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Paritätischer Baden-Württemberg fordert mehr Tempo bei der Inklusion

Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Flagge Bundesland Baden-Württenberg
Foto: Gemeinfrei, public domain

STUTTGART (kobinet) Mit dem Blick auf den morgigen Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung fordert der Landesverband des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg mehr Tempo bei der Inklusion und den flächendeckenden Ausbau der Barrierefreiheit. Das dies grundsätzlich möglich sei, sehe man im Ausland, so Uta-Micaela Dürig, Vorständin für Sozialpolitik beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg: „Eine Haltung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und von dieser Warte aus ein wirksames Unterstützungssystem schafft, leben uns andere Länder seit Jahren bereits vor, vorneweg Skandinavien.“

Mehrheit der Kinder mit Behinderungen sind aus der Regelschule ausgeschlossen

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Berlin (kobinet) Das Deutsche Institut für Menschenrechte verlangt mehr Anstrengungen des Bundes zur Umsetzung von inklusiver Schulbildung. „Wenn im Jahr 2023 im Bundesdurchschnitt immer noch mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an einer Förderschule unterrichtet werden und nur in wenigen Bundesländern der menschenrechtlich gebotene Aufbau eines inklusiven Schulsystems stattfindet, muss der Bund stärker seine Verantwortung wahrnehmen“, erklärte Susann Kroworsch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention, anlässlich der Veröffentlichung der Analyse „Inklusive Schulbildung – Warum Bund und Länder gemeinsam Verantwortung übernehmen sollten“.

Neue Amtszeit für UN-Expertin für die Rechte Älterer

Claudia Mahler
Claudia Mahler
Foto: DIMR/A. lling

Berlin (kobinet) Der UN-Menschenrechtsrat hat das Mandat von Claudia Mahler als Unabhängige Expertin für die Rechte älterer Menschen um drei Jahre verlängert. Ihre Amtszeit begann im Mai 2020 und dauert neu bis Mai 2026. Claudia Mahler obliegt zugleich die Teamleitung „Rechte Älterer“ des Deutschen Instituts für Menschenrechte, wie dieses in einer Presseinformation mitteilte. „Ich freue mich, dass ich mich für weitere drei Jahre für die Rechte Älterer auf UN-Ebene einsetzen kann“, sagte Claudia Mahler. „Die Verlängerung des Mandats zeigt, dass die UN-Staaten weiteren Handlungsbedarf sehen, ältere Menschen im Menschenrechtsschutz sichtbarer zu machen und auf die Verletzung ihrer Rechte und die Regelungslücken im Menschenrechtsschutzsystem aufmerksam machen wollen.“

Über 165.000 arbeitslos gemeldete Schwerbehinderte im April 2023

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Während es noch offen ist, ob das am 20. April vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts am 12. Mai die nötige Zustimmung im Bundesrat bekommt und nicht von den unionsregierten Bundesländern blockiert wird, bleibt die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen anhaltend hoch. Laut den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren im April 2023 165.441 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind knapp 2.000 mehr als im Vorjahr. Rechnet man die ca. 320.000 behinderten Menschen hinzu, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn arbeiten, wird der Handlungsbedarf für Maßnahmen zur Förderung der Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr als deutlich und eine eventuelle Blockade des Gesetzes durch die Union noch unverständlicher.

Erste Erfahrungen im Vorfeld der Bahntour zur Barrierefreiheit am 5. Mai

ICE mit großem Rollizeichen
ICE mit großem Rollizeichen
Foto: ISL

Baindt (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat behinderte Menschen zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen aufgerufen, am 5. Mai die Barrierefreiheit der Bahn zu testen. Von Marion Jurgovsky aus Baindt in Süddeutschland haben die kobinet-nachrichten einen ersten Bericht bekommen, der leider nicht sehr positiv ausfällt.

Online-Umfrage zur sexuellen Selbstbestimmung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Im Rahmen des Forschungsprojekts „ReWiKs“ (Reflexion, Wissen, Können) sucht die Humboldt-Universität zu Berlin Teilnehmende an einer Online-Umfrage zum Thema sexuelle Selbstbestimmung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Angesprochen sind Mitarbeitende der Eingliederungshilfe (Wohnen, Arbeit). Die Umfrage nimmt 5-10 Minuten in Anspruch und wird anonym durchgeführt. Ziel ist es, aussagekräftige Daten zur Bedeutsamkeit des Themas und zu relevanten Rahmenbedingungen zu generieren.

IGEL-Podcast: Wie ein Unternehmen für effizientes Arbeiten sorgt

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg / Marburg (kobinet) „Wie ein Unternehmen für effizientes Arbeiten sorgt“, darum geht es in der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Sascha Lang sprach dabei mit Hansjörg Lienert über Möglichkeiten des effizienteren Arbeitens mit entsprechenden Hilfsmitteln für behinderte Menschen. Der Podcast ist die erste einer Serie von drei Episoden, die im Vorfeld der REHAB-Messe, die vom 15. – 17. Juni in Karlsruhe stattfindet, ausgestrahlt wird.

Ältere Menschen nicht vom Deutschlandticket ausschließen

DR Fahrkartenautomat. Deutsche Reichsbahn ticket issuing machine, July 1993 Leipzig. von sludgegulper

HANNOVER (kobinet) Bei vielen Verkehrsverbünden in Niedersachsen kann das sogenannte Deutschlandticket nur digital über ein Smartphone gekauft werden. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) sieht darin eine Diskriminierung von Menschen, die nicht über ein entsprechendes Gerät verfügen – insbesondere Seniorinnen und Senioren.

SoVD beim Protestag am 5. Mai dabei

Logo SoVD mit helfender Hand unter dem o
Logo SoVD
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung führt ein Bündnis aus Wohlfahrts-, Sozial- und Behindertenverbänden eine Demonstration vom Brandenburger Tor zum Roten Rathaus durch. Beginn dieser Veranstaltung ist 14.00 Uhr am 5. Mai. Die Abschlusskundgebung am Roten Rathaus ist für 14:45 Uhr geplant. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) ist als Mitglied des Bündnisses an der Veranstaltung beteiligt.

Special Olympics Niedersachsen mit Landesspielen in Braunschweig

Blick auf eine Denkmal, einer Kirche mit drei Türmen im Hintergrund sowie Fachwerkhäusern
Braunschweig – Auf dem Markt
Foto: Pixabay/kordi_vahle

HANNOVER (kobinet) Im Vorfeld der Special Olympics World Games 2023 in Berlin finden vom 9. bis zu 11. Mai 2023 die Landesspiele der Special Olympics Niedersachsen statt. Ausrichterstadt ist erstmalig Braunschweig. Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stephan Weil gehen zirka 1.000 Teilnehmende mit geistiger oder mehrfacher Behinderung aus ganz Niedersachsen in den Sportarten Leichtathletik, Schwimmen, Fußball, Tischtennis, Boccia, Judo, Golf, Tennis, Segeln und Badminton an den Start.

Bahnkunden-Verband fordert mehr Tempo bei der Umsetzung der Barrierefreiheit

rote E-Lok
Zug im Gelände
Foto: Pixabay/Didgeman

BERLIN (kobinet) Anlässlich des 15. Jahrestages der UN-Behindertenrechtskonvention erinnert der Deutsche Bahnkundenverband daran, dass mehr Barrierefreiheit nicht nur ein „Wäre Schön“ sondern ein „Das Muss Sein“ ist. Sind Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen in Deutschland im öffentlichen Personenverkehr unterwegs, sind sie immer noch mit verschiedensten Hürden und Barrieren konfrontiert, weshalb Fahrten oft zu Herausforderungen werden. Kleine und große Barrieren verhindern, dass für viele Menschen das Recht auf Mobilität gelebt kann.

Protesttag: Diskriminierungsschutz im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verbessern

Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Ottmar Miles-Paul am Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin
Foto: Michael Gerr

Berlin (kobinet) Im Vorfeld des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen, der seit 1992 am 5. Mai mit vielfältigen Protestaktionen von behinderten Menschen und ihren Verbündeten begangen wird, fordert der Verein für Menschenrechte und Gleichstellung behinderter Menschen – NETZWERK ARTIKEL 3 -, dass der Diskriminierungsschutz im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) endlich verbessert wird. Benachteiligungen aufgrund von Barrieren müssten endlich als Diskriminierung sanktioniert und angemessene Vorkehrungen zur Beseitung von Benachteiligungen verbindlich vorgeschrieben werden. Noch immer warten die Organisationen eines breiten Bündnisses zur AGG-Reform auf entsprechende Eckpunkte für die Gesetzesreform aus dem Bundesjustizministerium, kritisiert Ottmar Miles-Paul vom NETZWERK ARTIKEL 3.

15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Berlin (kobinet) Am 3. Mai 2008 ist das am 13. Dezember 2006 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossene Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen (UN-Behindertenrechtskonvention) weltweit in Kraft getreten, nachdem dieses von 82 Staaten unterzeichnet wurde. Das war heute vor 15 Jahren und bietet einen Anlass darauf zu schauen, was sich seither getan hat. In Deutschland erlangte die Menschenrechtskonvention am 26. März 2009 Gesetzeskraft, nachdem ein entsprechendes Ratifizierungsgesetz vom Bundestag und Bundesrat im Dezember 2008 verabschiedet wurde. Besonders im Hinblick auf die am 29. und 30. August anstehende zweite Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der Konvention fordern viele Akteur*innen, dass die Regierungskoalition endlich Dampf in der Umsetzung der im Koalitionsvertrag verankerten Gesetzesreformen macht.

Berlin, Berlin, viele fahren nach Berlin zur Protesttagsdemo am 5. Mai

Plakat zur Demo zum Protesttag am 5. Mai in Berlin
Plakat zur Demo zum Protesttag am 5. Mai in Berlin
Foto: Berliner Protest

Berlin (kobinet) „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ Dieser Slogan beschäftigt derzeit nicht nur die Fans der Fußballmannschaften, die die Halbfinalspiele im DFB-Pokal gewinnen, um dann zum Finale nach Berlin fahren zu können. Auch viele behinderte Menschen sind derzeit damit beschäftigt, ihre Fahrt nach Berlin zu planen bzw. bald anzugehen. Denn am 5. Mai findet in Berlin die Demonstration und Kundgebung zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen statt. Los geht es um 14:00 Uhr am Brandenburger Tor. Von dort geht es zum Roten Rathaus, wo ab 14:45 Uhr die Kundgebung startet. „Die Zukunft barrierefrei gestalten“, so lautet das Motto des diesjährigen Protesttags, das die Aktion Mensch ausgerufen hat, die über 500 Aktionen um den 5. Mai herum unterstützt.

Politische Partizipation muss bei Triage-Regelung besser werden

Logo VbA Text Selbstbestimmt Leben e. V.
Logo VbA
Foto: VbA

München (kobinet) Dass das Thema Triage nach wie vor wichtig und aktuell ist, das zeigte eine Veranstaltung des Münchner Vereins VbA – Selbstbestimmt Leben. Daniela Maier von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) des Vereins hat den kobinet-nachrichten folgenden Bericht über eine Diskussionsveranstaltung zur politischen Partizipation bei Triage Regelungen vom 21. April zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Online-Diskussionsforum zur Barrierefreiheit in der Rehabilitation

Symbol Fragezeichen

Heidelberg / Kassel (kobinet) Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und ihre wissenschaftlichen Kooperationspartner von der Universität Kassel haben eine Online-Diskussion zum Thema Barrierefreiheit in der Reha gestartet. Noch bis zum 17. Mai können hierzu Beiträge geschrieben und Fragen gestellt werden. „Die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben setzt nicht nur eine zugängliche Arbeitswelt voraus, sondern erfordert auch Rehabilitations- und Teilhabeleistungen, die für alle Menschen zugänglich sind. Welchen Barrieren begegnen Menschen mit Behinderungen, wenn sie Leistungen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation beantragen? Wie setzen Akteurinnen und Akteure der Rehabilitation Barrierefreiheit in ihren Einrichtungen, Angeboten und Verfahren um? Das sind einige Fragen, die im Online-Forum „Fragen – Meinungen – Antworten zum Rehabilitations- und Teilhaberecht“ diskutiert werden.

Perspektiven auf Praktiken ableistischer Gewalt und (anti-)ableistischen Erinnerns

Transparent zum Gedenken an die Toten von Potsdam
Transparent zum Gedenken an die Toten von Potsdam
Foto: https://twitter.com/AntifaHbg/status/1519962390611308544

Halle (kobinet) „Wir wollen an Lucille, Martina, Christian und Andreas erinnern, die heute vor 2 Jahren ermordet wurden. Sie wurden in einer Sonderwelt für behinderte Menschen unter christlicher Trägerschaft getötet. In dem Artikel sollen die Berichterstattung um die Tötungen nachgezeichnet und kritisiert werden und ableistische Strukturen sichtbar gemacht werden. Die Tötungen in Potsdam waren kein Einzelfall“, heißt es zur Einführung eines Beitrags von Vera und Philipp, der im Debattenmagazin für Halle und Umgebung am 28. April 2023 veröffentlicht wurde. Darin schildern die Autor*innen ihre Perspektiven auf Praktiken ableistischer Gewalt und (anti-)ableistischen Erinnerns.

Neues Digitalmagazin zum Schwerpunkt „Armut“ erscheint

Blick in eine braune Geldbörse in welcher sich kein Geld befindet.
Bei vielen Menschen bleibt das Portemonnaie oft leer
Foto: Pixabay/Chronomarchie

BERLIN (kobinet) Wie die aktualisierte Fassung des Paritätischen Armutsberichts kürzlich herausgefunden hatte sind mehr als 14 Millionen Menschen in Deutschland arm. Das Problem steigert und verfestigt sich von Jahr zu Jahr. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken will der Paritätische Wohlfahrtsverband aktiv werden und sich mit anderen zu dem Thema vernetzen! Am 4. und 5. Mai findet dazu ein Digitalkongress „Armut? Abschaffen!“ statt. Zwei Tage zuvor, am 2. Mai, erscheint eine neue Ausgabe des Verbandsmagazin digital zu dem Thema.

Betroffene brauchen dringend besseren Schutz vor Diskriminierung: AGG Reform Jetzt!

Logo: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Logo: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!

Berlin (kobinet) Auf der Mitgliederversammlung des Antidiskriminierungsverband Deutschland, der Dachverband der unabhängigen Antidiskriminierungsberatungsstellen (ADB), haben die Mitglieder am 27. April geschlossen entschieden darauf hinzuweisen, dass eine zügige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) aus der Perspektive der Ratsuchenden und der Durchsetzung ihrer Rechte eine enorme Bedeutung hat. Im AGG kommt den Antidiskriminierungsberatungsstellen die wichtige Rolle zu, Betroffene von Diskriminierung zu beraten, sie über ihre Rechte aufzuklären und sie bei der (außer)gerichtlichen Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen und zu begleiten. Bereits mit Inkrafttreten des AGG im Jahr 2006 wurde insbesondere in der Beratungspraxis klar, dass das AGG Betroffene nicht ausreichend schützt und viele Hürden bei der Rechtsdurchsetzung bestehen.

15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention: Ampel-Koalition muss endlich liefern

Logo Liga Selbstvertretung
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Foto: Liga Selbstvertretung

Berlin (kobinet) Am 3. Mai 2008 ist das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen (UN-Behindertenrechtskonvention) weltweit in Kraft getreten, nachdem dieses von 82 Staaten unterzeichnet wurde. 15 Jahre nach diesem Erfolg in Sachen Menschenrechte behinderter Menschen fordert die LIGA Selbstvertretung als bundesweiter Zusammenschluss von Organisationen von behinderten Menschen die Koalition aus SPD, Grünen und FDP auf Bundesebene auf, endlich längst überfällige und im Koalitionsvertrag versprochene Gesetzesreformen für eine umfassende Barrierefreiheit und zur Sicherstellung der Inklusion anzupacken und schnellstmöglich zu verabschieden.

Bundesregierung sieht Handlungsbedarf für barrierefreie Arztpraxen

Symbol Bundestag Adler
Bundestag Symbol
Foto: Bundestag, gemeinfrei

Berlin (kobinet) Der barrierefreie Zugang zur ambulanten medizinischen Versorgung ist nach Einschätzung der Bundesregierung noch nicht ausreichend gewährleistet. Daher seien daher Initiativen ergriffen worden, um Bürgern mit Behinderungen einen möglichst barrierefreien Zugang zur Gesundheitsversorgung zu ermöglichen, heißt es in der Antwort (20/6356) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (20/6135) der CDU/CSU-Fraktion, über die der Informationsdienst Heute im Bundestag berichtete.

Vielfältiges Programm zum Protesttag am 5. Mai auf dem Kasseler Königsplatz

Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Kassel (kobinet) In Kassel lädt das Bündnis Barrierefrei am 5. Mai zu einer Reihe von Mitmach-Aktionen und zu einer Kundgebung zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen sozusagen in die gute Stube der documenta-Stadt auf den Königsplatz ein. Von 11:00 bis 18:00 Uhr präsentieren sich am 5. Mai auf dem Kasseler Königsplatz eine Vielzahl von Verbänden mit Angeboten zum Mitmachen und Informieren. Ab 15:30 Uhr findet die Kundgebung zum Protesttag statt. Zudem gibt es eine begleitende Ausstellung zur Barrierefreiheit, die seit dem 27. April noch bis zum 6. Mai im Einkaufszentrum City Point am Königsplatz gezeigt wird.

Eingliederungshilfe braucht dringend ausländische Arbeitskräfte

Symbol Ausrufezeichen

Berlin (kobinet) Am 27. April hat der Deutsche Bundestag in erster Lesung über die Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung beraten. Auch die Begleitung und Betreuung von Menschen mit Behinderung leidet unter erheblichem Arbeits- und Fachkräftemangel. Das haben die Fachverbände für Menschen mit Behinderung am 26. April zum Abschluss ihrer 87. Konferenz in Berlin deutlich gemacht. Deutschlandweit sei die Unterstützung von Menschen mit Behinderung kaum noch sicherzustellen, weil Mitarbeitende fehlten. Die Situation habe sich durch die mangelnde Zuwanderung in der Corona-Zeit weiter verschärft, heißt es von den Fachverbänden.

Inklusiver Filmgenuss in Leer und was nun?!

Symbol Information

Leer (kobinet) Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) in Leer sowie dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, der um den 5. Mai herum begangen wird, wurde am 27. April der Dokumentarfilm „Inklusion bühnenreif“ gezeigt. Die Gruppe der Interessierten war vielfältig und bunt. Menschen mit körperlichen, seelischen, seh-, hör- und weiteren Behinderungen sowie Menschen (noch) ohne Behinderungen kamen zusammen. Sie kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie der Politik, der Kultur, der Bildung sowie privat – also vielfältig und bunt. „Gemeinsam wurde der Film geschaut / gehört / wahrgenommen, jede*r auf seine ganz eigene Weise“, heißt es in einem Bericht von Karolin Rixecker von der EUTB Leer über die Veranstaltung.

Arbeit und Inklusion? Da geht noch was!

Logo: Aktion Mensch
Logo: Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Menschen mit Behinderung sind auf dem Arbeitsmarkt immer noch besonders stark benachteiligt. Obwohl auch sie ausgebildete Fachkräfte und Expert*innen sind, werden sie nur selten als solche wahrgenommen. Viele Unternehmen zahlen die Ausgleichsabgabe, statt Menschen mit Behinderung einzustellen und von Inklusion am Arbeitsplatz zu profitieren“, darauf weist die Aktion Mensch im Vorfeld des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen hin und verweist auf die Ergebnisse des Inklusionsbarometer Arbeit 2022.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im April 2023

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Wie du durch unseren Rückblick einen klaren Kopf bei den vielen Gesetzesreformen behältst“, so titelte der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, den Rückblick auf die kobinet-nachrichten zur Behindertenpolitik im April 2023, der pünktlich zum 1. Mai veröffentlicht wurde. Im Gespräch mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul ging es u.a. um das AGG, das BGG, das BFSG und das Gesetz für einen Inklusiven Arbeitsmarkt. Die beiden sprachen aber auch über den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, über Barbie und die Sesamstrasse. Gute Nachrichten zur Inklusion kamen dabei auch nicht zu kurz.

Gestern Abend war noch Walpurgisnacht

Hans-Willi Weis im Biergarten Bier trinkend
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) Vor Mitternacht zogen in Freiburg kleine Trupps als Hexen verkleideter Frauen über die Kaiser-Joseph-Straße, wo sonst zu vorgerückter Stunde der alkoholisierte männliche Bär los ist. Das war gestern Abend. Und vorvorgestern, geschichtlich grob zurück gerechnet, wurden noch Hexen verbrannt, Königsmörder auf öffentlichen Plätzen gevierteilt, verkrüppelte Kindlein, schiefgewachsene oder solche mit Wasserkopf, wenn nicht nach der Geburt erdrosselt, in einer häuslichen Kammer vor den Augen der Welt weggesperrt. Und daher muss am heutigen Maitag, passend zum Wonnemonat endlich mal ausgesprochen werden: Es hat sich zugunsten von uns Behinderten ja doch auch einiges getan seit den Tagen öffentlicher Hexenverbrennungen und heimlicher Kindsmorde. Und die UN-Behindertenrechtskonvention hat noch den geringsten Anteil daran. Das wieder einmal in Erinnerung zu rufen die Maikolumne eine schöne Gelegenheit bietet. Wer sich überzeugen möchte, lese sie gleich anschließend in einem Zug.

Momentaufnahme 303

Kirschblüten
Kirschblüten in Berlin
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Schönheit ist geistiges Prinzip der Natur. (Carl Ludwig Schleich)

Protestaktion für Zugang für alle zu allem am 5. Mai in Mainz

Logo: Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Mainz
Logo: Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Mainz
Foto: Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Mainz

Mainz (kobinet) Wenn am 5. Mai in vielen Städten Deutschlands behinderte Menschen für das Recht auf Barrierefreiheit und Inklusion auf die Straße gehen, darf Mainz nicht auf der Landkarte fehlen. Von Anfang an waren die Mainzer beim 1992 initiierten Europäischen Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen mit dabeei. Am 5. Mai führt der Initiativkreis für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen Mainz eine Veranstaltung mit mehreren Aktionen durch. Das diesjährige Motto des Protesttages in Mainz lautet: „Zugang für alle zu allem!“ Es thematisiert das für behinderte Menschen zentrale Thema Barrierefreiheit. Die Veranstaltung findet auf dem Kardinal-Volk-Platz vor der Römer-Passage in Mainz statt und geht von 13:00 bis 16:00 Uhr.

Deutschlandticket kommt nicht für ALLE

DR Fahrkartenautomat. Deutsche Reichsbahn ticket issuing machine, July 1993 Leipzig. von sludgegulper

FREIBURG im BREISGAU (kobinet) Morgen startet offiziell das Deutschlandticket. Es kostet 49 Euro und ist bundesweit im Nahverkehr gültig. Anders als versprochen ist es aber nicht uneingeschränkt für alle Interessierten nutzbar. Der Sozialverband VdK bemängelt bemängelt deshalb den fehlenden Zugang für Ältere und ärmere Menschen. VdK-Präsidentin Verena Bentele fordert die Bundesregierung und die Verkehrsverbünde auf, sie müssten Wort halten und das Ticket auch ohne Smartphone verfügbar machen.

VdK sucht herausragende Beispiele für berufliche Inklusion

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Zum neunten Mal sucht der VdK Landesverband Nordrhein-Westfalen herausragende Beispiele für die Teilhabe am Arbeitslebe. Im Rahmen des „VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung“ würdigt er gelungene berufliche Inklusion. Deshalb trägt dieser Preis den Beinamen „vilmA – vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt“. Es stehen Preisgelder von jeweils 1.500 Euro für bis zu acht Kandidatinnen und Kandidaten bereit. Bewerbungen können bis zum 31. Juli 2023 eingereicht werden

Teilhabe in Bayern

Behinderte von HamburgerJung
Schild mit dem Wort Behinderte
Foto: HamburgerJung (Creative Commons BY-SA 2.0)

München (kobinet) Die UN Behindertenrechtskonvention gilt in Deutschland seit dem 3. Mai 2008. Die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet sich entsprechende Vorkehrungen zu treffen, dass Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Aus diesem Grunde wurde das Bundesteilhabegesetz geschaffen. Unter anderem ist dort der Anspruch auf persönliche Assistenz geregelt. In Bayern gehen die Uhren wieder mal etwas anders. Der bayerische Rundfunk berichtete am Donnerstag im Hörfunk und im Fernsehen über einen Vorgang aus Würzburg. Eine behinderte Frau musste beim Sozialgericht eine einstweilige Anordnung erwirken, um nicht unterversorgt in ihrer Wohnung zu verbleiben.

Fackel der Special Olympics World Games Berlin 2023 vorgestellt

Eine Fackelaus Metall wird von einer Hand in de Höhe gehalten. Im Hintergrund die  Quadriga des Brandenburger Tors
Die Fackel der Special Olympics World Games Berlin 2023
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023 / Tilo Wiedensohler

BERLIN (kobinet) Gestern hat Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland, am Brandenburger Tor in Berlin die Fackel der Weltspiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung vorgestellt. Mit ihr wird am 7. Juni in Athen die Flamme der Special Olympics World Games Berlin 2023 entzündet. Diese Flamme wird dann ab dem 14. Juni über den Special Olympics World Games Berlin 2023 leuchten, welche in Berlin vom 17. bis zum 25. Juni 2023 in Berlin stattfindet.

E-Roller auch am 5. Mai im Gespräch

Zwei am Wegrand abgestelle E-Roller brauchen fast ein Drittel der Wegfläche
Am Wegesrand abgestellte E-Roller blockieren einen Teil des Weges
Foto: H. Smikac

HAMBURG (kobinet) Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung (5. Mai) machen der Verein Autonom Leben e.V. und der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) gemeinsam mit 14 weiteren Institutionen erneut auf die gefährliche Verkehrssituation durch E-Roller aufmerksam. Dazu übergeben die Initiatoren am 4. Mai vor der Sitzung des Verkehrsausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft einen Offenen Brief an Stephan Jersch in Vertretung der Ausschussvorsitzenden Heike Sudmann.

Lassen wir die Hublifte glühen – kommt herbei am 5. Mai mit der Bahnaktion

ICE mit großem Rollizeichen
ICE mit großem Rollizeichen
Foto: ISL

Berlin (kobinet) „Lassen wir die Hublifte glühen – kommt herbei am 5. Mai“, so kommentiert Alexander Ahrens die Protest-Bahnaktion, zu der die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) zusammen mit einigen Akteur*innen für den Europäischen Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen aufruft. Behinderte Menschen sollen dabei die Barrierefreiheit der Bahn testen.

Videoclips von Schauspieler*innen der Lebenshilfe Lüneburg zu Barrieren

Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Plakat zum Protesttag 2023 der Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Lüneburg (kobinet) Schauspieler*innen aus der Lebenshilfe Lüneburg haben im Vorfeld des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai drei kurze Videoclips produziert. Diese auf YouTube eingestellten Videos zeigen anschaulich, auf welche Barrieren Menschen mit Lernschwierigkeiten stoßen und wie damit auch anders als oftmals üblich umgegangen werden kann. Die Beispiele reichen von der Mitwirkung im Sport, über die Freizeitgestaltung, bis zu Barrieren auf Ämtern.

Noch 50 Tage bis zum Start der Special Olympics World Games Berlin 2023

Ein blaues Herz mit einem hellblauen Stirnband vor einer Wand mit den Smbolen der Spiele
Unity – Das Maskottchen der Special Olympics World Games Berlin 2023
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023 / Juri Reetz

BERLIN (kobinet) In 50 Tagen ist es nun soweit. Am 17. Juni 2023 wird die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung wird mit 7.000 Athletinnen und Athleten aus 190 Delegationen in Berlin im Olympiastadion beginnen. Eröffnet wird damit auch das größte Multisportereignis in Deutschland seit den Olympischen Spielen 1972.

Altenpflegemesse war erfolgreich

Logo des VDAB
Logo des VDAB
Foto: VDAB

BERLIN (kobinet) Ende April war nach den vielen Einschränkungen der vergangenen Jahre die Altenpflegemesse endlich wieder im Zentrum Nürnbergs zurück. Erneut bot es viele Möglichkeiten, sich über aktuelle Entwicklungen, Produkte und Dienstleistungen in der Pflegebranche zu informieren. Bei dieser Veranstaltung war auch der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) mit seinen Angeboten vertreten

Selbstbestimmungsgesetz ist überfällig

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Paragraphen zeigen, dass etwas geregelt wird
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet) Garantiert vom Grundgesetz ist der Wunsch, selbstbestimmt leben zu können ein zentrales Bedürfnis. Mit dem neuen Selbstbestimmungsgesetz erhalten, wie Tessa Ganserer, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, endlich auch transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und nicht-binäre Personen dieses Grundrecht, das ihnen bisher verwehrt wurde. Es ist ein historischer Schritt. Wir freuen uns sehr, dass die regierungsinterne Ressortabstimmung und somit die nächste Etappe dorthin eingeleitet wurde.

Verbandsklage-Urteil: Österreich muss Diskriminierung von behinderten Schüler*innen beenden

Fahne von Österreich
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Foto: public domain

Wien (kobinet) „Das Gericht hält unmissverständlich fest, dass Österreich Schüler*innen mit Behinderungen beim Bildungszugang diskriminiert. Der Bildungsminister muss jetzt handeln und bedarfsgerechte Unterstützung für alle Schüler*innen mit Behinderungen sicherstellen“, fordert Theresa Hammer, Geschäftsführerin und Leitung der Rechtsdurchsetzung des österreichischen Klagsverbands nach einem erfolgreichen Urteil aufgrund einer Verbandsklage, das in Österreich für Schlagzeilen und Freude in der Behindertenbewegung sorgt. Nach einer gescheiterten Schlichtung brachte der Klagsverband einem Bericht des Online-Nachrichtendienste BIZEPS im Juli 2021 eine Verbandsklage gegen die Republik ein. Auf Basis eines Rundschreibens des Bildungsministeriums werden Kinder und Jugendliche mit Behinderungen diskriminiert, wie das Wiener Handelsgericht nun in 1. Instanz feststellte.