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Hans-Willis Top-Nachricht: Timmy hat geheiratet

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Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
milde gegenüber Ohnmächtigen, die politisch Dampf ablassen
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet) Geheiratet? Ja, gestern an "Vatertag". Und wen? Na wen schon, eine Walfrau, Timmy ist Cis-Walmann. Endlich das ersehnte Lebenszeichen! Und was für eins! Viele gesunde kleine Wälchen dürften aus dieser glücklichen Verbindung hervorgehen. Von Timmys Braut, Waltraut, liegen vorerst keine weiteren Nachrichten vor.

Die Hochzeit fand auf offener See, Nordsee, statt, eine sogenannte Tiefseetrauung. Die beiden gaben sich zu Händels „Unterwassermusik“ das Ja-Wort. Nachdem sie zuvor, so verlangt es das Ritual – da hat der Wal keine Wahl – ihre Schwanzflossen aneinandergelegt hatten. Trauzeuge war eine Riesenkrake, die anschließend ihre zahlreichen Arme zärtlich zeremoniell dem vereinten Paar um den Leib geschlungen hat. Wohin die Hochzeitsreise geht, ist nicht bekannt, auf keinen Fall Timmendorfer Strand. Waltraut findet die Ostsee findet doof, dies hat sie Timmy gesagt, während der sein Blasrohr durchgepustet hat und noch immer Sandkörner von der Sandbank zum Vorschein kamen. Hoffentlich kein Handicap, im wässrigen Honigmond die Walfisch-Ehe zu vollziehen. Kobinet hält euch auf dem Laufenden, bis auf Weiteres für uns Behinderte alles in trockenen Tüchern, nachrichtenmäßig.

 

P.S. Timmy heißt übrigens gar nicht Timmy, sein Taufname ist Hans-Jürgen. Was aus den standesamtlichen Trauungsunterlagen des Ehepaars Waltraut und Hans-Jürgen Fischlein-Walmann eindeutig hervorgeht. Zudem zeigt das Hochzeitsfoto Waltraut als eine ausgesprochene Buckelwal-Schönheit. Weniger der schlanken Flosse halber, was Betrachtern vielmehr ins Auge springt, ist der wohlgestaltete Buckel mit der hervorstechenden Warze. Auf beides, Buckel und Warze, muss der bekanntlich noch sehr junge Buckelwal Hans-Jürgen so total abgefahren sein, abgeschwommen auf „walfischig“, dass er darüber die Orientierung verloren hat und es dadurch überhaupt erst zur Bauchlandung auf einer Sandbank hat kommen können.

 

Eine andere Sichtweise auf den Medienrummel bietet der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz im Gespräch mit Jens Lehrich.

https://www.youtube.com/watch?v=QfIffNXDLOY