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Auf Tour für Leichte Sprache

Thomas Szymanowicz mit T-Shirt der Reisegruppe Niemand
Thomas Szymanowicz mit T-Shirt der Reisegruppe Niemand
Foto: UNgehindert

Falkensee (kobinet) Thomas Szymanowicz hat den Weg aus der Werkstatt für behinderte Menschen geschafft und arbeitet mittlerweile als Fachkraft für Leichte Sprache auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Täglich pendelt er aus dem brandenburgischen Falkensee nach Berlin und manchmal muss er auch ins Hauptbüro nach Augsburg fahren. Bahnfahren ist daher nichts neues für ihn. Aber die 76stündige Bahntour der Reisegruppe Niemand zum 25jährigen Bestehen des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen im Grundgesetz vom 12. bis 15. November war für ihn schon etwas besonderes, wie er in seinem Fazit zu der Tour schreibt, bei der er sich besonders für mehr Leichte Sprache stark gemacht hat.

Mittlerweile ist Thomas Szymanowicz wieder ausgeschlafen, auch wenn er gleich nach der außerordentlich anstrengenden Bahntour wieder viele Termine zu bewältigen hatte. Deshalb hat es auch etwas gedauert, bis Thomas Szymanowicz seine Erlebnisse während der Bahntour setzen lassen und ein Fazit dazu schreiben konnte. Im Live-Blog zur Bahntour schrieb Thomas Szymanowicz unter anderem:

"Ich selbst bin mitgefahren, um für das Recht auf Leichte Sprache aufmerksam zu machen.
Warum ist Leichte Sprache wichtig?
Leichte Sprache ist gut für Barriere-Freiheit.
Leichte Sprache ist gut für alle Menschen.
Jeder Mensch kann Leichte Sprache besser verstehen.
Für viele Menschen ist Leichte Sprache wichtig, wie für:
Menschen, die wenig lesen können,
Menschen mit Lern-Schwierigkeiten,
Menschen, die wenig Deutsch können,
Menschen mit einer Sinnes-Behinderung.

Diese Reise von Berlin nach Berlin haben wir in 76 Stunden mit den Regionalzügen am 15. November 2019 geschafft.

16 Landeshauptstädte haben wir besucht.
348-mal hielt der Regionalzug.
3-mal haben wir übernachtet in München, Köln und Schwerin.
An diese Reise erinnere ich mich gern.
Es war ein großartiges Erlebnis.
Auf vielen Bahnhöfen wurden uns Botschaften überreicht.
Diese Botschaften gingen an den Bundespräsidenten.
Ein großartiges Erlebnis war für mich in Augsburg wie auch in meiner Heimatstadt Falkensee.

Meine Kolleginnen vom Büro „Fachkraft für Leichte Sprache“ haben mir in Augsburg auch eine Botschaft für den Bundespräsidenten übergeben.

Auch in Falkensee wurden wir herzlich begrüßt und bekamen weitere Botschaften für den Bundespräsidenten mit.

Auf der Bahnfahrt wurde auch von mir die Barrierefreiheit der Deutschen Bahn geprüft.

Bei Ansagen durch Lautsprecher und bei schriftlichen Anzeigen gab es keine Leichte Sprache.
Das muss sich ändern."

Link zum gesamten Fazit von Thomas Szymanowicz im Live-Blog zur Bahntour