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Jens Spahn sieht keinen Handlungsbedarf bei Triage

Logo: Mensch ist Mensch
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Foto: AbilityWatch

Berlin (kobinet) Während das Thema zu Anfang der Corona-Pandemie in den Medien höchstens eine Randnotiz wert war, wird es nun immerhäufiger aufgegriffen und hat mittlerweile auch den Deutschen Bundestag erreicht. Es geht um die Triage, die Entscheidung, wer behandelt wird, wenn die Ressourcen knapp werden – eine hochbrisante Frage gerade auch für behinderte Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie. Bezugnehmend auf eine Anfrage der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, Corinna Rüffer, sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn jedoch keinen Handlungsbedarf, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) berichtet.

Anhörung zum Intensivpflegegesetz abgesagt

Transparente zum Protest gegen IPReG
Transparente zum Protest gegen IPReG
Foto: GIP – Gesellschaft für medizinische Intensivpflege – Karriere und Fortbildung

Berlin (kobinet) Eine Riehe von Verbänden hatten es gefordert, nun hat der Deutsche Bundestag anscheinend Einsicht gezeigt. Die ursprünglich für den 6. Mai angesetzte Anhörung des Bundestagsausschusses für Gesundheit zum äusserst umstrittenen „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von intensivpflegerischer Versorgung und medizinischer Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung (Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetz – GKV-IPReG)“ wurde nun abgesagt, wie auf der Homepage des Bundestages ersichtlich ist.

Dokumentation: Was divers macht

Logo: Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Vorschau auf Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Foto: Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Berlin (kobinet) „Was divers macht“, so lautet der Titel der deutschen Antidiskriminierungstage, die am 2. und 3. Dezember 2019 zum ersten Mal stattfanden. Die Dokumentation der Veranstaltung, die im Haus der Kulturen der Welt in Berlin stattfand, liegt nun vor, wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes mitteilt, die die Veranstaltung durchgeführt hat.

Über 14.000 Corona-Infektionen in Heimen

Symbol Prozent
Symbol Prozent
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Bisher gab es meist nur vereinzelte Fälle von Infektionen in Heimen, die Schlagzeilen in den Medien machten. Nun hat das Robert-Koch-Institut erste Schätzungen vorgelegt. Mindestens 14.228 Coronafälle haben einem Bericht der tagesschau zufolge Alten- und Pflegeheime sowie andere Betreuungseinrichtungen und Massenunterkünfte bisher gemeldet. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich weit größer.

Telefon-Krankschreibung doch weiter möglich

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Foto: ht

Berlin (kobinet) Protest bringt manchmal doch etwas – und zum Teil sogar recht schnell. „Nach massiver Kritik ist die Telefon-Krankschreibung nun doch weiter möglich. Das meldet die tagesschau heute nachdem von verschiedenen Seiten, wie auch der Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss, die Rücknahme der Praxis der letzten Wochen kritisiert wurde.

Grundrechte in Heimen nicht außer Kraft setzen

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Chemnitz / Berlin (kobnet)

Chemnitz / Berlin (kobnet) Der Sozialverband VdK Sachsen fordert, dass die Grundrechte von Bewohner*innen in Alten- und Pflegeheimen trotz der Besuchsbeschränkungen im Rahmen der Corona-Schutz-Verordnung nicht außer Kraft gesetzt werden.

Im Home-Office notiert – Warten auf’n Bus

Foto zeigt die beiden Hauptdarsteller an der Bus-Haltestelle
An einer Bus-Haltestelle in Brandenburg
Foto: rbb/Frédérik Batier

Berlin (kobinet) „Neue Normalität“ strebt die Bundesregierung an. „BleibZuHaus“, rät weiter mein Online-Betreiber, wenn das Handy angeschaltet wird. In der ARD-Mediathek hab ich schon in die neue achtteilige regionale Serie vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) „Warten auf’n Bus“ reingeschaut. Hammer! Die erste Folge läuft am 22. April um 22 Uhr im rbb-Fernsehen.

Assistenz im Krankenhaus in Corona-Zeiten

Transparent: Assistenz im Krankenhaus ist über-lebenswichtig
Assistenz im Krankenhaus ist über-lebenswichtig
Foto: privat

Frankfurt am Main (kobnet)

Frankfurt am Main (kobnet) Nach Recherche des Vorstandsmitglieds der Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG), Hannes Heiler, können behinderte Menschen, die ihre Pflege im Arbeitgebermodell organisieren, die benötigten Pflegekräfte auch weiterhin wie bisher ins Krankenhaus mitnehmen. Das gelte auch in Corona-Zeiten, heißt es auf der Internetseite des Frankfurter Clubs Behinderter und ihrer Freunde (CeBeeF).

Zweite Runde für Regeln für Leichte Sprache

Schild: Halt bitte leichte Sprache
Schild: Halt bitte leichte Sprache
Foto: Mensch zuerst

Berlin (kobinet) Eigentlich würde heute in Berlin die zweite Sitzung für die Entwicklung von Empfehlungen für eine deutsche Leichte Sprache im Rahmen eines DIN-SPEC-Verfahrens stattfinden. Coronabedingt muss dieses Treffen nun aber virtuell, also als Webkonferenz per Computer oder per Telefon stattfinden. Bis zum Abschluss des Projektes sind mehrere Treffen derjenigen geplant, die an diesem Prozess mitwirken, um gemeinsame Regeln für eine u.a. im Bundesbehindertengleichstellungsgesetz als Rechtsanspruch verankerte Leichte Sprache zu entwickeln.

Grüne: Sieben-Punkte-Plan zur Öffnung von Pflegeheimen

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Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Grünen wollen nach Informationen des Nachrichtensenders ntv mit einem Sieben-Punkte-Plan der Isolation und Vereinsamung von gefährdeten Personengruppen in der Corona-Krise entgegenwirken.

Sich Zuhause in Corona–Zeiten beschäftigen

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Foto: ht

Bonn (kobinet) Die Kontaktsperre wegen der Corona-Pandemie wurde verlängert – ein Grund für den Familienratgeber der Aktion Mensch weiterhin jeden Freitag neue Tipps zu geben, was man alles zu Hause unternehmen kann. Darauf hat die Aktion Mensch in ihrem neuesten Newsletter hingewiesen.

Wenn eine Krise die Barrieren verstärkt

Markus Ertl
Markus Ertl
Foto: privat

Lenggries (kobinet) Markus Ertl fordert die politisch Verantwortlichen auf, Barrierefreiheit endlich ernst zu nehmen. Die Corona-Krise offenbare nun deutlich, wo die bisherigen Barrieren zu sehr großen Problemen für die Betroffenen mutieren, so der Inklusionsbotschafter und Sprecher für Barrierefreiheit der Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL).

Momentaufnahme 161

Veilchen
Veilchen
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Durch wieviel Kompliziertheit muss man sich durchdringen bis man endlich zur Einfachheit gelangt. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Blinde Menschen: Zwischen Abstand und Sicherheit

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Foto: ht

Berlin / München (kobinet) Um eine Corona-Infektion zu verhindern, sollte man gebührenden Abstand halten. Hierfür werden zwischen 1,50 und 2 Meter empfohlen. Diese Regel wird jedoch verletzt, wenn sich blinde Menschen von einem anderen Menschen führen lassen. Blinde und sehbehinderte Menschen müssen also abwägen: Auf der einen Seite die sichere, schnelle und unfallfreie Fortbewegung, auf der anderen Seite die Vermeidung eines Ansteckungsrisikos. Mit dieser Frage befasst sich besonders der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (BSSV).

Wie geht’s Jessica Schröder?

Jessica Schröder
Jessica Schröder
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) Für Jessica Schröder, die bei der Interessenvertretung Selbstbetimmt Leben in Deutschland (ISL) seit kurzem ein Projekt zur Durchsetzung der Rechte behinderter Menschen leitet, gibt es in der Zeit der Corona-Pandemie viele Baustellen, die im Sinne der Selbstbestimmung behinderter Menschen bearbeitet werden müssen. Es sei aber auch eine gute Zeit, um den Kampfgeist der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung wieder stärker zu reaktivieren und den Spruch „nichts über uns, ohne uns“ mit gelebter Praxis und wachsamer Energie zu beleben, wie sie im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul betonte.

Poster der Woche: Von der Bewertung behinderten Lebens

Poster: Würde nicht an Erwerbsarbeit festmachen
Poster: Würde nicht an Erwerbsarbeit festmachen
Foto: Kassandra Ruhm

Bremen (kobinet) Eigentlich hat Kassandra Ruhm bei der Gestaltung ihres 16. Posters ihrer Poster-Serie über Vielfalt und Inklusion unter dem Motto „bunt ist schöner“ nicht an die Corona-Pandemie gedacht, nicht an die Triage und an die Angst verschiedener behinderter Menschen, keine Chance auf Behandlung zu haben, wenn die Ressourcen nicht mehr für alle ausreichen. In ihrem mühevoll erarbeiten Kommentar zu deisem Poster betont sie aber, dass die Würde eines Menschen nicht an der Erwerbsarbeit und der uneingeschränkte Zugang zu guter medizinischer Behandlung nicht an einem leistungsfähigem, nichtbehinderten Körper festgemacht werden.

Gehörlosenverband wünscht Handlungsempfehlungen

Symbol Gebärdensprache
DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

MÜNCHEN (kobinet) Nach den Ausführungen des bayrischen Ministerpräsidenten wird für Bayern eine Maskenpflicht in Erwägung gezogen. Als Interessensvertretung gehörloser Menschen in München und den umliegenden Regionen weist der Gehörlosenverband München und Umland (GMU e.V.) darauf hin, dass sich aus der Maskenpflicht Nachteile für Menschen mit Hörbehinderung ergeben und hat deshalb um Handlungsempfehlungen gebeten.

Dusel fordert Bundestagsdebatte zu Corona-Behandlungen

Portrait Jürgen Dusel
Portrait Jürgen Dusel am 14.08.2018 in Berlin.
Foto: Henning Schacht www.berlinpressphoto.de

Berlin (kobinet) Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, fordert einem Bericht von evangelisch.de zufolge eine Bundestagsdebatte zur Frage, nach welchen Kriterien bei begrenzten Kapazitäten in den Krankenhäusern entschieden werden soll, welche Covid-19-Patienten weiter behandelt werden. Das Thema ist so wichtig, dass sich der Bundestag damit beschäftigen müsse.

Bundesteilhabegesetz: Warten auf Unterstützung

Symbol Paragraf
Symbol Paragraf
Foto: omp

Bremen (kobinet) In Corona-Zeiten schon fast vergessen ist, dass zum 1. Januar 2020 die große Reform der Eingliederungshilfe im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes in Kraft getreten ist. Dass dabei nicht alles reibungslos verlaufen ist, bzw. noch viel zu tun ist, macht eine Meldung des Weser Kurier deutlich. Danach warten seit Januar allein in Bremen noch hunderte behinderte Menschen auf ihre Unterstützung bzw. die entsprechenden Bescheide.

Krise gefährdet Grundrechte von betreuten Menschen

Portrait von Thorsten Becker, Vorsitzender des Bundesverbands der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer
Thorsten Becker, Vorsitzender des Bundesverbands der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer
Foto: Thorsten Becker (BdB)

BERLIN (kobinet) Auch in der Corona-Krise müssen die Grundrechte von Menschen, die eine rechtliche Betreuung in Anspruch nehmen, gewahrt werden. Darauf verweist der Bundesverband der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer (BdB) hin und fordert: Bei grundrechtsrelevanten Entscheidungen müssen persönliche Anhörungen in Betreuungsverfahren weiter stattfinden !

Homeschooling: Willkür bei Teilhabe-Assistenz?

Symbol Fragezeichen
Symbol Fragezeichen
Foto: ht

Bielefeld (kobinet) „Corona-Homeschooling geht nächste Woche weiter: Willkür bei Teilhabe-Assistenz auch. Kinder mit Behinderungen werden in Bielefeld bezüglich Lernunterstützung weiter nicht mitgedacht“, dies kritisiert der Verein die Inklusiven aus Bielefeld. Seit Mittwoch sei das neue Fahrziel des Schulministeriums in Nordrhein-Westfalen klar: Ab nächste Woche sollen die ersten Schüler*innen in die Schulen; für die Mehrheit bleibe es aber beim „Homeschooling“. Dabei bleibe aber der Fahrplan hingegen diffus, kritisiert der Verein gerade im Hinblick auf die Teilhabe-Assistenz.

Wie geht’s Andreas Lapp-Zens?

Andreas Lapp-Zens
Andreas Lapp-Zens
Foto: privat

Stuttgart (kobinet) Andreas Lapp-Zens arbeitet im Stuttgarter Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen als Berater und engagiert sich ehrenamtlich auch im Hospizbereich. Die massive Reduzierung der Kontakte zu Sterbenden macht ihm derzeit besonders zu schaffen und wirft bei ihm einige Fragen auf, wie er kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Interview mitteilte.

Corona – Krise für Alle?

Martina Scheel
Martina Scheel
Foto: privat

Oldenburg in Holstein (kobinet) Die Inklusionsbotschafterin und Behindertenbeauftragte der Stadt Oldenburg in Holstein Martina Scheel meldet sich in einem Kommentar für die kobinet-nachrichten zu Wort. Gerade im Hinblick auf die am Mittwoch verkündeten Beschlüsse für die weiteren Maßnahmen während der Corona-Pandemie mahnt sie Inklusion und verständliche und damit auch barrierefreie Informationen für alle an.

Medientipp: Lebensgefährlich? Behindert in Zeiten von Corona

Dr. Sigrid Arnade
Dr. Sigrid Arnade
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) „Ich gehe nur in Rente und nicht in den Ruhestand“, so verabschiedete sich Dr. Sigrid Arnade Ende letzten Jahres als Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL). Dass die Corona-Pandemie und dabei vor allem die Diskussion um die Triage, bzw. wie mit behinderten Menschen in dieser Situation umgegangen wird, sie so schnell wieder auf den Plan ruft, damit hat die Behindertenrechtlerin wohl selbst kaum gerechnet. Am Samstag, 18. April, ist sie auf jeden Fall zu Gast in der Sendung Tacheles im Deutschlandfunk Kultur, wenn es ab 17:30 Uhr um das Thema „Lebensgefährlich? Behindert in Zeiten von Corona“ geht. Gestern hatte sie sich bereits im WDR dazu geäußert, dass die Belange behinderter Menschen derzeit meist vergessen werden.

Spielräume für Kontakte in Einrichtungen nutzen

Logo Liga Selbstvertretung
Logo Liga Selbstvertretung
Foto: Liga Selbstvertretung

Kassel (kobinet) Nach der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschef*innen der Länder von gestern steht fest, dass der Großteil der Maßnahmen zur Kontaktminimierung mindestens bis 3. Mai aufrecht erhalten bleiben. Im Beschluss der Regierungschef*innen wurde aber auch der Blick auf die Situation in Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen gerichtet und Spielräume gegen eine vollständige Isolation aufgezeigt. Ottmar Miles-Paul von der LIGA Selbstvertretung fordert, dass diese Spielräume genutzt und die Betroffenen dabei weitestmöglich beteiligt werden.

Behindertenbeauftragter begrüßt Schutzschirm für gemeinnützige Sozialunternehmen

Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen in Thüringen Joachim Leibiger
Joachim Leibiger
Foto: Joachim Leibiger

ERFURT (kobinet) Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen in Thüringen, Joachim Leibiger, hat heute das angelaufene Corona-Hilfsprogramm des Landes für Sozialunternehmen, Vereine und Verbände im gemeinnützigen Bereich gewürdigt. Thüringen habe damit einen richtigen Schritt vollzogen, da nicht nur gewerbliche Unternehmen, sondern auch gemeinnützige Einrichtungen und Träger Teil der gesamtwirtschaftlichen Leistung seien. Hier fänden unzählige Menschen mit und ohne Behinderung Arbeit und Lebensinhalt.

Inklusion in Zeiten der Katastrophen-Medizin

Logo: BODYS Bochumer Zentrum für Disability Studies
Logo: BODYS Bochumer Zentrum für Disability Studies
Foto: BODYS

Bochum / Berlin (kobinet) Das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) ist besorgt, dass Menschenrechte, zumal Rechte von Menschen mit Behinderungen, in diesen hektischen Zeiten des medizinischen Krisenmanagements aus dem Blickfeld geraten. Mit einer Stellungnahme beteiligt sich BODYS am aktuellen Diskurs über Empfehlungen für die Zuteilung von Ressourcen in der Notfall- und der Intensivmedizin im Kontext der COVID-19-Pandemie.

Von ratsamen Checklisten und fragwürdigen Gebrechlichkeitsskalen

Jennifer Sonntag im Sessel mit mehreren Schuhen davor
Jennifer Sonntag im Sessel mit mehreren Schuhen davor
Foto: privat

Halle (kobinet) Die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag aus Halle macht sich in diesen Tagen viele Gedanken darüber, inwieweit es sinnvoll ist, für die eigenen ganz spezifischen gesundheitlichen Belange Checklisten für eine bessere und sicherere medizinische Behandlung zu entwickeln. So sinnvoll diese sein können, so können sie auch Gefahren in der derzeitigen Triage-Diskussion bergen, wie Jennifer Sonntag in ihrem Kommentar aufzeigt.

Gesetzentwurf für Grundrente vorgelegt

Geld
Geld
Foto: public domain

Berlin (kobinet) Die Bundesregierung will die Renten langjährig Versicherter mit unterdurchschnittlichem Einkommen aufstocken und hat deshalb nun das in der Öffentlichkeit bereits seit langem diskutierte Grundrentenkonzept als Gesetzentwurf (19/18473) in den Deutschen Bundestag eingebracht. Darauf hat der Informationsdienst Heute im Bundestag hingewiesen.

Umfrage: Querschnittlähmung und Corona

Symbol Fragezeichen
Fragezeichen
Foto: ht

Bietigheim-Bissingen (kobinet) Die Fördergemeinschaft der Querschnittsgelähmten in Deutschland (FGQ) hat in Zusammenarbeit mit der Medical School Berlin eine aktuelle Umfrage gestartet. Die Organisation möchte herausfinden, wie querschnittgelähmte Menschen mit der Corona-Krise umgehen.

Wie geht’s Klaus Peter Lohest?

Klaus Peter Lohest
Klaus Peter Lohest
Foto: privat

Waldesch (kobinet) Klaus Peter Lohest ist sozusagen mit der Corona-Pandemie in die Altersrente gegangen. Nach seiner zuletzt langjährigen Tätigkeit als Leiter der Abteilung Familie, Kinder und Jugend im rheinland-pfälzischen Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz engagiert er sich nun sozusagen vom Homeoffice aus schwerpunktmäßig in der Kinder- und Jugendhilfe. Im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul betonte er u.a. wie wichtig es ist, die Deutungshoheit über die Gestaltung unseres Gesellschaftssystems zu erringen und aus dieser Krise für ein besseres gesellschaftliches Miteinander entsprechende Lehren zu ziehen.

Jürgen Dusel: Exit-Strategie inklusiv gestalten

Jürgen Dusel
Portrait Jürgen Dusel am 14082018 in Berlin. ( © Henning Schacht Leuthener Str. 1 – D 10829 Berlin – phone (+49) 0177 6443393 -www.berlinpressphoto.de )
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, begrüßt die Leopoldina-Empfehlungen. Er fordert aber, dass die Belange von Menschen mit Behinderungen stärker berücksichtigt werden müssen. Eine Exit-Strategie müsse inklusiv gestaltet werden.

Schutz aber keine Stigmatisierung

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen spricht sich entschieden gegen Überlegungen und Vorschläge aus, bestimmte Personengruppen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zeitlich begrenzt vom öffentlichen Leben auszuschließen. In Nordrhein-Westfalen könnte das für mehr als 4,9 Millionen Menschen im Alter von 60 und älter gelten

Familieninitiative fordert besondere Beachtung ein

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

BERLIN (kobinet) Der Verein „Eltern beraten Eltern (EbE)“ beobachtet mit Sorge die aktuellen Diskussionen zu den weiteren Maßnahmen zum Corona-Virus. Über ihr Netzwerke erfahren die Mitglieder dieses Vereins, dass nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch ihre Familien dabei keine oder nur sehr wenig Beachtung finden.

Im Home-Office notiert – Post von medico

Foto zeigt Ausschnitt aus Rundschreiben vom medico international
Ausschnitt aus medico-Rundschreiben 1/20
Foto: sch

Berlin (kobinet) In Berlin und Brüssel wird heute über Ausstiegsszenarien der Corona-Krise beraten. Im Briefkasten lag das Rundschreiben 1/20 von medico international.

Schwerter zu Mundschutz!

Roland Frickenhaus
Roland Frickenhaus
Foto: Roland Frickenhaus

Jessen (Elster) (kobinet) Mit starrem Blick homeofficet die Nation nun schon seit Tagen und redet sich ein, dass das, was da gerade global abgeht, nur ein böser Spuk sei und dass man schon morgen wieder zum Ski- und kreuzfahren in die Welt düsen kann, als sei das alles ein temporäres Ereignis, dem man am besten damit begegnet, dass man all das nachholt, was man die letzten Tage nicht durfte.

Beratungs-Hotline „selbstbestimmt Leben“ eingerichtet

Logo des ZsL Mainz
Logo des ZsL Mainz
Foto: ZsL Mainz

Mainz (kobinet) Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz (ZsL) hat eine Beratungs-Hotline „selbstbestimmt Leben“ eingerichtet. Diese soll Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen vor allem in Zeiten von Corona niederschwellig unterstützen.

Triage muss diskriminierungsfrei sein

Logo LVR Qualität für Menschen
Logo LVR Qualität für Menschen
Foto: LVR

Köln (kobinet) In die Diskussion um die sogenannte Triage, durch die im Ernstfall entschieden werden soll, wer behandelt wird und wer nicht, hat sich nun auch der Landschaftsverband Rheinland zu Wort gemeldet. Aus Sicht des LVR muss eine Triage unbedingt diskriminierungsfrei gestaltet werden. Keinesfalls dürften körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigungen als besondere Risiken oder „Gebrechlichkeiten“ interpretiert werden, die per se gegen eine Behandlung sprechen könnten.

Was hat die Corona-Krise mit Inklusion zu tun?

Uwe Wypior
Uwe Wypior
Foto: privat

Wallenhorst (kobinet) Der Inklusionsbotschafter Uwe Wypior beschäftigt sich schon lange damit, warum für Inklusion und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention angeblich kein bzw. nur wenig Geld da sein soll. Nun hat er angesichts der Corona-Krise und der plötzlich verfügbaren Milliarden von Euros einige Fragen aufgeworfen, die sich mit dem zu schützenden „System“ befassen und denen er in folgendem Kommentar für die kobinet-nachrichten nachgeht.