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Grüne: Sieben-Punkte-Plan zur Öffnung von Pflegeheimen

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Foto: ht

Berlin (kobinet) Die Grünen wollen nach Informationen des Nachrichtensenders ntv mit einem Sieben-Punkte-Plan der Isolation und Vereinsamung von gefährdeten Personengruppen in der Corona-Krise entgegenwirken.

Unter anderem sollen dem Bericht zufolge "Besuchsverbote in Pflegeeinrichtungen so weit wie möglich verhindert werden", heißt es in einem Papier, das den Zeitungen der Funke Mediengruppe nach eigenen Angaben vorliegt. Zu den Vorschlägen der Grünen zählten demnach ein Zeitmanagement, "das Menschen Zeitkorridore für ihren Besuch zuweist". Zudem solle ein Kontingent von Schutzausrüstung bereitgestellt werden.

Link zum Bericht auf ntv

Bei der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschef*innen der Länder am 15. April wurde im Beschluss der Regierungschef*innen u.a. auch der Blick auf die Situation in Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen gerichtet und Spielräume gegen eine vollständige Isolation aufgezeigt. Die LIGA Selbstvertretung fordert, dass diese Spielräume genutzt und die Betroffenen dabei weitestmöglich beteiligt werden.

"Für vulnerable Gruppen und insbesondere für Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen müssen nach den jeweiligen lokalen Gegebenheiten und in den jeweiligen Institutionen besondere Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Dabei muss der Schutz der vulnerablen Gruppen im Vordergrund stehen und die Gefahr der Ausbreitung von Infektionen in den Einrichtungen der wesentliche Maßstab sein. Es ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass entsprechende Regularien nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen. Daher soll für die jeweilige Einrichtung unter Hinzuziehung von externem Sachverstand, insbesondere von Fachärzten für Krankenhaushygiene, ein spezifisches Konzept entwickelt werden und dieses im weiteren Verlauf eng im Hinblick auf das Infektionsgeschehen im jeweiligen Umfeld weiterentwickelt und angepasst werden", heißt es im Beschluss der Telefonschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 15. April 2020 unter dem Tagesordnungspunkt 2 zu Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der COVID19-Epidemie unter 7.

Die Dachorganisation der Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen - LIGA Selbstvertretung - machte nach der Veröffentlichung des Beschlusses deutlich, dass es bei der Entwicklung und Umsetzung entsprechender Konzepte nicht nur bei der bloßen Hinzuziehung von Ärzt*innen bleiben dürfe. Die Betroffenen und ihre Unterstützer*innen hätten hier viel beizutragen und müssten im Sinne des in der UN-Behindertenrechtskonvention verankerten Partizipationsgebots entsprechend beteiligt werden. Dies reiche von der Einbeziehung von Bewohner*innenbeiräten, über die örtlichen und Landesbehindertenbeauftragten bis zu den Bewohner*innen und deren Angehörigen selbst.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sabmpv8