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In der Demokratie sind alle Menschen wichtig

Logo der Lebenshilfe
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Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe

BERLIN (kobinet) Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung wollen nicht nur dabei sein. Sie wollen auch mitreden und mitbestimmen – in Politik und Gesellschaft. Nur so kann Inklusion wirklich gelingen. Das erklärt die Bundesvereinigung Lebenshilfe zum Welttag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember. „In der Demokratie sind alle Menschen wichtig, um das Land zu gestalten!“, so die Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, MdB. Die frühere Gesundheitsministerin fordert Parteien, Vereine und Medien dazu auf, sogenannten Selbstvertreterinnen und Selbstvertretern echte Teilhabe zu ermöglichen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Berliner Christian Specht. Der 50-jährige engagiert sich ehrenamtlich im Vorstand der Lebenshilfe Berlin und ist bei Politikern in der Hauptstadt so bekannt wie ein „bunter Hund“. Aktuell nimmt er mit seinem Podcast „Specht hat Recht“ alle zwei Wochen gemeinsam mit zwei Mitarbeitern der Tageszeitung „taz“ ein wichtiges politisches Thema aufs Korn. Es geht etwa um den Mauerfall vor 30 Jahren, den Mietendeckel, die E-Roller oder den Ausgang der Landtagswahl in Thüringen. Christian Specht sagt: „Was ich kann, können andere Selbstvertreter auch. Na klar, man muss uns nur machen lassen und alles so erklären, dass wir es verstehen können!“

Unter dem Motto „Selbstvertretung – Na klar.“ hat er im August in Leipzig mit rund 500 weiteren Selbstvertretern aus ganz Deutschland an einem Kongress der Bundesvereinigung Lebenshilfe teilgenommen und am Ende die Leipziger Erklärung verabschiedet. Darin heißt es unter anderem: „Wir vertreten uns selbst! Wir sind Selbstvertreter. Wir fordern Barrierefreiheit in unseren Einrichtungen und überall. Wir fordern Leichte Sprache auch bei Behörden. Wir wollen auch in der Politik überall mitreden. Wir wollen, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zusammen lernen und arbeiten können. Wir wollen ernst genommen werden!“