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Das Leben als Frau mit Behinderungen ist gefährlich

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Wien (kobinet) Nicht nur in Deutschland wird verstärkt über einen besseren Schutz behinderter Menschen vor Gewalt diskutiert. Daniela Rammel vom Vorsitzteam des österreichischen Unabhängigen Monitoringausschuss betonte anlässlich des Internationalen Frauentages im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS: "Für Frauen mit Behinderungen sind Gewalterfahrungen erschreckend normal. Die gesetzten Maßnahmen zum Gewaltschutz reichen nicht aus. Wenn eine Gewaltschutzeinrichtung einen stufenlosen Eingang hat, ist die Einrichtung noch lange nicht umfassend barrierefrei und zugänglich für alle Frauen mit Behinderungen. Dafür fehlt in Österreich nach wie vor das Bewusstsein. Es braucht tiefgreifende strukturelle Veränderungen zum Schutz von Frauen mit Behinderungen und flächendeckend barrierefreie Angebote.“



„Artikel 6 der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Österreich dazu, sicherzustellen, dass Frauen und Mädchen mit Behinderungen keinerlei Diskriminierung erfahren und in allen Lebensbereichen gleichgestellt sind. Artikel 16 der UN-BRK verpflichtet zu Gewaltschutz für Menschen mit Behinderungen, explizit für Frauen mit Behinderungen. Im Jahr 2024 bleibt weiterhin Handlungsbedarf beim Schutz von Frauen mit Behinderungen bestehen. So fordert auch der UN-Fachausschuss den Staat Österreich auf Basis der UN-Staatenprüfung 2023 dazu auf, Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Österreich besser zu schützen. Eine Vielzahl von Frauen mit Behinderungen erfährt im Verlauf ihres Lebens körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt. Dies belegt eine Studie des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie im Jahr 2019 eindrücklich. Insbesondere Frauen in betreuten Wohnformen sind einem erhöhten Gewaltrisiko ausgesetzt“, heißt es im BIZEPS-Bericht.

Link zum vollständigen BIZEPS-Bericht