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UN-Behindertenrechtskonvention endlich umsetzen

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Foto: SoVD

DÜSSELDORF (kobinet) Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Nordrhein-Westfalen die Landesregierung dazu auf, die verbindlichen Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention endlich so umzusetzen, dass die Betroffenen ihr Recht auf soziale Teilhabe und inklusive Bildung auch in Anspruch nehmen können.

Menschen mit Beeinträchtigungen werden weiterhin im Alltag ausgebremst, ausgegrenzt und in vielen Lebensbereichen behindert. „In nahezu allen Bereichen sehen wir hier nach wie vor große Defizite“, sagt Franz Schrewe, Landesvorsitzender des SoVD NRW: „Wir haben zu wenig barrierefreien Wohnraum, zu wenig inklusive Schulen und auch die einst für 2022 versprochene Barrierefreiheit im öffentlichen Bus- und Bahnverkehr ist nicht annähernd erreicht“, kritisiert Schrewe weiter. Auch würden Barrieren in NRW nach wie vor nicht systematisch erfasst oder gar konsequent abgebaut: „Wo bleibt der klare Fahrplan dieser Landesregierung zur Umsetzung der UN-BRK?“

Dramatisch sei die Lage für Menschen mit einer Schwerbehinderung auch und gerade auf dem NRW-Arbeitsmarkt: „Auch dieses Problem, so unser Eindruck, wird von der Landesregierung zwar zur Kenntnis genommen, aber weiterhin nicht mit einem konkreten Maßnahmenpaket angegangen“, so der Landesvorsitzende des traditionsreichsten Sozialverbands in Deutschland.