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Dokumentation: Alles inklusiv? So barrierefrei sind die privaten Medien

Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Arne Frankenstein mit E-Rolli unterwegs
Foto: Tristan Vankann / fotoetage

Bremen (kobinet) "Medien prägen unsere Gesellschaft wie kaum etwas anderes. Sie gleichberechtigt nutzen zu können, ist gesetzlicher Auftrag und ein wichtiger Bestandteil gesellschaftlicher Teilhabe. Bei der gemeinsamen Veranstaltung mit der Bremischen Landesmedienanstalt wurde auf dem Podium kritisch diskutiert, welche Bedarfe behinderte Menschen bei der Mediennutzung haben und wie diesen gut nachgekommen werden kann", heißt es im Newsletter des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Alles inklusiv? So barrierefrei sind die privaten Medien", die am 4. März 2024 stattfand. Nun hat das Büro des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen die Dokumentation zur Veranstaltung veröffentlicht.



Weitere Informationen und Nachberichte zur Veranstaltung „Alles inklusiv? So barrierefrei sind die privaten Medien“

Zum Videobeitrag von Sat1 Regional

Lesermeinungen

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3 Lesermeinungen
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Heidi Eiselein
13.03.2024 16:06

Ich finds gut, dass darüber gesprochen wird!

Im Fernsehen kenne ich bisher nur bei den öffentlich-rechtlichen Sendern die Möglichkeit der Audiodeskription von Firlmen oder ein Übersetzungsangebot (auf einem anderen Kanal) z.B. der Nachrichten in Gebärdensprache.
Bei den Privatsendern und PayTV-Anbieter kenne ich keine derartigen Angebote.

In den Printmedien erfahre ich als hochgradig Sehbehinderte auf der suche nach einem regionalen sowie überregionalen Tageszeitungsangebot viel Mühe und trotzdem wenig Informationen.
Viele angefragte Zeitungsverlage können keine Auskunft über die Zugänglichkeit der Produkte geben. Aus Unkenntnis wird oft die Frage lapidar mit der Information, dass mit Sicherheit kein barrierefreies Angebot existiere. Ehrlich gesagt wurde ich auch von keinem einzigen Verlag bzw. Vertriebshotline gefragt, welche Beeinträchtigung ich habe oder um welche Barrieren nicht vorhanden sein dürfen!
Inzwischen habe ich eine Handvoll Anbieter getestet. Manche sind mit einem Screenreader am Smartphone tatsächlich bedingt nutzbar. Am PC habe ich nur ein eingeschränktes Angebot für Screenreadernutzer entdeckt. Grauenvollerweise gibt es digitale Angebote, die erst vor wenigen Monten neu programmiert wurden aber überhaupt keine Zugänglichkeit bieten. Echt schade.
Eine oft integrierte funkion bei ePapers ist die Vorlesefunktion. Mit einem Screenreader ist dieses Element jedoch ebenfalls nicht verfügbar.

Leider ist es auch nicht möglich ein eingeschränktes Angebot z.B. nur zur Podcastnutzung auch kostenpflichtiger Folgen ein Abo abzuschließen. Nicht vergleichbar mit einer übrregionalen Zeitungsausgabe, aber immerhin gute Informationen bequem zugänglich.

Meine Erfahrung ist, dass die Verlage selbst keine Ahnung haben, welche Behinderungsgruppen das angebotene Angebot nutzen können.

Marion
Antwort auf  Heidi Eiselein
17.03.2024 10:27

Bei aller Kritik – Warum ist das so?
Die Forderung barrierefreier Medien ist ja gut und wichtig. Niemand hat aber jemals sich mit der Frage befasst, warum teils die Barrierefreiheit fehlt. Das kritisiere ich, denn ohne solche Analyse können die Ursachen nie behoben werden, selbst dann nicht, wenn diese gesetzlich geregelt werden.

Uwe N.
Antwort auf  Marion
18.03.2024 08:18

Absolut….!!!
Jedoch:
Um eine Richtige Analyse machen zu können, müsste entweder jede Menge Aufklärungsarbeit stattfinden, oder aber es gehören viele Menschen mit Behinderung in das entsprechend aufgebaute „Analyse-Team“…… Sonst bleibt der zustand quasi genauso wie er jetzt iss……;)