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Darf man „geistige Behinderung“ sagen?

Symbol Fragezeichen

Bonn / Berlin (kobinet) „Darf man ‚geistige Behinderung‘ sagen?“ Dieser und vielen anderen Fragen geht die Aktion Mensch in einem aktuellen Beitrag mit dem Titel „Was ist eine geistige Behinderung?“ nach. „Der Begriff ist umstritten. Viele betroffene Menschen sagen eher, dass sie Lernschwierigkeiten haben. Denn ihnen fehlen lediglich bestimmte Kompetenzen und ihre Entwicklung ist verlangsamt. Ihr Geist ist dabei nicht behindert. Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt mittlerweile dringend, die Formulierung anzupassen. Sie möchten sich an der englischen Formulierung ‚intellectual impairments‘ orientieren und bevorzugen die Bezeichnung ‚intellektuelle Beeinträchtigung'“, heißt es im Beitrag der Aktion Mensch. Die Selbstvertretungsorganisation von Menschen mit Lernschwierigkeiten Mensch zuerst fordert schon lange die Abschaffung des Begriffs „geistig behindert“. Und auch der Bundesbehindertenbeauftragte hat sich mit dem Thema befasst und schlägt „Menschen mit Lernbeeinträchtigung“ vor.

Entscheidendes Jahr in Sachen Barrierefreiheit liegt vor uns

Bild vom Beiratstreffen der Bundesinitiative Barrierefreiheit
Bild vom Beiratstreffen der Bundesinitiative Barrierefreiheit
Foto: BMAS

Berlin (kobinet) Wird das Bundesbehindertengleichstellungsgesetz (BGG) und das Allgemeine Gleichbehandlungslungsgesetz (AGG) in diesem Jahr reformiert und vor allem wie? Wird die Barrierefreiheit und eine entsprechende Verpflichtung zu angemessenen für private Anbieter von Dienstleistungen und Produkten endlich gesetzlich verankert und verpflichtend? Dies sind zentrale Frage, die die Behindertenbewegung 2024 beschäftigen werden, denn diese Reformen sind nicht nur im Koalitionsvertrag versprcohen, sondern schon längst überfällig. Die letzte Sitzung des Beirats der Bundesinitiative Barrierefreiheit fand im Oktober 2023 statt und nun müssten hoffentlich bald konkrete Vorschläge für Gesetzesregelungen vorgelegt werden. Darauf drängt nicht nur Ottmar Miles-Paul von der LIGA Selbstvertretung, sondern eine Vielzahl von Verbänden und Akteur*innen. Dass schnelle Initiativen für mehr Barrierefreiheit nötig sind, zeigt auch ein aktueller Beitrag in der Frankfurter Allemeinen Zeitung (FAZ).

Neues Buch von Christian Mürner: Verkannte Figuren

Cover des Buches Verkannte Figuren von Christian Mürner
Cover des Buches Verkannte Figuren von Christian Mürner
Foto: Beltz

Hamburg (kobinet) „Verkannte Figuren: Literatur, Lebenswelt, soziale Lesarten“, so lautet der Titel eines neuen Buches des Journalisten Christian Mürner, der vor kurzem im Beltz-Verlag erschienen ist. „Die Komplexität der Figuren und Personen mit Behinderung in Literatur und Lebenswelt bleibt weitgehend unberücksichtigt. Ihre Bedeutung und die Auseinandersetzung mit den sozialen Lesarten und Rollen beschränken sich auf schablonenhafte Darstellungen. Doch es gibt sie, die Erzählungen und Romane, wie die von Cristina Morales oder Georges Simenon, sowie Märchen oder populäre Theatervorstellungen, die sowohl mit künstlerischer Fantasie als auch mit literarischen und kulturgeschichtlichen Perspektiven die Lesenden überraschen“, heißt es in der Ankündigung des Buches von Christian Mürner.

Verband der Pflegenden fordert politischen Einfluss auf die Pflegeheim-Kosten

Logo des VDAB
Logo des VDAB
Foto: VDAB

BERLIN (kobinet) Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) verweist
darauf, dass die Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass sehr hoch bleiben und es deshalb höchste Zeit ist, dass sich die Bundesregierung sowohl um eine nachhaltige und generationengerechte Finanzierung der Pflegeversicherung kümmert als auch die wirtschaftlichen Grundlagen der Pflegeunternehmen sichert.

Phil Hubbe: Buchpräsentation zum Jubiläumsband Vorsicht, Stufe – 20 Jahre Behindertencartoons

Cover des Buches von Phil Hubbe
Cover des Buches von Phil Hubbe
Foto: Phil Hubbe

Magdeburg (kobinet) „Am 26. Februar 2024 ist es soweit: Mein Jubiläumsband ‚Vorsicht, Stufe! – 20 Jahre Behinderte Cartoons‘ erscheint im Lappan-Verlag (https://www.carlsen.de/hardcover/vorsicht-stufe/978-3-8303-3684-6). Auf 128 Seiten findet sich eine tolle Auswahl der besten ‚alten‘ Zeichnungen und viele neue Cartoons. Dazu gibt es ein Vorwort und Gespräch mit dem Aktivisten Raúl Krauthausen und ein Nachwort des Bundespräsidenten a.D. und Schirmherr der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Christian Wulff. Gefeiert wird dieses Jubiläum mit einer Buchpräsentation am Freitag, den 1. März 2024 um 19:00 Uhr im Moritzhof Magdeburg.“ Dies teilte der renomierte Cartoonist Phil Hubbe in einer Presseinformation mit.

Mit Führhund in die Hauptstadt: Mandy Müller berichtet über ihr Bundestagspraktikum

Mandy Müller mit Assistenzhund Oris vor der Reichstagskuppel in Berlin
Mandy Müller mit Assistenzhund Oris vor der Reichstagskuppel in Berlin
Foto: privat

Kassel (kobinet) „Mit Blindenführhund in die Hauptstadt – Mandy Müller berichtet über ihr Praktikum im Bundestag“, so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am Montag, den 22. Januar 2024, um 16:00 Uhr im freiRAUM des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) in der Samuel-Beckett-Anlage 6 in 34119 Kassel stattfindet. „Mein Name ist Mandy, ich bin 29 Jahre alt, Politik-Studentin aus Kassel und engagiere mich ehrenamtlich beim fab. Außerdem habe ich 2023 an der Weiterbildung ‚Empowerment zur Selbstvertretung‘ des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) teilgenommen. Im Rahmen dieser Weiterbildung bekam ich die Chance, zwei Wochen lang ein Praktikum bei der Bundestagsabgeordneten Stephanie Aeffner von den Grünen, die selbst Rollstuhlnutzerin ist, zu absolvieren“, heißt es u.a. im Ankündigungstext für die Veranstaltung.

Mangelndes Vertrauen ins Gesundheitswesen

Bild einer Ärztin, eines Medikamenntenglases und einer Spritze vor blauem Hintergrund
Können die Ärzte das Gesundheitswesen heilen ?
Foto: Pixabay/Mohamed_hassan

DÜSSELDORF (kobinet) Die Mängelliste im Gesundheitswesen ist nach Einschätzung des Sozialverbandes VdK Nordrhein-Westfalen lang: Apotheken schlagen Alarm, weil Engpässe bei lebenswichtigen Medikamenten drohen. Niedergelassene Ärzte halten ihre Praxen geschlossen, um eine Neuregelung von Honorar-Budgets zu erkämpfen. Krankenhäuser kündigen bei Umsetzung des Krankenhausplans reihenweise Schließungen an. Und gleichzeitig steigen für sehr viele Krankenversicherte die Zusatzbeiträge. Wer die Debatte der Interessenvertretungen im Gesundheitswesen verfolgt, gewinnt den Eindruck, das Gesundheitswesen läge auf der Intensivstation.

Das Jahr beginnt mit Spitzen-Rollstuhlbasketball am Rhein

rollstuhlbasketball-em-motiv_300dpi von ING-DiBa

KÖLN (kobinet) In der Sporthalle am Bergischen Ring empfängt morgen das Team der Rollstuhlbasketball der Köln 99ers den Tabellenführer Lahn-Dill aus Wetzlar und steht damit vor einer schweren Aufgabe. Es verspricht somit ein Spitzenspiel der Rollstuhlbasketballer zu werden. Der RSV Lahn-Dill kommt als Tabellenführ an den Rhein und hat seine Ambitionen auf den Meistertitel, bisher mit einer weißen Weste untermauert.

Hohe Pflegeheimkosten weiter gestiegen

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

HANNOVER (kobinet) Obwohl sich die Zuschüsse erhöht haben werden In Niedersachsen die Plätze in den Pflegeheimen immer teurer. Zuschüsse erhöht haben. Seit dem 1. Januar dieses Jahres müssen Betroffene laut Erhebung des Verbandes der Ersatzkassen (VDEK) monatlich 80 Euro mehr zahlen als noch ein Jahr zuvor. Für den Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen ist das ein unhaltbarer Zustand. Denn: Immer mehr Pflegebedürftige müssen Sozialhilfe beantragen, weil sie die Kosten alleine nicht mehr stemmen können. Der SoVD fordert deshalb die Landesregierung auf, ihre Blockadehaltung zu beenden und die Investitionskosten für Pflegeheimplätze zu übernehmen.

Bayerns Barrierefreiheitsziel 2023 rückt in weite Ferne

Rollstuhl  stösst mit seinen vorderen Rädern an eine zu hohe Bordsteinkonte
Am Zugang zum barrierefreien Bahnhof im Pleinfeld
Foto: B. Endres

PLEINFELD (kobinet) Nachdem am 09. Januar des neuen Jahres von Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf Zahlen zu Barrierefreiheit in Bayern verkündet wurden, zeigen diese offenbar eine eklatante Diskrepanz zwischen den politischen Ankündigungen und der Realität. Der Leiter der Kontaktstelle Fränkisches Seenland des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) Bernhard Endres, kritisiert scharf, dass die selbst gesteckten Ziele für das Jahr 2023 bei Weitem verfehlt wurden.

Neuer EU-Behindertenausweis nahm entscheidende Hürde

Katrin Langensiepen freut sich über Abstimmungserfolg im EU-Sozialausschuss
Katrin Langensiepen freut sich über Abstimmungserfolg im EU-Sozialausschuss
Foto: Katrin Langensiepen

Brüssel (kobinet) „Riesen Erfolg! Einstimmig haben wir im Sozialausschuss im #EU Parlament den Vorschlag für einen EU-Behindertenausweis abgestimmt!“ Mit diesem Post auf X bringt die Europaabgeordnete der Grünen Katrin Langensiepen ihre Freude über das Abstimmungsergebnis im Sozialausschuss des Europäischen Parlaments vom 11. Januar 2024 zum Ausdruck. „Neuer EU-Behindertenausweis kommt: Ein erster Schritt für EU-Freizügigkeit für alle“ titelt die selbst mit einer Behinderung lebende Katrin Langensiepen dementsprechend auch die von ihr versandte Presseinformation zur neuen Entwicklung.

Aktion Schichtende: Warten auf Reformvorschläge des Werkstättensystems

Logo: Budget für Arbeit nutzen
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Foto: Netzwerk Artikel 3

Berlin (kobinet) Seit August 2023 wirbt die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit der „Aktion Schichtende in Werkstätten für behinderte Menschen“ für die verstärkte Nutzung des Budget für Arbeit bzw. des Budget für Ausbildung, um eine Beschäftigung behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Zum Beginn des neuen Jahres wartet die ISL gespannt darauf, welche Vorschläge das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für die Reform des Werkstättensystems vorlegen und welche Gesetzesinitiativen vorgeschlagen werden. Nach Veröffentlichung einer Studie über das Entgeltsystem in Werkstätten für behinderte Menschen und über Alternativen zur Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hat das Ministerium im Herbst eine Vielzahl von Gesprächen und einen Dialogprozess zur Reform des Werkstättensystems durchgeführt. Nun müssten nach Ansicht der ISL konkrete Vorschläge vorgelegt werden.

2024 wieder interessante gebärdensprachliche Museumsführungen

Textlogo LWL Für die Menschen, für Westfalen-Lippe
Logo Landesverband Westfalen-Lippe
Foto: LWL Landesverband Westfalen Lippe

Röthenbach (kobinet) Auch 2024 gibt es wieder interessante gebärdensprachliche Museumsführungen in den Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Darauf weist Judit Nothdurft aus Röthenbach, hin. Im Einladungsfilm auf www.deafservice.de sind ausführliche Informationen zu den Führungen in Deutscher Gebärdensprache zu sehen.

Bayern: Internetplattform in Leichter Sprache und Gebärdensprache

Portraitfoto der Ministerin, junge Frau mit blondem haar
Ulrike Scharf, Staatsministerin im Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales.
Foto: StMAS/Tina Nötel

München (kobinet) Die neue Internet-Plattform „einfach finden“ ist seit kurzem online. Sie wurde im Programm „Bayern barrierefrei“ entwickelt und enthält alle relevanten Informationen über die Bayerische Staatsregierung in Leichter Sprache und in Gebärdensprache. Dies teilte Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf mit. „Barrierefreie Kommunikation muss selbstverständlich sein. Alle Menschen müssen teilhaben können – wir dürfen niemanden ausschließen. Mit der Internetplattform ‚einfach finden‘ erreichen wir einen Meilenstein in der barrierefreien Kommunikation“, betonte die Ministerin.

Neues Buch: Stoppt Ableismus!

Buchcover: Stoppt Ableismus!
Buchcover: Stoppt Ableismus!
Foto: rowohlt

Berlin (kobinet) Am 30. Januar 2024 erscheint das neue Buch „Stoppt Ableismus! Diskriminierung erkennen und abbauen“ von Anne Gersdorff und Karina Sturm und wird um 18:00 Uhr im Tuechtig in Berlin vorgestellt. „Die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen ist der Grund, warum auch heute noch nicht alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Noch immer verhindern Berührungsängste einen Dialog über Ableismus. So bleiben nahezu 15 Prozent der globalen Bevölkerung von der Gesellschaft ausgeschlossen. Ohne erhobenen Zeigefinger, mit einfachen Erklärungen und anhand anschaulicher Beispiele legt dieses praxisorientierte Handbuch Barrieren und Ausschlussmechanismen der Dominanzgesellschaft offen. Es bietet damit den idealen Ausgangspunkt, um die eigenen Privilegien als nicht behinderte Person zu erkennen, zu hinterfragen und Diskriminierung und Barrieren ein für alle Mal abzubauen“, heißt es zum Buch, das vom rowohlt-Verlag mit der ISBN: 978-3-499-01187-0 veröffentlicht wird.

Wohlfahrtsverband kritisiert geplante Verschärfung von Sanktionen gegen Erwerbslose

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Mit Briefen an die Abgeordneten der Ampel-Fraktionen im Deutschen Bundestag spricht sich der Paritätische Wohlfahrtsverband gegen die Vorschläge der Bundesregierung zur Wiedereinführung und gravierenden Verschärfung von Sanktionsmöglichkeiten gegenüber erwerbslosen Menschen und fordert dazu auf, diesen nicht zu folgen. Aus Sicht des Wohlfahrtsverbands sind die geplanten Maßnahmen unverhältnismäßig und können auch verfassungswidrig sein.

Bundesverfassungsgericht entschied zu Anrechnung auf Conterganrenten

Symbol Paragraph

Karlsruhe (kobinet) Mit einem am 10. Januar 2024 veröffentlichtem Beschluss hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts auf eine Vorlage des Bundesverwaltungsgerichts entschieden, dass § 15 Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes über die Conterganstiftung für behinderte Menschen (Conterganstiftungsgesetz – ContStifG) in den Fassungen vom 26. Juni 2013 und vom 21. Februar 2017 mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Nach dieser zum 1. August 2013 in Kraft getretenen Vorschrift werden Zahlungen, die wegen der Einnahme thalidomidhaltiger Präparate von Anderen, insbesondere von ausländischen Staaten, geleistet werden, auf die nach dem Conterganstiftungsgesetz zu zahlende Kapitalentschädigung und Conterganrente angerechnet, heißt es in einer Presseinformation des Bundesverfassungsgerichts zu der Entscheidung.

Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter blieb auch im Dezember 2023 hoch

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Mit 166.810 arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen bleibt die Arbeitslosigkeit dieses Personenkreises anhaltend hoch. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese um fast 7.000 angestiegen, als im Dezember 2022 159.884 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet wurden. Dies geht aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Ob die zum 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Neuregelungen, wie die Erhöhung der Ausgleichsabgabe, einen entsprechenden Effekt auf den Abbau der Arbeitslosigkeit haben wird, das werden die kommenden Monate zeigen.

Inklusives Segeln kommt 2024 nach Schwerin

Stefanie Drese
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Foto: Sozialministerium Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin (kobinet) Bereits zweimal segelten in Mecklenburg-Vorpommern Teams aus aller Welt um den Weltmeistertitel im inklusiven Segeln. Zum ersten Mal kommt das inklusive Segeln in diesem Jahr nach Schwerin. Vom 3. bis zum 4. Oktober sollen die Wettkämpfe die Festlichkeiten im Zuge der Bundesratspräsidentschaft zum Tag der Deutschen Einheit ergänzen, wie die Sportministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese, nach einem Gespräch mit den Initiatoren mitteilte.

VdK-Präsidentin kritisiert Haushalt: „Das ist keine gerechte Politik“

Verena Bentele
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Am heutigen 11. Januar 2024 berät der Haushaltsausschuss des Bundestages den Entwurf des Zweiten Haushaltsfinanzierungsgesetzes 2024. Die Vorlage sieht diverse Gesetzesänderungen vor, um in 2024 und den Folgejahren Einsparungen zu erzielen und Einnahmen zu erhöhen. Die VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert den geplanten Haushalt mit den Worten: „Das ist keine gerechte Politik.“

Bündnis fordert soziales Klimageld

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

BERLIN (kobinet) Angesichts der Anhebung des CO2-Preises zum 1. Januar 2024 auf 45 €/t fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband im Bündnis mit ver.di, dem BUND und weiteren Umwelt-, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden die schnelle Einführung eines sozialen Klimageldes. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischer Gesamtverband, Ulrich Schneider, stellt in diesem Zusammenhang fest: „Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung sozialen Ausgleich beim Klimaschutz auf die lange Bank schiebt. Das Klimageld muss endlich kommen! Es geht nur ökosozial.“

Auch beim Schutz von Menschen mit Behinderungen bei Katastrophen ist noch viel Luft nach oben

Zeichnungeiner Rundumleuchte mitrotem cht
Rotes Blinklicht
Foto: Pixabay/Pacholek-cz

BERLIN (kobinet) Vor zwei Tagen haben die kobinet-Nachrichten über die Forderung nach mehr Beachtung von Menschen mit Behinderungen beim Katastrophenschutz informiert Der Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, André Hahn weist nun darauf hin, dass zu den bisherigen Aktivitäten nun weitere Vorhaben zum Schutz von Menschen mit Behinderungen in Gefahrensituationen auf den Weg gebracht werden müssen. Die vorliegende Antwort der Bundesregierung zeigt nach Hahn`s Worten, dass die Bundesregierung und die Bundesbehörden noch zu langsam, nicht ausreichend sozial und teilweise am Bedarf vorbei agieren.

Wie man die Zielgruppe für Leichte Sprache einbindet

Symbol leichte Sprache
Signet von Inclusion Europe für Texte in Leichter Sprache
Foto: Signet von Inclusion Europe

SAINT-NAZAIRE (kobinet) Dem Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ sind gewiss schon viele in der Arbeit zu Barrierefreiheit und Inklusion einmal begegnet. Wer aber auf diesem Gebiet tätig ist, weiß auch, dass dieser Grundsatz nicht nur eine politische Forderung ist, sondern zugleich Voraussetzung für erfolgreiche und qualitativ gute Arbeit. Zugänge für Personen mit Rollstuhl lassen sich ausmessen – besser und effektiver ist jedoch jemanden an der Arbeit zu beteiligen, der selbst im Rollstuhl sitzt und das Leben aus dieser Perspektive kennt. Das gilt ebenso für andere Gesichtspunkte der Barrierefreiheit. Wie man diese Arbeit beim Erstellen von Texten in Leichter Sprache effektiv machen kann, das beschreibt die Übersetzerin Andrea Halbritter in einer aktuellen Ausgabe ihres Blogs.

Bewerbungsphase um Deutschen Kinder- und Jugendpreis endet bald

Zeichnung mit Kidnern, die tanzen und Rad schlagen
Spielende Kinder – unübersehbare Lebensfreude
Foto: Pixabay/Prawny

BERLIN (kobinet) Noch drei Wochen besteht bis Ende Januar die Möglichkeit, sich um den Deutschen Kinder- und Jugendpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes zu bewerben. Mit dieser Auszeichnung werden Projekte gewürdigt, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken. Der Deutsche Kinder- und Jugendpreis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert und damit der höchstdotierte bundesweite Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung in Deutschland.

Hamburg: Mit 66 Maßnahmen zu mehr Teilhabe behinderter Menschen

Logo zum Hamburger Beteiligungsverfahren für den Aktionsplan
Logo zum Hamburger Beteiligungsverfahren für den Aktionsplan
Foto: Sozialbehörde Hamburg

Hamburg (kobinet) Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer hat am 9. Januar 2024 den neuen Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) vorgestellt. Der Plan benennt acht zentrale Handlungsfelder und 66 konkrete Maßnahmen, um die Rechte und Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen in Hamburg weiter zu stärken, heißt es in einer Presseinformation auf www.hamburg.de.

Bayern: Behindertenbeauftragter zieht gemischte Bilanz bei Barrierefreiheit

Ulrike Scharf, Holger Kiesel und Markus Söder bei der Sitzung des bayerischen Ministerrats
Ulrike Scharf, Holger Kiesel und Markus Söder bei der Sitzung des bayerischen Ministerrats
Foto: Joerg Koch / Bayerische Staatskanzlei

München (kobinet) Im bayerischen Ministerrat in der Staatskanzlei drehte sich am 9. Januar 2024 alles um die Barrierefreiheit. Seit gut 10 Jahren gibt es nun in Bayern das Programm „Bayern barrierefrei“ – Zeit über den aktuellen Stand und die Zukunft zu sprechen. Holger Kiesel, der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, gab dazu seine Einschätzung ab. Es sei durchaus einiges erreicht worden, meinte Holger Kiesel. Dennoch liege noch ein weiter Weg vor den Verantwortlichen im Freistaat.

Texte mit KI einfach gestalten: capito bei der CES 2024

Bild von der CES in Las Vegas
Bild von der CES in Las Vegas
Foto: OpenAI’s DALL-E

Las Vegas (kobinet) „Bei der CES 2024 in Las Vegas wird das österreichische KI Unternehmen capito im Europäischen Pavillon seine Technologie präsentieren. Es wurde dafür vom Europäischen Innovationsrat ausgewählt. Die CES, kurz für Consumer Electronics Show, ist die größte Technologie-Messe des Jahres und findet vom 9. bis 12. Jänner 2024 in Las Vegas statt.“ Darauf macht der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam.

T_OHR: Blindenreportage bei der Handball-Europameisterschaft 2024

Symbol Information

Düsseldorf (kobinet) Heute, am 10. Januar 2024, geht es los mit der Handball Europameisterschaft – und zwar mit Audiodeskription. T_OHR, unter der Trägerschaft der AWO-Südwest gGmbH, setzt während der Handball-Europameisterschaft bei mehr als 20 Spielen die audiodeskriptive Live-Reportage um. Bildhaft und in Echtzeit kann so jeder Wurf, jeder hart erkämpfte Ball und jede Parade der Torhüter miterlebt werden. „Wir sind stolz darauf, durch die Organisation der audiodeskriptiven Live-Reportagen die Voraussetzung zu schaffen, dass alle Fans vor Ort und zu Hause an diesem Handballfest teilhaben können“, erklärte T_OHR-Projektleiter Lucas Schmelz vor Turnierstart.

Zahnmediziner erhalten Ehrennadel

Foto eines zahnärztlichen Arbeitsplatzes
Zahnärztlicher Arbeitsplatz
Foto: Pixabay/Rubenjob

WITTEN / HERDECKE (kobinet) Die beiden Professoren der Universität Witten/Herdecke: Prof. Dr. Peter Cichon und Prof. Dr. Andreas Schulte erhalten die Silberne Ehrennadel der Deutschen Zahnärzteschaft für ihre Verdienste in der zahnärztlichen Behandlung von Menschen mit Behinderungen. Diese beide Zahnmediziner haben sich nach Einschätzung der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe und der Bundeszahnärztekammer in ihrer gesamten beruflichen Laufbahn nachhaltig der Behandlung von Menschen mit Beeinträchtigungen gewidmet und maßgeblich für die Implementierung dieser so schwierigen wie dankbaren Aufgabe im zahnärztlichen Behandlungsspektrum gesorgt.

Vorschlag für Aktionsplan: Gesundheitsleistungen barrierefrei gestalten

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Berlin (kobinet) „Entwicklung von Plänen: Alle Zugänge und Nutzungsmöglichkeiten von Gesundheitsdienstleistungen sind barrierefrei zu gestalten und angemessene Vorkehrungen sind bereitzuhalten (lt. Nr. 48 CRPD/C/DEU/CO/1) – Barrierefreiheit muss als verpflichtender Qualitätsstandard generell eingeführt werden.“ So lautet ein Vorschlag für den vom Bundesministerium für Gesundheit zu erarbeitenden Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen, den das Bündnis inklusives Gesundheitswesen dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) am 15. Dezember unterbreitet hat. Die Vorschläge für einen „Aktionsplan für ein diskriminierungsfreies Gesundheitswesen – divers, inklusiv, barrierefrei“ unter dem Motto „Gesundheit für Alle“ mit vielfältigen Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass der für dieses Jahr angekündigte Aktionsplan zügig erarbeitet wird und vor allem für ein wirklich inklusives, diverses und barrierefreies Gesundheitswesen sorgt.

Wenn der Fahrstuhl wochenlang kaputt ist

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Kassel (kobinet) Das eine ist eine barrierefreie Wohnung zu finden, das andere ist aber, dass dann der Fahrstuhl im Gebäude auch funktioniert. Davon kann die Kasseler Stadtverordnete Maria Stafyllaraki ein Lied singen, denn seit Wochen kommt sie zum Teil nicht aus ihrer Wohnung raus, weil der Fahrstuhl kaputt ist. „Wegen eines kaputten Fahrstuhls kann Rollstuhlfahrerin Maria Stafyllaraki ihre Wohnung seit Wochen nicht verlassen. Die Grünen-Politikerin ist nicht die einzige, die unter dem Defekt leidet“, schrieb daher vor kurzem Matthias Löhr von der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) in einem Bericht der in Kassel erscheinenden Zeitung.

Teilhabeverfahrensbericht 2023 veröffentlicht

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Foto: BAR

Frankfurt am Main (kobinet) „Die Anzahl der Anträge auf Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe ist im Jahr 2022 auf etwa 3 Millionen angestiegen, das sind 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer eines bewilligten Antrags beträgt 24 Tage und hat sich damit um 4 Tage verlängert. 84 Prozent der Anträge wurden vollständig oder teilweise bewilligt. Über ein Viertel aller Rehabilitationsträger hat im Jahr 2022 über Widersprüche entschieden, wobei 53 Prozent der Entscheidungen zugunsten der Leistungsberechtigten ausfielen.“ Diese und weitere wichtige Entwicklungen im Bereich der Rehabilitation und Teilhabe sind im Teilhabeverfahrensbericht 2023 der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) detailliert dargestellt. Der aktuelle Bericht zeigt Trends und Veränderungen über vier Berichtsjahre auf und bietet erstmalig eine getrennte Auswertung für örtliche und überörtliche Träger im Bereich der Eingliederungshilfe, heißt es vonseiten der BAR.

In Baden-Württemberg soll Landespflegekammer entstehen

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Der Gründungsausschuss für eine Landespflegekammer Baden-Württemberg konnte mehr als 114.000 Pflegekräfte als Mitglieder einer künftigen Kammer erfassen. In einem Schreiben werden nun die Pflegekräfte in den kommenden Tagen vom Gründungsausschuss über ihre Erfassung und das weitere Vorgehen zu ihrer Registrierung informiert. Die erfassten Pflegekräfte haben dann bis zum 23. Februar 2024 Zeit, eine Einwendung gegen ihre geplante Registrierung einzulegen. Die vorgesehene Landespflegekammer wird nur errichtet, wenn mindestens 60 Prozent der Pflegekräfte keine Einwendung gegen die Registrierung einlegen.

Für mehr Beachtung im Katastrophenschutz

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Rotes Blinklicht
Foto: Pixabay/Pacholek-cz

BERLIN (kobinet) Im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung sind Menschen mit Behinderungen weniger im ehrenamtlichen Bevölkerungsschutz vertreten. Um diese Gruppe besser zu erreichen, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Kampagne „Egal was du kannst, du kannst helfen“ ins Leben gerufen. Die Kampagne richtet sich vor allem an Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit Migrationshintergrund.

Appell für Engagement für Grundrechte in außerklinischen Intensivversorgung

Sharepic mit Christoph Jaschke und dem Text:
Sharepic mit Christoph Jaschke und dem Text: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“
Foto: Christoph Jaschke

München (kobinet) Mit einem „Appell für verstärktes Engagement zugunsten der Grundrechte in der außerklinischen Intensivversorgung im Jahr 2024“ hat sich Christoph Jaschke an die Öffentlichkeit gewandt. „im Lichte unserer gemeinsamen Verantwortung gegenüber den Menschen, die auf außerklinische Intensivversorgung angewiesen sind, richte ich diesen Appell an euch als wichtige Stakeholder in diesem Bereich“, schrieb Christoph Jaschke in seinem Appell auf Facebook. Im folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten den Appell.

Was bringt 2024 für behinderte Menschen in Österreich?

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Foto: public domain

Wien (kobinet) „Durch das Wahlrechtsänderungsgesetz sind ab Jänner 2024 eine Reihe vom Vorschriften für barrierefreie Wahlen hinzugekommen. Schaffung einer zeitgemäßen Terminologie betreffend Menschen mit Behinderungen. Dies beinhaltet das Recht Informationen in leicht lesbarer Form zu erhalten. Auch wurden gesetzliche Vorschriften zu Mindest-Schriftgrößen, Abschrägen der Stimmzettel-Schablonen sowie Wahlkarten-Schablone samt Braille-Aufschrift erlassen. Ab 1.1.2028 müssen sämtliche Wahllokale barrierefrei erreichbar sein.“ Über diese Neuerungen im österreichischen Wahlrecht für behinderte Menschen und eine Reihe weiterer Änderungen, die dieses Jahr in Österreich für behinderte Menschen anstehen, berichtet der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS.

Aktion Mensch weist auf unsichtbare Behinderungen hin

Logo: Stopp Vorurteile!
Logo: Stopp Vorurteile!
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „‚Das ist der Parkplatz für Behinderte! Du darfst hier gar nicht halten!‘ – Menschen mit einer unsichtbaren Behinderung erleben diese Anschuldigungen häufig. Dabei gibt es viele Erkrankungen, die von außen nicht sichtbar sind. Was sind das für Krankheiten? Und wie können Außenstehende rücksichtsvoll agieren?“ heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch, mit dem auf einen Beitrag zu unsichtbaren Behinderungen mit dem Titel „Ich habe was, was Du nicht siehst“ verwiesen wird.

Hessisches Landessozialgericht zu Widerspruch per einfacher E-Mail

Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage
Justitia
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay

Darmstadt (kobinet) Das hessische Landessozialgericht (LSG) hat in einem Urteil von Oktober 2023 festgestellt, dass ein per einfacher E-Mail eingelegter Widerspruch unwirksam ist. Auf diese Entscheidung macht Henry Spradau in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Auch 2024 gibt’s gute Nachrichten zur Inklusion

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion
Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) Was das Jahr 2024 bringen wird, das steht noch weitgehend in den Sternen. Aber eines ist schon einmal gewiss. Bei all den vielen Problemen, mit denen sich behinderte Menschen herumplagen müssen, wird es auch 2024 eine Reihe von guten Nachrichten zur Inklusion geben. Das teilte der Koordinator des Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“ des NETZWERK ARTIKEL 3, Ottmar Miles-Paul, zum Jahresbeginn mit. Das seit Oktober 2021 von der Aktion Mensch geförderte Projekt läuft noch bis zum 30. September 2025. Bisher wurden ca. 250 gute Nachrichten zur Inklusion aufgespürt und auf der Projekthomepage darüber berichtet. Allein 2023 waren es über 110 Berichte über gute Nachrichten zur Inklusion, teilte Ottmar Miles-Paul mit. Ihm ist wichtig, dass wir neben all dem, wofür wir uns noch im Sinne der Achtung der Menschenrechte einsetzen müssen, auch gesehen wird, was erreicht wurde, bzw. wofür sich behinderte und nichtbehinderte Menschen engagieren.

Bei Antidiskriminierungskampagne über eigenen Tellerrand hinausblicken

Sharepic mit Ottmar Miles-Paul gegen Gewichtsdiskriminierung
Sharepic mit Ottmar Miles-Paul gegen Gewichtsdiskriminierung
Foto: Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung

Berlin (kobinet) Bei der Kampagne für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) geht es einerseits darum, die Belange behinderter Menschen für einen besseren Schutz vor Diskriminierungen und für verbindliche Regelungen zur Barrierefreiheit einzubringen. Andererseits geht es dabei für den Sprecher der LIGA Selbstvertretung, Ottmar Miles-Paul, aber auch darum, den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus zu richten und andere diskriminierte Gruppen zu unterstützen, die beispielsweise vom Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht erfasst sind. So können sich beispielsweise Menschen, die Gewichtsdiskriminierungen erleben müssen, kaum adäquat dagegen zur Wehr setzen. Daher hat Ottmar Miles-Paul die Social Media Kampagne der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung mit einem Sharepic und Statement unterstützt.