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Gegen Armut jetzt an allen Stellschrauben drehen

Sortiment verschiedener Holzschrauben
An allen Schrauben drehen
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

HANNOVER (kobinet) Die Zahlen des niedersächsischen Landesamts für Statistik malen in punkto Armutsgefährdung ein düsteres Bild: Die Armut in Niedersachsen verfestigt sich und zwar in allen Bevölkerungsgruppen. Unter den Minderjährigen galt 2022 mehr als jeder Fünfte als armutsgefährdet, bei den 18- bis unter 25-Jährigen sind es fast 25 Prozent. Anlässlich des morgigen „Internationales Tags zur Beseitigung der Armut“ fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen deshalb ein von diesen Tatsachen ausgehendes Vorgehen, das alle Betroffenen gleichermaßen in den Blick nimmt.

Ottmar Miles-Paul stellt Roman „Zündeln an den Strukturen“ in Kassel vor

Cover des Romans Zündeln an den Strukturen von Ottmar Miles-Paul und Katrin Grund
Cover des Romans Zündeln an den Strukturen von Ottmar Miles-Paul und Katrin Grund
Foto: Olivia Vieweg

Kassel (kobinet) Am 19. Oktober 2023 um 19:00 Uhr stellt Ottmar Miles-Paul seinen im August dieses Jahres erschienenen Reportage-Roman „Zündeln an den Strukturen“ auf Einladung des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) im Rahmen einer kostenfreien Lesung im freiRaum in der Samuel-Beckett-Anlage 6 in 34119 Kassel vor. Mit dabei sind Barbara Vieweg und Susanne Göbel, die dem sehbehinderten Autor beim Vorlesen assistieren und den verschiedenen Romanfiguren ihre Stimme verleihen. Dies teilte der Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) mit. Weiter heißt es: „Ottmar Miles-Paul befeuert im wahrsten Sinne des Wortes die aktuelle Diskussion um die längst überfällige Reform des Systems der Werkstätten für behinderte Menschen. Denn anhand einer Brandstiftung in einer Werkstatt geht der Roman der Frage nach: Was wäre, wenn es keine Werkstatt für behinderte Menschen mehr gäbe? Welche anderen Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wären möglich?“

Marcel Heinz hat Weg auf den allgemeinen Arbeitsmarkt geschafft

Marcel Heinz
Marcel Heinz
Foto: Kreisverwaltung Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg (kobinet) Im Hinblick auf die Reform des Werkstättensystems hört man Immer wieder, was alles angeblich nicht bei der Inklusion von Menschen, die herkömmlich in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, geht. Im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es demgegenüber vielfältige positive Beispiele für die Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. „Aktuell sind es über vierzig Betriebe im Landkreis, in denen Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung mit ihren guten Kompetenzen und ihrer Fachlichkeit beschäftigt sind“, heißt es in einem von der Kreisverwaltung des Eifelkreis Bitburg-Prüm veröffentlichten Beitrag. Am Beispiel von Marcel Heinz zeigt die Kreisverwaltung auf, dass auch nach dem Besuch einer Schule für ganzheitliche Entwicklung Türen für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geöffnet werden können.

Bundessozialgericht zu Harnblasenkrebs als Berufskrankheit

Henry Spradau
Henry Spradau
Foto: privat

Kassel (kobinet) Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einem Urteil vom September 2023 die Harnblasenkrebserkrankung eines Schweißers aufgrund beruflicher Amin-Exposition (Amine=organische Ammoniak-Verbindungen) als Berufskrankheit anerkannt, obwohl dieser langjähriger Raucher gewesen war. Auf diese Entscheidung weist Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten hin.

Behinderte Frauen diskutieren Konsequenzen der Staatenprüfung

Blick von oben auf eine Gruppe von Frauen, von denen einige im Rollstuhl sitzen
Gruppenbild des Netzwerk-Treffens in Nordrhein-Westfalen beim Plenum im Jahr 2023
Foto: NetzwerkBüro

MÜNSTER (kobinet) Das Netzwerk der Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung in Nordrhein-Westfalen hat in ihrem Treffen die Konsequenzen der Staatenprüfung diskutiert. Ausgehend von den erschreckenden Ergebnissen der Staatenprüfung bis zur fehlenden Barrierefreiheit in ländlichen Gebieten reichten beim diesjährigen Plenum des Netzwerks Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung die Themen.

Heute kämpfen die Rollstuhlbasketballer in Wetzlar um Punkte

Drei Rollstuhlbasketballer von zwei Mannschaften im Kampf um den Ball. Ein Spieler um einen Wurf in den Korb bemüht
Rolstuhlbasketball – ein Spiel, das viel Einsatz erfodert
Foto: Gero Müller-Laschet

KÖLN (kobinet) Nachdem die Rollstuhlbasketballer aus Köln zum Saisonauftakt in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga gegen die Rhine River Rhinos Wiesbaden mit 55:71 verloren hatten, treten sie nun heute als krasser Außenseiter beim Rekordmeister Lahn-Dill in Wetzlar an. Die Partei beginnt um 16.00 Uhr in der Buderus-Arena, welche sich in der Nähe des Bahnhofs Wetzlar befindet.

Bericht zu Verstößen gegen Diskriminierungsverbot angemahnt

Symbol Ausrufezeichen

BERLIN (kobient)

BERLIN (kobient) In einem Brief an die Berliner Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf, mahnt die SoVD-Landesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer die Vorlage des überfälligen Berichtes über Verstöße gegen das Verbot der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung an Senat und Abgeordnetenhaus an. Potenziell betroffen ist etwa ein Fünftel der Berliner Bevölkerung, die einen Grad der Behinderung zwischen 20 und 100 haben.

„Ich klage an!“ – Eine Stellschraube mag nicht länger schweigen

Hans-Willi Weis mit Schlapphut und Schraube in der Hand
Kolumnist im Gespräch mit Stellschraube
Foto: Hans-Willi Weis

Staufen (kobinet) „Ich klage an“, dies sind die Worte einer Angehörigen aus der Kategorie der heute mit Vorliebe politisch Instrumentalisierten, der unübersehbaren Masse an Stellschrauben. Alle führen sie im Mund, Berufspolitiker vorneweg: die „ Stellschrauben“. Aber noch nie hat man eine Vertreterin dieser politisch Instrumentalisierten zu Wort kommen lassen. Die Kobinet-Nachrichten machen Schluss mit dieser Sprachlosigkeit. Was die Vertreterin der Stellschrauben unserem Kolumnisten zu Protokoll gibt, ist nichts weniger als eine Offenbarung. Und ein Offenbarungseid für die Politik.

Weg-Weiser Reha und Teilhabe in Leichter Sprache

Logo der BAR
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Foto: BAR

Frankfurt (kobinet) Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) ist das gemeinsame Gremium der Zusammenarbeit der Träger der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation. Sie hat u.a. die Aufgabe, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu fördern, Wissen über die Reha insgesamt zu vermitteln und die Öffentlichkeit über Reha, Teilhabe und Inklusion zu informieren. Die „Weg-Weiser Rehabilitation und Teilhabe“ mit insgesamt sechs Heften sind nun auch in Leichter Sprache erhältlich. Sie können im BAR-Shop bestellt und heruntergeladen werden. Darauf macht Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam.

Auch für blinde und sehbehinderte Menschen Barrieren weiter abbauen

Zeichnung einer jungen Frau mt gelber Armbinde und Taststock
Auch blinde und sehbehinderte Menschen benötigen Barrierefreiheit
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

MÜNSTER (kobinet) In Nordrhein-Westfalen leben rund 75.000 blinde und sehbehinderte Menschen. Anlässlich des morgigen „Tags des weißen Stocks“ macht die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Nordrhein-Westfalen darauf aufmerksam, dass von Einschränkung der Sehkraft Betroffene im täglichen Leben nach wie vor auf zahlreiche Barrieren stoßen. Zugleich bietet die Landesarbeitsgemeinschaft ihre Hilfe für die Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Inklusion an.

Kostenloser Moia-Sammeltaxis für behinderte Menschen in Hamburg

Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: Irina Tischer

Hamburg (kobinet) „Wer blind oder gehörlos ist oder wer im Rollstuhl sitzt, der kann die Moia-Sammeltaxis seit Anfang dieses Jahres in Hamburg kostenlos nutzen. Die SPD-Fraktion in der Bürgerschaft hat nun beim Senat angefragt, wie gut das Angebot angenommen wird. Das Angebot spricht sich rum – das zeigen die aktuellen Zahlen des Senats, die NDR 90,3 und dem Hamburg Journal vorliegen: Bei fast 6,5 Prozent aller Fahrten hat Moia im ersten Halbjahr Menschen mit schweren Behinderungen kostenlos transportiert. Zum Start des Angebots waren es weniger als fünf Prozent“, dies berichtete NDR 90,3 vor kurzem.

Großartige Stimmung!

Stephan Laux sitzt auf einem Steinhaufen vor einem Tunnel in kurzem Hemd und Hosen
Stephan Laux
Foto: Stephan Laux

Villmar-Weyer (kobinet) Stephan Laux ist ein erfahrener Heilerziehungspfleger. Wir veröffentlichen seinen Beitrag zu Special Olympics World Games 2023 in Berlin und seinen Überlegungen dazu.

HORIZONT SPORTBUSINESS AWARD für Special Olympics World Games Berlin 2023

Links im Bild eine Fernsehkamera, welche eine ebenerdige Bühne mit einemGEwichtheber aufnimmt
Fair Ouedraogo (Burkina Faso) beim Powerlifting in der Halle 5.2 auf der Messe Berlin am 22.06.2023
Foto: Juri Reetz für SOWGB 2023

BERLIN (kobinet) In einer bisher einmaligen Medien-Allianz hatten sich die elf größten deutschen Sport berichterstattenden Medienunternehmen zu den Special Olympics World Games Berlin 2023 zusammengeschlossen, um der Special Olympics Bewegung, den Athletinnen und Athleten mit einer geistigen Beeinträchtigung und dem größten Multisportevent seit den Olympischen Spielen München 1972 mehr Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit zu verleihen. Für die besondere Leistung in der Sportbusiness-Branche erhielt die Medien-Allianz der Weltspiele die Auszeichnung zum „Medium des Jahres“.

Schule der Vielfalt mit Zwischenbilanz

Große Tafel mit bunten Zetteln auf denen Stichworte stehen
Arbeitsübersicht zur Schule der Vielfalt
Foto: Frank G. Pohl / Schule der Vielfalt

KÖLN (kobinet) Mit dem Beginn des neuen Schuljahres 2023/2024 wurde die erfolgreiche Kooperation zur Schule der Vielfalt in Nordrhein-Westfalen für mindestens fünf weitere Jahre verlängert. Die Landeskoordination hat zu dem Projekt kürzlich eine Zwischenbilanz über ihre Akzeptanzarbeit an den Schulen vor. Die Bilanz über die Kooperation der letzten fünf Jahre zeigt, was sich „vor und nach der Pandemie“ verändert hat.

VdK-Magazin zur Ausgleichsabgabe

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet) Mit der neuen Ausgabe des E-Magazins SBVdirekt stellt der Sozialverband VdK das Thema Teilhabe von schwerbehinderten Menschen am Arbeitsmarkt in den Mittelpunkt und stellt die Frage, ob die Ausgleichsabgabe ihren Zweck erfüllt. Für die Gruppe der Schwerbehindertenvertretung ist das Gesetz zur Förderung des inklusiven Arbeitsmarktes und der Erhöhung und Erweiterung der Ausgleichsabgabe neben der Kindergrundsicherung oder dem Pflegeunterstützungs- und Pflgeentlastungsgesetz (PUEG) besonders relevant.

Bundessozialgericht: Elterngeld Plus auch bei längerer Arbeitsunfähigkeit

Bundessozialgericht
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Foto: Bundessozialgericht

Kassel (kobinet) Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einem Urteil von September 2023 festgestellt, dass Eltern das Elterngeld Plus auch bei längerer Arbeitsunfähigkeit beanspruchen können. Dieses steht auch dann zu, wenn ein Elternteil während der Partnerschaftsbonusmonate für längere Zeit erkrankt und keine Lohnfortzahlung mehr erhält, berichtet Henry Spradau.

Facebookgruppe der Berliner Behindertenzeitung

Logo: facebook
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Foto: facebook

Berlin (kobinet) „Es gibt eine neue Facebookgruppe für Menschen mit Behinderung Berlin/Brandenburg der Berliner Behindertenzeitung. In dieser Facebookgruppe wird es ab sofort regelmäßig Aktuelles, Wissenswertes und allgemeine Informationen geben. Nebenbei haben die Mitglieder viel Platz zum Austausch. Der Vorteil ist, dass diese Facebookgruppe offen für alle ist. Diese Gruppe ist nicht an ein bestimmtes Thema gebunden, Mitglieder können Beiträge aller Art posten, die für Menschen mit Behinderung von Interresse sein können“, darauf macht der Berliner Behindertenverband in der neuesten Ausgabe der Berliner Behindertenzeitung aufmerksam.

Ringveranstaltung: Was meint „inklusiver Arbeitsmarkt“?

Symbol Information

Hamburg (kobinet) Eine von Jürgen Homann geleitete digitale Ringveranstaltung unter dem Motto „Was meint ‚inklusiver Arbeitsmarkt‘? Beiträge zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der (Erwerbs-)Arbeitsgesellschaft“ bietet das Zentrum für Disability Studies und Teilhabeforschung ZeDiSplus der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie Hamburg im Herbst an. Die Veranstaltungen finden jeweils dienstags von 18.30 bis 20.00 Uhr digital via Zoom statt, beginnend ab 24. Oktober 2023 mit einem Einführungsvortrag.

Unseen Lives: Kreative Menschen mit unsichtbarer Behinderung gesucht

Symbol Fragezeichen

Berlin (kobinet) Die Kulturregen Berlin gUG – Netzwerk für inklusives kulturelles Empowerment sucht schreiberfahrene oder schreibaffine kreative Menschen mit unsichtbarer Behinderung, Beeinträchtigung oder Erkrankung, die Lust haben, für das Hörbuch/Hörspiel-Projekt „Unseen Lives“ selbstbestimmt ihre Erlebnisse, Lebensrealitäten und Erfahrungen in Interviews zu teilen und diese auf der Webseite von Kulturregen gUG (auf Wunsch anonym) zu veröffentlichen. Insgesamt werden 40 Interviews veröffentlicht. Die Interviews finden mit den Mitarbeitenden von “Unseen Lives” statt, je nach Situation online oder persönlich.

Neue Verordnungsformulare in der Außerklinischen Intensivpflege

Bild dieses Formulars
Screenshot Ausschnitt zum Musterformular 62A der KBV
Foto: Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL)

BERLIN (kobinet) Nach dem erfolgreichen Online-Workshop Mitte September, welcher sich an Betroffene sowie An- und Zugehörige richtete und das Thema „neue Verordnungsformulare in der Außerklinischen Intensivpflege“ in den Blick nahm, hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) nun eine Handlungsempfehlung zum Ausfüllen der neuen Verordnungsvordrucke veröffentlicht, da Fallstricke in den Verordnungsformularen zu sehen sind.

Corinna Rüffer unterstützt Forderungen des Offenen Briefes

Porträt von Corinna Rüffer
Bild von Corinna Rüffer
Foto: Corinna Rüffer

BERLIN (kobinet) Der offene Brief „#InklusiveBildungJetzt!“, den ein Bündnis aus Eltern und Verbänden der Bundesbildungsministerin und dem Bundesarbeitsminister übergeben hat, findet die volle Unterstützung von Corinna Rüffer, der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Dabei unterstreicht sie, dass es wichtig ist, dass die Zivilgesellschaft das mit Nachdruck einfordert.

Antidiskriminierungsberatung behinderter Menschen wird gut angenommen

Logo: Fachstelle Antidiskriminierung Behinderung der ISL
Logo: Fachstelle Antidiskriminierung Behinderung der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) angesiedelte Hotline für das Projekt „Fachstelle Antidiskriminierungsberatung behinderter Menschen“ wurde bisher gut angenommen. „Täglich melden sich Mitarbeitende von Beratungsstellen mit Fragen rund um die Beratung von Menschen mit Behinderungen bei uns. Für den 14. November 2023 haben wir Antidiskriminierungs-Beratungsstellen aus ganz Deutschland zu einem Austausch eingeladen, um herauszufinden, welche Fragen es in der Beratung mit behinderten Menschen gibt und welche Angebote wir für die kommenden Projektjahre starten wollen“, heißt es im Newsletter der ISL.

Ohrenkuss feiert Jubiläum

Screenshot von der Pressekonferenz von Ohrenkuss am 21.3.2023
Screenshot von der Pressekonferenz von Ohrenkuss am 21.3.2023
Foto: omp

Bonn (kobinet) Bei der Ohrenkuss-Redaktion gab es bereits am 21. März 2023 nicht nur wegen des Welt-Down-Syndrom Tages einiges bei einer Pressekonferenz in Bonn zu feiern. Denn seit 25 Jahren gibt es nun das Magazin von Menschen mit Down Syndrom. Was 1998 als Forschungsprojekt mit vier Ausgaben begann, gehört mittlerweile zur Medienlandschaft. Über 50 Ausgaben der Zeitung wurden bereits veröffentlicht. Am 14. Oktober wird nun im BaseCamp, In der Raste 1, in 53129 Bonn Party gemacht und richtig gefeiert, wie die kobinet-nachrichten im Ohrenkuss-Newsletter erfuhren.

Studie MehrWirkung von Inklusionsfirmen

Henry Spradau
Henry Spradau
Foto: privat

Greifswald (kobinet) In der aktuelle Debatte um die Reform des Systems der Werkstätten für behinderte Menschen mit einer durchschnittlichen monatlichen Entlohnung von 226 Euro weit unter dem Mindestlohn und einer miserablen Vermittlungsquoute von 0,35 Prozent auf den allgemeinen Arbeitzmarkt wird auch die verstärkte Schaffung von Inklusionsfirmen angestrebt. In Deutschland gibt es derzeit rund 945 Inklusionsbetriebe mit rund 30.000 Beschäftigten. Zur Wirkung dieser Betriebe hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (bag if) eine Studie mit dem Titel „MehrWirkung“ veröffentlicht, auf die Henry Spradau in seinem Bericht für die kobinet-nachrichten aufmerksam macht.

Wohlfahrtsverband fordert bessere Aufklärung und Prävention von Angsterkrankungen

Zwei Augen bliccken durch eine dunkle Maske
Augen der Angst
Foto: Pixabay/garten-gg

STUTTGART (kobinet) Wie der DAK Gesundheit 2023 aufzeigt sind bei den psychischen Erkrankungen Angststörungen am stärksten angestiegen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg fordert zum heutigen Welttag der seelischen Gesundheit eine bessere Aufklärung und Prävention von Angsterkrankungen an Schulen und am Arbeitsplatz sowie eine Enttabuisierung von Ängsten in unserer Gesellschaft.

Breite Forderung nach Inklusiver Bildung

Zeichnung der Erdkugel im Ährenkranz und auf der Erdkugel  die Kontinente angedeutet
Symbol der Vereinten Nationen
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

BERLIN (kobinet) Mehr als 140 Verbände und Organisationen sowie mehr als 1.400 Einzelpersonen aus ganz Deutschland haben heute Minister Hubertus Heil (BMAS) und Ministerin Bettina Stark-Watzinger (BMBF) einen offenen Brief übergeben in dem „inklusive Bildung jetzt“ gefordert wird. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner sehen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vor allem im Bereich inklusiver Bildung (Artikel 24 UN-BRK) dringenden Handlungsbedarf.

Risiken bei der Neuregelung bei Pflegebegutachtung

Geldscheine
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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Der Landesverband Berlin-Brandenburg des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) zeigt vor allem über die Neuregelung des Begutachtungsverfahrens zur Einstufung Pflegebedürftiger in die fünf dafür vorgesehenen Pflegegrade besorgt. Denn damit sind die von der Pflegeversicherung zu gewährenden Geld- und Sachleistungen verbunden. Diese decken allerdings nur einen Teil der gesamten Pflegekosten ab. Mit den steigenden Kosten für ambulante und stationäre Pflegeleistungen wächst somit das Armutsrisiko für die Pflegebedürftigen, aber auch für ihre Angehörigen.

Pflegeverband beklagt unzumutbare Zahlungsmoral der örtlichen Träger der Sozialhilfe

Die Hand einer älteren Person wird von der Hand einer jüngeren Person gehalten
Gute Pflege braucht ausreichend gute Pflegende
Foto: Pixabay/PublicDomainPictures

BERLIN (kobinet) Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) hatte bereits auf das Problem der teilweise immensen Zahlungsrückstände der Sozialhilfe hingewiesen. Nun liegen dazu auch konkrete Zahlen vor. Demnach belaufen sich die Außenstände in Pflegeeinrichtungen auf mehr als zehn Millionen, und bei Eirichtungen der Eingliederungshilfe auf 650.000 Euro

Mandy Müller: Praktikum mit Assistenzhund im Bundestag – wie kam es dazu?

Mandy Müller und ihr Hund Oris mit Stephanie Aeffner im Bundestag
Mandy Müller und ihr Hund Oris mit Stephanie Aeffner im Bundestag
Foto: privat

Kassel / Berlin (kobinet) Mit Assistenzhund ist auch im Bundestag zu rechnen“, so lautete die Überschrift eines Berichts der kobinet-nachrichten vom 19. September 2023 mit einem Bild des Assistenzhundes Oris, der sich auf dem Platz vor dem Reichstag in Berlin niedergelassen hatte. Das Bild vom Bericht kam von Mandy Müller aus Kassel, die im September ein zweiwöchiges Praktikum im Deutschen Bundestag absolviert hat. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit der blinden Politikstudentin ein zweiteiliges Interview. Im ersten Teil geht es u.a. darum, warum sie sich für dieses Praktikum entschieden hat und was es im Vorfeld alles zu organisieren gab, wenn sich eine blinde Studentin mit ihrem Führhund und ohne Assistenz aus dem überschaubaren Kassel auf den Weg in die Millionenstadt Berlin zu einem Praktikum im Bundestag aufmacht. Im zweiten Teil geht es demnächst dann darum, welche Eindrücke Mandy Müller von ihrem Bundestagspraktikum mit nach Hause gebracht hat.

Petition gegen Verschlechterungen beim barrierefreien Wohnungsbau

Arnd Hellinger vor Stufen
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Foto: privat

Berlin (kobinet) Die geplante Reform der Berliner Landesbauordnung beinhaltet nach Informationen von Arnd Hellinger eine deutliche Verschlechterung hinsichtlich der eigentlich dringend notwendigen Schaffung zusätzlichen barrierefreien Wohnraums. Bei künftiger Aufstockung von Bestandsgebäuden soll es nämlich dem aktuellen Entwurf zufolge nicht mehr erforderlich sein, einen Aufzug zu installieren – andererseits wird gerade diese Aufstockung aus durchaus nachvollziehbaren ökologischen wie ökonomischen Gründen als vorzugswürdig gegenüber weiterer Flächenversiegelung betrachtet. Hieraus ergibt sich nach Ansicht von Arnd Hellinger auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine inakzeptable Festschreibung des Mangels an barrierefreien Wohnungen in Berlin. Daher hat Arnd Hellinger eine Petition an das Abgeordnetenhaus von Berlin gerichtet.

Mensch Zuerst Schulung: Ich lebe selbstbestimmt auch im Alter

Logo von Mensch zuerst
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Foto: Mensch zuerst

Kassel (kobinet) „Wir machen eine Schulung. Sie ist vom Projekt: Ich lebe selbstbestimmt auch im Alter. Die Schulung ist für Menschen die in einer Werkstatt arbeiten. Oder in einem Wohnheim wohnen. Die Schulung ist am 3. und 4. November“, so kündigt Mensch zuerst – Netzwerk People First Deutschland eine Schulung, die im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Projektes „Ich lebe selbstbestimmt – auch im Alter“ am 3. und 4. November 2023 in Kassel durchgeführt wird.

Inklusionspodcast von Jürgen Dusel zur Staatenprüfung

Cover des Inklusionspodcast von Jürgen Dusel zur Staatenprüfung
Cover des Inklusionspodcast von Jürgen Dusel zur Staatenprüfung
Foto: Bundesbehindertenbeauftragter

Berlin (kobinet) In einem neuen Podcast berichtet der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel über aktuelle Entwicklungen. In der ersten Ausgabe des Inklusionspodcast berichtet Jürgen Dusel vor allem über die Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Lebenshilfe Osnabrück hat 60jähriges Jubiläum gefeiert

Viele Personen,  auch mit Rollstuhl, auf einem Platz vor einem eingeschossigen Gebäude
Mit einem ganz besonderen Teilhabe-Tag hat die Lebenshilfe Osnabrück ihr 60-jähriges Jubiläum im Zoo gefeiert
Foto: Lebenshilfe Osnabrück / Marco Hörmeyer

OSNABRÜCK (kobinet) Am vergangenen Sonnabend hat die Lebenshilfe Osnabrück mit einem ganz besonderen Teilhabe-Tag im Zoo Osnabrück ihr 60jähriges Jubiläum gefeiert. Dabei standen Menschen mit Behinderung und deren Familien im Mittelpunkt. Rund 250 Gäste waren der Jubiläums-Einladung gefolgt.

Sozialverbände fordern mehr Kampf gegen Einsamkeit

Kleines Mädchen mit großem Stofftier allein auf einem  einsamem  Weg
Einsam sein belastet
Foto: Pixabay/Greyerbaby

HANNOVER (kobinet) Das Problem der Einsamkeit, dass nach Einschätzung des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in Niedersachsen etwa 40 Prozent der Menschen in Deutschland betrifft, kann direkte Auswirkungen auf die Gesundheit und die Teilhabe haben. Aus Sicht dieses Verbandes muss die Politik deshalb jetzt handeln, um der zunehmenden Einsamkeit entgegenzuwirken. Deshalb hat der SoVD unter Federführung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Niedersachsen gemeinsam mit anderen Sozial- und Wohlfahrtsverbänden ein gemeinsames Forderungspapier mit konkreten Vorschlägen entwickelt.

Regnerische Tage im Herbst – kein Grund zu Hause zu bleiben

Beim Kunstgespräch in Deutscher Gebärdensprache
Beim Kunstgespräch in Deutscher Gebärdensprache
Foto: Pascal-Rohe

BERLIN (kobinet) Zu einem richtigen Herbst gehören eben auch windige und regnerische Tage. Das muss jedoch kein Grund dafür sein, zu Hause zu bleiben und nichts zu unternehmen. So laden die Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe wieder zu gebärdensprachlichen Führungen ein und auch das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden bietet ein umfangreiches Programm für alle, welche die regnerischen Tage für einen Museumsbesuch nutzen möchten.

Zwei Jahre gute Nachrichten zur Inklusion: Vieles ist möglich,es muss nur getan werden

Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion
Logo: Gute Nachrichten zur Inklusion
Foto: Marleen Soetandi

Berlin (kobinet) Über 200 gute Nachrichten zur Inklusion wurden in den letzten beiden Jahren im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Projektes „Gute Nachrichten zur Inklusion“ vom Verein für Menschenrechte und Gleichstellung Behinderter – NETZWERK ARTIKEL 3 – recherchiert und veröffentlicht. Zur Halbzeit des auf insgesamt vier Jahre angelegten Projektes zog der Verein eine positive Zwischenbilanz. „Bei dem Projekt ist der Name Programm, denn Schwerpunkt ist die Veröffentlichung guter Nachrichten zur Inklusion und zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“, teilte der Projektleiter Ottmar Miles-Paul mit. Mit dem Projekt zeigt das NETZWERK ARTIKEL 3 gute Beispiele in Sachen Inklusion behinderter Menschen auf. Andererseits sollen die guten Nachrichten und die damit verbundenen Veröffentlichungen und Veranstaltungen zur Nachahmung anregen. „Vieles ist möglich – es muss nur getan werden“, ist Ottmar Miles-Paul nach zwei Jahren Projektarbeit überzeugt.

Zentrum für selbstbestimmtes Leben entsteht in Sachsen

bifos-Logo: Empowerment zur Selbstvertretung
bifos-Logo: Empowerment zur Selbstvertretung
Foto: bifos

Zwickau (kobinet) Die Gründung eines Zentrums für selbstbestimmtes Leben (ZsL) in Sachsen, dieses Projekt hat sich Anett Feige im Rahmen der Weiterbildung zum Empowerment zur Selbstvertretung des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) zusammen mit einigen Verbündeten aus Sachsen vorgenommen. Am 25. November 2023 findet nun die Gründungsversammlung für den Verein Zentrum für Selbstbestimmt Leben Sachsen von 15:00 – 18:00 Uhr im Alten Gasometer im Veranstaltungsraum Barterre, Kleine Biergasse 3, in Zwickau, statt. Dies teilte Anett Feige den kobinet-nachrichten verbunden mit der Information mit, dass Bewerbungen für den zweiten Weiterbildungskurs zum Empowerment zur Selbstvertretung noch bis zum 31. Oktober möglich sind.

Endgültige Version der Abschließenden Bemerkungen veröffentlicht

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Genf (kobinet) Die endgültigen Abschließenden Bemerkungen der Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in englischer Sprache wurden am 3. Oktober 2023 vom Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung liegt noch nicht vor.

Newsletter des Deutschen Behindertenrats für September 2023

Buchstaben dbr - klein geschrieben mit Halbkreis von blauen Punkten sowie Name Deutscher Behidnertenrat rechts daneben
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Foto: DBR

Kassel (kobinet) Der Newsletter des Deutschen Behindertenrats (DBR) über die Aktivitäten des Bündnisses im September 2023 wurde auf der Internetseite des DBR eingestellt. Der Aktionsplan für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen nehmen Fahrt auf und auch der Übersetzungsprozess für die Abschließenden Bemerkungen des Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen über die Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention kann nun beginnen. Darum und um vieles mehr geht es im neuesten DBR-Newsletter.