
Foto: sch
Berlin (kobinet) Der verlustreiche Abwehrkampf gegen die russischen Investoren ist mit der Herkulesaufgabe verbunden, die Kriegsversehrten zu versorgen. "Prothesen fehlen in der Ukraine", berichtet das RehaTreff-Magazin (1/2024). Nach unbestätigten Angaben soll die Zahl von 50.000 Amputierten schon überschritten sein, erfuhr sein Autor Michael Kramer. Er war im Dezember vergangenen Jahres mit HORUS Prosthetics zwischen Kiew und den Karpaten unterwegs und hat geholfen, amputierte Soldaten mit Prothesen zu versorgen.
HORUS wurde 2020 gegründet. Das Berliner Unternehmen unterstützt mit Beinprothesen eine ukrainische Klinik, wo orthopädische Chirurgen aus der schwedischen Stadt Angelholm tätig sind. Nach Vorschlägen von Michael Kramer soll ein Gehtrainingsraum eingerichtet werden. Kramer wird in diesem Jahr weitere.Amputierte trainieren und Therapeuten aiusbilden.
Schon länger werden bei Ottobock ukrainische Techniker und Physiotherapeuten ausgebildet. In einer 12-wöchigen Intensivausbildung lernen sie, wie sie Verletzungen vermessen, die Prothesen anfertigen und diese dann bei den verwundeten Patienten anpassen. Speziell dafür sind sogenannte Demo-Anwender vor Ort: Menschen mit einer Amputation, die bereits eine Prothese besitzen. Sie kennen sich aus mit ihren künstlichen „Ersatzteilen“ und können den Technikern genau sagen, wo es noch drückt.




