
Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Licht, Liebe, Leben. (Johann Gottfried von Herder)

Berlin (kobinet) Licht, Liebe, Leben. (Johann Gottfried von Herder)

Wien/Graz (kobinet) „Der Grazer Interessenvertreter und ehemalige ÖVP-Gemeinderat Mario Kowald ist am 31. Jänner 2020 im 45. Lebensjahr verstorben“, darauf weist der Online-Nachrichtendienst BIZEPS hin. Auch einigen Behindertenbewegten aus Deutschland ist der blinde Jurist von den Empfängen im Grazer Rathaus zum Abschluss verschiedener Sommercamps in Graz bekannt.

Kassel (kobinet) Inklusion kann mit Hilfe Persönlicher Zukunftsplanung, die unabhängig von Einrichtungen und Kostenträgern auf gleicher Augenhöhe mit behinderten Menschen erfolgt, vorangebracht werden. Die Unterstützungsmethode könne zudem einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe und Selbstbestimmung behinderter Menschen leisten. Davon ist der Koordinations-Kreis des Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung überzeugt, der an diesem Wochenende im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) tagt. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit einigen Teilnehmer*innen des Koordinations-Kreises am Rand der heutigen Mittagspause über die bisherigen Ergebnisse bzw. Anforderungen an eine gute Persönliche Zukunftsplanung.

Mainz (kobinet) Wer die am Donnerstag auf 3sat ausgestrahlte scobel-Sendung verpasst hat, hat eine Sendung verpasst, die die Menschenrechtsperspektive zum Thema Behinderung konsequent in den Mittelpunkt gestellt hat. Wer am Wochenende also Zeit hat, die mittlerweile im Internet eingestellte Sendung ist sehenswert, wie kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul findet.

Bremen (kobinet) „Portrait eines lachenden, jungen Mannes, der vor einer Flusslandschaft mit Sandstrand auf einer Terrasse sitzt. Er sagt: ‚Schwul zu sein, finde ich schön‘. Zur Person steht auf dem Poster: ‚Marcel, Student‘.“ so beschreibt Kassandra Ruhm ihr zweites Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt. Zu diesem Poster hat Kassandra Ruhm einen Text verfasst, was dieses mit Behinderung zu tun hat.

München (kobinet) Dem Bezirkstag des Bezirks Oberbayern gehören seit den letzten Wahlen auch Bezirksräte von Die Linke an. Die Fraktion traf sich unter der Leitung des Fraktionsvorsitzenden Prof. Klaus Weber mittlerweile mehrere Male mit dem „Arbeitskreis – Behindertenrechtskonvention von unten“, dem ausschließlich selbst von Behinderung betroffene Aktivist*innen angehören. Ziel dieser Treffen ist der Austausch über die Umsetzung des neuen Bundesteilhabegesetzes durch den zuständigen Bezirk Oberbayern.

Kassel (kobinet) Nicht zuletzt die beschämenden Ereignisse in Thüringen werfen für kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul die Frage nach dem Charakter einzelner Personen, die wir wählen und denen wir Verantwortung übetragen, auf. In seinem Kommentar beschäftigt sich der Behindertenrechtler daher mit Charakterfragen in Verbindung mit aktuellen politischen Entwicklungen, aber auch mit den Herausforderungen für jede und jeden Einzelnen.

Saarbrücken (kobinet) Das Saarland war einmal eines der Bundesländer, das an vorderster Stelle eine Position für einen hauptamtlichen Behindertenbeauftragten geschaffen hat. Nachdem diese Position seit 2016 nur noch ehrenamtlich besetzt wurde, bekommt das Bundesland aufgrund eines Landtagsbeschlusses vom 2019 nun endlich wieder eine oder einen hauptamtliche/n Landesbehindertenbeauftragte/n. Für diese Position liegen nach Informationen der Saarbrücker Zeitung (SZ) acht Bewerbungen vor.

Dresden (kobinet) Mit der Reform der Eingliederungshilfe im Rahmen der Regelungen des Bundesteilhabegesetzes, die am 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist, ergeben sich für behinderte Menschen eine Reihe von Unsicherheiten. Beim Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen wurde nun eine neue Clearingstelle für Probleme mit der Eingliederungshilfe eingerichtet.

KÖLN (kobinet) Für die 99ers Rollstuhlbasketballer endete das Euroleague Abenteuer ohne Sieg. Auch am zweiten Turniertag haben die Kölner gegen Ilan Ramat Gan und die Hausherren Briantea das Nachsehen und mußen sich aus dem Wettbewerb verabschieden.

BERLIN (kobinet) Mit dem Jahr 2020 beginnt die Umsetzung des Pilot-Projekts „Bewegung und Gesundheit im Alltag stärken (BeuGe)“. Gemeinsam verfolgen die Kooperationspartner Special Olympics Deutschland (SOD) und das GKV-Bündnis für Gesundheit damit das Ziel, Menschen mit geistiger und/oder Mehrfachbehinderung zu Bewegungs- und Gesundheitsexpertinnen und Gesundheitsexperten zu schulen, um andere Menschen mit Behinderung zu einer gesunden Lebensweise zu motivieren. Das Pilot-Projekt wird bis Ende 2021 durch das GKV-Bündnis für Gesundheit gefördert.

Berlin (kobinet) Nachdem die 3. Auflage der Schattenübersetzung der deutschen Übersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zwischenzeitlich vergriffen war, kann diese nun wieder bestellt werden, wie das NETZWERK ARTIKEL 3 mitteilte. Ein Nachdruck war nötig geworden, da sich die Broschüre nach wie vor großer Beliebtheit sowohl als Download als auch in der Printversion erfreut.

Berlin (kobinet) Menschen mit Behinderungen haben häufig Probleme beim Zugang zu Teilhabeleistungen. In der Online-Umfrage, die die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer dazu vor einem Jahr durchgeführt hatte, teilten sehr viele Menschen mit, dass sie insbesondere mit der Beratung seitens der Sozialleistungsträger nicht zufrieden sind. Doch die Bundesregierung sieht hier keinen Handlungsbedarf, wie Corinna Rüffer berichtet.

Berlin (kobinet) 150 hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft forderten vor kurzem beim Kongress des Fachkollegs „Inklusion an Hochschulen – gendergerecht“ in Berlin eine gendergerechte Inklusion an Hochschulen. Die Veranstaltung wurde vom Hildegardis-Vereins organisiert.

BERLIN (kobinet) Am 25. August 2020 werden in Tokio die paralympischen Sommerspiele eröffnet. Darauf bereiten sich viele Sportlerinnen und Sportler sowie Betreuerinnen und Betreuer vor. Darüber hinaus denken viele über ihren Besuch dieser Sommerspiele nach. Einen besonderen Plan dafür hat Jürgen Pansin vom Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein. Zusammen mit seinem Fahrer Sven Marx wird er eine spannende und lange Tour mit dem Tandem beginnen, welche dann in Tokio enden soll.

Berlin (kobinet) Menschen, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit vom 23. Mai 1949 bis zum 31. Dezember 1975 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990 in der DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an Folgewirkungen leiden, können noch bis Ende 2020 Anträge auf finanzielle Hilfe bei der Stiftung Anerkennung und Hilfe stellen.

Herrenberg (kobinet) Gerade in Zeiten, in denen das Bewusstsein über die schrecklichen Taten der Nationalsozialisten fast täglich zu schwinden scheint, sind Aktivitäten zum Gedenken an die Opfer dieser Schreckenszeit wichtiger denn je. Die Inklusionsbotschafterin Rosemarie Liebler-Merz initiierte daher vor kurzem in der Spitalkirche in Herrenberg eine Gedenkmöglichkeit für die Opfer der nationalsozialistischen Tötungsanstalt Grafeneck, wo behinderte und kranke Menschen ermordet wurden.

Berlin (kobinet) Die Deutsche Bahn verstärkt mit Doppelstockzügen ihre Intercity-Flotte. 17 Züge des Herstellers Stadler werden von der österreichischen Westbahn übernommen. Bereits am 8. März kommen die ersten neun elektrischen Triebzüge auf der neuen Intercity-Linie Rostock–Berlin–Dresden zum Einsatz, teilte heute die DB mit.

BERLIN (hib / kobinet)
BERLIN (hib / kobinet) Die Zahl der in Beratungsstellen der „ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB) arbeitenden Menschen, die sogenannte „Peer-Beratungen“ vornehmen, ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Danach ist „Peer“ definiert als „Eigenschaft, die durch die eigene Behinderungserfahrung oder den Status als nahe Angehörige oder naher Angehöriger eines Menschen mit Behinderungen wie diese, zum Beispiel durch Eltern von behinderten Kindern erlangt wird“.

Berlin (kobinet) Nach scharfer Kritik der Bundesvereinigung Lebenshilfe und vieler anderer Verbände hat Gesundheitsminister Jens Spahn seinen Entwurf für das Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz nachgebessert. „Das ist ein Fortschritt, aber wir sind noch nicht zufrieden. Es besteht weiter die Gefahr, dass Menschen, die auf Intensivpflege angewiesen sind, aus ihrem vertrauten Zuhause in ein kostengünstigeres Pflegeheim umzuziehen müssen. Und das muss unbedingt verhindert werden“, so Lebenshilfe-Bundesvorsitzende Ulla Schmidt. Diese Forderung werde die Lebenshilfe auch in einem Fachgespräch am morgigen Donnerstag, 6. Februar, im Gesundheitsministerium vorbringen.

Bremen (kobinet) Das Forum behinderter Juristinnen und Juristen (FbJJ) hat zur Debatte um den Entwurf eines Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz (IPREG) einen Änderungsvorschlag formuliert. Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung des Selbstbestimmungsrechts und der Versorgungsqualität von Versicherten durch Erweiterung des Arbeitgebermodells in der gesetzlichen Krankenversicherung und sozialen Pflegeversicherung. Darauf hat die Internetplattform www.reha-recht.de hingewiesen.

Mainz (kobinet) „Die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an den Angeboten von ARD und ZDF muss weiter vorankommen.“ Diese Forderung bekräftigten die Vertreterinnen und Vertreter behinderter Menschen in den Rundfunk- und Fernsehräten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bei ihrem jährlichen Treffen am 30. Januar. Arne Frankenstein, der im Rundfunkrat von Radio Bremen vertreten ist, schickte den kobinet-nachrichten folgenden Bericht über den diesjährigen Austausch.

Hamburg (kobinet) Am 11. Februar findet im Vorfeld der Hamburger Bürgerschaftswahl ein Diskussionsabend mit mehreren Direktkandidat*innen der Parteien in der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik – Nernstweg 32–34 in Hamburg von 17:00 bis 19:00 Uhr statt. Veranstalter ist das Wahlkompass-Bündnis von 41 Hamburger Organisationen aus dem Bereich Antidiskriminierung, die sich zusammengeschlossen haben, um sich mit Nachdruck für eine aktive Antidiskriminierungspolitik in der Hansestadt einzusetzen.

Berlin (kobinet) Nach Auskunft der DB Station&Service AG sind in Baden-Württemberg etwa 82 Prozent der 688 Bahnsteige stufenfrei erreichbar. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/16771) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/15984) hervor, wie der Informationsdienst Heute im Bundestag berichtet.

Mainz (kobinet) „Von fast zehn Millionen Menschen mit Behinderung in Deutschland sind fünf Prozent von Geburt an behindert. Meist entstehen Behinderungen durch Krankheiten. Behindert kann also jeder werden. Viele sind auf Beeinträchtigungen kaum vorbereitet. Menschen mit Behinderung sind zwar in der Öffentlichkeit präsent, haben aber vorwiegend Kontakt zu Angehörigen und Freunden. Was wissen nichtbehinderte über behinderte Menschen?“ Mit dieser Frage wird die nächste Wissenschaftssendung „scobel“ angekündigt, die unter dem Motto „Inklusion als Menschenrecht“ am Donnerstag, 6. Februar, ab 21:00 Uhr in 3sat ausgestrahlt wird. Zu Gast im Studio sind Sigrid Arnade, Stephan Böhm und Gudrun Wansing.

Berlin (kobinet) Ja, wir wollen wissen, wo wir essen und trinken gehen können. Ja, wir wollen wissen, wo wir nicht willkommen sind, weil es nicht für alle Menschen nutzbar ist. Nein, wir wollen nicht den Zustand erhalten und in Heften und Broschüren zementieren. Wir wollen, dass Gaststättenführer für Behinderte nicht mehr nötig sind, weil alle Einrichtungen nutzbar sind, für alle Menschen.

BERLIN (kobinet) Sich auf aktuelle Zahlen stützend, nach denen Gering- und Normalverdienende bei den Sozialabgaben überproportional stark belastet werden, stellt SoVD-Präsident Adolf Bauer in einer Presseveröffentlichung fest: „Durch die Politik der Umverteilung von unten nach oben der letzten Jahrzehnte hat sich nicht nur die private, sondern auch die öffentliche Armut ausgebreitet. Es gilt jetzt mehr denn je, die Gesamtheit der Steuerpflichtigen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit einzubinden. Nur so kann sozialer Ungerechtigkeit und steigender Armut nachhaltig entgegengewirkt werden.“

BONN (kobinet) Der BDH Bundesverband Rehabilitation fordert die Bundesregierung in einer Presseinformation dazu auf, die mehrfach angekündigte Einführung einer Mindestrente nicht weiter zu verschieben. Die Mindestrente sei eine wichtige finanzielle Haltelinie im Kampf gegen Altersarmut, so stellt die Vorsitzende dieses Sozialverbands, Ilse Müller, dazu fest.

Berlin (kobinet) Im Zusammenhang mit der im Bundesteilhabegesetz geregelten Reform der Eingliederungshilfe sind eine Reihe von Unklarheiten aufgetreten, die es zu lösen gilt. Bei einer dieser Fragen wurde nun Klarheit geschaffen, nämlich bei der Frage der Umsatzsteuerpflicht für Mahlzeiten in Einrichtungen. Nun steht fest: Auch künftig bleiben Mahlzeiten in Einrichtungen umsatzsteuerfrei. Darüber freut sich u.a. der teilhabepolitische Sprecher der FDP-Bundestagesfraktion Jens Beeck, der dem Thema mit einer Kleinen Anfrage im Bundestag nachgegangen war.

BERLIN (kobinet) Auch in der vergangenen Woche war für viele der kobinet-Leserinnen und kobinet-Leser auch wieder eine Zeit, in welcher sie sich umfangreich auch auf den Facebook-Steiten der kobinet-Nachrichten darüber informiert hatten, was es an Neuigkeiten zu erfahren gab.

London (kobinet) Die aus Deutschland stammende Christiane Link arbeitete 20 Jahre lang als Journalistin und ist seit Beginn des Jahres als Leiterin in Sachen Barrierefreiheit für ein Verkehrsunternehmen in Großbritannien tätig. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul führte mit der engagierten Rollstuhlnutzerin, die seit vielen Jahren in Großbritannien lebt und u.a. den Blog Behindertenparkplatz betreibt, folgendes Interview über den Brexit und dessen Bedeutung für behinderte Menschen und für sie selbst.

Kassel (kobinet) Heute lohnt es sich wieder einmal länger aufzubleiben, denn zu später Stunde, genauer gesagt von 23:30 – 0:15 Uhr wird im ERSTEN der Film „Versuchskaninchen Heimkind“ von Daniela Schmidt-Langels gezeigt. Dabei geht es um einen Skandal, der lange verschwiegen wurde: „Seit Beginn der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre werden Kinder und Jugendliche in Heimen und Psychiatrien Opfer von Ärzten und Pharmakonzernen: Sie werden mit Medikamenten ruhiggestellt, für medizinische Versuchsreihen missbraucht sowie schmerzhaften und schon damals umstrittenen Diagnoseverfahren unterzogen. Bis heute leiden viele von ihnen unter den Folgen“, heißt es in der Ankündigung des Films in der ARD.

Berlin (kobienet)
Berlin (kobienet) Singe und wandere, Gott steht am Ende der Straße. (Augustinus Aurelius)

FRECHEN (kobinet) Nach drei intensiven und erfolgreichen Jahren findet das von der Aktion Mensch Stiftung geförderte Modellprojekt „MIA – Mehr Inklusion für Alle“ des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) nun seinen offiziellen Abschluss. Zehn Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland sind im Laufe des Projekts wertvolle Erkenntnisse für die weitere Arbeit im Themenfeld „Inklusion im und durch Sport“ gewonnen worden.

Kassel (kobinet) Während einige in der Nacht von Freitag auf Samstag vielleicht durchgeatmet haben, dass jetzt in Sachen Brexit endlich Ruhe einkehrt, trauert kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in seinem Kommentar über den Verlust der Briten in der Europäischen Union. Gerade in Sachen Behindertenpolitik waren die Aktivist*innen von der Insel dem europäischen Festland immer wieder in Sachen Gleichstellung, Deinstitutionalisierung und Menschenrechte voraus. Diese Stimmen werden nun in der Europäischen Union fehlen.

OSTERMIETHING (kobinet) Behinderte Menschen werden häufig zu Recht als Experten in eigener Sache bezeichnet. Sie werden als kompetent angesehen – aus der eigenen Betroffenheit – in Punkten wie „Barrierefreiheit“, „Inklusion“ oder „Teilhabe“ sachkundig mitzureden. Dabei wird übersehen, dass viele von diesen Personen eine gute berufliche Ausbildung haben oder ein Hobby ausüben, mit dem sie viele begeistern können. Einer dieser Menschen ist der in Ostermiething in Oberösterreich lebende Manfred Fischer.

BERLIN (kobinet) Wer Fragen zum Thema Teilhabe hat, kann sich an eine der bundesweit gut 500 Teilhabeberatungsstellen (EUTB) wenden. Hier beraten Peers – behinderte Menschen oder ihre Angehörigen – auf Augenhöhe. Die Beratungsstellen leisten sehr gute Arbeit, sind aber auch mit Schwierigkeiten konfrontiert. Im Namen ihrer Bundestagsfraktion hatte kürzlich Corinna Rüffer (Bündnis 90 /DIE GRÜNEN) die Bundesregierung gefragt, wie sie diese Schwierigkeitenn sieht.

HAMBURG (kobinet) Am vergangenen Wochenende eröffnete die Nader Etmenan Stiftung gemeinsam mit der Evangelischen Stiftung Alsterdorf (ESA) die barrierefreie Workshop-Reihe „SeiteAnSeite“: Ein inklusives und kostenfreies Tanzangebot für alle Hamburgerinnen und Hamburger, das durch die Förderung der Aktion Mensch ermöglicht wird. Der erfolgreiche Eröffnungsworkshop wurde von der international bekannten Tänzerin Mirjam Gurtner angeleitet.

Bremen (kobinet) „Eine schwarze Frau sitzt auf einer Bank an einem breiten Fußweg durch den Park. Sie blickt ernst in die Kamera. Ihr Text ist auf den Weg geschrieben: ‚Es ist ein langer Weg, bis hier in den Köpfen ankommt, dass eine afrikanische Frau in Deutschland die Chefin sein kann. Nicht die Putzfrau‘. Zur Person steht auf dem Poster: ‚Virginie K., Dipl.-Bauingenieurin, alleinerziehende Mutter, Dipl.-Informatikerin‘.“ So beschreibt Kassandra Ruhm ihr fünftes Poster der Woche aus ihrer Reihe „bunt ist schöner“ – eine Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion, die sich für Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen einsetzt. Zu diesem Poster hat Kassandra Ruhm einen Begleittext für die kobinet-nachrichten geschrieben.

Berlin (kobinet) 15.675 Mal wurde die Berliner Feuerwehr innerhalb eines Jahres zu Einsätzen in vollstationären Pflegeheimen gerufen. Das sind durchschnittlich 43 Einsätze pro Tag in der Zeit von September 2018 bis August 2019. Das sagte der ärztliche Leiter der Berliner Feuerwehr, Stefan Poloczek, dem rbb.