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Chance für mehr Inklusion nutzen

Reihen von Regalen voller Bücher
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Foto: GregReese In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

OSNABRÜCK (kobinet) Die Lebenshilfe Osnabrück begrüßt die aktuelle Diskussion über die Zukunft der Stadtbibliothek und die geplante Einrichtung einer neuen Kinderbibliothek in der Osnabrücker Innenstadt. Zugleich erinnert die Selbsthilfevereinigung für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige daran, dass moderne Bibliotheken weit mehr sind als Orte der Medienausleihe: Sie sind Begegnungsräume, Bildungsorte und wichtige Bausteine für gesellschaftliche Teilhabe.

Bereits im September 2025 hatte sich die Lebenshilfe öffentlich für ein „Haus des Wissens“ beziehungsweise einen sogenannten „Dritten Ort“ ausgesprochen und dessen Bedeutung als „Inklusions-Motor“ hervorgehoben. An dieser Position halte man ausdrücklich fest, betont der Vorsitzende der Lebenshilfe Osnabrück, Thomas Schmidt-Benkowitz. Zugleich ist es wichtig, wie Schmidt-Benkowitz betont, „das Thema Inklusion jetzt nicht aus dem Blick zu verlieren. Ein ‚Dritter Ort‘ muss von Anfang an so gedacht werden, dass wirklich alle Menschen ihn nutzen können.“

Die Lebenshilfe verweist dabei auf internationale Beispiele wie das „Dokk1“ im dänischen Aarhus, das „Oodi“ in Helsinki oder das „Forum Groningen“. Diese Einrichtungen zeigten eindrucksvoll, wie offene Bildungs- und Begegnungsorte Menschen zusammenbringen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Behinderung. „Solche Orte schaffen Begegnung ohne Konsumzwang. Sie fördern Bildung, kulturelle Teilhabe und soziale Kontakte. Gerade Menschen mit Behinderung und ihre Familien brauchen solche niedrigschwelligen Räume in einer Stadt“, so Schmidt-Benkowitz weiter.

Die geplante Kinderbibliothek könne deshalb ein wichtiger Schritt sein. Entscheidend sei jedoch, dass Barrierefreiheit und inklusive Nutzbarkeit von Beginn an konsequent mitgedacht werden. Dazu gehörten neben baulicher Barrierefreiheit auch Orientierungssysteme, Rückzugsräume, digitale Zugänglichkeit und sogenannte „Toiletten für alle“ für Menschen mit komplexen Behinderungen.