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Generationenbrücke statt Generationenkonflikt

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) „Rentenleistungen, die durch harte Arbeit und langjährige Zahlung von Beiträgen und Steuern erworben wurden, müssen ein gutes Leben im Alter ermöglichen.“ - betont der Sozialverband Deutschland in Berlin - Brandenburg und verweist darauf, dass dies nicht mehr in jedem Fall so ist. Besonders hoch ist jedoch in diesem Teil Deutschlands die Abhängigkeit für Ältere allein von der gesetzlichen Altersrente. Auch die Rentenhöhe ist in Berlin und Brandenburg niedriger als im Bundesdurchschnitt.



Gravierend ist aber vor allem nach Worten der Landesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer der Rückgang der Neurenten in den letzten Jahren. „Dies lässt auf erhebliche Existenzprobleme der Rentnerinnen und Rentner in der Zukunft schließen. Entsprechend wird Altersarmut für immer mehr Menschen, insbesondere für Frauen, gerade in Berlin und Brandenburg zu einer ernsthaften Bedrohung“, warnt Engelen-Kefer.

Die in der Ampel-Koalition vereinbarte Einführung einer Kapitaldeckung durch das Generationenkapital kann hierbei keine Hilfe bieten. Im Gegenteil bedeutet die Abhängigkeit von den Turbulenzen der Kapitalmärkte für viele Menschen eine weitere Gefährdung ihrer Renten. „Außerdem bietet nur die gesetzliche Altersrente die dringend erforderlichen Zusatzleistungen zur beruflichen Rehabilitation, Erwerbsminderung sowie Hinterbliebenenrenten. Diese sind für viele Rentner*innen unverzichtbar“, mahnt die SoVD-Landesvorsitzende.

Statt weitere Steuermilliarden an Kapitalfonds für das Generationenkapital zur Verfügung zu stellen, muss, so fordert dieser Sozialverband, die gesetzliche Altersrente gestärkt werden. Dazu ist auch an Rentnerinnen und Rentner wie für Erwerbstätige das Inflationsgeld von 3.000 Euro zu zahlen. „Sie leiden mindestens ebenso stark an dem anhaltenden Preisauftrieb für den täglichen Lebensbedarf.“, stellt die Landesvorsitzende fest und fordert: „Dazu sind endlich alle Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen – in einem ersten Schritt Selbständige und Politiker“.