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Paritätischer Wohlfahrtsverband legt ersten Teilhabebericht vor

Foto zeigt ein Ortsschild mit dem Hinweis in Richtung
Ortsschild: Ende des Hindernisses, Weg in Richtung Teilhabe
Foto: Marem/Adobe Stock

BERLIN (kobinet) Der Paritätische Wohlfahrtsverband legt heute zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen erstmals einen eigenen Teilhabebericht vor. Schwerpunkt ist die Lebenssituation von älteren Menschen mit Beeinträchtigungen in Privathaushalten. Das Fazit der Studie: Ob Gesundheit, Freizeit, soziale Lage oder Wohnsituation: in fast allen Bereichen bestehen weiterhin erhebliche Barrieren für Menschen mit Behinderung, so dass von gleichberechtigter Teilhabe keine Rede sein kann. Keine Unterschiede gebe es hingegen in der verbreiteten Sorge um den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.

Partizipation nicht nur ein Verfahren, sondern Menschenrecht

Prof. Dr. Theresia Degener
Prof. Dr. Theresia Degener von BODYS
Foto: BODYS

Bochum / Berlin (kobinet) „Partizipation ist nicht nur ein Verfahren, sondern ein Menschenrecht“, so brachte Prof. Dr. Theresia Degener vom Fachbereich Recht und Disability Studies von der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum in ihrer heutige Videobotschaft zur Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates (DBR) das Thema auf den Punkt. Sie verwies dabei auf die Allgemeine Bemerkung Nr. 7 des UN-Fachausschusses zur Behindertenrechtskonvention, die sich speziell dem Thema Partizipation widmet.

Linke fordert Begegnungszentrum in München

Logo Partei DIE LINKE Landesverband Bayern
Logo Partei DIE LINKE Landesverband Bayern
Foto: Partei DIE LINKE

MÜNCHEN (kobinet) Die Münchner LINKE fordert die Einrichtung eines unabhängigen städtischen Austausch- und Begegnungszentrums für Menschen mit und ohne Behinderung.

Behinderten-Pauschbetrag endlich anpassen !

SoVD-Präsident Adolf Baue
Adolf Bauer
Foto: SoVD

BERLIN (kobinet) Zum heutigen Welttag der Menschen mit Behinderungen fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) eine spürbare Anhebung des Behinderten-Pauschbetrages. „Eine Verdoppelung des Pauschbetrages ist überfällig“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer.

LSK startet Projekt „Zukunft Barrierefreiheit 4.0“

Personen mit virtuellen Kommunikationsgeräten
In virtuelle Räumen barrierefrei kommunizieren
Foto: Timo Wetz

STUTTGART / TÜBINGEN (kobinet) Welchen Vorteil können Menschen mit Beeinträchtigung aus der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft ziehen und wie gestalten wir diesen Raum in Zukunft sozial und barrierefrei. Fakt ist, Barrierefreiheit sieht im 21. Jahrhundert anders aus als noch vor 25 Jahren. Ein wichtiges Zukunftsthema, dem sich der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Menschen Baden-Württemberg (LSK BW) auf seiner Auftaktveranstaltung „Zukunft Barrierefrei 4.0“ verschrieben hat und ein klares Bekenntnis zur Barrierefreiheit. Dabei geht es um die technischen Möglichkeiten, zum Beispiel im Bereich Mobilität oder auch um Kommunikationsmöglichkeiten im virtuellen Raum – Beispiele, die greifbar machen, was in den nächsten Jahren auf uns zukommen wird.

Unternehmen schärfer sanktionieren

Foto zeigt Annelie Buntenbach
Annelie Buntenbach
Foto: DGB

Berlin (kobinet) Angesichts der Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund, Unternehmen schärfer zu sanktionieren. Mit ihrer Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich die Bundesregierung zu einer gleichberechtigten Teilhabe und Integration von Menschen mit Behinderung verpflichtet. Beim Abbau der überdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit kann sie jedoch auch nach 10 Jahren keine nennenswerten Erfolge verzeichnen.

DBV-Umfrage zum vollständigen barrierefreien Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs

Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Foto: DBV

BERLIN (kobinet) Anlässlich des heutigen „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ startet der Deutsche Bahnkundenverband-DBV eine anonyme Umfrage zum vollständigen barrierefreien Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und bittet um Unterstützung

Im gläsernen Gefängnis

Foto zeigt gläsernes Gefängnis
Im gläsernen Gefängnis
Foto: CBM/Joerg Farys

Berlin (kobinet) Eine Frau und ein Mann mit Sehbehinderung, ein weiterer Mann im Rollstuhl. Alle sind eingesperrt in einem gläsernen Gefängnis und haben keine Chance herauszukommen. Das Bild löst bei den meisten Menschen als erste Reaktion Empörung aus, ist weltweit jedoch bittere Realität. Darauf macht die Christoffel-Blindenmission (CBM) heute mit einer Aktion vor dem Berliner Sony Center zum Welttag der Menschen mit Behinderungen aufmerksam.

Deutsche Alzheimer Gesellschaft feiert Jubiläum

Stilisiertes großes
Logo der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Foto: Deutschen Alzheimer Gesellschaft

BERLIN (kobinet) Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.Selbsthilfe Demenz (DAlzG) engagiert sich seit 30 Jahren für ein besseres Leben mit Demenz. Am 2. Dezember 1989 gründeten in Bad Boll Angehörige sowie ehrenamtlich und professionell Engagierte die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Zum Jubiläum weist die bundesweite Selbsthilfeorganisation auf die wichtige Rolle der Angehörigen bei der Begleitung, Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz hin.

Menschen mit Behinderungen stärker in Entwicklungszusammenarbeit berücksichtigen

Grafik zeigt Logo der CDU/CSU-Fraktion
Grafik zeigt Logo der CDU/CSU-Fraktion
Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Anlässlich des morgigen internationalen Tages der Menschen mit Behinderung macht die CDU/CSU- Bundestagsfraktion darauf aufmerksam, dass Inklusion auch in armen Ländern Wirklichkeit werden muss und es deshalb erforderlich ist, Menschen mit Behinderungen stärker in Entwicklungszusammenarbeit zu berücksichtigen.

Mehr Inklusion wagen!

Foto zeigt Jürgen Dusel vor seinem Amtssitz
Jürgen Dusel
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Vor dem internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen hat Bundesbehindertenbeauftragter Jürgen Dusel zum ersten Mal Teilhabeempfehlungen an die Bundesregierung veröffentlicht. Anlass ist das zehnjährige Jubiläum des Inkrafttretens der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland.

Mehr barrierefreie Arztpraxen gefordert

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

BERLIN (kobinet) Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte mehr Barrierefreiheit in Arztpraxen. In einer Presseinformation wird in dem Zusammenhang unterstrichen: Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet Deutschland dazu, Menschen mit Behinderungen den gleichen Zugang zur Gesundheitsversorgung zu ermöglichen wie anderen Menschen auch. Sie ist seit März 2009 geltendes Recht in Deutschland.

Dinah Radtke mit Bezirksmedaille ausgezeichnet

Dinah Radtke
Dinah Radtke
Foto: Rolf Barthel

Ansbach (kobinet) Die höchste Auszeichnung des Bezirks Mittelfranken, die Bezirksmedaille, erhielt Dinah Radtke für ihre herausragenden Verdienste um Mittelfranken. Bezirkstagspräsident Armin Kroder verlieh die Auszeichnung letzte Woche in einer Feierstunde im Ansbacher Bezirksrathaus.

Dabei bei der Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates

Cartoon Einmischen Mitmischen Aufmischen mit kleiner Gruppe behinderter Menschen
Cartoon Einmischen Mitmischen Aufmischen
Foto: Phil Hubbe

Berlin (kobinet) Wenn am 3. Dezember die diesjährige Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates zum Welttag der Menschen mit Behinderung im Co-Working Space TUECHTIG in Berlin um 10:30 Uhr beginnt, gibt es dieses Mal viele Möglichkeiten dem Geschehen Online zu folgen. Für all diejenigen, die nicht nach Berlin kommen können gibt es erstmalig eine Übertragung per Livestream, einen Live-Blog der kobinet-nachrichten und Informationen über Twitter. „Einmischen, Mitmischen, Aufmischen“, wie der diesjährige Titel der Veranstaltung heißt, ist dieses Mal also auch für die Daheimgebliebenen ein bisschen leichter gemacht.

Hamburger Programm der ISL in Gebärdensprache

Ankündigung der ISL für Hamburger Programm in Gebärdensprache
Hamburger Programm in Gebärdensprache
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Mit dem Hamburger Programm hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ein Grundsatzprogramm für die Arbeit der Selbstbestimmt Leben Bewegung in Deutschland geschaffen. Dieses gibt es nun auch übersetzt in Deutsche Gebärdensprache, wie Alexander Ahrens von der ISL mitteilte.

„Ich bin kein warnendes Negativbeispiel oder eine Erziehungsmaßnahme“

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: kobinet

Leipzig (kobinet) „Ich bin als Rollstuhlnutzender ebenso wie viele andere rollstuhlnutzenden Menschen kein warnendes Negativbeispiel oder eine Erziehungsmassnahme für das Fehlverhalten von Teilen der Gesellschaft!“ So bringt Rolf Allerdissen vom Verein UNgehindert seine Kritik an einer Plakatkampagne zum Ausdruck, die derzeit für mehr Verkehrssicherheit werben soll.

Momentaufnahme 141

Weihnachtszauber Gendarmenmarkt, Berlin
Weihnachtszauber Gendarmenmarkt
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Die Kälte ist angenehm, wenn man sich wärmen kann. (Blaise Pascal)

Gleisverlegungen und kaputte Rollitoilette

Jürgen Linnemann mit Rollstuhl
Jürgen Linnemann im Rollstuhl
Foto: privat

Berlin / Gütersloh (kobinet) Der Inklusionsbotschafter Jürgen Linnemann fährt selten mit dem Zug, darum hat er auch nur wenig Erfahrungswerte mit der Deutschen Bahn. Die Erfahrungen, die er am vergangenen Donnerstag jedoch machen musste, machen ihn aber richtig sauer. Zusammen mit 13 Kolleg*innen mit Behinderungen, von denen einige deutlich bewegungseingeschränkt sind und zum Teil wie er einen Rollstuhl nutzen, gab es auf der Rückfahrt von Berlin nach Gütersloh richtig Stress. Die Gruppe war zum Treffen der Werkstatträte der SPD-Bundestagsfraktion nach Berlin eingeladen worden, wie Jürgen Linnemann in seinem Erfahrungsbericht schildert.

Aufruf zu mehr Toleranz und Verständnis zum Welt-Aids-Tag

Foto von Carola Reimann - Ministerin in Niedersachsen
Carola Reimann
Foto: MfSGG

HANNOVER (kobinet) Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann ruft anlässlich des heutigen Welt-Aids-Tages zu mehr Toleranz und Verständnis auf. „Streich die Vorurteile“, das ist die zentrale Botschaft zu diesem Tag..

Pädagogischer Salon macht Schule in Mainz

Podium beim Pädagogischen Salon am 26.11.19 in Mainz
Bild vom Podium beim Pädagogischen Salon in Mainz
Foto: Wolfgang Thiel

Mainz (kobinet) Dass das neue Veranstaltungsformat des Pädagogischen Salon im Mainzer Haus am Dom Schule machen wird, das machten die Veranstalter*innen des Bündnisses pro INKLUSION gleich zu Beginn der sehr gut besuchten Veranstaltung zu 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention deutlich. Denn bei der Veranstaltung, die am 26. November stattfand, ging es vor allem um die Inklusion in der Schule zehn Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention, so dass der Untertitel „Eine neue Weichenstellung für die Schule ist überfällig“ gewäht wurde.

Teilhabe mit Links

Foto zeigt Sören Pellmann
Sören Pellmann
Foto: Die Linke

Berlin (kobinet) Die Linke im Bundestag stellte am Freitag auf der Konferenz „Teilhabe mit Links“ den Entwurf für einen Antrag mit dem Titel „Gute Arbeit für Menschen mit Behinderungen“ vor. Der Antrag soll im Februar 2020 eingereicht und im April oder Mai in die erste Lesung gehen. Federführend ist der Abgeordnete Sören Pellmann aus Leipzig.

Ein halbes Jahrhundert RSC Köln

Ehrungen beim RSC Köln
Ehrungen beim RSC Köln
Foto: Steffie Wunderl

KÖLN (kobinet) Menschen mit Beeinträchtigungen ernst zu nehmen, sie nicht auf ihre Behinderung zu reduzieren und ihnen das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen: Was heute wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist Ende der 1960er Jahre ganz und gar nicht selbstverständlich. Menschen mit Beeinträchtigungen werden in dieser Zeit von der Gesellschaft noch weitgehend ausgegrenzt. Institutionen oder Vereine, die sich ihnen widmen und einen Zugang zur Gesellschaft verschaffen, sind rar gesät. In eben diese Zeit fällt die Gründung des „Rollstuhlclub Köln e.V.“. Der Verein feierte am Samstag, 16. November 2019 sein 50-jähriges Jubiläum.

PARA-Sport-Premiere im Tanzsport gestartet

Andrea Naumann-Clément und Tanzpartner Jean-Marc Clément
Andrea Naumann-Clément und Tanzpartner Jean-Marc Clément
Foto: DRS-Archiv / FB Tanzen

BONN (kobinet) Vom 29. November bis zum 01. Dezember finden in Bonn die Para Dance World Championships statt. Dabeimessen sich die deutschen Sportlerinnen und Sportler mit den besten der Rollstuhltänzerinnen und Rollstuhltänzer der Welt. Erwartet werden insgesamt 240 Athletinnen und Athleten aus 26 Ländern, die in den Klassen Einzel, Duo und Kombi um die Weltmeistertitel kämpfen.

Hurra! EUTBs sind entfristet

Hand mit Daumen hoch
Daumen hoch
Foto: public domain

Berlin (kobinet) „Hurra! EUTBs sind entfristet“, so kommentierte Dr. Sigrid Arnade, die Bundesgeschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die gestern erfolgte Zustimmung des Bundesrats zum Angehörigen-Entlastungsgesetz. Denn in diesem Gesetz wurde auch die langfristige Förderung der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB) geregelt. Im Bundesteilhabegesetz war ursprünglich erst einmal die Förderung der über 500 Beratungsstellen bis Ende 2022 geregelt worden. Durch den Beschluss des Bundestages und nun auch des Bundesrates wurde die Entfristung der Förderung dieses Angebotes vollzogen.

Verrichtungen oder Zeit?

Foto zeigt Ilja Seifert
Ilja Seifert
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Ilja Seifert schickte einen Beitrag an die Redaktion, den die kobinet-nachrichten heute als Kolumne veröffentlicht. Unter der Überschrift „Verrichtungen oder Zeit?“ stellt er Überlegungen zu Pflege und Talkshows zur Diskussion.

Mehr Selbstbestimmung – und erst mal mehr Arbeit

Wappen Bundesland Nordrhein-Westfalen
Wappen Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

WESTFALEN-LIPPE / RHEINLAND (kobinet) In wenigen Wochen startet die dritte und zugleich umfangreichste Reformstufe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG). Ab dem 1.1.2020 gelten neue Regelungen, die eine individuellere Unterstützung von Menschen mit Behinderung sicherstellen sollen. „Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt hin zu einem selbstbestimmteren Leben“, erklären die Sozialdezernenten der Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR), Matthias Münning und Dirk Lewandrowski, anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am Dienstag, dem 3. Dezember.

In der Demokratie sind alle Menschen wichtig

Logo der Lebenshilfe
Logo der Lebenshilfe
Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe

BERLIN (kobinet) Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung wollen nicht nur dabei sein. Sie wollen auch mitreden und mitbestimmen – in Politik und Gesellschaft. Nur so kann Inklusion wirklich gelingen. Das erklärt die Bundesvereinigung Lebenshilfe zum Welttag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember. „In der Demokratie sind alle Menschen wichtig, um das Land zu gestalten!“, so die Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, MdB. Die frühere Gesundheitsministerin fordert Parteien, Vereine und Medien dazu auf, sogenannten Selbstvertreterinnen und Selbstvertretern echte Teilhabe zu ermöglichen.

Kluft zwischen erwerbslosen Menschen mit und ohne Behinderung bleibt groß

Foto zeigt Logo der Arbeitsagentur für Arbeit
Foto zeigt Logo der Arbeitsagentur für Arbeit
Foto: gemeinfrei

BONN (kobinet) Obwohl sich die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderung insgesamt verbessert hat, haben Menschen ohne Behinderung die deutlich besseren Chancen auf einen Job: Mit 11,2 Prozent ist die Arbeitslosenquote der Schwerbehinderten zwar leicht gesunken (Vorjahr: 11,7 Prozent), ist aber mehr als doppelt so hoch wie die allgemeine Quote (5,2 Prozent). Das geht aus dem aktuellen Inklusionslagebarometer Arbeit der Aktion Mensch und des Handelsblatt Research Institute (HRI) hervor.

Ausgezeichnete Vorbilder für die Demokratie

Malu Dreyer überreicht Nancy Poser Landesverdienstorden
Malu Dreyer überreicht Nancy Poser Landesverdienstorden
Foto: Staatskanzlei RLP/Dinges

Mainz (kobinet) „Demokratie braucht Vorbilder, die Grenzen überwinden; sie braucht Möglichmacher und Zusammenführer. Alle, die heute geehrt werden, sind solche Vorbilder und ihre Geschichten bewegen uns alle. Denn sie verkörpern den Geist, der unsere Gesellschaft stärkt und der das Lebensgefühl in Rheinland-Pfalz ausmacht“, so eröffnete die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer die 38. Verleihung des Landesverdienstordens an 14 Bürgerinnen und Bürger. Den Orden erhalten Persönlichkeiten, die Außergewöhnliches und Überdurchschnittliches für Rheinland-Pfalz geleistet haben. Er ist die höchste Auszeichnung des Landes. Und diese Auszeichnung konnten am 25. November mit Nancy Poser, Benni Over und Ruth Jaensch auch drei Persönlichkeiten entgegen nehmen, die die Selbstbestimmung behinderter Menschen verkörpern.

Wollen weiter auf die Straße gehen

Foto zeigt Fridays for Future auf der Straße
Fridays for Future im Sommer auf der Straße
Foto: Michaela Handrek-Rehle

Berlin (kobinet) Für einen kompletten Neustart in der Klimapolitik geht heute Fridays for Future wieder auf die Straße. Anlass für den weltweiten Klimastreik ist die Klimakonferenz der Vereinten Nationen vom 2. bis 13. Dezember in Madrid.

Heute gilt’s: Angehörigen-Entlastungsgesetz im Bundesrat

Schritzug Bundesrat
Schriftzug Bundesrat
Foto: Bundesrat

Berlin (kobinet) Gesetz zur Entlastung unterhaltsverpflichteter Angehöriger in der Sozialhilfe und in der Eingliederungshilfe (Angehörigen-Entlastungsgesetz), so lautet der Titel eines Gesetzentwurfs, der für viele Menschen einen Unterschied machen kann. Nachdem der Deutsche Bundestag dem Gesetzentwurf bereits zugestimmt hat, berät der Bundesrat heute darüber. Wenn die Länderkammer dem Entwurf nicht zustimmt, müsste dieser erneut im Vermittlungsausschuss beraten werden. Der Gesetzentwurf regelt neben der Entlastung Angehöriger u.a. auch die Entfristung der Förderung der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB).

Köln: Erste assistenzhundfreundliche Stadt Deutschlands

Plakat der Kampagne
Plakat der Kampagne „Assistenzhund willkommen“
Foto: PfotenPiloten

Köln (kobinet) „Assistenzhund willkommen – hier und überall“: Aufkleber mit dieser Botschaft werden nun an Kölner städtischen Gebäuden angebracht. Den Anfang machten gestern der Kölner Stadtdirektor Dr. Keller und der Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Dr. Bell, zusammen mit AssistenzhundhalterInnen am Stadthaus Deutz. Als erste Stadt Deutschlands ist Köln Ende September 2019 per Beschluss der bundesweiten Zutrittskampagne der gemeinnützigen Organisation Pfotenpiloten beigetreten.

Arbeits- und Sozialministerkonferenz tagte in Rostock

Teilnehmer*innen der ASMK 2019
ASMK 2019 © Danny Gohlke
Foto: ASMK 2019 © Danny Gohlke

Rostock (kobinet) Vielfältige Maßnahmen für eine gute und zukunftsfeste Pflege, eine Entbürokratisierung und Weiterentwicklung in der Grundsicherung für Arbeitssuchende und mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt durch Weiterbildung waren wichtige Themen der diesjährigen 96. Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK), die am 27. und 28. November in Rostock stattfand.

Gemeinsam zum Klimastreik

Grafik zeigt Aufruf zum Klimastreik am 29. November
Klimastreik am 29. November
Foto: FFF

Kassel (kobinet) Wer kennt das nicht: Man würde gern irgendwo hingehen, aber allein macht es nicht so richtig Spaß – und man muss sich viel mehr Aufraffen. Dem will das Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) entgegentreten. Zum heutigen Klimastreik bieten die Aktiven an, gemeinsam zur Protestaktion ab 12:00 Uhr am Kasseler Hauptbahnhof zu gehen bzw. zu rollen. Treffpunkt ist heute bis 12:00 Uhr am Ärztehaus, Kurfürstenstraße 10 in Kassel.

Auf Tour für Leichte Sprache

Thomas Szymanowicz mit T-Shirt der Reisegruppe Niemand
Thomas Szymanowicz mit T-Shirt der Reisegruppe Niemand
Foto: UNgehindert

Falkensee (kobinet) Thomas Szymanowicz hat den Weg aus der Werkstatt für behinderte Menschen geschafft und arbeitet mittlerweile als Fachkraft für Leichte Sprache auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Täglich pendelt er aus dem brandenburgischen Falkensee nach Berlin und manchmal muss er auch ins Hauptbüro nach Augsburg fahren. Bahnfahren ist daher nichts neues für ihn. Aber die 76stündige Bahntour der Reisegruppe Niemand zum 25jährigen Bestehen des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen im Grundgesetz vom 12. bis 15. November war für ihn schon etwas besonderes, wie er in seinem Fazit zu der Tour schreibt, bei der er sich besonders für mehr Leichte Sprache stark gemacht hat.

Umbau bei Ohrfunk.de und MIBS abgeschlossen

Kopfhörer
Kopfhörer
Foto: public domain

Marburg (kobinet) Mit ihrer Mitgliederversammlung am 16. November in Marburg hat die Medieninitiative blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland (MIBS), der Trägerverein des Radiosenders ohrfunk.de, ihren Umbau abgeschlossen. Nach dem Rücktritt des ehemaligen Chefredakteurs Eberhard Dietrich waren Neuwahlen zum Vorstand nötig geworden, außerdem wurden die Positionen des Chefredakteurs von Ohrfunk und des Vereinsvorsitzenden von MIBS getrennt. Die Redaktion des Senders erhielt weitgehende Autonomie, der Verein wird zum reinen Träger.

Soziales und Klimaschutz nicht gegeneinander ausspielen

Logo Sozialverband Deutschland SoVD
Logo Sozialverband Deutschland SoVD
Foto: Sozialverband Deutschland SoVD

BERLIN (kobinet) „Die Bundesregierung läuft Gefahr, die soziale Dimension des Klimaschutzes zu unterschätzen. Und das ist brandgefährlich. Denn bei dieser Mammutaufgabe muss die Leitidee der sozialen Gerechtigkeit im Zentrum stehen. Andernfalls wird der notwendige Klimaschutz nicht gelingen“, warnt SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich des globalen Klimastreiks am 29. November.

Potenziale der Digitalisierung in Medizin und Pflege besser nutzen

Übergabe des Vorsitz der ASMK an Staatssekretärin Bärbl Mielich.
Übergabe des Vorsitz der ASMK an Staatssekretärin Bärbl Mielich.
Foto: Ministerium für Soziales und Integration BW

STUTTGART (kobinet) Baden-Württemberg übernimmt zum 1. Januar für ein Jahr den Vorsitz der Arbeits- und Sozialministerkonferenz der Länder (ASMK). In diesem Zusammenhang kündigte Staatssekretärin Bärbl Mielich an, weitere Schritte zu gehen, um die Potentiale der Digitalisierung in Medizin und Pflege besser nutzen zu können.

Vorstoß für Gemeinnützigkeit

Logo Fraktion DIE LINKE Im Bundestag
Logo Bundestagsfraktion DIE LINKE
Foto: Fraktion DIE LINKE

BERLIN (kobinet) Der Katalog der steuerlich begünstigten Zwecke nach Paragraph 52 der Abgabenordnung soll um Zwecke wie die „Förderung der Wahrnehmung und Verwirklichung von Grundrechten“, „Förderung des Friedens“, „Förderung der sozialen Gerechtigkeit“, „Förderung des Klimaschutzes“, „Förderung der informationellen Selbstbestimmung“, „Förderung der Menschenrechte“ und „Förderung der Gleichstellung der Geschlechter“ erweitert werden. Dies fordert die Fraktion DIE LINKE in einem Antrag.