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ZSL Bad Kreuznach trauert um Edgar Doell

Portraitfoto Edgar Doell
Foto von Edgar Doell
Foto: ZSL Bad Kreuznach

Hollenbach/Bad Kreuznach (kobinet) Edgar Doell ist am 5. März 2024 nach langer Krankheit verstorben. Bekannt wurde er bundesweit dadurch, dass er mit hohem Engagement für sein Arbeitgebermodell kämpfte und es dann auch durchsetzte. Cindy Daví vom ZSL schrieb einen sehr persönlich gehaltenen Nachruf auf ihn, aus dem wir nachstehend zitieren:

„Edgar Doell, geboren am 25.07.1960, ist vergangenen Dienstag, den 05. März 2024 gestorben. Edgar Doell war nicht nur Gründungsmitglied, sondern hat mit all seiner Energie unseren Verein etabliert und die Idee des Selbstbestimmten Lebens für Menschen mit Beeinträchtigung sowohl in der Region, als auch überregional bekannt gemacht. Mit seinem alten Freund Norbert Brings, ebenfalls Gründungsmitglied des ZSLs, wurden in Rheinland-Pfalz Kostenträger (Kommunale Verwaltungen, Krankenkassen, Unfallkassen, usw.) und Bildungsstätten aufgesucht und über die Philosophie des Selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Beeinträchtigung informiert und aufgeklärt. Zusätzlich war er behindertenpolitisch viel unterwegs, hatte eigens einen Behindertenbeirat der Stadt und des Kreises mitinitiiert. Er war der erste hier in Bad Kreuznach, der aus einer Wohneinrichtung der Kreuznacher Diakonie ausgezogen ist und sich getraut hat, selbstbestimmt mit Arbeitgebermodell in einer eigenen Wohnung zu leben. Unterstützt wurde er hierbei von seinem Assistenzteam.
Neben seinem Engagement für unseren Verein hatte Edgar auch viele Hobbys: Zum Beispiel war er ein leidenschaftlicher Trainer, Mitspieler und letztendlich Fan und Begleiter des E-Rollstuhlhockeys. Er hatte eine Ausbildung als DJ und war in Anlehnung an die Rolling Stones, deren großer Fan er war, in diesem Rahmen als DJ Ed Stone unterwegs. Zuletzt ließ er sich als Radiomoderator ausbilden. Edgar war immer unterwegs und hat nicht nur überall vom Selbstbestimmten Leben erzählt, sondern es auch wirklich gelebt. Bei all diesen Aktivitäten hat ihn seine Frau Elke Schmell, begleitet, unterstützt und ihm auch immer den Rücken freigehalten.
Nach langem Kampf konnte er am 05.März endlich loslassen. So selbstbestimmt wie er gelebt hat, starb er auch – in seiner eigenen Wohnung, im Kreis seiner Lieben.“
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