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Demokratiebewegung behinderter Menschen in Ost- und West-Berlin

Dr. Martin Theben
Dr. Martin Theben
Foto: privat

Berlin (kobinet) „Demokratiebewegung behinderter Menschen in Ost- und West-Berlin“ so lautet der Titel eines Vortrags, den der Hobby-Chronist der kobinet-nachrichten und Rechtsanwalt Dr. Martin Theben am 12. Oktober 2023 bei einem Fachtag der Berliner Landeszentrale für politische Bildung halten wird. Dieser findet unter dem Motto „Demokratische Aufbrüche differenziert erforschen, digital dokumentieren und anschaulich im Stadtraum erinnern“ am 12. Oktober von 9:00 bis 17:00 Uhr in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, in 10785 Berlin statt. Eine Anmeldung für die kostenfreie Veranstaltung ist noch online möglich.

Ärztin trotz Tourette Syndrom? Für Stella Lingen war klar: Jetzt erst recht!

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Foto: SWR

Stuttgart (kobinet) „Ärztin trotz Tourette Syndrom? Für Stella Lingen war klar: Jetzt erst recht!“ So lautet der Titel der Sendung SWR1 Leute, die am Montag, den 9. Oktober 2023 von 10:05 bis 12:00 Uhr auf SWR1 Baden-Württemberg im Radio ausgestrahlt wird.

3. Disco Stern & Schnuppe im Lüner Kultur- und Aktionszentrum

Bild von der inklusiven Disco in Lünen
Bild von der inklusiven Disco in Lünen
Foto: Wolfgang Bennewitz

Lünen (kobinet) Ende September 2023 fand im Lüner Kultur- und Aktionszentrum, kurz Lükaz, die 3. Disco Stern & Schnuppe in diesem Jahr statt. Es waren wieder rund 300 Besucher*innen gekommen. Die Partyreihe wird schon seit über 12 Jahren vom Behindertenbeirat der nordrhein-westfälischen Stadt Lünen und dem Lükaz-Team organisiert und präsentiert. „Diese Veranstaltung ist für Menschen mit Behinderung und ihre Freunde, die gerne tanzen und feiern möchten. Dass bei dieser Disco richtig die Post abgeht, war schon bei den vorherigen Veranstaltungen zu sehen. Seit vielen Jahren begleitet Stefan Harder, allen bekannt als DJ Stevie Hard, die Veranstaltung am Mischpult. Er heizt immer wieder den Besucher*innen richtig ein und bekommt sie auch alle auf die Tanzfläche. Es ist schön zu sehen wie alle gute Laune und ihren Spaß haben“, berichtet der Vorsitzende des Lüner Behindertenbeirats Wolfgang Bennewitz.

Inklusion braucht Stimmen für die Demokratie

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Foto: Liga Selbstvertretung

Kassel (kobinet) „Demokratie braucht Inklusion“, so lautet ein Slogan des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Jürgen Dusel. Im Vorfeld der Landtagswahlen am 8. Oktober 2023 in Bayern und Hessen ergänzt der Sprecher der LIGA Selbstvertretung Ottmar Miles-Paul diesen Slogan um den Zusatz „Inklusion braucht Stimmen für die Demokratie“. Damit ruft die LIGA Selbstvertretung alle demokratischen Wähler*innen und Wähler dazu auf, sich an den Landtagswahlen in den beiden Bundesländern zu beteiligen. Gerade im Hinblick darauf, dass die von Deutschland 2009 ratifizierte Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen mit dem klar formulierten Recht auf Inklusion in den Bereichen Bildung, Wohnen, Arbeit und Freizeit von einigen politischen Akteur*innen immer wieder in Zweifel gezogen oder blockiert wird, erfordert nach Ansicht von Ottmar Miles-Paul die Stärkung der demokratischen Kräfte, die engagiert für eine vielfältige und inklusive Gesellschaft eintreten.

Über 165.000 schwerbehinderte Arbeitslose im September 2023 gemeldet

Symbol Prozentzeichen

Nürnberg (kobinet) Im September 2023 waren bei der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg 165.834 schwerbehinderte arbeitslose Menschen gemeldet. Das sind fast 4.000 mehr als noch im September 2022. Damals waren 161.965 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Nimmt man die ca. 300.000 schwerbehinderten Menschen hinzu, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn und mit äusserst geringen Vermittlungsquoten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten, gibt es hier noch ein großes Potenzial für die Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Aktion Schichtende: Alternativen zur Werkstatt von Anfang an für behinderte Menschen schaffen

Logo: Budget für Arbeit nutzen
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Foto: Netzwerk Artikel 3

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat im August 2023 die Aktion Schichtende in Werkstätten für behinderte Menschen gestartet. Ziel der Aktion ist es, die verstärkte Nutzung des Budget für Arbeit als Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen voranzutreiben. An jedem vierten Arbeitstag eines Monats, wie heute am 6. Oktober 2023, weist die ISL darauf hin, dass an diesem Tag bei einer Beschäftigung von 6 Stunden pro Arbeitstag das durchschnittlich gezahlte Entgelt in einer Werkstatt für behinderte Menschen von 226 Euro pro Monat bereits erwirtschaftet wäre, wenn behinderte Menschen, die noch in den Werkstätten arbeiten, Mindestlohn bekämen. Um behinderte Menschen zu ermutigen, den Schritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu wagen, zeigt die ISL konkrete Beispiele auf, wo und wie dies bereits gelungen ist. Heute verweist die ISL auf einen Bericht der Frankfurter Neue Presse, der Alternativen aufzeigt.

Kampagne gegen Gewichtsdiskriminierung gestartet

Sharepic: Du kannst Gewichtsdiskriminierung nicht selbstweglieben
Sharepic: Du kannst Gewichtsdiskriminierung nicht selbstweglieben
Foto: GgG

Berlin (kobinet) „Du kannst Gewichtsdiskriminierung nicht selbstweglieben“, mit diesem Zitat auf einem Sharepic mit der Politologin Kathrin Tschorn hat die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung eine Kampagne zur Nichtdiskriminierung aufgrund des Gewichts unter dem Hashtag #FettPolitisch gestartet. Auch viele behinderte Menschen erleben neben der behinderungsbedingten Diskriminierungen zusätzlich Diskriminierungen aufgrund des Gewichts ohne dagegen gesetzliche Handlungsmöglichkeiten zu haben, weil das Merkmal Gewichtsdiskriminierung nicht im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) erfasst ist. Deshalb setzt sich die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung u.a. auch mit Unterstützung des NETZWERK ARTIKEL 3 dafür ein, dass dieser Aspekt in der Reform des AGG berücksichtigt wird.

Unterstützung muss dort erfolgen, wo behinderte Menschen arbeiten

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Für den Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Jürgen Dusel, ist auch im Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen der personenzentrierte Ansatz die richtige Lösung. „Der Mensch steht im Mittelpunkt, seine Unterstützung oder Assistenz erfolgt dort, wo er seine Arbeit verrichtet, ob in der Werkstatt oder in einem Unternehmen. Behinderte Menschen müssen ihren Rucksack mit ihren Teilhabeleistungen packen können, so dass diese überall dort erbracht werden kann, wo behinderte Menschen arbeiten.“ Diese Haltung, die Jürgen Dusel bereits bei der Werkstatträtekonferenz der SPD-Bundestagsfraktion geäußert hat, bekräftigte dieser nun im neuesten Inklusionsnewsletter des Behindertenbeaufrragten der Bundesregierung, in dem er auf die aktuelle Diskussion zur Reform des Systems der Werkstätten für behinderte Menschen einging.

Widerstand als Antwort auf Diskriminierung und Verfolgung behinderter Menschen

Bild von der Gedenkveranstaltung mit Volker Schönwiese
Bild von der Gedenkveranstaltung mit Volker Schönwiese
Foto: Schönwiese

Hartheim, Österreich (kobinet) Angehörige und Nachkommen von Opfern, zahlreiche Ehrengäste und diplomatische Vertreter:innen fanden sich am 1. Oktober 2023 im Lern- und Gedenkschloss Hartheim ein und gedachten der rund 30.000 Opfer der NS-Euthanasie. Der österreichische Erziehungswissenschaftler und Aktivist der Behindertenrechtsbewegung Volker Schönwiese hielt die diesjährige Gedenkrede. Er sprach über die Gedenkkultur, verborgene Geschichten des Widerstandes behinderter Menschen und kritisierte die aktuelle Behindertenpolitik, heißt es in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienstes BIZEPS.

UN-BRK verpflichtet: Flucht und Behinderung als Querschnittsthema verankern

Logo: BZSL e.V.
Logo: BZSL e.V.
Foto: BZSL

Berlin (kobinet) Die politische Debatte um die Asyl- und Migrationspolitik, aber auch der öffentliche Diskurs über geflüchtete Menschen spitzt sich nach Ansicht des Berliner Zentrum für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (BZSL) derzeit dramatisch zu. Unsichtbar und vergessen inmitten dieser alarmierenden Entwicklungen blieben dabei geflüchtete Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige. Sie seien einer eklatanten Unterversorgung ausgesetzt, die solche Ausmaße annehmen, dass das BZSL vermehrt von lebensbedrohlichen Situationen erfahre. Das BZSL plädiert daher dafür, das Thema Flucht und Behinderung entsprechend den kürzlich veröffentlichten Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) als Querschnittsthema zu verankern.

Behindertenparlament in Berlin

Foto  vom Berliner BEhindertenparlament
Parlamentstag 2022 im Berliner Abgeordnetenhaus
Foto: Matthias Heinzmann

Berlin (kobinet) Das Berliner Behindertenparlament findet am 2. Dezember zum zweiten Mal im Abgeordnetenhaus statt. 100 Personen können sich bis zum 31. Oktober für die Teilnahme bewerben, um über Forderungen behinderter Menschen an eine inklusive Politik zu diskutieren und abzustimmen. Zur Diskussion stehen am 2. Dezember Anträge zu den Themen Arbeit und Beschäftigung, Bauen und Wohnen, Bildung, Freizeit und Sport, Gesundheit und Pflege, Mobilität sowie Partizipation.

Das Recht auf Arbeit und der steinige Weg dorthin

Bild zeigt junge Frau, die jubelnd die Arme hochreißt
Bild zeigt junge Frau, die jubelnd die Arme hochreißt
Foto: Claudia Heizmann

Hollenbach (kobinet) Seit 2014 befand sich Sarah Heizmann in einem Kampf um einen geförderten Arbeitsplatz. Frau Heizmann ist behindert. Ihre Chancen, auf dem ersten Arbeitsmarkt ohne Förderung Fuß fassen zu können, sind überschaubar. In den Wechselbeziehungen zwischen Agentur für Arbeit, der Eingliederungshilfe der Kommune und dem Integrationsfachdienst des Kommunalverbandes für Jugend und Soziales Baden-Württemberg sowie des ärztlichen Dienstes lagen zahlreiche Fallstricke. Sie mussten von der Antragstellerin einzeln abgearbeitet werden und diese führte immer mal wieder in Sackgassen.

Wer ist wer und wie anders

Bundesarchiv Bild 183-1984-0523-036, Thomas Dreßler von Kluge, Wolfgang

BERLIN (kobinet) Inklusion ist nicht ganz so einfach nur mit einer eigenen Ideen zu machen. Diese Erfahrung hat jetzt auch der Schwimm-Weltverband World Aquatics gemacht. Er wollte als erster großer Sportverband der Welt Wettbewerbe in der „offenen Kategorie“ einführen. In dieser Kategorie hätten dann auch trans-Athletinnen und – Athleten starten dürfen. Daraus wird nun wegen mangelndem Interesse daran nichts. Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (gdti) verweist in dem Zusammenhang darauf, dass in ein Einsetzung dieser Kategorie weder als inklusiv noch bahnbrechend ist.

Bewerbungsgespräche im 8-Minuten-Takt beim Job-Speed-Dating in Stuttgart

Job-Speed-Dating in Stuttgart am 4.10.23
Job-Speed-Dating in Stuttgart am 4.10.23
Foto: ISL

Stuttgart (kobinet) „Auf die Plätze, fertig, Gong“, hießt es beim ersten #JobSpeedDating für Menschen mit Behinderungen im Raum #Stuttgart. Dieses wurde vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Stuttgart – @ZsLStuttgart und der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) am 4. Oktober 2023 angeboten. Dabei gab es Bewerbungsgespräche zwischen arbeitssuchenden behinderten Menschen und Arbeitgeber*innen im 8-Minutentakt, wie Alexander Ahrens von der ISL auf X heißt.

LIGA Selbstvertretung Sachsen kritisiert Regelungen zur außerklinischen Intensivpflege

Logo: BUMS! Behinderung und Menschenrechte in Sachsen
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Foto: LIGA Selbstvertretung Sachsen

Grimma (kobinet) Die LIGA Selbstvertretung Sachsen unterstützt uneingeschränkt die Forderungen der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und anderer Verbände und damit das Positionspapier zur außerklinischen Intensivpflege vom 19. September 2023. Jens Merkel, einer der drei Sprecher*innen der LIGA Selbstvertretung Sachsen und selbst Träger einer Trachealkanüle, ist „echt genervt“, wie hier Lebenszeit vergeudet wird. „Uns als Menschen mit Beeinträchtigungen im Allgemeinen und Menschen mit Bedarf an außerklinischer Intensivpflege im Besonderen werden wieder Steine in den Weg gelegt. Gemeinsam mit vielen weiteren Betroffenen werden wir nicht aufgeben, damit wir so leben können, wie es uns die Konvention über die Rechte für Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen vorgibt“, heißt es von Jens Merkel in einer Presseinformation der LIGA Selbstvertretung Sachsen.

Entscheidung des Bundessozialgericht zu Herabsetzungsbescheid

Bundessozialgericht
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Foto: Bundessozialgericht

Kassel (kobinet) In einem Urteil von Juni 2023 stellte das Bundessozialgericht (BSG) fest, dass ein Bescheid über die Herabsetzung des Grades der Behinderung (GdB) von 80 auf 40 nach einer Krebserkrankung wegen Ablaufs der Heilungsbewährung „ab Bekanntgabe“ des Bescheides hinreichend bestimmt war. Über diese Entscheidung berichtet Henry Spradau aus Greifswald für die kobinet-nachrichten.

Bremer Werkstatt-Beschäftigte demonstrierten für bessere Bezahlung

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

Bremen (kobinet) 500 Demonstrant:innen haben sich nach Angabe von Radio Bremen am 29. September 2023 lautstark unter anderem für den Inflationsausgleich für die Werkstattbeschäftigten und für die Abschaffung der Entgeltanrechnung der Grundsicherung ausgesprochen. Der Landesbehindertenbeauftragte von Bremen (LBB) ist einer Einladung vom Werkstattrat der Werkstatt Bremen gefolgt und Kai J. Steuck hat in Vertretung von Arne Frankenstein einen Redebeitrag gehalten. In diesem Beitrag hat der LBB deutlich gemacht, dass der Werkstattrat Recht hat, wenn er mehr Geld fordert, heißt es in einem von Kai J. Steuck auf Facebook veröffentlichten Bericht.

25 Jahre Grenzenlos Kultur in Mainz

Zahl 25
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Foto: ht

Mainz (kobinet) Das Festival Grenzenlos Kultur feiert sein 25-jähriges Jubiläum und bringt vom 12. bis 22. Oktober 2023 spannende inklusive Bühnenkunst nach Mainz. „Unglaublich, aber wahr: Grenzenlos Kultur feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag! Grenzenlos Kultur ist nicht nur Deutschlands ältestes Theaterfestival mit behinderten und nicht behinderten Künstler*innen, sondern auch eine höchst lebendige Plattform für ungewöhnliche, oft experimentelle, meist gesellschaftspolitisch motivierte Kunst- und Theaterformen. Ziel seit der ersten Festival-Ausgabe 1997 war eben das – eine Öffentlichkeit zu schaffen für die bis dato oft unbekannten Arbeiten professioneller Künstler*innen mit unkonventionellen Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten“, heißt es in der Ankündigung des Festivals.

Erhöhung der Assistenzlöhne mit Haken

Foto vom Eingang des Bezirks Oberbayern mit dem Logo über der Tür
Der Eingang des Bezirks Oberbayern mit Logo über dem Eingang
Foto: Andreas Vega

München (kobinet) Der Bezirk Oberbayern hat die Assistenzlöhne zum 1. September erhöht und an den TVöD VKA in der Entgeltgruppe 3 angelehnt. Somit soll für die Zukunft auch eine regelmäßige Anpassung bei den Assistenzlöhnen gesichert sein. Diese werden mit den Erhöhungen der Tariflöhne dann ebenfalls mit angehoben. Ebenso wurde die Betriebszugehörigkeit mit Anlehnung an den Stufen 3 – 6 geregelt. Allerdings hat der Bezirk Oberbayern einen „Pferdefuß“ mit eingebaut.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im September 2023

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „In Sachen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gilt es nun zu handeln“, so titelt Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), die aktuelle Ausgabe des IGEL-Podcast mit einem Rückblick auf die kobinet-nachrichten zur Behindertenpolitik im September 2023. Dabei sprach Sascha Lang mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul. Die beiden nahmen sich in ihrem Gespräch neben der Rückmeldung der Vereinten Nationen zur Staatenprüfung Deutschlands in Sachen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eine ganze Menge an Themen vor.

Unterstützung für die Lebensspur in die Zukunft

Person mit Buch vor dem Gesicht. Links daneben ein Stapel weiterer Bücher. Dahinter Tafel mit Formeln
Studieren bedeutet viel Arbeit bei der guter Rat hilfreich ist
Foto: Pixabay/janeb13

KÖLN (kobinet) Die Stiftung Lebensspur vergibt für schwerbehinderte Schüler und Schülerinnen der Länder Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wieder ein Stipendium. Es soll helfen, Potenziale zu entdecken, zu fördern, und Leistungen zu erhalten. Die Stiftung Lebensspur vergibt dieses Stipendium im Jahr 2023 zum zweiten Mal Stipendien für schwerbehinderte Schüler und Schülerinnen ab Klasse 10 mit dem Ziel der Erlangung der Hochschulreife.

Bundesregierung räumt drohende Einschränkungen ein

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten, Mann mit vollem weißem Haar, weißem Hemd mit Schlips und dunklem Anzug
Pressefoto Hubert Hüppe
Foto: René Golz

BERLIN (kobinet) Erstmals hat die Bundesregierung eingestanden, dass es beim Übergang der bisherigen Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) auf die noch zu gründende UPD-Stiftung zu „unvermeidbaren kurzzeitigen Einschränkungen der Beratung kommen“ kann. Bisher hatte die Bundesregierung stets ihre Erwartung wiederholt, dass die UPD-Stiftung ihre Beratungstätigkeit zum 1. Januar 2024 aufnehmen wird. Zudem sagt die Bundesregierung jetzt, dass „der Aufbau neuer Beratungsstrukturen und -angebote zwischenzeitlich ein schrittweises Vorgehen erfordern“ kann.

Bundessozialgericht zum Mehrbedarf für bei Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Henry Spradau
Henry Spradau
Foto: privat

Greifswald (kobinet) Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einem Urteil von Oktober 2022 festgestellt, dass es für die Zuerkennung des Mehrbedarfes nach § 30 Abs 1 Nr 2 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) entscheidend ist, ab wann eine Rente wegen voller Erwerbsminderung vom Rententräger bewilligt wird. Darauf weist Henry Spradau aus Greifswald in seinem Beitrag für die kobinet-nachrichten hin.

Soziales neu gestalten – Inklusion aus vielen Blickwinkeln

Cover des IGEL-Podcast über den SONG-Kongress
Cover des IGEL-Podcast über den SONG-Kongress
Foto: IGEL-Media

Cochem (kobinet) „Soziales Neu gestalten – Inklusion aus vielen Blickwinkeln“, so lautet die Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Sascha Lang geht dabei darauf ein, dass das Thema Inklusion in der Neugestaltung sozialer Rahmenbedingungen mitgedacht werden muss und berichtet über den SONG-Kongress, der vom 19.09. bis zum 21.09.2023 in Cochem stattfand und bei dem das Thema Inklusion war.

Künstliche Intelligenz wird alle betreffen

Zeichnung eines menschlichen Gehirns mit implantiertem Schaltkreis
Künstliche Intelligenz spielt zunehmend eine wichtige Rolle
Foto: Pixabay/GDJ

BERLIN (kobinet) Gestern war der Internationalen Tag der älteren Menschen. Von den Vereinten Nationen im Jahr 1990 ausgerufen, zielt dieser Tag seither jährlich darauf, das Wirken und die Beiträge älterer Menschen auf unsere Gesellschaft zu würdigen. Gleichzeitig soll der Tag Bewusstsein für die Bedürfnisse und Herausforderungen schaffen, denen Seniorinnen und Senioren weltweit ausgesetzt sind und Strukturen und Angebote sicherstellen, die den Schutz ihrer Rechte und Würde fördern. Dazu gehören zunehmend auch Aspekte der „Künstlichen Intelligenz“.

Das Budget für Arbeit als Erfolgsgeschichte im Eifelkreis

Timo Göbel
Timo Göbel
Foto: Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg (kobinet) In der aktuellen Diskussion um die Reform des Werkstättensystems hört man Immer wieder von verschiedenen Akteur*innen, was alles angeblich nicht bei der Inklusion von Menschen, die herkömmlich in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, geht. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es demgegenüber vielfältige positive Beispiele, wie Menschen mit ihren individuellen Beeinträchtigungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden. „Aktuell sind es über vierzig Betriebe im Landkreis, in denen Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung mit ihren guten Kompetenzen und ihrer Fachlichkeit beschäftigt sind“, heißt es in einem von der Kreisverwaltung des Eifelkreis Bitburg-Prüm veröffentlichten Beitrag. In dem Bericht zeigt der Kreis anhand konkreter guter Beispiele auf, was alles möglich ist, so auch für den 31jährigen Timo Göbel.

Mit Zollstocktexten in die Zukunft – Empowerment durch Kunst und Literatur

bifos-Logo: Empowerment zur Selbstvertretung
bifos-Logo: Empowerment zur Selbstvertretung
Foto: bifos

Mainz (kobinet) Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) hat sich zum Ziel gesetzt, die Selbstvertretung behinderter Menschen zu stärken. Im Rahmen dieses Enpowerments ist vieles möglich: auch mit Kunst und Literatur lässt sich etwas verändern. „Ich habe mir zum Ziel gesetzt, das Thema Behinderung durch künstlerische und literarische Mittel in die Öffentlichkeit zu bringen“, sagte die Schriftstellerin Marcella Berger, die am ersten von insgesamt drei von der Aktion Mensch geförderten Weiterbildungskursen zum Enpowerment zur Selbstvertretung behinderter Menschen teilnimmt. Noch bis zum 31. Oktober 2023 sind noch Bewerbungen für den zweiten Weiterbildungskurz möglich.

ISL mit Schwung in zweite Hälfte der Legislaturperiode

ISL-MV in Regensburg am 28./29.9.2023
ISL-MV in Regensburg am 28./29.9.2023
Foto: ISL

Regensburg (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) geht mit neuem Schwung in die zweite Hälfte der Legislaturperiode der rot-gün-gelben Regierungskoalition auf Bundesebene. Für den längst überfälligen behindertenpolitischen Wandel will sich die ISL besonders nach der Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention verstärkt in vielfältigen Gremien und mit vielen Aktivitäten einbringen. Vor allem setzt sich ein engagiertes Team der ISL derzeit für Verbesserungen bei der außerklinischen Intensivpflege ein. „Wir konnten zwei neue Zentren für selbstbestimmtes Leben (ZsL) als Mitglieder begrüßen. Damit sind wir bereits in 14 Bundesländer vertreten – für eine starke Selbstvertretung von behinderten Menschen“, postete die ISL auf X anlässlich ihrer Mitgliederversammlung am 28./29. September in Regensburg.

Zusätzliche zahnärztliche Leistungen für Pflegebedürftige und behinderte Menschen

Symbol Information

Berlin (kobinet) Pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderungen haben Anspruch auf zusätzliche zahnärztliche Leistungen. Ziel ist es, die Mundgesundheit zu erhalten oder zu verbessern. Diese Leistungen werden von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dies teilte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mittels einer Patienteninformation mit.

Momentaufnahme 319

Scherben eines zerbrochenen Tellers und Frauenhände
Scherben eines zerbrochenen Tellers
Foto: Irina Tischer

Berllin (kobinet) Unendlich ist der Vergangenheit und der Zukunft Zeit; die Zeit der Gegenwart ist begrenzt. (Zenon von Elea)

Nicht einander klein machen. Einander unterstützen!

sitzt auf einer Bank am Wald
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Berlin (kobinet) Uns klein machen und klein halten, das tun schon die Verhältnisse. Wir Behinderten müssen uns das nicht auch noch gegenseitig antun. Einander klein machen. Leider, das ist meine Erfahrung, tun wir es allzu oft. Ein bisschen fühlt es sich an wie eine Krankheit, die unter uns grassiert. Krankheiten bescheren einem manchmal einen sog. Krankheitsgewinn und man möchte sie deshalb gar nicht mehr missen. Aber hier kann ich einen Krankheitsgewinn nicht erkennen, ich stelle lediglich Selbstschädigung fest. Beim Phänomen „Depri-Maso“, das ich jetzt mal unter die Lupe nehme.

Kritik an mangelndem Überblick über Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude im Saarland

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Saarbrücken (kobinet) Über die Kritik an der mangelndem Überblick über Barrierefreiheit in öffentlicher Gebäude im Saarland hat vor kurzem der Saarländische Rundfunk berichtet. Darin wird auch die Kritik des saarländischen Landesbehindertenbeauftragten Prof. Dr. Daniel Bieber aufgegriffen, der vor allem die mangelnden Rückmeldungen der verschiedenen Behörden kritisiert. „Trotz gesetzlicher Vorgaben gibt es im Saarland keinen genauen Überblick über die Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude. Ein vom Sozialministerium verfasster Bericht ist derart lückenhaft, dass er eine belastbare Aussage nicht zulässt. Behindertenvertreter kritisieren das scharf“, heißt es in dem Fernsehbericht.

Was sagt ChatGPT zur Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung?

Logo der Fachstelle EUTB
Logo der Fachstelle EUTB
Foto: Fachstelle EUTB

Berlin (kobinet) „Künstliche Intelligenz (KI) ist derzeit ein breit diskutiertes Thema. Plattformen wie ChatGPT oder Bing Chat erregen viel Aufmerksamkeit. Nutzende können mit diesen Technologien menschenähnliche Gespräche mit einer KI führen. Mithilfe von modernen Lerntechnologien sind diese Plattformen in der Lage, selbst komplexe Fragestellungen zu beantworten. Die Fachstelle Teilhabeberatung wollte wissen: Wie gut kennt sich ChatGPT mit der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB®) aus?“ So heißt es in der Einführung eines Beitrags, der im Rahmen des Newsletters der Fachstelle Teilhabeberatung veröffentlicht wurde.

Klimawandel – Soziale Einrichtungen brauchen finanzielle Unterstützung

Sonne mit vielen Strahlen
Zukünftig werden wir noch häufiger In der Hitze der Sonne leben
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

BERLIN (kobinet) Als größte Herausforderung, um mit den Auswirkungen des Klimawandels umzugehen und notwendige Maßnahmen bspw. zum Hitzeschutz umzusetzen, sehen Experten aus Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens nach einer Umfrage des Paritätischen Gesamtverband das Fehlen einer verlässlichen, nachhaltigen und unbürokratischen Finanzierungsgrundlage. Vier von fünf der befragten Organisationen und Einrichtungen gaben an, dass die Auswirkungen von Hitze im Arbeitsalltag deutlich zu spüren sind, drei von vier Befragten gaben an, dass Hitzewellen große Sorgen bereiten.

Filmfestival DOK Leipzig teilweise barrierefrei

Gewandhaus Leipzig
Gewandhaus Leipzig
Foto: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet) Vom 8. bis 15. Oktober findet das weltweit älteste Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig wieder statt. Dabei sind mehr als 200 Filme aus der ganzen Welt in Leipzig zu sehen. Eine Auswahl an Filmen gibt es außerdem online im „DOK Stream“. Für einige brandneue Festivalfilme bietet das Festival zudem Audiodeskriptionen und erweiterte deutsche Untertitel an.

Rollstuhlbasketballer bereiten Saisonstart vor

rollstuhlbasketball-em-motiv_300dpi von ING-DiBa

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KÖLN (kobinet) Das Team der Rollstuhlbasketballer von Köln 99ers hat in diesem Jahr erstmals vor dem Saisonstart ein Trainingslager kombiniert mit Freundschaftsspielen erfolgreich durchgeführt und bereitet sich nun auf den Start der Saison vor. Dieser Auftakt findet am 7. Oktober 2023 inklusive dem jährlichen Netzwerktreffen in der Sporthalle Bergischer Ring statt.

Lebenshilfe-Medienpreis BOBBY an Shari und André Dietz verliehen

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Lebenshilfe

Marburg (kobinet) „Dank Familie Dietz wird sichtbar, wie fundamental wichtig Inklusion für die Gesellschaft ist, wie wir alle davon profitieren können.“ Das sagte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe als sie am Abend des 29. September 2023 den Schauspieler André Dietz und seine Frau Shari mit dem BOBBY 2023 auszeichnete. Das Ehepaar aus Bergisch Gladbach bekam langanhaltenden Applaus von den rund 400 Gästen in der Marburger Stadthalle und betonte in seinen Dankesworten: „Indem wir anderen Mut gemacht haben, haben wir uns immer wieder selbst ermutigt.“ Mit ihrem Medienpreis BOBBY würdigt die Bundesvereinigung Lebenshilfe seit 1999 öffentliches Engagement für Menschen mit Behinderung und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. „Damit Inklusion keine Illusion bleibt“, so Ulla Schmidt.

IGEL-Podcast zu zwei Jahre gute Nachrichten zur Inklusion

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion
Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion
Foto: Marleen Soetandi

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „2 Jahre ‚Gute Nachrichten zur Inklusion‘ – inspirierende Praxis soll gefeiert werden“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Macher des IGEL-Podcast Sascha Lang sprach dabei mit dem Leiter des von der Aktion Mensch geförderten und beim NETZWERK ARTIKEL 3 angesiedelten Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion„, Ottmar MIles-Paul. Das auf vier Jahre angelegte Projekt zum Sammeln und Verbreiten von guten Nachrichten zur Inklusion wurde am 1. Oktober 2021 gestartet und kann am 30. September 2023 nach zwei Jahren sein Bergfest feiern. Über 200 gute Nachrichten zur Inklusion wurden bisher aufgespürt und entsprechend auf der Plattform des Projektes veröffentlicht sowie über verschiedene Kanäle verbreitet.

Digitale Fähigkeiten für Alle

Eine rehte Hand hält ein Smartphone und bedient es mit dem Daumen
Smartphone – ein wichtiger Ratgeber in vielen Lagen
Foto: Pixabay/JESHOOTS-com

GRAZ (kobinet) Die österreichische Online-Plattform rund um die Assistenz für Menschen mit Behinderung (ava) und das gemeinnütziges Unternehmen atempo bieten eine kostenlose Workshop-Reihe zum Thema “Digital Skills for all” an. Ziel der insgesamt 18 Workshops (in Graz, Salzburg oder Wien) ist es, Jugendlichen und Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten (sowie Eltern) einen Einblick in die Nutzung von digitalen Geräten und Tools zu vermitteln und deren digitale Kompetenz weiterzuentwickeln.