
Foto: Irina Ticher
Berlin (kobinet) Gesegnet, die auf Erden Frieden stiften. (William Shakespeare)

Berlin (kobinet) Gesegnet, die auf Erden Frieden stiften. (William Shakespeare)

BERLIN (kobinet) In der deutschen Mediengeschichte ist es bisher einmalige, dass ein Ereignis wie die Weltspiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung durch eine breite Allianz an Medien unterstützt wird. Für die Special Olympics World Games Berlin 2023 haben sich die elf führenden deutschen Anbieter von Bewegtbild zusammengeschlossen, um mit ihrer geballten Medienkraft die Wettbewerbe in Berlin zu begleiten. Ziel ist es Menschen mit geistiger Behinderung mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

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Berlin (kobinet) „Digitale Barrierefreiheit: Was ist das eigentlich?“ darum geht’s im #SozialgesprächPodcast. „Digitale Barrierefreiheit geht im Grunde alle Menschen und auf jeden Fall alle Organisationen und Fachkräfte der Sozialen Arbeit an. Warum wird das Thema dann so sträflich vernachlässigt? Worauf sollte ich dabei achten? Und was ist eigentlich digitale Barrierefreiheit? Diese Fragen versuchen wir im Sozialgespräch Podcast mit drei Expert*innen zu beantworten“, heißt es in der Ankündigung es knapp einstündigen Podcasts.

KÖLN (kobinet) In Köln bekommen Kinder mit Behinderungen oft keinen wohnortnahen Schulplatz im Gemeinsamen Lernen und viele Eltern müssen während der ganzen Schulzeit ihrer Kinder als Elterntaxi zur Verfügung stehen. Eine Bewilligung für die Schülerbeförderung ins Gemeinsame Lernen erhalten die Wenigsten. Deshalb wurden in einer gemeinsamen Anfrage von Grünen, CDU und Volt in der Schulausschuss-Sitzung am 22. April 2023 gefordert, die Zahlen zu gestellten Anträgen, Bewilligungen und Absagen aufgeschlüsselt nach Förderschulen und inklusiven Schulen beizubringen sowie die Voraussetzungen für eine Bewilligung der Beförderung klar zu benennen. Bis zum 19.Mai 2023 hatte die Verwaltung nicht geliefert.

BERLIN (kobinet) Die von SPD, Grüne und FDP in den Bundestag eingebrachte Pflegereform liegt nun auch der Bundesregierung gleichlautend als Gesetzentwurf vor. Der Entwurf eines Gesetzes zur Unterstützung und Entlastung in der Pflege (Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz – PUEG) soll in der kommenden Woche abschließend beraten werden.

Berlin (kobinet) In einem fraktionsübergreifenden Antrag fordert die Freie Hansestadt Bremen, den Umgang mit solchen vorgeburtlichen Bluttests bundesweit zu überprüfen und zu verbessern. Der Antrag wurde am 12. Mai in den Bundesrat eingebracht. Der NIPT musste früher selbst bezahlt werden, seit Juli 2022 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in bestimmten Fällen die Kosten. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe setzt große Hoffnung auf die Initiative der Bremischen Bürgerschaft zum nicht-invasiven Pränataltest, kurz NIPT.

BERLIN (kobinet) Die Möglichkeiten, ohne Barrieren mit der Bahn zu reisen, verbessern sich. Der Zug zur Barrierefreiheit ist unterwegs, das ist nicht zu bestreiten. „kobinet“ hat erst gestern darüber berichtet, dass im Jahr 2022 an 720 Verkehrsstationen bauliche Maßnahmen durchgeführt, wodurch die Barrierefreiheit an 1.110 Bahnsteigen verbessert wurde. Gleichzeitig sollte man nicht übersehen, dass dieser Zug durchaus nicht mit Vollgas unterwegs ist. Unsere Redaktion wurde kürzlich eingeladen, sich auch dafür ein Beispiel anzusehen.

FRANKFURT am MAIN (kobinet) Nach vier Jahren fand die Sight City, die größte Messe für Hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte in Frankfurt am Main wieder in Präsenz statt. Das Kap Europa erwies sich als gute Wahl, bot es doch auf vier Etagen die Gelegenheit, neue technische Entwicklungen zu bestaunen und Kontakt zu Bildungseinrichtungen und zur Selbsthilfe zu knüpfen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) konnte auch diese Veranstaltung wieder als Erfolg verbuchen.

MÜNCHEN (kobinet) Passend zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 05.Mai, hatte der Verein VbA Selbstbestimmt Leben e.V. auf dem Rindermarkt in München unter dem Motto „Leuchten für Inklusion“, auf seine Forderungen an Politik und Gesellschaft aufmerksam gemacht. Dabei hatte das Thema „Bessere Unterstützung, mehr Selbstbestimmung – Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung stärkt Inklusion“ im Fokus der Veranstaltung gestanden.

Berlin (kobinet) Mit dem Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine am 24. Februar 2022 waren auch eine Reihe von Behindertenorganisationen gefordert, die Ankunft und Unterstützung behinderter Geflüchteter zu unterstützen. Gemeinsam mit einigen Partnern und mit einer Förderung durch die Aktion Mensch hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) eine Reihe von Initiaitven in diesem Bereich ergriffen. Gut ein Jahr nach dem Start eines Projektes der ISL für geflüchtete Menschen sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit der Projektkoordinatorin Emine Kalali über ihre Erfahrungen und wie es weitergeht.

Mainz (kobinet) „Gute Nachbarschaften stärken die Gemeinschaft und tragen dazu bei, dass sich Menschen dort, wo sie leben, zuhause fühlen. Aktive Nachbarschaften bedeuten einen Gewinn an Lebensqualität für alle Lebensalter. Sie schaffen Gemeinschaften vor Ort, etablieren eine Kultur des guten Miteinanders und stärken den sozialen Zusammenhalt in Rheinland-Pfalz“, betonte der rheinland-pfälzische Sozialminister Alexander Schweitzer anlässlich der jährlichen Online-Umfrage zur Entwicklung der Landesinitiative Neue Nachbarschaften.

Berlin (kobinet) Pressefoto des Jahres wurde eine Aufnahme von Evgeniy Maloletka. Es zeigt eine hochschwangere Frau in Mariupol nach einem russischen Angriff auf eine Geburtsklinik im März 2022. Das Foto des ukrainischen Journalisten ist wie weitere Siegerfotos seit heute im Berliner Willy-Brandt-Haus zu sehen.

MÜNCHEN (kobinet) Die Kino-Vorführungen des 38. DOK.fest München sind in dieser Woche zu Ende gegangen. Online sind fast alle Filme noch bis zum kommenden Sonntag auf der digitalen Leinwand zu sehen. Vor Ort kamen dieses Jahr rund 35.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sowie Gäste in die Kinos und Spielstätten. Das waren knapp 10.000 mehr als im vergangenen Jahr. Sie konnten die zahlreichen Filmvorführungen, die Veranstaltungen der Branchenplattform DOK.forum und des Bildungsprogramms DOK.education wahrnehmen.

BERLIN (kobinet) Für die diesjährigen Special Olympics World Games werden mehr als 300.000 Zuschauer aus der ganzen Welt sowie rund 7.000 Athletinnen und Athleten aus 190 Nationen erwartet. Die Vorfreude auf die Spiele ist bereits groß, das zeigen auch aktuelle Daten von Airbnb: Die Suchanfragen für Berlin für den Zeitraum vom 17.bis 25. Juni haben sich von Januar bis März beinahe verdoppelt. Airbnb bietet als Partner der Special Olympics World Games Berlin 2023 eine Plattform für alle um während der Spiele in Unterkünften in Berlin zu verweilen.

HAMBURG (kobinet) ARTplus ist die erste bundesweite Offensive zur künstlerischen Qualifizierung und Ausbildung von Kreativen mit Behinderung. Um über den aktuellen Stand des Strukturprogramms ARTplus in Nordrhein-Westfalen zu informieren, laden EUCREA und kubia jetzt zu einer Gesprächsrunde in der kommenden Woche im Folkwang Theaterzentrum in Bochum ein.

München (kobinet) Am 16. Mai tagte der Kabinettsausschuss „Bayern barrierefrei“. Im Fokus der Sitzung stand die Leichte Sprache, die immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf betonte in diesem Zusammenhang: „Barrierefreie Kommunikation muss selbstverständlich sein. In Deutschland können mehr als sechs Millionen Menschen nicht oder nur unzureichend lesen. Wir lassen sie nicht alleine. Ab sofort können alle Behörden des Freistaats Texte unkompliziert in Leichte Sprache übersetzen lassen. Menschen mit Leseeinschränkung können dadurch teilhaben und mitbestimmen. Das ist gelebte Inklusion.“

Berlin (kobinet) Nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) wurden im Jahr 2022 an 720 Verkehrsstationen bauliche Maßnahmen durchgeführt, wodurch die Barrierefreiheit an 1.110 Bahnsteigen verbessert wurde. Unter anderem habe die DB AG 540 Verkehrsstationen mit taktilen Handlaufschildern ausgestattet, mit deren Hilfe sich blinde und sehbehinderte Reisende orientieren können, heißt es in einem Bericht des Informationsdienstes Heute im Bundestag im Hinblick auf die Antwort der Bundesregierung (20/6736) auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke (20/6288).

HANNOVER (kobinet) Das Kürzel LINGA steht für Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag. Bei einem Wettbewerb sind Studierende aus unterschiedlichen Fakultäten und Fachbereichen in acht Teams fachübergreifend aufgefordert worden, generationengerechte Ideen zu entwickeln. Dieser Frage sind Studentinnen und Studenten im Rahmen der LINGA Wochen nachgegangen. Bei der Preisverleihung in Stadthagen wurden die drei Gewinnerteams durch die Staatssekretärin Christine Arbogast ausgezeichnet.

ERLANGEN (kobinet) Arbeit ist mehr als Existenzsicherung, so betonen die Werkstatträte, und hat für die meisten Menschen einen hohen Stellenwert im Leben. Das gilt auch für Menschen mit Beeinträchtigung, aber mehr als 320.000 von ihnen haben keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, sondern gehen einer Tätigkeit in einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung nach. Hier handelt es sich nicht um Erwerbsarbeit, sondern um Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung, die voll erwerbsgemindert sind.

BERLIN (kobinet) Das größte inklusive Sportereignis und eines der größten Musiklabels der Welt, die Warner Music Central Europe, setzen sich gemeinsam für mehr Teilhabe ein. Warner Music Central Europe ist exklusiver Musikpartner der Special Olympics World Games Berlin 2023 und Warner Künstler Madcon sind die Interpreten des offiziellen Games Song “Are You Ready” für die Weltspiele der Menschen mit geistiger Behinderung. Am gestrigen Abend hat die Release-Party zu „Are You Ready” in Berlin stattgefunden.

Berlin (kobinet) Zuerst war er für 2022 angekündigt, dann sollte er 2023 kommen und nun rechnet man damit, dass der im Koalitionsvertrag verankerte Aktionsplan für ein barrierefreies und inklusives Gesundheitswesen sogar erst 2024 angepackt wird. Menschen mit Behinderungen im Gesundheitssystem sind aufgrund dieser Verschiebungen daher Thema einer Kleinen Anfrage (20/6779) der Unionsfraktion. Die Koalition habe sich vorgenommen, für ein barrierefreies Gesundheitswesen einen Aktionsplan auszuarbeiten, heißt es in der Anfrage. Die Unionsabgeordneten wollen von der Bundesregierung wissen, welche Abteilungen welcher Bundesministerien für die Erarbeitung des Aktionsplanes für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen zuständig sind und wie der Zeitplan aussieht, wie es in einem Bericht von Heute im Bundestag heißt.

Berlin (kobinet) „Euer Mitmachen und das Vertrauen in diese Aktion hat uns überwältigt. Wir haben viele Berichte per E-Mail und über Twitter und Facebook von Euch erhalten. Das hat uns sehr glücklich gemacht und es bestärkt uns weiterhin in unserer Arbeit mit den vielen anderen Fahrgästen mit Behinderungen da draußen – ob alleine, mit oder ohne Verband, hauptamtlich oder ehrenamtlich. Einige von Euch konnten wir persönlich in Berlin begrüßen. Andere haben uns parallel geschrieben. Manche mussten ihre Reise auch durch unvorhersehbare Ereignisse abbrechen. Ihr habt uns stets informiert. Das war echt gut! Was sonst noch so geschah könnt Ihr unten über die Verlinkungen erfahren!“ Das schrieb Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) im Nachgang zur Bahn-Aktion zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen und verweist auf einige Links über Berichte von der Bahn-Aktion am 5. Mai.

Düsseldorf (kobinet) Der Verein Politik gegen Ausgrenzung (PogA) hat eine Unterschriftenaktion an den Start gebracht, in der der Bundestag aufgefordert wird, eine Enquetekommission für eine menschenrechtskonforme Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einzusetzen. Mit diesen Unterschritten will der Verein auch eine Eingabe an den Genfer UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen verbinden, der am 29. und 30. August den zweiten und dritten Staatenbericht von Deutschland zur Umsetzung der Konventionsziele überprüfen wird. Darauf macht die Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann in einem Beitrag für den bildungsklick aufmerksam.

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Hannover (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat am vergangenen Wochenende auf seinem Verbandsrat in Hannover eine Entschließung mit dem Titel „Digitalisierung und Mobilität: individuell gesteuerte akustische Signale im öffentlichen Raum“ beschlossen. Hintergrund der Entschließung ist die fortschreitende Digitalisierung auch im Bereich der Mobilität und damit einhergehend die strategische Frage, wie diese Digitalisierung für blinde und sehbehinderte Menschen sinnvoll genutzt werden kann, ohne dabei eine Dynamik hin zu einer kostengünstigen „Barrierefreiheit light“ auszulösen, heißt es in einem Bericht des Newsletters dbsv-direkt.

Berlin (kobinet) Mit dem geplanten Selbstbestimmungsgesetz sollen die Rechte und das Leben von Trans-Menschen verbessert werden. Es löst das veraltete und diskriminierende Transsexuellengesetz (TSG) von 1981 ab – ein Schritt, der längst überfällig ist. Doch es gibt auch Kritik an dem neuen Gesetzesentwurf. Vor allem Eltern sind verunsichert, denn das Gesetz sieht vor, dass bereits 14-jährige (mit Zustimmung der Eltern oder des Familiengerichts) ihr Geschlecht und ihren Vornamen ändern lassen können. Sind sie überhaupt schon reif genug für so eine wichtige Entscheidung? Und was, wenn sie es später bereuen? Darüber berichtet die Internetplattform StarkeKids und hat Tipps für Eltern und Betroffene parat.

Berlin (kobinet) Liza Moskalenko aus der Ukraine ist mit ihrem Song „Meine Ukrainer“ Gewinnerin des zweiten International Low-Vision Song Contests (ILSC). In einer spannenden Abstimmung setzte sie sich am 12. Mai gegen Catiana aus Spanien und Zara aus Slowenien durch und gewann das „Diamond Eye“. So entschied das weltweite Publikum im Online-Voting. In ihrem berührenden Klavier-Song mit bedrückenden, aber auch hoffnungsvollen Bildern macht die 14-jährige Liza sich und ihrem Volk Mut, wie es im Newsletter des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands dbsv-direkt heißt.

Berlin (kobinet) Einstimmig hat der Sozialverband VdK Verena Bentele auf dem 19. Ordentlichen Bundesverbandstag in Berlin im Amt der VdK-Präsidentin bestätigt. Nach ihrer Wahl sagte Verena Bentele: „Das große Vertrauen, das mir die Delegierten schenken, freut mich. Vor allem ist es aber eine große Stärkung für meinen Einsatz für soziale Gerechtigkeit und einen starken Sozialstaat.“ Als zwei der wichtigsten aktuellen Themen hob sie die Verbesserung der Strukturen für die häusliche Pflege und die Bekämpfung von Armut hervor.

Berlin (kobinet) Menschen mit Behinderung sind im Krieg und bei Konflikten, bei Naturkatastrophen oder in Flüchtlingslagern besonders benachteiligt. Die internationale Hilfsorganisation Handicap International (HI) fordert deshalb, dass humanitäre Hilfe inklusiver werden muss. Außerdem müssen mehr Mittel für Menschen mit Behinderung wie beispielsweise für Minen- und Bombenopfer bereitgestellt werden. Auch die Rechte von Menschen mit Behinderung müssen gestärkt werden, so HI. Anlässlich des 25. Jahrestags der Gründung des deutschen Vereins in München unterstreicht die gemeinnützige Organisation, dass trotz aller Fortschritte Millionen Menschen Unterstützung benötigen, um selbstständig leben zu können.

Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK Deutschland hat am 15. Mai seinen 19. Ordentlichen Bundesverbandstag in Berlin eröffnet. 170 Delegierte versammeln sich für drei Tage in Berlin, unter anderem, um das Präsidium zu wählen und über wichtige Beschlüsse abzustimmen. Im Mittelpunkt des ersten Tages standen der Bericht des Präsidiums sowie die sozialpolitischen Anträge. Verena Bentele zeigte sich als Präsidentin des VdK erfreut über das enorme Mitgliederwachstum in den vergangenen fünf Jahren um rund 274.600 auf aktuell 2,2 Millionen.

Hannover (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat auf seinem Verbandsrat in Hannover eine Resolution zur Behindertengesetzgebung beschlossen. Hintergrund ist das Versprechen der Bundesregierung im Koalitionsvertrag, dass Deutschland in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens barrierefrei werden soll und dass dafür drei Gesetze überarbeitet werden – das Behindertengleichstellungsgesetz, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Leider sei bisher nicht viel passiert.

Berlin (kobinet) Zur künstlichen Intelligenz (KI) gehören Bildgeneratoren wie Midjourney, Stable Diffusion oder Adobe Firefly. Ein aufregendes Thema. KI soll vieles verbessern können. Markus Ladstätter in Wien hat sich Generatoren angesehen, wie sie Bilder zum Thema Behinderung umsetzen.

Frankfurt am Main (kobinet) Der im außergewöhnlichen Weinjahrgang 1954 gebürtige Rheingauer Harald Reutershahn war selbstverständlich ein Rieslingliebhaber. Der rebellische, in Frankfurt lebende Rollinutzer mit Sinn für klassische Musik, Literatur, Sport und Politik, gehörte seit Anfang der siebziger Jahre als Aktivist zur Behindertenbewegung. Für den Club Behinderter und ihrer Freunde Frankfurt (CeBeeF) war er u.a. lange verantwortlich für dessen Online-Magazin FORUM. Und die kobinet-nachrichten hat Harald Reutershahn nicht nur mit initiiert, sondern über viele Jahre als Motor mit seiner kritisch engagierten Art geprägt. Nun erreichte die kobinet-Redaktion die Nachricht, dass Harald Reutershahn am 2. Mai 2023 verstorben ist. Ein trauriger Anlass für die Redaktion auf eine bewegte und bewegende Zeit mit dem kritischen Frankfurter Geist zurückzublicken.

Bad Segeberg (kobinet) „Wann ist spontanes Reisen für Menschen mit Behinderung endlich normal?“ So lautet der Titel des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Im Nachgang zu Aktionen für eine barrierefreie Bahn am Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai sprach der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang mit Alexander Ahrens und Kay Macquarrie von der ISL u.a. auch darüber, wie es dazu kam, dass einige Demonstrant*innen am 5. Mai von der Polizei nach einem spontenan Besuch vor dem Bundesverkehrsministerium zum Berliner Protesttagszug geleitet wurden.

Berlin (kobinet) „Für einen effektiveren Diskriminierungsschutz in Deutschland“, so lautet der Titel eines von der SPD-Bundestagsfraktion veröffentlichten Positionspapiers zur Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), das die Fraktion vor kurzem veröffentlicht hat. Damit greift die SPD-Bundestagsfraktion die immer lauter werdende Debatte zur Reform des AGG auf, die im Koalitionsvertrag verankert ist. Ein breites Bündnis von über 120 Organisationen hatte im Januar diesen Jahres eine entsprechende Stellungnahme mit konkreten Forderungen veröffentlicht.

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Marburg (kobinet) Das Kunstmuseum Marburg und sein Freundeskreis sind seit Jahren auf dem Weg der Zugänglichkeit und Inklusion. Seit 2018 fördert die Aktion Mensch einzelne Museumsprojekte, um Barrieren abzubauen. Im Fokus des 2022 begonnenen, mehrjährigen Projekts „Museum für alle!“, stehen Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen. In Museen, die primär visuell fokussiert sind, kommen Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderungen oft zu kurz. Die Texte sind klein, Beschreibungen fehlen und – oberstes Gebot – die Kunstwerke dürfen nicht angefasst werden. Das Kunstmuseum Marburg und die „Freunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte“ haben sich auf den Weg gemacht und arbeiten fortwährend an inklusionsorientierten Formaten. Aktuell bietet ein Begleitheft in Braille-Schrift, ein Audioguide, ein Gebäudemodell sowie ein taktiler Lageplan für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung gute Orientierungspunkte im Museum.

Berlin (kobinet) Beratung, dies steht außer Frage, ist wichtig für Behinderte und die Betroffenen möchten die Beratungsangebote, die es heute gibt, selbstverständlich nicht missen. Und es ist richtig, dass BehindertenvertreterInnen es monieren und Protest erheben, wenn Mittel für Beratungszwecke gekürzt oder gar gestrichen werden, wie unlängst bei der Beratung in Sachen Gebärdensprache für Gehörlose und Taubstumme.

Berlin (kobinet) Das Leben ist ein andauerndes Staunen über das Wunder, zu leben. (Rabindranath Tagore)

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Hamburg (kobinet) Psychisch erkrankten Menschen Zugang zur Arbeitswelt schaffen, darum ging es am 10. Mai beim „TaK der offenen Tür – Teilhabe am arbeitsweltlichen Kontext“ des städtischen Sozialunternehmens Fördern & Wohnen (F&W) in Farmsen. Erkrankte, Angehörige und Fachleute konnten sich umfassend über die individuelle Arbeitsbegleitung informieren, die F&W seit gut 25 Jahren in Wandsbek anbietet.

BERLIN (kobinet) Anlässlich des internationalen Tag der Pflegenden hat der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) festgestellt, dass auch den Pflegeunternehmen mehr Wertschätzung entgegengebracht werden. Aus der Gesellschaft war diese Anerkennung vor allem auch während der COVID-19-Pandemie deutlich zu spüren. Nun fragt sich der VDAB, ob diese Anerkennung auch für die Politik gilt.

BITTERFELD-WOLFEN (kobinet) Wenn Menschen älter werden, werden die Haare grau, Falten und Altersflecken werden sichtbar, Knochen und Bandscheiben verlieren an Elastizität – das kann jeder an sich selbst beobachten. Bei sehr vielen Personen sind diese Auswirkungen durch das Alter oder eine Erkrankung tiefgreifender und gehen bis zur Einschränkung der Mobilität – und das in einem Maße, dass Hilfe erforderlich wird. In diesen Situationen wird es jedoch schwierig, denn kaum jemand weiß, wie man helfen kann und helfen sollte. Dann ist guter Rat gefragt und Möglichkeiten dafür gibt es, zum Beispiel bei der Mitteldeutschen Bewegungsschule und Lothar Hartman, den wir kürzlich kennen lernen konnten.