Staufen (kobinet)
Ein Wal hat geheiratet.
Der Wal heißt eigentlich Hans-Jürgen.
Viele Leute nennen ihn Timmy.
Er hat eine Wal-Frau geheiratet.
Ihr Name ist Waltraut.
Die Hochzeit war gestern an Vater-Tag.
Die Hochzeit war in der Nord-See.
Das nennt man eine Tiefsee-Trauung.
Bei einer Tiefsee-Trauung heiratet man tief im Meer.
Die Musik kam von Georg Friedrich Händel.
Das Stück heißt Wasser-Musik.
Ein Riesen-Krake war dabei als Trau-Zeuge.
Ein Trau-Zeuge schaut zu und bestätigt die Heirat.
Der Krake legte seine Arme um das Paar.
Das gehörte zum Hochzeits-Ritual.
Ein Ritual bedeutet: Bestimmte Dinge werden immer gleich gemacht.
Wohin die Hochzeits-Reise geht, ist nicht bekannt.
Eine Hochzeits-Reise ist ein gemeinsamer Urlaub nach der Hochzeit.
Die Ostsee gefällt Waltraut nicht.
Timmy lag vorher auf einer Sand-Bank fest.
Eine Sand-Bank ist eine flache Stelle im Wasser mit viel Sand.
Aus seinem Blas-Rohr kamen noch Sand-Körner.
Das Blas-Rohr ist die Öffnung oben am Kopf des Wals.
Durch das Blas-Rohr atmet der Wal.
Das Hochzeits-Foto zeigt Waltraut als Buckel-Wal.
Ein Buckel-Wal hat einen großen Buckel auf dem Rücken.
Waltraut hat auch eine Warze auf dem Buckel.
Hans-Jürgen ist ein sehr junger Buckel-Wal.
Er hat sich in Waltraut verliebt.
Dabei hat er die Richtung verloren.
So kam er auf die Sand-Bank.
Die Webseite Kobinet berichtet weiter über das Thema.
Kobinet ist eine Nach-richten-Seite für Menschen mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Dinge schwierig.
Ein Psycho-analytiker hat eine andere Meinung dazu.
Ein Psycho-analytiker hilft Menschen zu verstehen, warum sie so handeln.
Er heißt Hans-Joachim Maaz.
Er spricht mit Jens Lehrich über das Thema.
Das Gespräch kann man hier sehen:

Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Geheiratet? Ja, gestern an "Vatertag". Und wen? Na wen schon, eine Walfrau, Timmy ist Cis-Walmann. Endlich das ersehnte Lebenszeichen! Und was für eins! Viele gesunde kleine Wälchen dürften aus dieser glücklichen Verbindung hervorgehen. Von Timmys Braut, Waltraut, liegen vorerst keine weiteren Nachrichten vor.
Die Hochzeit fand auf offener See, Nordsee, statt, eine sogenannte Tiefseetrauung. Die beiden gaben sich zu Händels „Unterwassermusik“ das Ja-Wort. Nachdem sie zuvor, so verlangt es das Ritual – da hat der Wal keine Wahl – ihre Schwanzflossen aneinandergelegt hatten. Trauzeuge war eine Riesenkrake, die anschließend ihre zahlreichen Arme zärtlich zeremoniell dem vereinten Paar um den Leib geschlungen hat. Wohin die Hochzeitsreise geht, ist nicht bekannt, auf keinen Fall Timmendorfer Strand. Waltraut findet die Ostsee findet doof, dies hat sie Timmy gesagt, während der sein Blasrohr durchgepustet hat und noch immer Sandkörner von der Sandbank zum Vorschein kamen. Hoffentlich kein Handicap, im wässrigen Honigmond die Walfisch-Ehe zu vollziehen. Kobinet hält euch auf dem Laufenden, bis auf Weiteres für uns Behinderte alles in trockenen Tüchern, nachrichtenmäßig.
P.S. Timmy heißt übrigens gar nicht Timmy, sein Taufname ist Hans-Jürgen. Was aus den standesamtlichen Trauungsunterlagen des Ehepaars Waltraut und Hans-Jürgen Fischlein-Walmann eindeutig hervorgeht. Zudem zeigt das Hochzeitsfoto Waltraut als eine ausgesprochene Buckelwal-Schönheit. Weniger der schlanken Flosse halber, was Betrachtern vielmehr ins Auge springt, ist der wohlgestaltete Buckel mit der hervorstechenden Warze. Auf beides, Buckel und Warze, muss der bekanntlich noch sehr junge Buckelwal Hans-Jürgen so total abgefahren sein, abgeschwommen auf „walfischig“, dass er darüber die Orientierung verloren hat und es dadurch überhaupt erst zur Bauchlandung auf einer Sandbank hat kommen können.
Eine andere Sichtweise auf den Medienrummel bietet der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz im Gespräch mit Jens Lehrich.
https://www.youtube.com/watch?v=QfIffNXDLOY

Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Geheiratet? Ja, gestern an "Vatertag". Und wen? Na wen schon, eine Walfrau, Timmy ist Cis-Walmann. Endlich das ersehnte Lebenszeichen! Und was für eins! Viele gesunde kleine Wälchen dürften aus dieser glücklichen Verbindung hervorgehen. Von Timmys Braut, Waltraut, liegen vorerst keine weiteren Nachrichten vor.
Die Hochzeit fand auf offener See, Nordsee, statt, eine sogenannte Tiefseetrauung. Die beiden gaben sich zu Händels „Unterwassermusik“ das Ja-Wort. Nachdem sie zuvor, so verlangt es das Ritual – da hat der Wal keine Wahl – ihre Schwanzflossen aneinandergelegt hatten. Trauzeuge war eine Riesenkrake, die anschließend ihre zahlreichen Arme zärtlich zeremoniell dem vereinten Paar um den Leib geschlungen hat. Wohin die Hochzeitsreise geht, ist nicht bekannt, auf keinen Fall Timmendorfer Strand. Waltraut findet die Ostsee findet doof, dies hat sie Timmy gesagt, während der sein Blasrohr durchgepustet hat und noch immer Sandkörner von der Sandbank zum Vorschein kamen. Hoffentlich kein Handicap, im wässrigen Honigmond die Walfisch-Ehe zu vollziehen. Kobinet hält euch auf dem Laufenden, bis auf Weiteres für uns Behinderte alles in trockenen Tüchern, nachrichtenmäßig.
P.S. Timmy heißt übrigens gar nicht Timmy, sein Taufname ist Hans-Jürgen. Was aus den standesamtlichen Trauungsunterlagen des Ehepaars Waltraut und Hans-Jürgen Fischlein-Walmann eindeutig hervorgeht. Zudem zeigt das Hochzeitsfoto Waltraut als eine ausgesprochene Buckelwal-Schönheit. Weniger der schlanken Flosse halber, was Betrachtern vielmehr ins Auge springt, ist der wohlgestaltete Buckel mit der hervorstechenden Warze. Auf beides, Buckel und Warze, muss der bekanntlich noch sehr junge Buckelwal Hans-Jürgen so total abgefahren sein, abgeschwommen auf „walfischig“, dass er darüber die Orientierung verloren hat und es dadurch überhaupt erst zur Bauchlandung auf einer Sandbank hat kommen können.
Eine andere Sichtweise auf den Medienrummel bietet der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz im Gespräch mit Jens Lehrich.
https://www.youtube.com/watch?v=QfIffNXDLOY




