HANNOVER (kobinet)
In Nieder-sachsen sind viele Menschen arm.
Arm sein bedeutet: Man hat zu wenig Geld zum Leben.
Das Statistische Landes-amt hat neue Zahlen veröffentlicht.
Das Statistische Landes-amt ist eine Behörde.
Sie sammelt Zahlen über Menschen im Land.
Laut diesen Zahlen sind 1,3 Millionen Menschen armuts-gefährdet.
Armuts-gefährdet bedeutet: Diese Menschen haben zu wenig Geld.
Sie könnten arm werden.
Besonders viele Kinder und Jugendliche sind betroffen.
Rund jedes 4. Kind in Nieder-sachsen ist armuts-gefährdet.
Bei Jugendlichen sind die Zahlen ähnlich hoch.
Diese hohen Zahlen gibt es schon seit vielen Jahren.
Die Politik hat bisher wenig dagegen getan.
Der So-VD fordert jetzt einen klaren Plan.
So-VD bedeutet: Sozial-verband Deutschland.
Ein Sozial-verband ist eine Gruppe von Menschen.
Die Gruppe hilft Menschen, die Hilfe brauchen.
Der So-VD will, dass die Landes-regierung handelt.
Landes-regierung bedeutet: Die Politiker leiten das Bundes-land Nieder-sachsen.
Dirk Swinke ist der Chef des So-VD in Nieder-sachsen.
Er sagt: Junge Menschen brauchen einen guten Start.
Aus-zubildende müssen von ihrem Lohn leben können.
Aus-zubildende sind Menschen, die einen Beruf lernen.
Sie arbeiten in einem Betrieb und bekommen dafür Geld.
Auch Allein-erziehende sind oft arm.
Allein-erziehend bedeutet: Man zieht sein Kind alleine groß.
Fast 42 Prozent der Allein-erziehenden sind armuts-gefährdet.
Prozent zeigt einen Teil von 100.
42 Prozent bedeutet: Fast die Hälfte.
80 Prozent davon sind Frauen.
Allein-erziehende bekommen zu wenig Unterstützung.
Es gibt zu wenige Plätze in der Kinder-betreuung.
Kinder-betreuung bedeutet: Erwachsene passen auf Kinder auf.
Das kann in einer Kita sein.
Die Arbeits-zeiten passen oft nicht zur Familie.
Viele Allein-erziehende können nur Teil-zeit arbeiten.
Teil-zeit bedeutet: Man arbeitet weniger Stunden als normal.
Dann reicht das Geld oft nicht aus.
Viele Allein-erziehende müssen dann Bürger-geld beantragen.
Bürger-geld ist Geld vom Staat.
Menschen mit wenig Geld bekommen dieses Geld.
So-VD-Chef Swinke sagt: Das ist nicht richtig.
Die Politik muss das ändern.
Swinke sagt: Die Betroffenen haben nichts falsch gemacht.
Das Problem liegt im System.
System bedeutet hier: Die Regeln und Gesetze im Land.
Die Politik muss für soziale Sicher-heit sorgen.
Soziale Sicher-heit bedeutet: Alle Menschen haben genug zum Leben.
Menschen in Not bekommen Hilfe vom Staat.

Foto: Pixabay/anaterate
HANNOVER (kobinet) Seit Jahren gibt es keine Entwarnung in Niedersachsen, wenn es um Armutsgefährdung geht: Laut Statistischem Landesamt waren auch 2025 wieder 1,3 Millionen Menschen betroffen. Besonders dramatisch ist die Lage für Kinder, Jugendliche und Frauen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert von der Landesregierung endlich eine verlässliche Strategie, um die Zahlen zu senken und gerade jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Rund jedes vierte Kind in Niedersachsen ist von Armut bedroht. Bei Jugendlichen sehen die Zahlen des Statistischen Landesamts ähnlich aus. "Seit Jahren bewegen sich die Zahlen auf diesem hohen Niveau, trotzdem passiert seitens der Politik kaum etwas. Es kann doch nicht sein, dass wir es dulden, dass ein Viertel der jungen Menschen in Armut aufwächst", betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, und ergänzt: "Wir brauchen eine niedersachsenweite Strategie gegen Kinder- und Jugendarmut. Außerdem müssen etwa Auszubildende von ihrem Lohn auch leben können."
Erschütternd nennt Swinke auch die veröffentlichten Zahlen bei den Alleinerziehenden. Hier gelten fast 42 Prozent als armutsgefährdet, 80 Prozent von ihnen sind Frauen. „Das zeigt, wie gering die Unterstützung für diejenigen ist, die ihre Kinder allein versorgen. Hier fehlt es an einer verlässlichen und flexiblen Kinderbetreuung, an familienfreundlichen Arbeitszeiten und an Gehältern, von denen man leben kann“, kritisiert der Vorstandsvorsitzende. Es sei ein Unding, dass viele Alleinerziehende nur Teilzeit arbeiten können und aufstockend Bürgergeld beziehen müssen, weil es zu wenig Unterstützung gebe. An dieser Stelle sei die Politik – vor allem auch die niedersächsische Landesregierung – gefragt. „Dass Kinder, Jugendliche und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet sind, ist kein individuelles Problem, weil die Betroffenen irgendetwas falsch gemacht hätten. Der Fehler liegt im System. Wir brauchen eine Politik, die soziale Sicherheit und Chancengleichheit wieder in den Mittelpunkt stellt“, so Swinke.

Foto: Pixabay/anaterate
HANNOVER (kobinet) Seit Jahren gibt es keine Entwarnung in Niedersachsen, wenn es um Armutsgefährdung geht: Laut Statistischem Landesamt waren auch 2025 wieder 1,3 Millionen Menschen betroffen. Besonders dramatisch ist die Lage für Kinder, Jugendliche und Frauen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen fordert von der Landesregierung endlich eine verlässliche Strategie, um die Zahlen zu senken und gerade jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Rund jedes vierte Kind in Niedersachsen ist von Armut bedroht. Bei Jugendlichen sehen die Zahlen des Statistischen Landesamts ähnlich aus. "Seit Jahren bewegen sich die Zahlen auf diesem hohen Niveau, trotzdem passiert seitens der Politik kaum etwas. Es kann doch nicht sein, dass wir es dulden, dass ein Viertel der jungen Menschen in Armut aufwächst", betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, und ergänzt: "Wir brauchen eine niedersachsenweite Strategie gegen Kinder- und Jugendarmut. Außerdem müssen etwa Auszubildende von ihrem Lohn auch leben können."
Erschütternd nennt Swinke auch die veröffentlichten Zahlen bei den Alleinerziehenden. Hier gelten fast 42 Prozent als armutsgefährdet, 80 Prozent von ihnen sind Frauen. „Das zeigt, wie gering die Unterstützung für diejenigen ist, die ihre Kinder allein versorgen. Hier fehlt es an einer verlässlichen und flexiblen Kinderbetreuung, an familienfreundlichen Arbeitszeiten und an Gehältern, von denen man leben kann“, kritisiert der Vorstandsvorsitzende. Es sei ein Unding, dass viele Alleinerziehende nur Teilzeit arbeiten können und aufstockend Bürgergeld beziehen müssen, weil es zu wenig Unterstützung gebe. An dieser Stelle sei die Politik – vor allem auch die niedersächsische Landesregierung – gefragt. „Dass Kinder, Jugendliche und Alleinerziehende besonders armutsgefährdet sind, ist kein individuelles Problem, weil die Betroffenen irgendetwas falsch gemacht hätten. Der Fehler liegt im System. Wir brauchen eine Politik, die soziale Sicherheit und Chancengleichheit wieder in den Mittelpunkt stellt“, so Swinke.




