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Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) „Mit ihren geplanten Verfassungsklagen gegen die Triage-Regeln im Infektionsschutzgesetz verstoßen Teile der organisierten Ärzteschaft sowohl gegen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als auch gegen das Genfer Ärztegelöbnis“ stellt die Sprecherin der LIGA Selbstvertretung, Prof. Dr. Sigrid Arnade, fest. „Beide Dokumente gelten jetzt seit 75 Jahren und für mich ist nicht nachvollziehbar, wie die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und einige Ärztekammern kurz vor dem Menschenrechtstag am 10. Dezember für die Einführung der Ex-Post-Triage trommeln“, so Arnade. Bei der Ex-Post-Triage wird die medizinische Behandlung von Patient*innen zugunsten von anderen Patient*innen abgebrochen, wenn diese vermeintlich bessere Überlebenschancen aufweisen. Damit wird laut Arnade das Prinzip „Nur die Stärksten sollen überleben“ bei Ressourcenknappheit in einer Pandemie eingeführt, das unter anderem behinderte und alte Menschen deutlich benachteiligt.

Inklusion im Menschenrechtskonzept für Entwicklungszusammenarbeit

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Die Verwirklichung der Menschenrechte ist eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung und eine dauerhafte Verringerung der Armut. Sie ist darum ein zentrales Ziel der deutschen Entwicklungspolitik und ein Qualitätsmerkmal („Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, Inklusion“) für eine werteorientierte, nachhaltige und zukunftsorientierte entwicklungspolitische Zusammenarbeit.“ So heißt es auf der Internetseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Das Ministerium hat vor kurzem sein neues Menschenrechtskonzept der deutschen Entwicklungspolitik mit seinem Leistungsprofil für das Qualitätsmerkmal „Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung und Inklusion“ vorgestellt. Damit bekommt das Thema Inklusion nun auch ein höheres Gewicht bei entwicklungspolitischen Aktivitäten Deutschlands.

Forderungskatalog für inklusives Wohnen übergeben

Symbol Ausrufezeichen

München (kobinet) „Wer in Bayern ein neues und innovatives Wohnmodell für Menschen mit Behinderung umsetzen will, kämpft meist gegen Widerstände und schwierige Bedingungen. Um inklusiven Wohnmodellen den Weg zu Ebenen erarbeiteten 57 Akteur:innen gemeinsame Forderungen und Empfehlungen aus der Praxis, die vor kurzem an die bayerische Sozialministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Ulrike Scharf überreicht wurden. Das zwanzigseitige Positionspapier (PDF) ist Ergebnis des Projekts „Inklusives Wohnen in Bayern stärken“ von WOHN:SINN in Kooperation mit dem Bayerischen Behindertenbeauftragten und der Aktion Mensch.

Europäischer Gerichtshof: Alterswünsche für Assistenz rechtens

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Luxemburg (kobinet) Der Europäische Gerichtshof hat das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderung gestärkt. Wer einen persönlichen Assistenten sucht, darf dabei Altersvorgaben machen. Die Richter sehen darin keinen Fall von Altersdiskriminierung. Dies berichtet die tagesschau. „Menschen mit Behinderung dürfen sich nach einem Gerichtsurteil einen persönlichen Assistenten im gleichen Alter aussuchen. Eine solche Wahl sei kein Fall von Altersdiskriminierung, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Betroffene ‚müssen in der Lage sein, zu entscheiden, wie, wo und mit wem sie leben‘, erklärten die Richter zur Begründung“, heißt es weiter im tagesschau-Bericht vom 7. Dezember 2023.

Kurzfilm zu Vorurteilen bei Bewerbungen mal anders

Logo: Stopp Vorurteile!
Logo: Stopp Vorurteile!
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Vorurteile bei Bewerbungen – mal anders!“ So lautet der Titel eines knapp fünfminütigen Kurzfilms der Aktion Mensch, auf den Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Der Film zeigt anschaulich auf, wie es bei Vorstellungsgesprächen auch mal anders herum laufen könnte, als das was behinderte Menschen immer wieder erleben.

Bremer Behindertenparlament: Wir lassen die Inklusion blühen!

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) Am 1. Dezember 2023 fand unter dem Motto „Wir lassen die Inklusion blühen“ das 28. Bremer Behindertenparlament im Haus der Bürgerschaft statt. Der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen, Arne Frankenstein, hat bereits in seinem Grußwort deutlich gemacht, dass Inklusion nicht unter dem Haushaltsvorbehalt stehen darf und dass die Beschlüsse des Behindertenparlaments aufgegriffen werden müssen, heißt es im aktuellen Newsletter des Landesbehindertenbeauftragten.

Werben beim SPD-Parteitag für AGG-Reform

Sharepic: AGG Reform Jetzt
Sharepic: AGG Reform Jetzt
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt

Berlin (kobinet) Wenn sich die Delegierten der SPD am kommenden Wochenende im Ci­ty­Cu­be Ber­lin, Mes­se­damm 26, in 14055 Berlin zu ihrem Bundesparteitag treffen, wird das Bündnis AGG Reform Jetzt diese Möglichkeit nutzen, um für die im Koaltionsvertrag verankerte und längst überfällige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) zu werben. Die über 120 im Bündnis AGG Reform Jetzt zusammengeschlossenen Verbände erwarten, dass endlich entsprechende Vorschläge für die Gesetzesreform vogelegt werden.

Sozialarbeit als Einsparquelle

Zeichnung einer Schulklasse mit einer Lehrerin, die sechs Schülern etwas an derTafel erklärt
Schulklasse
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

STUTTGART (kobinet) Im heutigen Finanzausschuss des Landtags von Baden-Württemberg geht es um die Forderung des Landesrechnungshofs, die Landesförderung der Schulsozialarbeit künftig vom Sozialindex und damit den spezifischen Gegebenheiten der Schule vor Ort abhängig zu machen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg kritisiert Vorschlag des Landesrechnungshofs und macht dabei darauf aufmerksam, dass dies vom morgigen „Tag der Bildung“ unberührt geschieht.