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Über 150.000 Unterschriften für BGG-Reform, die diesen Namen verdient an Bärbel Bas übergeben

Bild von der Übergabe der Unterschriften an Bärbel Bas
Bild von der Übergabe der Unterschriften an Bärbel Bas
Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Heute, am 18. Mai 2026, haben sich behinderte Aktivist*innen, die sich für bessere Regeln zur Barrierefreiheit bei der Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) einsetzen, mit der Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD), dem Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel (SPD) und der teilhabepolitischen Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion, Heike Heubach, zum Gespräch im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages getroffen. Die Aktivist*innen haben dabei die mittlerweile über 150.000 gesammelten Unterschriften für eine konsequente Verpflichtung von Cafés, Restaurants, Arztpraxen und anderen privatwirtschaftlichen Unternehmen zur Barrierefreiheit übergeben. Den derzeitigen Gesetzentwurf für die bereits im Bundestag diskutierte und geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes lehnen sie ab. Die Aktivist*innen und zahlreiche Behindertenverbände sehen darin einen massiven Rückschritt in Sachen Inklusion.

Assistenzhundeteams in der Warteschleife

Eine Menschengruppe gemeinsam mit einem schwarzen Hund mit Protestplakaten
Proteste in einer festgefahrenen Situation
Foto: Associata e.V.

KARSTEDT (kobinet) Unter dem Motto „Assistenzhunde in der Warteschleife“ hat der Verein Associata e.V. mit Sitz in 19357 Karstädt – Sargleben mit einer Protestaktion am 10. Mai im Rahmen der Aktionswoche zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf die festgefahrene Situation derjenigen Menschen hingewiesen, die zur sozialen Teilhabe auf einen Assistenzhund
angewiesen sind. Obwohl gesetzliche Regelungen zum Assistenzhund im Behindertengleichstellungsgesetz und mit der Assistenzhunde-Verordnung bestehen, sind bereits seit Juli 2024, nach Auslaufen gesetzlicher Übergangsregelungen, keine Prüfungen für Assistenzhunde-Teams möglich. Und wenn Prüfungen ausfallen, warten Menschen auf Teilhabe und Sicherheit im Alltag.

Auf der Suche nach Geschichten von Menschen mit Multipler Sklerose

Mann mit einer Brille und großen Augen liest in einem großen Buch
Die Geschichten aller sind für alle interessant
Foto: IdeaTivas-TLM In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRANKFURT am Main (kobinet) Ende Mai ist wieder Welt -Multipler-Sklerose-Tag. In diesem Jahr steht das überregionale Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft (DMSG) unter dem Motto „Diagnose MS. Jetzt erst recht!“. Der Landesverband Hessen der DMGS sammelt aus diesem Anlass individuelle „Jetzt erst recht!“-Geschichten von Menschen mit MS und veröffentlichen diese auf ihren Kanälen.  Es wäre gut wenn nun viele Menschen mit MS ihre Geschichte erzählen. Sie dürfen dabei gern konkrete „Jetzt erst recht“-Geschichten aus der Sammlung dieses Landesverbandes aufgreifen. Auf dieser Internetseite sind alle Informationen zu dieser Aktion, der Aufruf zum Mitmachen sowie die bislang zusammengetragenen „Jetzt erst recht“-Geschichten“ aus der Gemeinschaft der DMSG Hessen zu finden.

Bewegte politische Woche in Berlin liegt vor uns

KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet

Berlin (kobinet) Diese Woche tagen die Gremien und das Plenum des Deutschen Bundestages wieder. Dementsprechend finden eine Reihe von Aktivitäten im politischen Berlin statt, die für behinderte Menschen besonders interessant sind. Diese reichen von der Übergabe von über 145.000 Unterschriften für die Pflicht zur Barrierefreiheit von Unternehmen an Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas am heutigen Montag, den 18. Mai, um 14:30 Uhr im Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Straße 1, in 10557 Berlin. Am 19. Mai folgt der Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel. Am 20. Mai steht dann im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales die weitere Beratung des Gesetzes für Änderungen des Behindertengleichstellungsgeesetz (BGG) an. Dabei geht es vor allem um die Planung und den Beschluss für eine öffentliche Anhörung zu diesem Gesetzgebungsverfahren. In der gleichen Ausschusssitzung steht auch die abschließende Beratung des Antrags über die Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums an, bevor dieser dann wahrscheinlich noch vor der Sommerpause im Plenum des Bundestages diskutiert und abgestimmt wird.

Bayerische Behindertenbeauftragte: Forderungen an ein barrierefreies und inklusives Gesundheitssystem

Gruppenbild der Behindertenbeauftragten in Bayern Mai 2026
Gruppenbild der Behindertenbeauftragten in Bayern Mai 2026
Foto: Behindertenbeauftragte Bayern

Regensburg (kobinet) Bei ihrem Jahrestreffen vom 7. – 9. Mai 2026 in Regensburg tauschten sich die kommunalen Behindertenbeauftragten aus ganz Bayern mit Holger Kiesel, dem Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, aus. Dieses Mal stand unter anderem das Gesundheitssystem auf der Tagesordnung und die Beauftragten haben dazu eine gemeinsame Erklärung verfasst. „Das Pflege- und Gesundheitssystem hat in vielen Bereichen noch dringenden Nachbesserungsbedarf für Menschen mit Behinderung: bei der Barrierefreiheit von Arztpraxen, der Ausbildung von Therapeutinnen und Therapeuten oder auch bei speziellen Gesundheitseinrichtungen für Menschen mit Behinderung“, heißt es unter anderem in der Presseinformation der Beauftragten.

#HierEntstehtWIR – Aktion zum Tag des Grundgesetzes am 23. Mai 2026

Plakat der Aktion Mensch #hierentstehtwir
Plakat der Aktion Mensch #hierentstehtwir
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Am Tag des Grundgesetzes lädt die Aktion Mensch zum gemeinsamen Engagement für Demokratie und Miteinander ein und fordert zum Mitmachen, vor allem in den sozialen Medien, auf. „Nach einem erfolgreichen Start im Februar gehen wir mit unseren Aktionstagen #HierEntstehtWIR in die zweite Runde. Gemeinsam mit dir wollen wir allen zeigen, wie viel unsere Förderpartnerschaft bewegt. Für Inklusion. Für Teilhabe. Und für mehr Chancengleichheit. Denn dein Engagement und unsere Förderung sind ein starkes Team“, heißt es dazu von der Aktion Mensch.

Straßen-Aktion in Hamburg-Barmbek zum Tag der Leichten Sprache am 28. Mai 2026

Bild zum Tag der Leichten Sprache am 28. Mai
Bild zum Tag der Leichten Sprache am 28. Mai
Foto: Jona Neugebauer

Hamburg (kobinet) „Wir sind eine neunköpfige Initiative, die sich im Bereich barrierefreie Kommunikation engagiert und wir planen für den Tag der Leichten Sprache am 28. Mai 2026 eine Straßenaktion in Hamburg-Barmbek um 17:00 Uhr und eine Vorlesestunde in der Bücherhalle um 18:00 Uhr. Alle Informationen in Leichter Sprache gibt es auf der befreundeten Internetseite der Literaturküche: Zur Straßenaktion am Tag der Leichten Sprache.“ Dies hat Anja Teufel aus Hamburg den kobinet-nachrichten mitgeteilt. Von 17:00 bis 18:00 Uhr findet die Straßen-Aktion in Hamburg-Barmbek auf dem Bert-Kaempfert-Platz statt. Von 18:00 bis 19:00 Uhr findet die Lese-Runde in der Bücherhalle Barmbek statt, wie es in der Ankündigung heißt.

Ein Jahr Krüppel gegen Rechts

Flagge von Krüppel gegen Rechts wurde in Kassel am 27.9.2025 gezeigt
Flagge von Krüppel gegen Rechts wurde in Kassel am 27.9.2025 gezeigt
Foto: Nancy Frind

Kassel (kobinet) Heute vor einem Jahr, am 17. Mai 2025, wurde in Kassel die bundesweite Initiative Krüppel gegen Rechts gegründet. Die Gründung der Initiative, die mittlerweile über einige Regionalgruppen verfügt, war ein Ergebnis der Mitmach-Tagung mit dem Titel „Gestern – Heute – Morgen: Behindertenrechtsbewegung im Dialog“, die das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) am 16. und 17. Mai 2025 im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen durchgeführt hat. Als Dr. Sigrid Arnade und H.-Günter Heiden damals zum Schluss gekommen sind, dass es dringend eine Initiative behinderter Menschen gegen Rechts braucht und dies in die Veranstaltung einbrachten, war ein zentraler Antrieb dafür, dass sie angesichts der wachsenden Behinderten- und Inklusionsfeindlichkeit nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange verharren wollten. Nach einem Jahr zeigt sich, dass die Gefahr von rechts noch bedrohlicher als noch vor einem Jahr ist.

Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 17. Mai 2026
Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL vom 17. Mai 2026
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet) „Inklusion nervt? Uns Menschen mit Behinderung auch! – aber aus anderen Gründen“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Mai 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags-IGEL-Talk geht es dieses Mal um die Protestaktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, das Behindertengleichstellungsgesetz und warum wir in Deutschland in Sachen Inklusion kaum vorankommen.

Neue Norm im Gespräch mit Jürgen Linemann, der für Mindestlohn in der Werkstatt klagt

Jürgen Linnemann mit Soraia Da Costa Batista bei Jan Böhmermann
Jürgen Linnemann mit Soraia Da Costa Batista bei Jan Böhmermann
Foto: Die Neue Norm aus ZDF

Berlin (kobinet) Die Plattform „Die Neue Norm“ berichtet aktuell über ein Gespräch mit Jürgen Linnemann, der im ZDF Magazin Royale mit Jan Böhmermann angekündigt hat, für den gesetzlichen Mindestlohn als Beschäftigter einer Werkstatt für behinderte Menschen zu klagen. „Seinen Auftritt im ZDF Magazin Royale sehen über 3 Millionen Menschen: Jürgen Linnemann klagt als Beschäftigter in einer Werkstatt für behinderte Menschen für den Mindestlohn. Im Interview mit Redakteurin Carolin Schmidt spricht er über seinen Lebensweg, seine politische Arbeit als langjähriger Vorsitzender im Werkstattrat und über seine Motivation, mit dieser Klage Geschichte zu schreiben“, heißt es in der Ankündigung des Beitrags auf Die Neue Norm.

Als die Politik noch stolz auf unsere sozialen Errungenschaften war

Titelbild der tagesschau
Titelbild der tagesschau
Foto: ARD tagesschau

Berlin (kobinet) Manchmal lohnt sich nach Ansicht des kobinet-Historikers Dr. Martin Theben ein Blick zurück in die Geschichte, in diesem Fall auf die Sendung der tagesschau vom 21 März 1976. „Es geht gleich zu Beginn um eine Rede des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt auf dem Verbandstag des Reichsbundes, also des heutigen Sozialverband Deutschland (SoVD). Es war ein Wahljahr, denn am 3 Oktober 1976 wurde ein neuer Bundestag gewählt. Die CDU CSU gewann mit ihrem Kandidaten Helmut Kohl zwar die meisten Stimmen, aber die FDP setzte die sozialliberale Koalition mit der SPD fort und so blieb Helmut Schmidt Kanzler. Der Wahlkampf war polarisiert, da die CDU ihn mit dem Slogan „Freiheit oder Sozialismus“ führte und damit die SPD in die Nähe der Sozialisten in der DDR rückte. Die Rede selbst kommt, finde ich trotz hanseatischer Unterkühlung, recht empathisch und auch selbstkritisch rüber“, schrieb Dr. Martin Theben den kobinet-nachrichten vor allem auch unter dem HIntergrund, wie heute gerade von der CDU/CSU über den Sozialstaat und die Rechte behinderter Menschen diskutiert wird.

Barrierefreiheit wird beim Eurovision Song Contest in Wien groß geschrieben

Bild von Karin Ofenbeck im Vorfeld des ESC 2026 in Wien
Bild von Karin Ofenbeck im Vorfeld des ESC 2026 in Wien
Foto: Karin Ofenbeck BIZEPS

Wien (kobinet) Der heute am 16. Mai 2026 stattfindende 70. Eurovision Song Contest in Wien soll ein Event für alle werden. Dementsprechend wichtig sind dem ORF Inklusion und Barrierefreiheit in allen Bereichen der Veranstaltungen rund um den ESC, wie es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS heißt. „Für das Mega-Event im Mai wird der ORF ein breites Angebot bereitstellen: von den begleitenden Song-Performances in International Sign, Vibrationswesten und einer Accessify-App bis hin zu allen barrierefreien Services im ORF (Untertitelung, Audiodeskription und Gebärdensprachdolmetschung)“, hatte BIZEPS bereits am 21. April 2026 berichtete. Aber auch im Eurofan House für ESC-Fans im Wien Museum waren behinderte Menschen mit dabei, wie BIZEPS berichtet.

Trauer um Christian Mürner

Tafel mit Buchstaben und den Daten zu Christian Mürner
Tafel mit Buchstaben und den Daten zu Christian Mürner
Foto: Christian Mürner

Hamburg (kobinet) Dr. phil. Christian Mürner hat immer wieder Beiträge für die kobinet-nachrichten geschrieben und auf Publikationen und Aktivitäten im Bereich der Behindertenpolitik und -arbeit hingewiesen. Der am 1. April 1948 geborene Autor, verstarb am 19. April 2026. Heute, am 16. Mai 2026, wird er in Hamburg beigesetzt. Aufgewachsen ist Christian Mürner in Zürich. Er war Primarlehrer und Sonderklassenlehrer in Zürich und Winterthur. Sein Studium der Behindertenpädagogik absolvierte er in Hamburg und Bremen. Wissenschaftliche Tätigkeiten und Lehraufträge übte er in Hamburg, Zürich, Darmstadt und in Innsbruck aus. Zudem wirkte er als freier Autor mit den Themenschwerpunkten: Alltag, Behinderung, Inklusion, Genetik, Ethik, Ästhetik, Literatur, Kunst, Kulturgeschichte, (siehe die Hinweise auf seine Publikationen). Er war Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Instituts Mensch, Ethik und Wissenschaft in Berlin bis 2018 und engagierte sich beim Verein „Freunde der Schlumper e.V.„. Seit 1977 lebte Christian Mürner in Hamburg, zusammen mit der Fotografin Gesche–M. Cordes und dem gemeinsamen, erwachsenen Sohn, dem Historiker Hannes Mürner, wie es auf seiner Internetseite heißt.

Ausschreibung zum Sächsischen Inklusionspreis 2026 gestartet

Flagge Bundesland Sachsen
Flagge Bundesland Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DRESDEN (kobinet) Der Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, der Kommunale Sozialverband Sachsen und der Sächsische Behinderten- und Rehabilitationssportverband loben im Jahr 2026 gemeinsam den Sächsischen Inklusionspreis aus. Mit der Verleihung des Sächsischen Inklusionspreises werden herausragende Praxisbeispiele gewürdigt, welche den Inklusionsgedanken aktiv und nachhaltig fördern, die Intentionen der UN-Behindertenrechtskonvention transportieren und das gelungene inklusive Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung erlebbar machen. Der Preis soll dazu beitragen, die Öffentlichkeit für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren und zur Nachahmung anzuregen.

Erhoffte Medaille verpasst

Bogenschützen zielt auf eine entfernt stehende Scheibe, die an einer Tafel befestigt ist
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Foto: leopoldboettcher In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRECHEN (kobinet) Bei den Europameisterschaften im Para Bogensport in Italiens Hauptstadt Rom haben Flora Kliem und Jule Lammers die erhoffte Medaille im Double-Wettbewerb verpasst. Im entscheidenden Duell um Bronze unterlag das deutsche Duo gegen die italienischen Gastgeberinnen. In den Einzel-Wettbewerben blieb das Para Bogensport-Nationalteam hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die Wettkampfstätte für die Finalrunden bot eine beeindruckende Kulisse: Direkt neben dem Kolosseum im historischen Nando-Martellini-Stadion kämpften die Para Bogensportler um Medaillen und gute Platzierungen. Die größten Chancen auf Edelmetall hatte sich das deutsche Team im Double-Wettkampf ausgerechnet, zumal Flora Kliem und Jule Lammers im Weltcup bereits den Sprung aufs Podium schafften. Doch das Duo unterlag im Halbfinale jedoch deutlich gegen Polen und musste sich auch im Bronze-Match gegen die Gastgeberinnen aus Italien geschlagen haben.

Über 140.000 Unterschriften für Pflicht zur Barrierefreiheit werden an Bärbel Bas übergeben

Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Bild zur Petition von René Schaar für die Pflicht zur Barrierefreiheit
Foto: René Schaar

Berlin (kobinet) Am 18. Mai 2026 treffen Bundesarbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD), der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel (SPD) und die teilhabepolitische Sprecherin der SPD Bundestagsfraktion, Heike Heubach, behinderte Aktivist*innen zum Fototermin und Gespräch. Die Aktivist*innen haben über 140.000 Unterschriften für eine konsequente Verpflichtung von Cafés, Restaurants, Arztpraxen und anderen privatwirtschaftlichen Unternehmen zur Barrierefreiheit gesammelt – die bereits im Bundestag diskutierte und geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes lehnen sie ab. Die Aktivist*innen und zahlreiche Behindertenverbände sehen darin einen massiven Rückschritt in Sachen Inklusion. Der Fototermin mit Übergabe der Unterschriften findet am 18. Mai 2026 um 14:30 Uhr im Paul-Löbe-Haus, Konrad-Adenauer-Straße 1, in 10557 Berlin statt.

Familien stärken heißt soziale Infrastruktur sichern

Familie mit zwei Kindern und einem Hund am Strand
Familie am Strand
Foto: chillla70 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

STUTTGART (kobinet) Anlässlich des Internationalen Tags der Familie am 15. Mai bewertet der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg die familienpolitischen Vorhaben im neuen Koalitionsvertrag grundsätzlich positiv. Besonders die geplante Umsetzung der Familienförderstrategie, der Ausbau von Familienstützpunkten mit Lotsenfunktion sowie Investitionen in die frühkindliche Bildung greifen zentrale Forderungen des Verbands auf. Entscheidend ist nun die konsequente und dauerhaft finanzierte Umsetzung: „Familien brauchen mehr als einzelne Förderprogramme. Sie brauchen verlässliche Infrastruktur, niedrigschwellige Unterstützung und soziale Sicherheit im Alltag“, erklärt Feray Şahin, Bereichsleiterin Leitung Familie, Kinder, Migration, Vielfalt und Demokratie beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg. „Der Koalitionsvertrag setzt wichtige Signale. Jetzt müssen Versorgungslücken geschlossen und familienpolitische Maßnahmen konsequent präventiv ausgerichtet werden.“

Hans-Willis Top-Nachricht: Timmy hat geheiratet

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
milde gegenüber Ohnmächtigen, die politisch Dampf ablassen
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Geheiratet? Ja, gestern an „Vatertag“. Und wen? Na wen schon, eine Walfrau, Timmy ist Cis-Walmann. Endlich das ersehnte Lebenszeichen! Und was für eins! Viele gesunde kleine Wälchen dürften aus dieser glücklichen Verbindung hervorgehen. Von Timmys Braut, Waltraut, liegen vorerst keine weiteren Nachrichten vor.

Chance für mehr Inklusion nutzen

Reihen von Regalen voller Bücher
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Foto: GregReese In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

OSNABRÜCK (kobinet) Die Lebenshilfe Osnabrück begrüßt die aktuelle Diskussion über die Zukunft der Stadtbibliothek und die geplante Einrichtung einer neuen Kinderbibliothek in der Osnabrücker Innenstadt. Zugleich erinnert die Selbsthilfevereinigung für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige daran, dass moderne Bibliotheken weit mehr sind als Orte der Medienausleihe: Sie sind Begegnungsräume, Bildungsorte und wichtige Bausteine für gesellschaftliche Teilhabe.

Europaweit für Inklusion und Selbstvertretung

Deutscher Behinderten Rat Logo
DBR-Logo
Foto: DBR

BERLIN (kobinet) Auf der Generalversammlung des European Disability Forum (EDF) in Zypern wurde Joachim Busch von der Bundesvereinigung Lebenshilfe in das EDF-Board gewählt, damit ist er der erste Selbstvertreter seitens des DBR in diesem Gremium. Im Rahmen der Generalversammlung wurde zudem eine Resolution verabschiedet, die auf Initiative des Deutschen Behindertenrates angepasst wurde. Ziel ist es, unterstützte Entscheidungsfindung für Menschen mit kognitiven Einschränkungen ausdrücklich zu ermöglichen und damit die Prinzipien der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) konsequent umzusetzen.  Das European Disability Forum (EDF) ist eine unabhängige europäische Nichtregierungsorganisation. Es bringt Organisationen von Menschen mit Behinderungen aus ganz Europa zusammen und setzt sich europaweit für Inklusion, Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe ein.

Deutschlands Para Schwimmelite setzt Ausrufezeichen in Berlin

Mann schwimmt im Wasser mit aufgesetzter Schwimmbrille
Schwimmen unbeschwert genießen
Foto: jarmoluk In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

FRECHEN (kobinet) Drei Tage lang verwandelte sich die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) in Berlin in das Zentrum des internationalen Para Schwimmens. Direkt im Anschluss an die World Series bot die 40. Auflage der Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) eine Bühne für Weltrekorde, emotionale Comebacks und den mutigen Aufbruch einer neuen Generation. Mit insgesamt sieben Weltrekorden übertraf die IDM sogar die vorangegangene World Series und unterstrich Berlins Ruf als „schnellstes Pflaster“ der Welt. Mit insgesamt sieben Weltrekorden übertraf die IDM sogar die vorangegangene World Series und unterstrich Berlins Ruf als „schnellstes Pflaster“ der Welt. Der unangefochtene Star der Titelkämpfe war der Nürnberger Taliso Engel. Trotz gesundheitlicher Rückschläge im Vorfeld, präsentierte sich der 23-Jährige in Weltklasseform. Über 50m und 200m Brust pulverisierte er seine bestehenden Weltrekorde in der Startklasse SB13 teils deutlich. Besonders sein Auftritt über die 50-Meter-Distanz (28,01 Sekunden im Finale) ließ die internationale Konkurrenz staunen.

Theresia Degener im Podcast: Warum brauchen wir die Disability Studies?

Prof. Dr. Theresia Degener
Prof Dr. Theresia Degener
Foto: omp

Bochum (kobinet) „Warum brauchen wir die Disability Studies?“ Darum geht es im aktuellen Heilpädagigk-Podcast „Irgendwas mit Menschen“, bei dem Prof. Dr. Theresia Degener zu Gast ist. Theresia Degener verfügt im Rahmen ihres jahrzehntelangen Engagements in der Lehre, der Forschung und in ihrem Wirken im Ausschuss über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen über vielfältige Erfahrungen in Sachen Disability Studies.

Mit Daten aus der Bildungskrise?

Dr. Brigitte Schumann
Dr. Brigitte Schumann
Foto: Bildungsklick

Düsseldorf (kobinet) „Mit Daten aus der Bildungskrise?“ So lautet der Titel eines aktuellen Beitrags der Bildungsjournalistin Dr. Brigitte Schumann, der auf der Plattform Bildungsklick veröffentlicht wurde. „Die daten- und evidenzbasierte Entwicklung und Steuerung von Unterricht, Schule und Bildungssystem ist das Heilsversprechen der Bildungspolitik. Sie soll aus der Bildungskrise herausführen“, heißt es dazu im Untertitel. Und im Beitrag heißt es: „25 Jahre nach dem sogenannten PISA-Schock zeigen die starken Leistungsrückgänge an Grund- und weiterführenden Schulen und die chronische soziale Ungleichheit in den Bildungschancen, dass sich das Bildungssystem in einer tiefen Krise befindet. Die Kultusministerkonferenz (KMK) ist mit ihrer bisherigen Datenpolitik krachend gescheitert.“

Protest-Picknick in Sachen Missstände bei der Eingliederungshilfe in Hamburg

Infozeichen
Info blau Symbol
Foto: Susanne Göbel

Hamburg (kobinet) Die Hamburger Gruppe Persönliche-Assistenz-Kompass veranstalten am 19. Mai 2026 ab 12:00 Uhr vor der Hamburger Sozialbehörde-Zentrum für Teilhabe-Eingliederungshilfe in der Kurt-Schumacher-Allee 4 in Hamburg ein Protest-Picknick, um auf die Missstände, die in der Stadt Hamburg bei der Eingliederungshilfe bestehen, aufmerksam zu machen. Angedacht sind sowohl eine Ansprache als auch der persönliche Dialog mit Mitarbeitenden der Sozialbehörde, sofern diese dazu bereit sind.

Wenn Feindbilder normaler werden, wird die Stadt unsicherer: Tausende Fälle von Rassismus, Antisemitismus und Queerfeindlichkeit in Berlin

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Deutlich mehr rassistische und extrem rechte Angriffe, Bedrohungen und Propaganda wurden in Berlin im vergangenen Jahr erfasst. Von 8.286 solcher Fälle berichteten die Berliner Register am 12. Mai 2026 für das Jahr 2025 – ein neuer Höchststand. 2024 waren es noch 7.720. Dies deute auf die Ausweitung menschenfeindlicher Einstellungen in der Stadt hin, weit über die extrem rechte Szene hinaus. „Die erfassten Aufkleber, Demonstrationen, Ausgrenzungen und Übergriffe richten sich gegen alle, die in extrem rechte Feindbilder passen. Ihr Alltag ist zunehmend unsicher“, sagte Lea Lölhöffel aus der Koordinierung der Berliner Register.

Interessierte für inklusives Rollstuhlbasketball-Turnier gesucht

Gruppe von Basketballspielern die in Rollstühlen sitzen und ihre Bälle in Richtung Kamera geworfen haben
Rollstuhlbasketball bringt Lebensfreude
Foto: Frank Scheffka

ACHIM / BREMEN (kobinet) Der Martinsclub Bremen  und der TSV Achim organisieren ein für alle offenes Turnier im Rollstuhlbasketball, den Weserpokal. Das Turnier wird am 27. Juni 2026 in einer Sporthalle in Achim stattfinden. Beim „Weserpokal“ gibt es noch freie Plätze. Mitspielen können alle interessierten Menschen. „Alle können dabei sein. Menschen, die jeden Tag im Rollstuhl sitzen und jene, die noch nie in einem Rollstuhl gesessen haben – das Turnier ist inklusiv und für alle Interessierten offen, beim Rollstuhlbasketball sind alle gleich. Feste Teams, Gruppen, Vereins- oder Firmenmannschaften können ebenso mitspielen wie Einzelpersonen, diese werden vor Ort einem Team zugeordnet“, erklärt Organisatorin Rosa Petram vom Martinsclub. Für eine Teilnahme kann sich jeder Interessierte noch bis zum 15. Juni 2026 per E-Mail oder telefonisch unter 0421-33118055 anmelden.

AfD als Gefahr für Menschen mit Behinderungen

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Sozial- und Behindertenverbände haben bereits mehrfach eindringlich davor gewarnt, dass die AfD für Menschen mit Behinderungen eine Gefahr darstellt. Zugleich wird dieser Aspekt in der Debatte über die AfD nur selten aufgegriffen. Vor diesem Hintergrund zeigt die gerade erschienene Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte auf, dass die Abwertung von Menschen mit Behinderungen im Gedankengut der AfD fest verankert ist – und damit die Ablehnung der Garantie der gleichen Würde aller Menschen, die das Fundament unseres Grundgesetzes bildet. Die Analyse ist unter diesem Link abrufbar.

Bayerns Sozialministerin will selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung

Gruppe von mehreren Männern und Frauen. In der Mitte eine blonde Frau mit heller Kleidung die eine Tafel mit den Angaben zur Förderung hält
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (Mitte) mit den Verantwortlichen der Sozialtherapeutischen Siedlung Bühel
Foto: StMAS/Nötel

MÜNCHEN (kobinet) Mitten in einem Wohngebiet in Schwarzach entstehen 18 Wohnplätze für Menschen, die in Förderstätten arbeiten. Das unterstützt der Freistaat Bayern mit einem Zuschuss von bis zu 3.057.700 Euro. Denn die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ist, wie Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf erklärt, ein wichtiges Ziel der bayerischen Staatsregierung. Die Ministerin hat einen entsprechenden Förderscheck an die Sozialtherapeutische Siedlung Bühel übergeben. Die neue Wohnanlage ist günstig gelegen: Die vorhandenen kulturellen, sozialen und sportlichen Angebote und Einrichtungen des öffentlichen Lebens sind für die Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Wohnhauses in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

Zahl der Frauenhäuser mit barrierefreien Plätzen deutlich gestiegen

Junge Frau mit schulterlangen Haaren im dunklem Kleid links hockt neben einer blonden Frau mit schulderlangen blonden Haaren in roter Jacke und Heller Hose, die im Rollstuhl sitzt
Ministerin Verena Schäffer (links) mit Netzwerk-Sprecherin Claudia Seipelt -Holtmann
Foto: NetzwerkBüro

DÜSSELDORF / MÜNSTER (kobinet) Im Rahmen eines größeren Austauschs zwischen Ministerin Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, und Vertreterinnen des Gewalthilfesystems in NRW hat das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung NRW die Situation von Frauen und Mädchen mit Behinderung im Gewaltschutz thematisiert. Im Mittelpunkt stand die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes (GewHG), zu dem derzeit auf Landesebene ein Ausführungsgesetz erarbeitet wird. Aktuell läuft dazu die Verbändeanhörung.Für das Netzwerk ist klar: Die kommenden politischen Entscheidungen werden darüber mitentscheiden, ob Frauen und Mädchen mit Behinderung künftig tatsächlich gleichberechtigten Zugang zu Schutz und Unterstützung erhalten.Seit Jahren verfolgt das Netzwerk die Entwicklung barrierefreier Frauenhausangebote in Nordrhein-Westfalen und überprüft regelmäßig die Situation vor Ort. Die aktuelle Recherche zeigt dabei auch eine ermutigende Entwicklung.

Stellungnahme: Sozialstaat nicht nach Kassenlage

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten
Foto: ht

Berlin (kobinet) „Sozialstaat nicht nach Kassenlage: Menschenrechtliche und fachliche Einschätzungen zum Vorschlagsbuch ‚Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen‘ vom 25. März 2026, erstellt von einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Kommunen“. So lautet der Titel einer Stellungnahme der Fachgruppe „Teilhabe und Inklusion im Kontext von Behinderungen in der Sozialen Arbeit“ in der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA) vom 8. Mai 2026, die Prof. Dr. Sandra Fietkau den kobinet-nachrichten zugesandt hat.

Paritätischer startet neue Webseite gegen Sozialkürzungen

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Die vom Paritätischen Gesamtverband ans Licht der Öffentlichkeit gebrachten Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und beim Unterhaltsvorschuss werden weiterhin viel diskutiert. Auch den Paritätischen und seine Mitgliedsorganisationen bewegen die Pläne mit ihrer Abkehr von fundamentalen Prinzipien des Sozialstaates sehr, wie sich nicht zuletzt in den Gremiensitzungen im April gezeigt hat. Seit der Veröffentlichung des internen Arbeitspapiers von Bund, Ländern und Kommunen durch den Paritätischen Gesamtverband haben Zeitungen, Fernsehen und Radio vielfach über die Pläne und ihre Folgen berichtet. Zahlreiche Politiker*innen haben sich zu Wort gemeldet und nicht wenige haben betont, dass sie die Pläne ablehnen. Das hat nicht zuletzt auch eine Aktuelle Stunde im Bundestag gezeigt, die aus Anlass unserer Veröffentlichung stattfand. Doch die Kürzungen sind nicht vom Tisch. Bundeskanzler Merz hat sich Ende der vergangenen Woche ausdrücklich hinter die Einsparvorschläge gestellt. Bei der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit dem Bundeskanzler am 25. Juni sollen die Pläne diskutiert und womöglich auch Kürzungen beschlossen werden. Damit es nicht so weit kommt, braucht es jetzt Widerspruch. Der Paritätische Gesamtverband hat dafür diese Website mit Argumentationshilfen, Materialen und Musterschreiben eingerichtet.

Neuer Comic in Leichter Sprache erschienen

Buchdeckel mit der Donald Duck Figur, die schnell und aufgeregt läuft sowie dem Titel des Buches
Deckblatt des neuen Donald Duck Comics
Foto: Story House Egmont / Disney

BERLIN (kobinet) Ab sofort gibt es den zweiten Band von Donald Duck in Leichter Sprache. Das Buch mit vier neuen Geschichten heißt „Hier kommt Donald!“ und macht Comics für noch mehr Menschen verständlich und zugänglich. Der erste Band von Donald Duck in Leichter Sprache war im vergangenen Jahr sehr erfolgreich und hat viel Aufmerksamkeit bekommen. Deshalb stand schnell fest: Die Comic Reihe soll fortgesetzt werden. Comics wirken oft leicht verständlich. Doch viele Wörter, Redewendungen und Witze sind schwer zu verstehen. Deshalb werden im neuen Comic schwierige Begriffe erklärt. Zusätzlich gibt es ein Wörter Buch in Leichter Sprache.

Endspurt zum Inklusionspreis 2026

Plakat mit einer bunten Kordel sowie Enden verschiedener Farben, die zu dieser Kordel zusammengeflochten werden
Plakat zum Inklusionspreis 2026
Foto: Bezirk Oberbayern

MÜNCHEN (kobinet) Noch bis zum 31. Mai können sich Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen für den Inklusionspreis 2026 des Bezirks Oberbayern bewerben. Unter dem Motto „Weil jedes Alter zählt“ werden in diesem Jahr Projekte gesucht, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Lebensphasen stärken – von der Kindheit bis ins hohe Alter. Im Fokus zu diesem zum siebenten Mal vergebenen Inklusionspreis stehen innovative Ansätze aus den Bereichen Soziales, Gesundheit, Bildung, Sport, Kultur, Umwelt oder Digitalisierung. Wichtig ist, dass die Projekte bereits laufen und erkennbar wird, auf welche Lebensphase sie sich beziehen und welchen Beitrag sie zur Inklusion leisten. Teilnehmen können unter anderem Vereine, Verbände, Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie Einzelpersonen aus Oberbayern. Auch Vorschläge für andere Projekte sind möglich. Bewerbungen sind online möglich.

Deutschland braucht starke Pflege mit Handlungsspielraum

Diana Hömmen
Diana Hömmen
Foto: privat

Benstrup (kobinet) „Deutschland braucht eine starke Pflege mit Handlungsspielräumen, eigenständiger Verantwortung, pflegerischer Diagnostik, erweiterten Befugnissen, akademischen Rollen und echter Beteiligung an Steuerungsentscheidungen. Nur so wird die Versorgung sicherer, gerechter und zukunftsfähiger.“ So bringt Diana Hömmen ihre Erfahrungen und ihre Forderungen im Nachgang zum Tag der Pflegenden, der am 12. Mai begangen wurde, in ihrem Kommentar für die kobinet-nachrichten zum Ausdruck.

Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund begrüßt geplante Haftungsreform in Sachen E-Scooter

E-Scooter versperren Gehweg
E-Scooter
Foto: DBSV/Cornelia Weiß

München (kobinet) Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) stellt sich hinter die Forderung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV), und begrüßt den Gesetzentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zur Haftung bei Unfällen mit Kleinstfahrzeugen im Straßenverkehr vom 2. Dezember 2025. Demnach haften Halterinnen und Halter verschuldensunabhängig im Rahmen der Gefährdungshaftung*, während Fahrerinnen und Fahrer für vermutetes Verschulden** einstehen müssen. „Wer in einer größeren Stadt wohnt, kennt dieses Problem. Achtlos auf dem Gehweg abgestellte E-Scooter sind mit dem weißen Blindenstock häufig zu spät erkennbar. Für Menschen mit starker Sehbehinderung oder Blindheit sind sie eine gefährliche Stolperfalle“, erklärte Judith Faltl, Landesvorsitzende des BBSB und selbst blind.

Neue Online-Selbsthilfegruppe speziell für Alleinerziehende.

Bild eines Gehirn das in der Mitte ein Feuer zeigt und vom Wort Burnout überlagert wird
Stress laugt aus und macht müde
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

NEUSS (kobinet) Der Bundesverband Burnout und Depression (BBuD) erweitert sein Angebot der „Anderen Burnout Cafés“ (ABC) um eine neue Online-Selbsthilfegruppe speziell für Alleinerziehende. Ziel des Angebots ist es, Menschen in dieser besonderen Lebenssituation einen geschützten Raum für Austausch, Entlastung und gegenseitige Unterstützung zu bieten. Alleinerziehende stehen häufig unter einer hohen Mehrfachbelastung: Erwerbsarbeit, Kindererziehung und Alltagsorganisation müssen allein bewältigt werden. Zeit für die eigene psychische Gesundheit bleibt dabei oft kaum. Gleichzeitig bestehen Hürden für die Teilnahme an klassischen Unterstützungsangeboten – etwa fehlende Betreuungsmöglichkeiten oder die Sorge, familiäre Anforderungen könnten stören.

In Sachen Armutsgefährdung sind Kinder und Frauen die Verlierer

Zwei Hände eines alten Menschen mit zwei Euro-Münzen
Armut hängt immer häufiger mit dem Alter zusammen
Foto: Pixabay/anaterate

HANNOVER (kobinet) Seit Jahren gibt es keine Entwarnung in Niedersachsen, wenn es um Armutsgefährdung geht: Laut Statistischem Landesamt waren auch 2025 wieder 1,3 Millionen Menschen betroffen. Besonders dramatisch ist die Lage für Kinder, Jugendliche und Frauen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert von der Landesregierung endlich eine verlässliche Strategie, um die Zahlen zu senken und gerade jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Rund jedes vierte Kind in Niedersachsen ist von Armut bedroht. Bei Jugendlichen sehen die Zahlen des Statistischen Landesamts ähnlich aus. „Seit Jahren bewegen sich die Zahlen auf diesem hohen Niveau, trotzdem passiert seitens der Politik kaum etwas. Es kann doch nicht sein, dass wir es dulden, dass ein Viertel der jungen Menschen in Armut aufwächst“, betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, und ergänzt: „Wir brauchen eine niedersachsenweite Strategie gegen Kinder- und Jugendarmut. Außerdem müssen etwa Auszubildende von ihrem Lohn auch leben können.“

Wer arbeiten will, muss mitmachen und wählen dürfen

Cover des IGEL-Podcast zum Thema Arbeit
Cover des IGEL-Podcast zum Thema Arbeit
Foto: IGEL-Media

Kiel (kobinet) „Wer arbeiten will, muss mitmachen und wählen dürfen“, so lautete der Titel einer Podiumsdiskussion anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai 2026 in Kiel auf Einladung des ZSL Nord, des BSVSH und der Lebenshilfe Schleswig-Holstein. Diese Diskussionsrunde wurde nicht nur von Sascha Lang moderiert, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) hat diese auch aufgezeichnet und nun als Podcast veröffentlicht. So können auch diejenigen, die in Kiel nicht dabei sein konnten, die gut besuchte und engagiert geführte Diskussion im Nachhinein im IGEL-Podcat verfolgen.

Saarland ist bereit für Special Olympics Nationalen Spielen

Hintergrund in Herzform darauf Symboöe des Saarlandes und ide Ausschrift
SOD Logo Saarland 2026
Foto: SOD Saarland

HOMBURG (kobinet) In einem Monat beginnen die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026. Vom 15. bis 20. Juni wird das Saarland Gastgeber des größten inklusiven Multisport-Events Deutschlands sein. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz informierten Special Olympics Deutschland und das Team Saarland heute in Homburg über den aktuellen Stand der Vorbereitungen, sportliche Höhepunkte und das Rahmenprogramm. 4.300 Athletinnen und Athleten sowie Unified Partner aus ganz Deutschland werden dazu im Saarland erwartet. Die Wettbewerbe finden in 27 Sportarten an 23 Sportstätten statt. Hinzu kommen zahlreiche inklusive Angebote, das Gesundheitsprogramm Healthy Athletes®, das Host Town Program, der Fackellauf sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm. Organisatorisch befinde man sich auf der Zielgeraden, erklärte Ralf Kirch, Geschäftsleiter der Nationalen Spiele Saarland 2026: „Die Anspannung steigt spürbar – gleichzeitig wächst die Vorfreude jeden Tag. Uns erwarten emotionale Wettbewerbe, viele Begegnungen und unvergessliche Momente. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wir liegen mit allen Sportstätten im Plan.“

Gebäudemodernisierungsgesetz drängt Menschen in neue Kostenfallen

Das Foto zeigt einen Blick auf das Bundeskanzleramt
Blick auf das Bundeskanzleramt
Foto: H. Smikac

Berlin (kobinet) Zum für heute, den 13. Mai 2026, geplanten Kabinettsbeschluss über das Gebäudemodernisierungsgesetz warnt der Sozialverband VdK vor neuen Kostenfallen für Mieterinnen und Mieter sowie für Haushalte mit schmalen Budgets. Aus Sicht des Verbands droht das Gesetz, die soziale Schieflage bei der Wärmewende weiter zu verschärfen, statt Verbraucherinnen und Verbraucher vor steigenden Energie- und Heizkosten zu schützen. „Wer heute noch Menschen zu fossilen Heizungen rät, schickt sie in die nächste Kostenfalle“, sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. „Viele Haushalte kämpfen schon jetzt mit hohen Lebenshaltungs- und Energiekosten. Statt den Umstieg auf bezahlbare und klimafreundliche Wärme konsequent voranzutreiben, hält die Bundesregierung an Technologien fest, die langfristig immer teurer werden.“