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Bundesregierung äußert sich zu Peer-Berater in EUTB-Beratungsstellen

Logo: EUTB Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
Logo der EUTB
Foto: BMAS

BERLIN (hib / kobinet) Die Zahl der in Beratungsstellen der "ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung" (EUTB) arbeitenden Menschen, die sogenannte "Peer-Beratungen" vornehmen, ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Danach ist "Peer" definiert als "Eigenschaft, die durch die eigene Behinderungserfahrung oder den Status als nahe Angehörige oder naher Angehöriger eines Menschen mit Behinderungen wie diese, zum Beispiel durch Eltern von behinderten Kindern erlangt wird".

Wie die Bundesregierung weiter erläutert, so ist "Peer" nicht mit einem vorhandenen Grad der Behinderung gleichzusetzen.

Den Angaben zufolge waren im Dezember 2018 insgesamt 1.180 Personen sozialversicherungspflichtig in EUTB-Angeboten beschäftigt, von denen 757 Personen (zirka 64 Prozent) angaben, "Peer-Beratungen" durchzuführen,

Des Weiteren waren zu diesem Zeitpunkt, laut Vorlage, 668 Personen geringfügig oder ehrenamtlich in EUTB-Angeboten beschäftigt, von denen 593 Personen angaben, über die "Peer"-Eigenschaft zu verfügen.

Die vollständige Antwort der Bundesregierung kann HIER nachgelesen werden.

BERLIN (hib / kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/siopw39



Lesermeinungen sind deaktiviert.

2Lesermeinungen

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1
Dirk Hentschel

Auch wenn die Art der Umsetzung der UN BRK in Deutschland nicht zufriedenstellend ist, nehme ich wohlwollend zur Kenntnis das wir als Eltern für den Kampf der Rechte unserer Tochter wenigstens an dieser Stelle Rückenhalt bekommen - ob es wirklich hilft muss ich jedoch leider wieder bezweifeln... es bleibt ein harter Kampf!

2
Michael Günter

Hmm,
woran machen sie den Rückhalt fest? Daran, dass sie selbst als Peer in einer EUTB beraten könnten?
Mich hat die 20seitige Antwort der Bundesregierung eher Kopf-kratzend zurückgelassen, weil ich mit den lokalen Differenzen unzufrieden war - ich gehe mal davon aus, dass sie nicht im Saarland wohnen?
Mir ist das auf dem Papier viel zu dünn - ein Berater auf 140000 Einwohner! Es bei einer "Quote" von nur 7% Schwerbehinder-ter, wären dies 10000 Fälle - und wenn nur jeder 10. davon innerhalb eines Jahres Beratungsbedarf hat, kann die Beratungszeit effektiv nur etwa 1 Stunde pro Jahr betragen. Über sonstige Feinheiten, etwa die Fremdsprachkenntnisse vor Ort, etc.pp. brauchen wir dann gar nicht mehr reden!
M.E. wäre es sinnvoller gewesen, die vorhandenen Ressourcen zu bündeln und eine Kombinationsleistung mit den Pflegestützpunkten anzubieten. Denn wir konnten wir gestern hier lesen, bzw. es wurde verlinkt:
"Der Gesetzentwurf verkennt, dass zwar nicht alle behinderten
Menschen pflegebedürftig, aber alle pflegebedürftigen Menschen im Sinne der Definition der UN-BRK behindert sind." (Quelle: https://www.reha-recht.de/infothek/beitrag/artikel/ipreg-forum-behinderter-juristinnen-und-juristen-schlaegt-erweiterung-des-arbeitgebermodells-vor/).
Wozu also Doppel- und Dreifachstrukturen schaffen? RLP hat fast 140 Pflegestützpunkte, Bayern nur 10, manche Bundesländer noch weniger...Effienz klingt für mich anders...