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Special Olympics Weltspiele in Berlin beendet

Ausgelassene Stimmung bei der Abschlussveranstaltung am Brandenburger Tor
Ausgelassene Stimmung bei der Abschlussveranstaltung am Brandenburger Tor
Foto: Special Olympics World Games Berlin 2023 / Marvin Güngör

Berlin (kobinet) Mit einem bunten, inklusiven Programm, dem traditionellen Abschlusszeremoniell und einem beeindruckenden Feuerwerk gingen die Special Olympics World Games 2023 nach Informationen der Veranstalter am 25. Juni zu Ende. Die Abschlussfeier fand vor dem Brandenburger Tor vor 21.000 Besucher*innen statt. Danach wurde die Flagge eingeholt und an Turin übergeben, den Ausrichter der Special Olympics World Winter Games Turin 2025.



Um 21:10 Uhr erklärten die geschäftsführende SOI-Direktorin Mary Davis und die US-amerikanische Athletin Loretta Claiborne, mit 69 Jahren die älteste Teilnehmerin, die Weltspiele in Berlin für beendet. Insgesamt 330.000 Menschen besuchten nach Angaben der Veranstalter*innen die Weltspiele. „Die Wahrnehmung in Fernsehen und allen anderen Medien war überragend. Die Athlet*innen waren völlig begeistert und genossen durchweg die großartige Stimmung an den acht Wettbewerbsorten in und um Berlin“, so die Veranstalter*innen.

Lesermeinungen

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8 Lesermeinungen
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Uwe Heineker
03.07.2023 19:11

Nachfolgender Kommentar aus https://www.inklusions-pegel.de/juni2023 findet meine völlige Zustimmung:

Na, wie fanden Sie die Special Olympics World Games in Berlin? 

Man erlebt es nicht so oft, dass sich die gesamte Medienlandschaft und viele politische Repräsentantinnen* so sehr an und mit Menschen mit sogenannter Geistiger Behinderung freuen. Diese warmherzige Willkommensstimmung! Diese Empathie! Diese Würdigung ihrer Leistungen und ihres Ehrgeizes! Dieses Interesse für ihre Persönlichkeiten und persönlichen Geschichten! Diese Freude an ihren Eigenheiten! Ehrlich gesagt: so mancher Bericht und so manches Statement überschritt die Grenzen der Rührseligkeit um Kilometer.

Für die Familien von Menschen mit sogenannter Geistiger Behinderung (Betroffene würden sich freuen, wenn sich der Begriff „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ durchsetzte) war die Freude an der Veranstaltung und ihren medialen Begleiterscheinungen nicht ganz so ungetrübt. Sicher, das war ein schönes Sportevent für die Beteiligten, das ihnen auch angesichts der sonst für diese Gruppe doch eher beschränkten Angebote sehr, sehr zu gönnen ist.

Denkt man aber ein Momentchen länger darüber nach, ist es doch ein höchst merkwürdiges Gefühl zu erleben, wie sich ein paar Tage lang diese ganze Gesellschaft gegenüber unseren Angehörigen so völlig anders verhält. Wo sind denn das ganze Interesse, das Willkommen und die Empathie im ganz normalen Leben? Warum werden die gleichen Menschen an allen anderen Tagen lieber in Heimen, Behindertenwerkstätten und Sonderschulen gesehen, wo man sich gar nicht an ihrem Beitrag zur Gesellschaft freuen kann, wie man das während der Special Olympics getan hat?

Die Special Olympics-Organisation selbst sieht sich als größte Inklusionsbewegung der Welt und hält sogar ihre Spiele für inklusiv. Das, obwohl sie genau besehen das Gegenteil sind: Ein Sportevent, an dem ausschließlich Menschen mit sogenannter Geistiger Behinderung teilnehmen dürfen – mal abgesehen von einigen nicht-behinderten Tandempartnerinnen* in sogenannten Unified Sports-Wettkämpfen – ist nüchtern betrachtet unbestreitbar eine zutiefst exklusive Veranstaltung. Die Organisatorinnen* erwarten im Anschluss an die World Games sogar einen Schub für die Inklusion in Deutschland und ausdrücklich auch für die inklusive Bildung.

Vielleicht sollten wir uns an diesem Punkt die Sponsoren- und die Grußrednerinnen*-Listen ganz genau anschauen und in einer Weile noch einmal nachfragen, was aus der immensen Motivation für Inklusion geworden ist?

Uwe N.
Antwort auf  Uwe Heineker
05.07.2023 08:28

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Bericht oder Kommentar, in dem sich das KONZEPT für eine „gelungene Inklusive“ Sportveranstaltung, wie die Special Olympics befindet in Kürze folgt, oder??

Uwe Heineker
26.06.2023 13:30

„Doppel-Wumms für Inklusion“ – diese Aussage ist Heuchelei: Spiele sind vorbei und die Betroffenen wieder zurück in die aussondernden Einrichtungen wie Heime und Werkstätten – und somit für die Gesellschaft aus den Augen und Sinn …

Uwe N.
Antwort auf  Uwe Heineker
28.06.2023 09:50

Man muss auch mal das Positive sehen…….. Faktisch war es ein erfolg! Wir, die Menschen mit behinderung, haben ein wenig mehr Beachtung bekommen!! es gab einige berichte über die S.O. Es gab LIVE-Übertragungen…. Das ist insgesamt gesehen ein Anfang. Das war bei den letzten S.O. noch ganz anders……… Sie sehen: Es passiert etwas…. Ja, zu wenig, da stimme ich zu! Aber auch kleine Schritte sind Schritte!!

Marion
26.06.2023 11:13

Ich hatte das Glück eines der Eintrittskarten erhalten zu haben. Der Beitrag ist so was von unvollständig. Warum wurde hier nicht über die eigentlich tollen Höhepunkte der Feier berichtet?

Uwe N.
Antwort auf  Marion
28.06.2023 09:52

Man hätte auch durchaus mal etwas mehr über die Special Olympics insgesamt berichten können……. Aber ja:
Eine ausführlichere Zusammenfassung der feier wäre Cool gewesen…….
@Marion: Jeden tag ein Deja Vue…… 😉

Marion
Antwort auf  Uwe N.
02.07.2023 10:37

Einige Medien haben dazu echt tolle Zusammenfassungen herausgebracht. Das mediale Interesse war also da und viel berichtet wurde ebenfalls. Leider mit qualitativ großen Unterschieden. Von „copy-Paste“ bis hin zu individueller täglich aktueller Berichtserstattung war da viel drin.

Uwe N.
Antwort auf  Marion
03.07.2023 08:20

Demnach wesentlich mehr als bei den SO zuvor….. Also für mich ist das POSITIV!!!
zu wenig, klar (weil mehr geht immer… 😉 ) Aber immerhin…..