Menu Close

Brennende Ungeduld tut Not

Bild vom Podium der DBR-Veranstlatung am 1.12.2023
Bild vom Podium der DBR-Veranstlatung am 1.12.2023
Foto: Alexander Ahrens ISL

Berlin (kobinet) In der Behindertenpolitik und vor allem auch bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wird immer wieder vom nötigen langen Atem geredet, der nötig ist. Dies wird vor allem gerne von den Verantwortlichen zitiert, die damit die schleppende Umsetzung der entsprechenden Anforderungen der Menschenrechtskonvention rechtfertigen. Die Vorsitzende des Sprcher*innenrats des Deutschen Behindertenrats (DBR) Prof. Dr. Sigrid Arnade setzte dem Konzept des langen Atem heute am 1. Dezember 2023 bei der Welttagsveranstaltung des DBR in Berlin die nötige "brennende Ungeduld" entgegen, die viele behinderte Menschen haben, wenn sie auf die mangelnde Umsetzung ihrer Menschenrechte blicken.

Vor allem im Hinblick darauf, dass in unserem vermeintlich solidarisch ausgerichteten Gesundheitswesen immer noch viele Arztpraxen nicht barrierefrei zugänglich sind, mache deutlich, dass man sich endlich mal Zeit zum Handeln nehmen muss. Dies wurde auch von der Vertreterin des Bundesbehindertenbeauftragten Frauke Kaine bekräftigt.

Lesermeinungen

Bitte beachten Sie unsere Regeln in der Netiquette, unsere Nutzungsbestimmungen und unsere Datenschutzhinweise.

Sie müssen angemeldet sein, um eine Lesermeinung verfassen zu können. Sie können sich mit einem bereits existierenden Disqus-, Facebook-, Google-, Twitter-, Microsoft- oder Youtube-Account schnell und einfach anmelden. Oder Sie registrieren sich bei uns, dazu können Sie folgende Anleitung lesen: Link
2 Lesermeinungen
Neueste
Älteste
Inline Feedbacks
Alle Lesermeinungen ansehen
Uwe Heineker
01.12.2023 13:58

Es stellt sich da ernsthaft für mich die Frage, inwieweit besagtes Institut wie auch das UNO-Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung selbst überhaupt von den Regierungen wirklich ernst genommen wird – eiern wir also bis zur nächsten Staatenprüfung weiter so herum und alles beginnt dann wieder von vorne?!

Marion
01.12.2023 12:37

Zeit zum handeln … Sorry, Ihr „Forderer“, dann macht doch endlich Konzepte, wie diese Forderungen umgesetzt wurde.
Mein Hausarzt bspw. müsste bei der Forderung „Barrierefreiheit“, auch wenn berechtigt, seine Praxis schließen (das im ländlichen Raum). Folge: Eine riesige Versorgungslücke würde entstehen. Grund: Weder die finanziellen Mittel hat dieser Arzt, noch das man ihm das genehmigen würde, da das Gebäude denkmalgeschützt ist und ein barrierefreier Umbau das Entfernen der denkmalgeschützten Substanz mit sich bringen würde. – Kosten: ca 280T Euro

Macht endlich Konzepte (Finanzierung und Co) anstatt zu fordern, das dann gerne in 16 Bundesländern, da Baurecht Ländersache ist.