Berlin (kobinet)
Im Jahr 2025 gab es in Berlin sehr viele rechte Angriffe.
Die Berliner Register haben 8.286 Fälle gezählt.
Die Berliner Register sind eine Stelle in Berlin.
Sie schreiben rechte Angriffe auf.
Das ist ein neuer Höchst-Stand.
So viele Fälle gab es noch nie.
Im Jahr 2024 waren es noch 7.720 Fälle.
Hass und Feind-seligkeit nehmen zu.
Feind-seligkeit bedeutet: Man hasst eine Person oder Gruppe.
Lea Lölhöffel arbeitet bei den Berliner Registern.
Sie sagt: Viele Menschen fühlen sich nicht mehr sicher.
Sie werden angegriffen oder beleidigt.
Das passiert im Alltag in der ganzen Stadt.
Es gibt viele Beispiele für solche Angriffe.
Ein Mann entfernte einen Nazi-Auf-kleber.
Dann wurde er mit Pfeffer-spray angegriffen.
Pfeffer-spray ist eine Flüssigkeit in einer kleinen Flasche.
Sie brennt stark in den Augen.
Eine Frau wurde im Supermarkt antisemitisch beleidigt.
Antisemitisch bedeutet: jemanden wegen seines jüdischen Glaubens hassen oder schlecht behandeln.
Ein Mann wurde in der S-Bahn bedroht und geschlagen.
Besonders viele Fälle gibt es beim Thema Rassismus.
Rassismus bedeutet: Menschen werden wegen ihrer Haut-Farbe schlecht behandelt.
2.320 rassistische Fälle wurden gezählt.
Das sind mehr als 2 Angriffe pro Tag.
Frauen und Kinder sind besonders oft betroffen.
Auch Menschen, die sich gegen rechts einsetzen, wurden angegriffen.
Das waren 1.641 Fälle.
Besonders im Osten Berlins gab es Gewalt durch junge Neo-nazis.
Neo-nazis sind Menschen mit einer gefährlichen rechten Meinung.
Sie wollen bestimmten Menschen-Gruppen schaden.
Sie sind rechts-extrem.
Rechts-extrem bedeutet: jemand hat eine sehr gefährliche politische Meinung.
Diese Menschen wollen bestimmte Gruppen ausgrenzen.
Rechts-extreme griffen auch Wahl-Kampf-Teams an.
Wahl-Kampf bedeutet: Politiker machen Werbung für ihre Partei.
Sie wollen viele Stimmen bekommen.
Diese Teams gehörten zu demokratischen Parteien.
Demokratisch bedeutet: Die Menschen wählen ihre Regierung selbst.
Alle haben die gleichen Rechte.
Hass gegen queere Menschen stieg auf 569 Fälle.
Queer bedeutet: Ein Mann liebt einen Mann oder eine Frau liebt eine Frau.
Nazi-Zeichen wie Haken-kreuze wurden 1.054 Mal erfasst.
Ein Haken-kreuz ist ein Zeichen der Nazis.
Es ist in Deutschland verboten.
Antisemitische Vorfälle gab es 1.705 Mal.
Das ist ein sehr hoher Wert.
Es gibt aber auch gute Nach-richten.
Viele Berliner-innen und Berliner helfen Betroffenen.
Es gab breite Bündnisse gegen rechte Auf-märsche.
Ein Bündnis bedeutet: Viele Menschen schließen sich zusammen.
Sie kämpfen gemeinsam für ein Ziel.
Ein Auf-marsch ist eine große Gruppe von Menschen.
Sie laufen gemeinsam durch die Straßen.
Lea Lölhöffel sagt: Wer einen Vorfall meldet, zeigt Mut.
Die Berliner Register gibt es seit 20 Jahren.
Sie sammeln Berichte über rechte Angriffe und Diskriminierung.
Diskriminierung bedeutet: Eine Person wird ungerecht behandelt.
Sie wird schlechter behandelt als andere Menschen.
Das passiert in allen Bezirken Berlins.
Auch kleinere Vorfälle werden aufgeschrieben.
So entsteht ein genaues Bild der Lage.
Hier findest du mehr Informationen und Berichte:

Foto: ht
Berlin (kobinet) Deutlich mehr rassistische und extrem rechte Angriffe, Bedrohungen und Propaganda wurden in Berlin im vergangenen Jahr erfasst. Von 8.286 solcher Fälle berichteten die Berliner Register am 12. Mai 2026 für das Jahr 2025 – ein neuer Höchststand. 2024 waren es noch 7.720. Dies deute auf die Ausweitung menschenfeindlicher Einstellungen in der Stadt hin, weit über die extrem rechte Szene hinaus. "Die erfassten Aufkleber, Demonstrationen, Ausgrenzungen und Übergriffe richten sich gegen alle, die in extrem rechte Feindbilder passen. Ihr Alltag ist zunehmend unsicher", sagte Lea Lölhöffel aus der Koordinierung der Berliner Register.
Beispiele gibt es viele: Ein Mann entfernte einen Neonazi-Aufkleber und wurde mit Pfefferspray angegriffen. Ein queerer Mensch wurde aus dem Fitnessstudio geworfen. Eine Kundin wurde im Supermarkt antisemitisch beleidigt. Ein Mann wurde in der S-Bahn rassistisch bedroht und geschlagen. Lea Lölhöffel erklärte: „Betroffene bekommen die zugespitzten Debatten um Migration, Transrechte und den Nahost-Konflikt zu spüren“ – sie werden zur Zielscheibe.
Der Bericht zeigt einen starken Anstieg im Themenfeld Rassismus (2.320 Fälle). Im Durchschnitt wurden mehr als zwei Fälle rassistischer verbaler oder körperlicher Übergriffe pro Tag gezählt. Frauen und Minderjährige sind am häufigsten betroffen. Wenn Mütter mit Kopftuch oder Schwarze Familien auf der Straße angefeindet werden, weitet sich die Gewalt auch auf die anwesenden Kinder und Jugendlichen aus. Menschen, die sich gegen rechts engagieren, gerieten verstärkt ins Visier (1.641 Fälle): Besonders im Osten der Stadt wurden Pöbeleien und Gewalt durch jugendliche Neonazis erfasst. Sie störten Wahlkampfteams demokratischer Parteien, griffen Antifas und Menschen mit alternativem Aussehen an. Queerfeindlichkeit (569 Fälle) und Bezüge auf den Nationalsozialismus (1.054 Fälle) wie Hakenkreuz-Graffiti, erreichten ebenfalls einen Höchststand. Ebenso bewegen sich antisemitische Vorfälle seit zwei Jahren auf einem anhaltend hohen Niveau (1.705 Fälle).
Das Projekt betonte zugleich die Stärke der Zivilgesellschaft: Es gab breite Bündnisse gegen extrem rechte Aufmärsche, Berliner*innen zeigten Zivilcourage und halfen Betroffenen. „Wer bei uns einen Vorfall meldet, tritt für Mut und Zusammenhalt ein“, sagte Lea Lölhöffel.
Die Berliner Register sammeln seit 20 Jahren Ereignisse und Beobachtungen extrem rechter Aktivitäten und alltäglicher Diskriminierung in allen Bezirken. Dabei werden auch Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze gezählt, um ein umfassendes Lagebild zu erstellen und Impulse für Gegenstrategien zu geben.
Link zu weiteren Presseinformationen, Material und Berichte der bezirklichen Registerstellen:
https://berliner-register.de/pk26

Foto: ht
Berlin (kobinet) Deutlich mehr rassistische und extrem rechte Angriffe, Bedrohungen und Propaganda wurden in Berlin im vergangenen Jahr erfasst. Von 8.286 solcher Fälle berichteten die Berliner Register am 12. Mai 2026 für das Jahr 2025 – ein neuer Höchststand. 2024 waren es noch 7.720. Dies deute auf die Ausweitung menschenfeindlicher Einstellungen in der Stadt hin, weit über die extrem rechte Szene hinaus. "Die erfassten Aufkleber, Demonstrationen, Ausgrenzungen und Übergriffe richten sich gegen alle, die in extrem rechte Feindbilder passen. Ihr Alltag ist zunehmend unsicher", sagte Lea Lölhöffel aus der Koordinierung der Berliner Register.
Beispiele gibt es viele: Ein Mann entfernte einen Neonazi-Aufkleber und wurde mit Pfefferspray angegriffen. Ein queerer Mensch wurde aus dem Fitnessstudio geworfen. Eine Kundin wurde im Supermarkt antisemitisch beleidigt. Ein Mann wurde in der S-Bahn rassistisch bedroht und geschlagen. Lea Lölhöffel erklärte: „Betroffene bekommen die zugespitzten Debatten um Migration, Transrechte und den Nahost-Konflikt zu spüren“ – sie werden zur Zielscheibe.
Der Bericht zeigt einen starken Anstieg im Themenfeld Rassismus (2.320 Fälle). Im Durchschnitt wurden mehr als zwei Fälle rassistischer verbaler oder körperlicher Übergriffe pro Tag gezählt. Frauen und Minderjährige sind am häufigsten betroffen. Wenn Mütter mit Kopftuch oder Schwarze Familien auf der Straße angefeindet werden, weitet sich die Gewalt auch auf die anwesenden Kinder und Jugendlichen aus. Menschen, die sich gegen rechts engagieren, gerieten verstärkt ins Visier (1.641 Fälle): Besonders im Osten der Stadt wurden Pöbeleien und Gewalt durch jugendliche Neonazis erfasst. Sie störten Wahlkampfteams demokratischer Parteien, griffen Antifas und Menschen mit alternativem Aussehen an. Queerfeindlichkeit (569 Fälle) und Bezüge auf den Nationalsozialismus (1.054 Fälle) wie Hakenkreuz-Graffiti, erreichten ebenfalls einen Höchststand. Ebenso bewegen sich antisemitische Vorfälle seit zwei Jahren auf einem anhaltend hohen Niveau (1.705 Fälle).
Das Projekt betonte zugleich die Stärke der Zivilgesellschaft: Es gab breite Bündnisse gegen extrem rechte Aufmärsche, Berliner*innen zeigten Zivilcourage und halfen Betroffenen. „Wer bei uns einen Vorfall meldet, tritt für Mut und Zusammenhalt ein“, sagte Lea Lölhöffel.
Die Berliner Register sammeln seit 20 Jahren Ereignisse und Beobachtungen extrem rechter Aktivitäten und alltäglicher Diskriminierung in allen Bezirken. Dabei werden auch Vorfälle unterhalb der Strafbarkeitsgrenze gezählt, um ein umfassendes Lagebild zu erstellen und Impulse für Gegenstrategien zu geben.
Link zu weiteren Presseinformationen, Material und Berichte der bezirklichen Registerstellen:
https://berliner-register.de/pk26




