
Foto: Roland Frickenhaus
Plau am See (kobinet) "Das Heim als Todesfalle", so titelt Roland Frickenhaus seinen Zwischenruf zum zweiten Jahrestag der Flut im Ahrtal. "Im Sommer 2021 gibt es im Südwesten Deutschlands langanhaltende starke Regenfälle. Bäche und Flüsse steigen rasant an und es kommt zu verheerenden Überschwemmungen. Allein im Ahrtal sterben 134 Menschen. In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021, also heute vor genau zwei Jahren, ertrinken 12 Menschen, die in einem Wohnheim für Behinderte in Sinzig leben", schreibt Roland Frickenhaus in der Einführung seines Beitrags.
„Kaum ist das Schlimmste überstanden, beginnt die juristische Aufarbeitung und damit beginnen auch Diskussionen und Untersuchungen, ob denn auf allen Ebenen durch die Verantwortlichen immer und rechtzeitig die richtigen Entscheidungen getroffen wurden. Weil es um viel geht, zieht sich das und in gewohnter Manier wird gekonnt der Ball hin- und hergeschoben. Selbst zwei Jahre danach gibt es immer noch mehr Fragen als Antworten. Und es ist folgerichtig, dass auch die Frage, ob denn der Tod der zwölf Menschen in dem Sinziger Wohnheim hätte verhindert werden können, ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Verantwortung diskutiert wird. Das ist richtig, wichtig und gut so. Dennoch kann man die Frage auch anders diskutieren. Man kann sich beispielsweise die Frage stellen, warum es überhaupt ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen geben muss(te)?!“ Dieser Frage geht Roland Frickenhaus in seinem Zwischenruf nach.




