Veröffentlicht am 24.06.2025 07:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Tina Deeken mit einem Eisblock in der Hand Foto: Privat
Mainz (kobinet) Das ZDF Magazin 37° begleitete drei Extremsportlerinnen bei ihren Abenteuern. Wie gelingt Doreen der Spagat zwischen riskantem Klettern und Muttersein? Kämpft sich Katja nach ihrem Absturz zurück? Und was treibt Para-Sportlerin Tina an, mit ihrer Behinderung ans Limit zu gehen? heißt es in der Ankündigung der Sendung.
Veröffentlicht am 24.06.2025 07:27 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sharepic zur Telefonischen Ausstellungs-Führung Foto: TOWER
Kassel (kobinet) Am 2. Juli 2025, bietet das Projekt Tower Fernassistenz um 17:30 Uhr zusammen mit der in Kassel Caricatura – Galerie für Komische Kunst in Kassel – eine telefonische Führung durch die aktuelle Ausstellung an. Diese trägt den Titel „Du kochst auf deinem Smartphone? – Die Zukunft in Cartoons“. In rund 130 Cartoons beschäftigen sich die Künstlerinnen und Künstler unter verschiedenen Aspekten mit der Welt von morgen und eröffnen dabei ungeahnte Perspektiven. In der telefonischen Führung geben die Teams von Caricatura und Tower einen Einblick in die Galerie und beschreiben gut 20 ausgewählte Cartoons. Als besondere Gästin ist die Kaufunger Cartoonistin Stefanie Bräuning-Orth mit von der Partie. Sie stellt eines ihrer Werke persönlich vor und steht im Anschluss Rede und Antwort zu ihrem Schaffen, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.
Veröffentlicht am 23.06.2025 18:33 von Ralph Milewski in der Kategorie Meinung
Ein Los für das gute Gewissen Foto: Ralph Milewski
Fladungen (kobinet) Der 5. Mai ist vorbei. Einmal mehr hat Aktion Mensch den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung unterstützt, mit Materialien, Plakaten, Imagevideos und einem bunten Strauß an Veranstaltungen im ganzen Land. Die Botschaft war klar: Teilhabe ist wichtig. Vielfalt ist schön. Inklusion ist ein Menschenrecht. Und jetzt? Jetzt, wo Friedrich Merz öffentlich die Eingliederungshilfe infrage stellt. Jetzt, wo die Teilhabe-Infrastruktur ins Wanken gerät. Jetzt, wo konkrete politische Kürzungen zur Debatte stehen. Von Aktion Mensch ist nichts zu hören.
Staufen (kobinet) Johanni oder Mittsommer, was für ein schönes Wort. Drecksarbeit, welch ein hässliches!
Nur leider führen zur Zeit die Befürworter von Drecksarbeit das Wort und schreiben uns vor, wo es langgeht. Werden wir wie die Lemminge mitschwimmen? – „Summertime and the living is easy“, wäre es auch, hätten wir nicht Zeitenwende und Veteraneninklusion. Noch einmal zwei Kolumnen wie Feuer und Wasser und vorweg noch eine Bemerkung zur Verschiebung der kobinet-Literaturbeilage über „behindertes Liebesleben“ ins Sommerloch.
WEIMAR (kobinet) Im Verlaufe der 98. Gesundheitsministerkonferenz der Bundesländer, welche am 11. und 12. Juni 2025 im thüringischen Weimar stattgefunden hat, haben sich die Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Bundesländer im Rahmen ihrer umfangreichen Tagesordnung auch mit weiteren Schritten zur Verbesserung der Barrierefreiheit von Arztpraxen beschäftigt.
Veröffentlicht am 23.06.2025 12:29 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Paragraf Paragraph Zeichen Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet) Jetzt wurde der achte Jahresbericht der Schlichtungsstelle nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) – kurz Schlichtungsstelle BGG – veröffentlicht. Im Jahr 2024 sind demnach die Fallzahlen erneut gestiegen. Waren es im Jahr 2022 noch 189 Schlichtungsanträge, so konnte das Team der Schlichterinnen und Schlichter nach 267 Anträgen 2023 im Jahr 2024 einen weiteren Anstieg auf 330 Anträge verzeichnen. Damit lagen die Antragszahlen 2024 um rund 75 Prozent höher als 2022.
Bremerhaven (kobinet) Welche Auswirkungen die Finanznöte der Kommunen konkret für behinderte Menschen haben können, das wird derzeit in Bremerhaven deutlich. Der Inklusionsbeirat der Stadt Bremerhaven fordert, dass die Pläne für Kürzungen beim Fahrdienst für Kinder mit sogenannten geistigen Behinderungen zurückgenommen werden. Das Fernsehmagazin buten un binnen von Radio Bremen berichtete vor kurzem darüber, dass das Fahrdienstangebot zum Schuljahresende eingestellt werden soll.
Veröffentlicht am 23.06.2025 07:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Fragezeichen Foto: Susanne Göbel
Untereisesheim (kobinet) „Heilerziehungspflege“, ein Begriff, der mit einer modernen, an den Menschenrechten und Selbstbestimmung orientierten, Behindertenpolitik nichts zu tun hat. Ein Begriff, der aus den Reihen der Behindertenbewegung immer wieder kritisiert wird. Diese Kritik ist mittlerweile auch bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ausbildungsstätten für Heilerziehungspflege in Deutschland so angekommen, dass auf der letzten Mitgliederversammlung intensiv darüber diskutiert wurde und Alternativvorschläge für die Berufsbezeichnung entwickelt wurden. „Teilhabe-Pädagog:in“, „Fachkraft für Inklusion und Teilhabe“ oder „Inklusions- und „Teilhabepädagog:in“ sind nach Informationen des Verbands derzeit im Rennen.
Veröffentlicht am 23.06.2025 06:43 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bärbel Schäfer und CassMae Foto: hr3
Berlin (kobinet) „Die 23jährige Musikerin und Singer-Songwriterin CassMae aus Köln macht Musik mit indischen Einflüssen und singt in 12 indischen Sprachen. Über Nacht ist CassMae mit ihrer Musik ein Star in Indien geworden. Dabei spielt ein Prominenter eine besondere Rolle: Indiens Premierminister Narendra Modi. CassMae erzählt über ihr Märchen und wovon sie in der Zukunft träumt.“ So heißt es in der Ankündigung des Sonntagstalk zwischen Bärbel Schäfer und CassMae von hr3 mit dem Titel „CassMae über das Märchen, wie sie mit ihrer Musik über Nacht in Indien ein Star wird“, auf den Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.
Veröffentlicht am 23.06.2025 06:15 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Paragraf Foto: omp
Berlin (kobinet) Der Bremer Verein Selbstbestimmt Leben hat am 19. Juni 2025 beschlossen, ein Schlichtungsverfahren nach dem Bremischen Behindertengleichstellungsgesetz (BremBGG) gegen die aktuellen Pläne des Bremer Senats zur Neugestaltung der Umsteigeanlage Domsheide einzuleiten. Die Durchführung eines Schlichtungsverfahrens ist auch Voraussetzung für eine mögliche Verbandsklage vor dem Verwaltungsgericht.
Veröffentlicht am 23.06.2025 01:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
ISL Foto: ISL
Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) begrüßt den aktuellen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), dieser steht jedoch noch nicht im Einklang mit dem geltenden Recht. Der Beschluss verbessert die Versorgung für Menschen, die bereits vor dem 1. Juli 2025 auf außerklinische Intensivpflege nach § 37c SGB V angewiesen waren – also auf medizinisch-pflegerische Unterstützung, zum Beispiel bei Beatmung in der eigenen Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft. Der G-BA ist das höchste Gremium im Gesundheitswesen und legt fest, welche Leistungen die Krankenkassen bezahlen. Die bislang geltende Pflicht zur Potenzialerhebung – eingeführt durch das GKV-IPReG (Gesetz zur Stärkung der intensivpflegerischen Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung) und seit dem 31. Oktober 2023 verbindlich in der AKI-Richtlinie geregelt – stellte für viele Betroffene eine erhebliche Belastung dar, sowohl medizinisch als auch psychisch.
Veröffentlicht am 22.06.2025 08:09 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Nancy Frind Foto: privat
Erfurt (kobinet) „Barrierefrei bewegen, eine normale Schule besuchen und nicht nur in einer Werkstätte Schrauben zählen – dafür kämpfen Menschen mit Behinderung schon lange. Nancy Frind organisiert jedes Jahr eine Demonstration in Erfurt“, so heißt es in einem knapp dreiminütigen Fernsehbericht des mdr über die Demonstration unter dem Motto „Inklusion geht uns alle an“, die am 20. Juni 2025 in Erfurt stattfand. Mit dabei war auch die Europaabgeordnete der Grünen Katrin Langensiepen, die im Filmbericht neben Nancy Frind ebenfalls zu Wort kommt.
Veröffentlicht am 22.06.2025 05:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des Video gegen Kürzungen bei der EGH Foto: Dennis Sonne
Düsseldorf (kobinet) #TeilhabeIstKeinLuxus, so lautet der Hashtag und die klare Aussage von Lisa Behme, die vor kurzem eine Petition gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe auf change.org gestartet hat und schon über 160.000 Unterstützer*innen hat. Dennis Sonne, der für die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag sitzt, hat die Petition zum Anlass genommen und auf seiner Facebookseite ein Video mit Statements einiger bekannter Akteur*innen veröffentlicht, die dazu aufrufen, die Petition zu unterstützen.
Veröffentlicht am 21.06.2025 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Gruppenbild des Inklusionsbeirat 2025 Foto: Bundesbehindertenbeauftragter
Berlin (kobinet) Am 17. Juni 2025 kam der Inklusionsbeirat der neuen Wahlperiode zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Der Beirat ist das zentrale Gremium der Staatlichen Koordinierungsstelle nach Art. 33 der UN-Behindertenrechtskonvention. Er hat die Aufgabe, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in nationales Recht durch die Einbindung der Zivilgesellschaft zu begleiten. „Zu den wichtigsten Themen des Beirats in dieser Wahlperiode zählen unter anderem die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes, der Zugang zum Arbeitsmarkt und zum Gesundheitswesen sowie bezahlbarer und barrierefreier Wohnraum. Diese Schwerpunkte spiegeln sich auch in den inklusionspolitischen Vorhaben wider, auf die sich die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag geeinigt haben.“ Darauf hat der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, mittels eines Facebook-Post aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 21.06.2025 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Jürgen Linnemann im Rollstuhl Foto: privat
Harsewinkel (kobinet) Am 14. September 2025 finden in Nordrhein-Westfalen Kommunalwahlen statt. Dabei wird entschieden, wer die Interessen der Büger*innen zukünftig vor Ort in den verschiedenen Gremien und Rathäusern vertritt. Dass es immer noch viel zu wenig behinderte Menschen gibt, die in den politischen Gremien aktiv sind und echte Chancen bekommen, hierfür gewählt zu werden, das macht Jürgen Linnemann in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten deutlich. Anders als beispielsweise Bruno Janßen, der bereits im Klever Stadtrat aktiv ist und aufgrund eines guten Listenplatzes für die Wahl wieder gute Chancen hat, gewählt zu werden, hat Jürgen Linnemann andere Erfahrungen in seiner Partei gemacht.
Veröffentlicht am 20.06.2025 12:34 von Ralph Milewski in der Kategorie Meinung
WfbM – ein überholtes System? Foto: Ralph Milewski
Fladungen (kobinet) Allein die Überschrift „Inklusion in einer Sonderwelt“ offenbart bereits den grundlegenden Widerspruch des Artikels. Es gibt faktisch keine Inklusion in einer Sonderwelt. Inklusion bedeutet, Teil des allgemeinen gesellschaftlichen Lebens zu sein, nicht in ein separates System ausgelagert zu werden. Wer den Begriff der Inklusion auf ein geschlossenes Parallelsystem wie die Werkstätten anwendet, verschleiert die Realität struktureller Ausgrenzung. Dass der Artikel dennoch mit dieser Formulierung einsteigt, deutet bereits an, dass hier zwar Symptome benannt, aber die Konsequenzen nicht zu Ende gedacht werden.
Veröffentlicht am 20.06.2025 10:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
EU-Schwerbehinderung Foto: EU-Schwerbehinderung
Berlin (kobinet) „Es war die Aussage des Bundeskanzlers Friedrich Merz, die in den letzten Tagen zu viel Verunsicherung geführt hat, als der Bundeskanzler von Einsparungen in der Jugendhilfe und Eingliederungshilfe gesprochen hat. Zwar gab es von dem Unionsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) eine Gegendarstellung, die inhaltlich den Fokus auf Bürokratieabbau gerichtet hat (hier nachzulesen https://www.eu-schwerbehinderung.eu/i…, doch Michael Kretschmer (Ministerpräsident von Sachsen) hat mit seiner Aussage in der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) Worte gefunden, die weitere Verunsicherung auslösen dürften.“ Dies berichtet EU-Schwerbehinderung.eu, das den Auszug zu den Aussagen der hohen Kosten des Bundesteilhabegesetzes von Ministerpräsident Michael Kretschmer aus Sachsen auf YouTube eingestellt hat.
Veröffentlicht am 20.06.2025 08:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Foto: Susanne Göbel
Beckum (kobinet) „Ulrike Kolar will hörbeeinträchtigten Menschen den Austausch in Arztpraxen erleichtern. Dazu hat sie ein Schulungskonzept entwickelt, mit dem sie Praxisteams in der Kommunikation mit schwerhörenden Menschen sensibilisiert und zeigt, dass die Herstellung von Hör-Barrierefreiheit nicht immer viel kosten muss. In ihrer Heimatstadt Beckum hat sie ihr Konzept bereits erfolgreich umsetzen können.“ Darüber berichtet das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben im Regierungsbezirk Münster in einem aktuellen Beitrag mit dem Titel „Schreien hilft nicht“.
Veröffentlicht am 20.06.2025 07:59 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sharepic mit Christiane Möller: Gesetze sind zahnlose Tiger, wenn Verstöße ohne Folgen bleiben Foto: DBSV
Berlin (kobinet) Der Countdown läuft: Am 28. Juni tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft und verpflichtet die Privatwirtschaft in ausgewählten Bereichen zur Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen. „Viele Menschen mit Behinderungen erwarten endlich spürbare Verbesserungen in ihrem Alltag“, sagt dazu Christiane Möller, Justiziarin und stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV).
Veröffentlicht am 20.06.2025 07:28 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Fahne Österreich Foto: public domain
Wien (kobinet) Am 16. Juni 2025 wurde im österreichischen Nationalrat das Budgetbegleitgesetz behandelt – mit weitreichenden Konsequenzen für das Erwachsenenschutzrecht. Trotz massiver Kritik wurden geplante Verschlechterungen nicht gestoppt. Darauf hat der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam gemacht. „Im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2025 plant die Regierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS Änderungen im Erwachsenenschutzrecht, die weitreichende Auswirkungen auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen haben. Konkret geht es um u.a eine deutliche Einschränkung der Selbstbestimmung von Personen, die unter gerichtlicher Erwachsenenvertretung stehen. Zahlreiche Organisationen und Expert:innen kritisieren die geplanten Maßnahmen scharf und fordern deren Rücknahme“, heißt es u.a. im BIZEPS-Bericht.
Veröffentlicht am 20.06.2025 07:24 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Berlin (kobinet) „Werkstätten für Menschen mit Behinderung bilden einen Niedriglohnsektor mit sozialem Anstrich, so zumindest die Kritik. Doch es gibt Ansätze, wie es besser gehen könnte.“ Dies schreibt die Journalistin Rebecca Sawicki in einem aktuellen Beitrag über die Kritik am System der Werkstätten für behinderte Menschen, der nun auf web.de mit der Überschrift „Inklusion in einer ‚Sonderwelt'“ erschienen ist. „Immer wieder stehen Werkstätten für Menschen mit Behinderung in der Kritik. Wegen der geringen Bezahlung, wegen des Drucks, wegen der fehlenden Chancen, das System irgendwann wieder zu verlassen. Kritiker unterstellen: Die Werkstätten bilden einen Niedriglohnsektor mit sozialem Anstrich“, heißt es u.a. in dem Beitrag.
Veröffentlicht am 20.06.2025 06:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0
Berlin (kobinet) Bei der Staatenprüfung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschlands im Jahr 2023 haben die Vereinten Nationen insbesondere den Bundesländern aufgegeben, die menschenrechtliche Perspektive in ihrer Politik zu stärken. Einige Bundesländer unterziehen bereits den Prozess der Umsetzung der Konvention einem intensiven Monitoring der verschiedenen Maßnahmen und gesetzlichen Regelungen. So auch Rheinland-Pfalz, das das Deutsche Institut für Menschenrechte vor kurzem beauftragt hat, ein entsprechendes Monitoring durchzuführen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte dazu mit dem für das Monitoring zuständigen wissenschaftlichen Mitarbeiter Frieder Kurbjeweit, der selbst behindert ist und seit 2020 bei der Monitoring-Stelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention arbeitet, folgendes Interview.
Veröffentlicht am 20.06.2025 06:30 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Weis legt ein „Sondervermögen Nachdenken“ nach dem anderen auf und trinkt Bier, ohne es zu verschütten. Foto: Hans-Willi Weis
Staufen (kobinet) Vielen Dank Stephan Riedl. Beachtlich, was Sie kenntnisreich und weit ausholend an Material zusammengetragen haben, um ihre Position darzustellen. So ist ein kontrast- und facettenreiches Bild unserer gegensätzlichen Positionen entstanden, das all denjenigen eine große Hilfe sein dürfte, die bereit sind, sich überhaupt derart ernsthaft und eingehend mit unserer Argumentation zu beschäftigen und auseinanderzusetzen. Und sich ein eigenes Urteil zu bilden.
Veröffentlicht am 19.06.2025 11:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Screenshot der Ankündigung der Dritten Weltkonferenz zum barrierefreien Tourismus Foto: Destinations for All
TURIN (kobinet) Nach der ersten Weltkonferenz zum barrierefreien Tourismus, die im Jahr 2014 in Montreal stattgefunden hatte, sowie einer zweiten Weltkonferenz zu diesem Thema im Jahr 2018 in Brüssel, wird nun die dritte Weltkonferenz zum barrierefreien Tourismus vorbereitet. Sie wird vom fünften bis zum siebenten Oktober im italienischen Turin stattfinden. Auch diese Konferenz wird wieder von dem Verband „Destinations for all DfA“ (Reiseziele für alle) vorbereitet und durchgeführt. DfA ist eine Vereinigung von sehenswerten Städten, Reiseregionen und kulturellen Orten, welche sich für Sehenswürdigkeiten für alle ohne Barrieren einschließlich eines für alle zugänglichen Transportes auf der Grundlage der UN Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen und den Empfehlungen der Welttourismusorganisation für einen Tourismus für alle unterstützen.
STUTTGART (kobinet) Mit dem Blick auf den morgigen Weltflüchtlingstag fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband in Baden-Württemberg, die Rechte Schutzsuchender sowie ihre Integration zu stärken. Laut UN-Bericht sind derzeit rund 122 Millionen Menschen auf der Flucht. Das ist eine humanitäre Katastrophe, der, aus Sicht dieses Verbandes, nicht mit verstärkten Zurückweisungen von Asylsuchenden und einer verschärften Migrationspolitik begegnet werden darf. Hinter jeder Flucht verbirgt sich ein Einzelschicksal, mahnt der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg anlässlich des Weltflüchtlingstags. Eine gerechte, humane und menschenwürdige Flüchtlingspolitik sei eine Frage der Menschlichkeit, des geltenden EU-Rechts und auch internationaler Verpflichtungen, so der Verband.
Veröffentlicht am 19.06.2025 09:52 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Altenwohn- und Pflegeheim Sankt Laurentius Foto: SBinale (Creative Commons BY-SA 4.0)
BERLIN (kobinet) Zum Start der Bund-Länder-Kommission für eine Pflegereform mahnt ein breites Bündnis aus Verbänden der Pflegewirtschaft, Trägern ambulanter und stationärer Pflege sowie Vertretern der Kostenträger und Arbeitgeber eine zügige Strukturreform der Sozialen Pflegeversicherung an. Die „Initiative generationengerechte Pflege“ begrüßt in ihrer Stellungnahme, dass die Kommission noch in diesem Jahr Entscheidungen vorlegen soll.
Veröffentlicht am 19.06.2025 05:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
LWV Hessen Foto: gemeinfrei
Kassel (kobinet) Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) steht vor großen Herausforderungen, insbesondere aufgrund steigender Aufwendungen in der Eingliederungshilfe, großer notwendiger Verfahrensänderungen und einer dramatischen finanziellen Lage in den Trägerkommunen. Die am 18. Juni 2025 in der Verbandsversammlung des LWV verabschiedeten Eckwerte berücksichtigen diese Entwicklungen und zielen darauf ab, die Mitgliedskörperschaften trotz der schwierigen Rahmenbedingungen so weit wie möglich zu entlasten. Darauf machte der Verband mittels einer Presseinformation aufmerksam.
Veröffentlicht am 19.06.2025 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Bremen-Osterholz (kobinet) Im Jugendbeirat können sich junge Leute in Osterholz in die Stadtteilpolitik einmischen, ihre Interessen vertreten und die Geschicke vor Ort mitgestalten. Natürlich steht dieses Gremium auch Jugendlichen offen, die mit einer Behinderung leben. Der Martinsclub Bremen startet nun ein Angebot, um dieser Zielgruppe den Einstieg in den Osterholzer Jugendbeirat zu erleichtern. „Wir finden es wichtig, dass sich junge Leute, die mit einer Beeinträchtigung leben, im Stadtteil engagieren und ihre Anliegen zu Gehör bringen. Ihre Sichtweise ist wichtig, um eine inklusive Jugendpolitik für Osterholz zu machen, die allen gerecht wird“, findet Rosa Petram, die das Angebot für den Martinsclub organisiert. Diese Zielgruppe kann sich nun an den Martinsclub wenden, um Eingang in den Osterholzer Jugendbeirat zu finden.
Veröffentlicht am 18.06.2025 10:04 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Beste Laune beim inklusiven Judo-Training an der Deutschen Sporthochschule Köln Foto: Special Olympics NRW / Nils Limberg
KÖLN (kobinet) Bei einem inklusiven Training von Special Olympics Nordrhein-Westfalen (SO NRW) an der Deutschen Sporthochschule in Köln haben Judo-Weltmeisterin Anna-Maria Wagner und Handball-Nationalspieler Julian Köster rund 100 Sportlerinnen und Sportler mit und ohne geistige Beeinträchtigung trainiert. Das Training setze, ein Jahr vor den Special Olympics Nationalen Spielen Saarland 2026, den Vorbereitungsstart für die Special Olympics Athleten und führte zudem Nachwuchs-Sportlern an die beiden Sportarten Judo und Handball heran.
Veröffentlicht am 18.06.2025 09:54 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Gaza-Ruinen Foto: UNICEF/Hassan Islyeh
BERLIN (kobinet) Am Freitag dieser Woche ist Weltflüchtlingstag. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) warnt aus diesem Anlass eindringlich vor einer sich zuspitzenden humanitären Krise. Weltweit wurden im Jahr 2024 rund 120 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben, während 120 Konflikte verzeichnet wurden – so viele wie nie zuvor. Gleichzeitig geht die weltweite humanitäre Hilfe jedoch drastisch zurück. HI fordert die Geberländer auf, dringend umzusteuern und Verantwortung zu übernehmen.
Veröffentlicht am 18.06.2025 07:24 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat für Kundgebung am 20. Juni 2025 in Erfurt Foto: privat
Jena / Erfurt (kobinet) „Inklusion geht uns alle was an.“ Dies betonte Barbara Vieweg vom Jenaer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen im Vorfeld einer Kundgebung für Inklusion und die Sichtbarkeit von Menschen mit Beeinträchtigungen, die am 20. Juni 2025 um 16:00 Uhr am Angerdreieck in Erfurt stattfindet. Und weiter betonte sie: „Inklusion ist ein Menschenrecht, dafür haben Menschen mit Behinderungen auf der ganzen Welt lange gekämpft. In den letzten Wochen gibt es wiedermal Einsparvorschläge. Die Unterstützungsleistungen seien zu teuer. Das soll sich ändern – also weniger Geld kosten. Menschen mit Behinderungen sind keine Kostenfallen, sondern gleichberechtigte Bürger*innen. Wer Eingliederungshilfe kürzt, kürzt nicht nur Leistungen, sondern auch Menschlichkeit. Immer wieder wird die Teilhabe vom Geld abhängig gemacht. So auch bei Frauen mit Behinderungen. Ein Gutachten des Freistaats Thüringen spricht die dringende Empfehlung aus, dass die 12 Frauenhäuser in Thüringen für Frauen mit Behinderungen zugänglich werden müssen. Auch das wird Geld kosten aber Gewaltschutz darf nicht vom Geld abhängig gemacht werden. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Deshalb sind Demonstrationen wie diese so wichtig. Nichts über uns, ohne uns!!!“
Veröffentlicht am 18.06.2025 07:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Foto: Susanne Göbel
Wien (kobinet) „Der Autistic Pride Day findet jährlich am 18. Juni statt. Er wurde im Jahr 2005 ins Leben gerufen. Der Hintergrund des Tages ist der Wunsch nach gesellschaftlicher Akzeptanz von autistischen Menschen. Inklusion darf nicht optional bleiben, sondern ist für die gesamte Gesellschaft unverzichtbar. Dieser Tag gibt autistischen Personen den Raum, sich selbst zu feiern und für eine echte Veränderung in allen Lebensbereichen zu sorgen.“ So heißt es in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Die österreichische Behindertenanwältin Christine Steger und der Verein „im spektrum“ weisen am heutigen Autistic Pride Day auf notwendige Verbesserungen im Lebensalltag für Personen im Autismus-Spektrum hin.
Berlin (kobinet) Friedrich Merz kritisierte auf dem Kommunalkongress des Deutschen Städte- und Gemeindebunds in Berlin die gestiegenen Ausgaben für die Eingliederungshilfe. Er nannte Steigerungen von zehn Prozent „nicht länger akzeptabel“ und kündigte an, die Fördermittel „umfassend zu überprüfen“. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für Menschen mit Behinderung und ihre Familien. Die Eingliederungshilfe ist kein Kostenproblem – sie ist ein Menschenrecht. Sie ermöglicht Teilhabe, Inklusion und Würde. Wer sie kürzt, kürzt nicht nur Leistungen, sondern auch Menschlichkeit.“ So heißt es in einer Petition, die auf change.org mit dem Titel „Hände weg von der Eingliederungshilfe – Teilhabe darf nicht gekürzt werden!“ eingestellt wurde und bereits über 152.000 Unterstützer*innen hat.
Veröffentlicht am 18.06.2025 06:57 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Weis gut aufgelegt zum Auflegen des „Sondervermögens Nachdenken“ (über Verteidigung und Krieg) – wer ähnlich gut aufgelegt ist, möge mitmachen! Foto: Hans-Willi Weis
Staufen (kobinet) Auf mehrfachen Wunsch hier zentrale Motive meiner Gegenargumentation. Ich schreibe dies als über den Tag hinaus denkender intellektueller Beobachter. Von heute auf morgen „politisch darstellbar“ ist das, was aus meinen Überlegungen folgt, nicht. Umso dringlicher, sofort, in Richtung dieser Perspektive zu denken und persönlich mutig entsprechend zu handeln, falls es für eine solche „Rettungsperspektive“ nicht schon zu spät ist. (Der Text ist eine Auskoppelung aus meinem zweiten Antikriegs-Essay in kobinet-Literaturbeilage IV).
Veröffentlicht am 17.06.2025 18:55 von Ralph Milewski in der Kategorie Meinung
Rahmen ohne Auftrag Foto: Ralph Milewski
Fladungen (kobinet) In seinem Meinunsbeitrag „Barrierefreiheit im Denken, KI als Werkzeug würdevoller Inklusion„ entwirft Oliver Gruber das Bild einer künstlichen Intelligenz, die neutral, urteilsfrei und damit prädestiniert sei, Inklusion zu fördern. Er spricht von KI als moralischer Brücke, als ethischer Chance – als Instanz, die den Menschen dort erreicht, wo Vorurteile sonst Mauern errichten. Was auf den ersten Blick wie ein hoffnungsvoller Ausblick klingt, erweist sich bei näherer Betrachtung als problematische Verkürzung. Gruber konstruiert ein Idealbild – aber ohne erkennbare eigene Erfahrungen im konkreten Umgang mit KI in assistiven oder behindertenpolitischen Kontexten. Die Realität ist differenzierter. Und sie ist oft schmerzhaft.
Berlin (kobinet) In meinen vorangegangenen Essays habe ich versucht, feine Spuren im Dickicht gesellschaftlicher Zuschreibungen sichtbar zu machen – sei es durch den Blick auf ADHS als epigenetische Antwort auf eine überreizte Leistungsgesellschaft oder durch das Nachdenken über Inklusion als lebendiges Menschenbild jenseits normierter Strukturen. Nun weitet sich der Raum erneut: Was, wenn Barrierefreiheit auch im Denken beginnt? Was geschieht, wenn wir Inklusion nicht mehr nur als pädagogisches oder politisches Thema betrachten, sondern als grundlegend menschliche Haltung – und dabei ein Werkzeug zur Seite nehmen, das so nüchtern wie spiegelklar agiert: die Künstliche Intelligenz? In diesem Essay erkunde ich KI nicht als Ersatz, sondern als Echo. Nicht als Lösung, sondern als Spiegel einer neuen Möglichkeit.
Ein persönlicher Essay von Oliver Gruber – eine zukunftsethische Betrachtung der moralisch-humanistischen Nutzung künstlicher Intelligenz zur Förderung innerer und äußerer Inklusion.
Veröffentlicht am 17.06.2025 12:16 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Aktion Mensch Logo 283×133 Foto: Aktion Mensch
Berlin (kobinet) Nur etwa ein Drittel der meistbesuchten Webshops in Deutschland ist zumindest in Teilen barrierefrei. Das zeigt der dritte Testbericht, den die Aktion Mensch und Google am 17. Juni 2025 mit Unterstützung von BITV-Consult, UDG und der Stiftung Pfennigparade in Berlin vorgestellt haben. Von den 65 geprüften Websites sind lediglich 20 über die Tastatur – und damit ohne Maus – bedienbar. Für viele Menschen mit Behinderung ist die Tastaturbedienbarkeit eine grundlegende Voraussetzung für den barrierefreien Zugang. Besonders ernüchternd ist dieses Ergebnis mit Blick auf das Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes am 28. Juni 2025, das Webseitenbetreibende zur Barrierefreiheit ihrer digitalen Angebote verpflichtet. Die Tests wurden von geschulten Tester*innen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen durchgeführt.
Berlin (kobinet) Im Alter von nur 16 Jahren erfand Louis Braille im Jahr 1825 im Pariser Blindeninstitut die Brailleschrift – eine geniale Erfindung, die für viele Generationen blinder Menschen zum Schlüssel für Kommunikation, Bildung, beruflichen Erfolg, soziale Teilhabe und persönliches Glück wurde. Das feiern blinde Menschen und ihre Vereinigungen weltweit im Jahr 2025 ganz besonders. Um zu zeigen, wo die Brailleschrift überall eingesetzt wird und was mit ihr möglich ist, verbreitet der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Europäische Blinden Union mittels der Initiative Braille 200 täglich einen Beitrag zur Brailleschrift. Heute hat sich Moritz Wolfart, der die Nachrichen verbreitet, mit einer besonderen Kaffeetasse beschäftigt.
Veröffentlicht am 17.06.2025 07:44 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Podcast zur Petition zur Eingliederungshilfe Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „Herr Merz Finger weg von der Teilhabe! – Petition von Lisa Behme“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), in der deutlich wird, dass Eingliederungshilfe kein Luxus ist. Der Moderator des IGEL-Podcast, Sascha Lang, sprach aus aktuellem Anlass mit Lisa Behme, dreifache Mutter pflegebedürftiger Kinder. Sie ist Initiatorin einer Petition, die sich gegen mögliche Kürzungen bei der Eingliederungshilfe richtet – ausgelöst durch eine umstrittene Aussage von CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz. Mit dabei ist auch Ottmar Miles-Paul von den kobinet-nachrichten, der die aktuelle Diskussion politisch einordnet.