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Heute vor fünf Jahren ging die Teilhabe baden

Aktion am Reichstagsufer - Blinde gehen baden
Aktion am Reichstagufer – Blinde gehen baden
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Heute vor fünf Jahren, am 22. September 2016, befand sich die Debatte um das Bundesteilhabegesetz in der heißen Phase als der Deutsche Bundestag den Gesetzentwurf für das Bundesteilhabegesetz in erster Lesung im Bundestag debattierte. Am Tag davor gingen 30 blinde und sehbehinderte Menschen symbolisch in der Spree am Reichstagsufer baden, um die Mängel des Gesetzentwurfs deutlich zu machen. Unter dem Motto „Die Teilhabe geht baden“ berichteten zahlreiche Medien am Tag vor der Bundestagsdebatte über die Aktion und die Mängel, die der Gesetzentwurf aufwies und heute trotz einiger hart erkämpfter Verbesserungen zum Teil immer noch beinhaltet.

Video von der Aktion Du hast die Wahl am Brandenburger Tor

Plakat zur Aktion Du hast die Wahl am 15.9.21 von 11:00 bis 12:00 Uhr
Plakat zur Aktion Du hast die Wahl am 15.9.21 von 11:00 bis 12:00 Uhr
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Unter dem Motto „Du hast die Wahl für eine menschenrechtliche Behindertenpolitik haben die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und die LIGA Selbstvertretung am 15. September eine Aktion zur Wahl am Brandenburger Tor in Berlin durchgeführt. Nun haben die Kellerkinder, die die Aktion unterstützen, die Aktion und die behindertenpolitischen Forderungen zur Bundestagswahl in einem 18minütigen Video zusammengefasst.

Berichte von vier Frauen über Barrieren beim Wählen

Bild einer Wahlurne mit Wahlzettel. Darüber der Text - Wahlen 2021
Bild einer Wahlurne
Foto: H. Smikac

Bonn (kobinet) „Wählen mit Behinderung: Vier Frauen erzählen, welchen Barrieren sie begegnen“, so lautet der Titel eines Beitrags, auf den die Aktion Mensch in ihrem Newsletter hinweist. „Wie finden sehbehinderte Menschen das gewünschte Kästchen auf dem Wahlzettel? In welchen Fällen dürfen Menschen mit Behinderung zu zweit die Wahlkabine betreten? Und kommt man mit Rollstuhl überhaupt ins Wahllokal? Vier betroffene Frauen berichten von den Barrieren auf dem Weg zu ihrer Stimmabgabe“, heißt es in der Ankündigung des Beitrags.

Rechte behinderter Menschen unter der neuen Eisenbahn-Passagierrechte-Verordnung

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Foto: omp

Heidelberg (kobinet) Mit einem Beitrag über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unter der neuen Eisenbahn-Passagierrechte-Verordnung setzt sich Prof. Dr. Peter Rott in einem Beitrag auf www.reha-recht.de mit der im April 2021 vom Europäischen Parlament und des Rates erlassenen Verordnung (EU) 2021/782 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr auseinander. Der Fokus liegt dabei auf den in der Verordnung vorgesehenen Rechten für Personen mit Behinderungen oder mit eingeschränkter Mobilität. Darauf weist der neueste Newsletter von Reha-Recht.de hin.

Veranstaltung: Vorurteile abbauen helfen und politisch Farbe bekennen

Logo des fab
Logo des fab
Foto: fab

Kassel (kobinet) „Vorurteile abbauen helfen und politisch Farbe bekennen“, so lautet der Titel einer Präsenz-Veranstaltung mit Berichten von engagierten Schreibenden mit Behinderung inklusive einer Autorinnenlesung. Diese findet am 29. September um 19.00 Uhr im Stadtteilzentrum Vorderer Westen, Elfbuchenstraße 3, in Kassel statt. Ninia LaGrande und Ottmar Miles-Paul berichten darüber, wie sie Barrieren und Diskriminierungen im Alltag erleben, was sie dazu gebracht hat, selbstbewusst mit ihrer jeweiligen Beeinträchtigung umzugehen und sich für ihre Rechte einzusetzen, wie es in einer Presseinformation des Kassler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) heißt, der die Veranstaltung im Rahmen seines Projektes „Ehrenamt für Alle“ durchführt.

VdK für Stärkung der Pflege zu Hause

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK kritisiert, dass die Bundesregierung pflegende Angehörige und die zu Hause Gepflegten bei der Pflegereform „schändlich im Stich gelassen“ hat. „Vier von fünf Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt – meist von ihren Angehörigen. Kümmerten sie sich nicht um ihre hilfsbedürftigen Ehepartner, Eltern oder Kinder, würde das ganze System zusammenbrechen. „Die nächste Bundesregierung muss endlich eine echte Reform auf den Weg bringen, die diese Menschen entlastet und auch die zu Hause Gepflegten unterstützt“, forderte VdK-Präsidentin Verena Bentele anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Bündnisses Gute Pflege.

Bundesregierung erreicht selbst gesteckte sozialpolitische Ziele nicht

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Die scheidende Bundesregierung verfehlt viele sozialpolitische Ziele, die sie sich selbst gesetzt hat, so das Fazit des aktuellen Paritätischen Jahresgutachtens zur sozialen Lage in Deutschland, das der Wohlfahrtsverband inzwischen zum siebten Mal vorlegt. Das Jahresgutachten untersucht anhand von Daten der offiziellen Statistiken und der Gesetzgebung des jeweiligen Vorjahres, wie es um den sozialen Zusammenhalt in Deutschland steht, identifiziert Problemlagen und formuliert Handlungsbedarfe.

Notruf-App geht am 28. September an den Start

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Düsseldorf (kobinet) Der Veröffentlichungs-Termin der Notruf-App „nora“ wurde nun von der Geschäfts- und Koordinierungsstelle Notruf-App-System des nordrhein-westfälischen Innenministeriums bekannt gegeben. nora kann ab dem 28. September 2021 um 12:00 Uhr aus den App-Stores für Android und iOS kostenlos heruntergeladen werden.

Rekordbeteiligung bei U18-Bundestagswahl

schwarz-rot-goldene Wahlurne mit Aufschrift Wahl 2021
schwarz-rot-goldene Wahlurne mit Aufschrift Wahl 2021
Foto: ZsL Stuttgart

Berlin (kobinet) In der vergangenen Woche konnten Kinder und Jugendliche im Rahmen der U18-Wahl entscheiden, welcher Partei sie ihre Stimme geben. Bundesweit gingen in 2.699 Wahllokalen rund 262.000 Menschen unter 18 Jahren an die Wahlurnen. Damit hat sich eine Rekordzahl an jungen Menschen beteiligt. Bei der letzten U18-Bundestagswahl 2017 hatten knapp 220.000 in rund 1.500 Wahllokalen ihre Stimme abgegeben.

LVR beim Ambulanten Wohnen bundesweit auf Platz 3

Logo LVR Qualität für Menschen
Logo LVR Qualität für Menschen
Foto: LVR

Köln (kobinet) Etwas mehr als die Hälfte der behinderten Menschen, die Unterstützung beim Wohnen im Rahmen der Eingliederungshilfe erhalten lebt im bundesweiten Durchschnitt selbstständig mit ambulanter Unterstützung (52,1 Prozent). Im Rheinland sind es bereits fast zwei Drittel (65,1 Prozent). Damit erreicht der Landschaftsverband Rheinland (LVR) wie in den Vorjahren im Bundesvergleich den dritthöchsten Wert bei der Ambulantisierung der Wohnunterstützung, hinter den Stadtstaaten Berlin und Hamburg, wie es im Newsletter des LVR heißt.

9. behindertenpolitisches Gebot zur Bundestagswahl

Zeichnung von Thomas Künneke
Zeichnung von Thomas Künneke
Foto: Kellerkinder

Berlin (kobinet) Für einen inklusiven Arbeitsmarkt und ein inklusives Gesundheitswesen werden Masterpläne mit den relevanten Akteur*innen und Selbstvertreter*innen entwickelt und umgesetzt.“ So lautet das neunte der insgesamt 10 Gebote für eine zukunftsfähige Behindertenpolitik zur Bundestagswahl, die von der LIGA Selbstvertretung veröffentlicht wurden. Der Verein Kellerkinder hat in Zusammenarbeit mit der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) das Video veröffentlicht, auf dem Thomas Künneke das neunte Gebot vorträgt.

Barrierefrei studieren in Köln

Infozeichen
Symbol Information
Foto: Susanne Göbel

Köln (kobinet) „Du hast eine sichtbare oder nicht-sichtbare Beeinträchtigung und möchtest gerne in Köln studieren? Wir zeigen dir, was du beachten solltest und geben Tipps, wie du dein Studium in Köln möglichst barrierefrei gestalten kannst. Dabei berichten wir auch aus unserer eigenen Erfahrung und verraten dir echtes Insiderwissen. Auch wenn du schon studierst bist du hier richtig, denn wir informieren auch rund um den Nachteilsausgleich, Studienorganisation und ein Studium mit Assistenzhund. Und auch nach deinem Studium helfen wir dir mit Tipps und Tricks rund um den Berufseinstieg.“ So heißt es in der Begrüßung auf dem Internetangebot „Barrierefrei Studieren Köln“.

IGEL-Podcast: Du willst Inklusion? Dann lebe sie!

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) In der mittlerweile 20. Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) hat Sascha Gast dieses Mal keinen Gast eingeladen, sondern meldet sich selbst zu Wort. Dabei erklärt Sascha Lang in dem Beitrag unter dem Motto „Du willst Inklusion? Dann lebe sie!“ seine Vision zur Inklusion.

Momentaufnahme 229

Eine Hand hält einen Korb mit Gemüse
Die Ernte
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Ruhe aus; ein Feld, das geruht hat, trägt herrlich Ernte. (Ovid)

Abschluss der Kampagnen-Tour zum Armutsschatten

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ht

Bielefeld (kobinet) Mit einer Aktion in Bielefeld hat der Sozialverband SoVD Nordrhein-Westfalen seine „Tour durch NRW“ am Freitag, den 17. September abgeschlossen. Sie ist Teil der SoVD-Kampagne „Wie groß ist DEIN Armutsschatten?“, mit der der Verband seit Monaten im Netz und vor Ort über Armutsgefährdung und Armut im Alter informiert. Damit richtet sich der SoVD-Landesverband direkt an die Betroffenen, also die vielen Menschen, die auf geringe Renten zusteuern oder schon jetzt – zum Teil trotz einer Beschäftigung – kaum in der Lage sind, sich aus der Armut zu befreien.

Aktion #GrundgesetzFürAlle startet

Bild vom Grundgesetz
Grundgesetz
Foto: omp

Berlin (kobinet) Heute, am 19. September, startet der bundesweite Aktionstag der Initiative „Grundgesetz für alle“. Eine Woche vor der Bundestagswahl ruft der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) gemeinsam mit der Initiative zur Teilnahme an den bundesweiten Aktionen in über 13 Städten auf. In Berlin vor dem Reichstag wird heute am 19. September von 14:00 bis 17:00 Uhr die zentrale Kundgebung stattfinden.

Bilanz zu vier Jahre Behindertenpolitik der Bundesregierung

Logo SOVD
Logo SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.
Foto: SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

Berlin (kobinet) Die Bundestagswahl am 26. September steht unmittelbar vor der Tür und gleichzeitig rückt das Ende der aktuellen Wahlperiode immer näher. Eine gute Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. Das macht der Sozialverband Deutschland (SoVD) gemeinsam mit Jürgen Dusel, dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Im Rahmen eines SoVD-Inklusionstalks am
22. September um 16.30 Uhr sollen die vergangenen vier Jahre Behindertenpolitik der Bundesregierung ausgewertet und ein Blick in die Zukunft geworfen werden. Der Talk wird auf dem Youtube-Channel des SoVD auf https://youtu.be/aNhMux61iIE live gestreamt.

Rechte älterer Menschen mit Behinderungen besser schützen

Flagge UN
Flagge UN
Foto: public domain

Berlin (kobinet) 2019 veröffentlichte die damalige Sonderberichtererstatterin für die Rechte von Menschen mit Behinderungen, Catalina Devandas Aguilar, einen Bericht zur weltweiten Situation älterer Menschen mit Behinderungen. Anlässlich dessen deutscher Übersetzung veröffentlicht die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte eine Information mit einer Zusammenfassung des Berichtes sowie einer Kurzdarstellung der Situation älterer Menschen mit Behinderungen in Deutschland.

Rasche Nachbesserungen bei Assistenz im Krankenhaus nötig

Logo der ISL
Logo der ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Mit den nun auch vom Bundesrat verabschiedeten Regelungen zur Assistenz im Krankenhaus ist erstmals ein Teil behinderter Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind und diese Unterstützung auch im Falle einer nötigen Krankenhausbehandlung benötigen, rechtlich abgesichert. Allerdings findet die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) diese Regelungen unzureichend und es sind rasche Nachbesserungen nötig.

Verschiebebahnhof bei Assistenz im Krankenhaus beendet – weitergehende Regelung nötig

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel
Foto: Henning Schacht

Berlin (kobinet) Dass die Regelungen zur Assistenz im Krankenhaus heute am 17. September im Bundesrat beschlossen wurden und damit der Verschiebebahnhof bei der Kostenübernahme beendet wird, ist eine gute Neuigkeit für den Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel. Der Beauftragte fordert dabei aber weitergehende Regelung

Keine Studien zur Barrierefreiheit bei energetischen Sanierungen geplant

Symbol Fragezeichen
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Foto: ht

Berlin (kobinet) Studien zur Barrierefreiheit bei energetischen Sanierungen sind einem Bericht des Informationsdienstes Heute im Bundestag nach Angaben der Bundesregierung derzeit nicht geplant. In der Antwort der Bundesregierung (19/32242) auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen (19/32025) teilt die Regierung aber mit, dass in der 2021 gestarteten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bei Sanierungen auch Umfeldmaßnahmen gefördert würden, die Wiederherstellungsarbeiten umfassen.

Antwort auf Beschwerde bei Lufthansa unerfreulich

Foto zeigt Andrea Schatz am Flughafen Berlin
Andrea Schatz am Flughafen Berlin
Foto: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Die Antwort auf ihre Beschwerde bei der Lufthansa findet Andrea Schatz unerfreulich. Die Entschuldigung, dass ihr am 15.08.2021 das Boarding verweigert wurde, hat die Berlinerin zur Kenntnis genommen. Allerdings habe sie gehofft, dass nach fast 4 Wochen „Recherchen bei den zuständigen Abteilungen“ auf den ungerechtfertigten Grund für die verweigerte Beförderung eingegangen worden wäre, schrieb Schatz der Fluggesellschaft.

Regelungen zur Assistenz im Krankenhaus vom Bundesrat verabschiedet

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Foto: omp

Berlin (kobinet) Heute, am 17. September, hat der Bundesrat dem Gesetz zum Erlass eines Tierarzneimittelgesetzes und zur Anpassung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften zugestimmt, die der Bundestag vor der Sommerpause verabschiedet hatte. Das Gesetz, in dem auch Regelungen zur Assistenz im Krankenhaus enthalten sind, kann nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet werden, so dass die Regelungen dann Schritt für Schritt in Kraft treten können, wie es vonseiten des Bundesrates heißt.

Bundesratsausschuss sieht weiteren Handlungsbedarf bei Assistenz im Krankenhaus

Bundesratsgebäude
Bundesratsgebäude
Foto: Bundesrat / Christian v. Steffelin

Berlin (kobinet) Der Gesundheitsausschuss und der Ausschuss für Arbeit, Integration und Sozialpolitik des Bundesrates empfehlen der heute am 17. September im Bundesrat zur Abstimmung stehenden Regelung zur Assistenz im Krankenhaus zuzustimmen. Der Ausschuss für Arbeit, Integration und Sozialpolitik greift allerdings einige Kritikpunkte auf und empfiehlt einen entsprechenden Entschließungsantrag für Nachbesserungen durch die neue Bundesregierung für eine umfassende Assistenz im Krankenhaus.

behindert und verrückt feiern Pride Parade am 10. Oktober online

Logo: behindert und verrückt feiern Parade Berlin
Logo: behindert und verrückt feiern Parade Berlin
Foto: Organisationsteam behindert und verrückt feiern Parade

Berlin (kobinet) Am 10. Oktober 2021 findet die achte „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade statt. Wie im Jahr 2020 haben sich die Veranstalter*innen aufgrund der noch sehr hohen Verbreitung des Coronavirus für ein Online-Format entschieden. Diesmal aber findet die Parade als Livestream direkt aus dem SO 36 in Kreuzberg statt. Der Link zum Livestream wird auf der Webseite https://www.pride-parade.de und auf dem Facebook-Event https://www.facebook.com/events/809140046459305) geteilt werden, wie es in der Ankündigung der Veranstalter*innen heißt.

Verena Bentele: Überfällige Regelung zu Assistenz im Krankenhaus kann nur erster Schritt sein

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK begrüßt die wahrscheinliche Zustimmung des Bundesrats zur lange umkämpften und überfälligen Regelung, dass Menschen mit schweren Behinderungen bei Krankenhausaufenthalten von Personen ihres Vertrauens begleitet werden können. „Das hilft ihnen sehr. Die Kostenübernahme war seit Jahren überfällig. Damit wurde wenigstens am Ende dieser Legislaturperiode ein Teil des Problems angegangen. Allerdings ist die Regelung nicht ausreichend“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele im Vorfeld der heutigen Bundesratssitzung in Berlin.

Gipfel-Teilnehmende fordern deutliche Verbesserungen im ÖPNV und Fernverkehr

Plakat zum Gipfel
Plakat zum Gipfel
Foto: Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten

Berlin (kobinet) Egal ob in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkt: Betroffene Menschen müssen in die Planung und Umsetzung der Barrierefreiheit im Nah- und Fernverkehr aktiv einbezogen und angehört werden. Das ist das zentrale Ergebnis eines Gipfels zum barrierefreien Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr, der am 6. September in Berlin stattfand und bei dem in verschiedenen Workshops ein Positionspapier mit konkreten Forderungen erarbeitet wurde.

Bundesrat entscheidet heute über Assistenz im Krankenhaus

Plenarsaal des Bundesrats
Bild von der Plenarsitzung des Bundesrates am 28.05.2021
Foto: Bundesrat / Henning Schacht

Berlin (kobinet) In der letzten Sitzung vor der Bundestagswahl befasst sich der Bundesrat heute am 17. September abschließend mit insgesamt sieben Bundestagsbeschlüssen – unter anderem auch zur Assistenz im Krankenhaus. Die Sitzung des Bundesrats, die um 9:30 Uhr beginnt, wird über das Portal des Bundesrats auf www.bundesrat.de im Livestream übertragen.

Behindertenpolitik muss als Seismograph gelten

Symbolische Wahlurne der LIGA Selbstvertretung und ISL am Brandenburger Tor
Symbolische Wahlurne der LIGA Selbstvertretung und der ISL
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) „Eine Politik, die die Rechte behinderter Menschen ernst nimmt und durch Maßnahmen und Gesetze praktisch umsetzt, ist für alle eine menschenfreundliche und bürgernahe Politik. Jeder Mensch, der am 26.09. wählen geht, sollte also genau schauen, welche Partei sich in ihrem Wahlprogramm ambitioniert und mit guten Maßnahmen für die gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen einsetzt. Behindertenpolitik muss als Seismograph gelten, woran alle Menschen messen können, wie gut es sich in einer Gesellschaft leben kann.“ Dies betonte die Sprecherin der LIGA Selbstvertretung und Sprecherin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) für Gender & Diversity, Dr. Sigrid Arnade, im Nachgang zu einer Wahlaktion, die die beiden Verbände am Mittwoch vor dem Brandenburger Tor durchgeführt haben.

Neufassung des Berliner Landesgleichberechtigungsgesetz verabschiedet

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

Berlin (kobinet) Das Deutsche Institut für Menschenrechte begrüßt die gestern am 16. September beschlossene Neufassung des Landesgleichberechtigungsgesetzes durch das Berliner Abgeordnetenhaus. „Das neue Landesgleichberechtigungsgesetz ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen in Berlin“, stellt Catharina Hübner, Leiterin des Berlin-Projekts der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Instituts fest.

Kritische Diskussion über Werkstätten auf Twitter unter #Schichtwechsel

Plakat zur Einmaligkeit von Werkstätten - Text im Beitrag
Plakat zur Einmaligkeit von Werkstätten
Foto: Sozialheld*innen Job inklusive

Berlin (kobinet) „Die @BAG_WfbM macht Werbung damit, wie einmalig die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind. Was wir – und sogar die UN – davon halten, lest ihr hier: https://bit.ly/8-kritikpunkte-WfbM #MehrAlsEinWeg #MehrAlsEinJob #Schichtwechsel“ So lautet ein kritischer Kommentar der Sozialheld*innen auf Twitter zum heute am 16. September stattfindenden Schichtwechsel, der von einer Reihe von Berliner Werkstätten für behinderte Menschen in Kooperation mit Arbeitgeber*innen durchgeführt wird.

Fachverbände: Bundesrat muss Finanzierung von Assistenz im Krankenhaus zustimmen

Ulla Schmidt
Ulla Schmidt
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Am Freitag, den 17. September, entscheidet der Bundesrat darüber, ob für Menschen mit Behinderung die Assistenz im Krankenhaus endlich finanziell abgesichert wird. Es ist die letzte Hürde, nachdem der Deutsche Bundestag am 24. Juni den Weg für die neue Regelung frei gemacht hat. „Jetzt darf nichts mehr schiefgehen, auch der Bundesrat muss seine Zustimmung geben“, fordert Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, im Namen der Fachverbände für Menschen mit Behinderung. Sie appelliert an die Ministerpräsident*innen der Länder: „Lassen Sie die Menschen mit Behinderung und ihre Familien nicht im Stich. Ermöglichen Sie ihnen die Unterstützung im Krankenhaus, die so dringend gebraucht wird.“

Kooperation bei Förderprogramm für inklusive Sozialräume

Logo Aktion Mensch
Logo Aktion Mensch
Foto: Aktion Mensch

Bonn/Kiel (kobinet) Die Landesregierung Schleswig-Holstein und die Aktion Mensch legen gemeinsam ein neues Förderprogramm für Kommunen und gemeinnützige Organisationen auf. Unter dem Namen „Inklusion vor Ort – Das Förderprogramm für einen inklusiven Sozialraum“ sollen in fünf Modellkommunen des Landes neue Inklusionsprojekte entstehen. Bis zu fünf Millionen Euro über fünf Jahre stehen dafür zur Verfügung. 2,5 Millionen Euro davon kommen aus dem Fonds für Barrierefreiheit des Landes. Ebenfalls 2,5 Millionen Euro stellt die Aktion Mensch aus ihrem Programm für Inklusive Sozialraumförderung bereit.

1.000 kobinet-Newsletter-Abonnent*innen erreicht

Logo: kobinet-nachrichten
kobinet-nachrichten
Foto: Kooperation Behinderter im Internet

Berlin (kobinet) Die meisten Nutzer*innen der kobinet-nachrichten informieren sich im Online-Angebot auf www.kobinet-nachrichten.org, über Facebook oder Twitter bzw. im umfangreichen Archiv über die Nachrichten zu Behindertenfragen der kobinet-nachrichten. Es gibt aber auch immer mehr behinderte und nichtbehinderte Menschen, die den Newsletter der kobinet-nachrichten bestellen und so jeden Montag über die veröffentlichten Nachrichten der letzten Woche mit entsprechenden Links informiert werden. Und genau diese Zahl der Newsletter-Abonnent*innen hatte Hubertus Thomasius vom Vorstand der kobinet-nachrichten in den letzten Tagen besonders im Blick, denn gestern wurde die Zahl von 1.000 Newsletter-Abonnent*innen überschritten.

Karriere-Anschub für Akademiker*innen mit Behinderung

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Foto: ht

Bonn (kobinet) Akademiker*innen mit Behinderung haben immer noch geringere Arbeitsmarkt- und Karrierechancen im Vergleich zu Akademiker*innen ohne Behinderung. Sie bilden aber ein hoch relevantes und kompetentes Fachkräftepotenzial innerhalb und außerhalb der Hochschulen. Darauf weist das Online-Projekt iXNet hin, das nun mit der Aktion „Career Boost“ auf sehr intensive Art insgesamt 13 Akademiker*innen mit Behinderung sieben Wochen lang bei der Berufsfindung, beim Berufseinstieg und in Karrierefragen unterstützt.

Daytrading – genau hingeschaut

Foto Geld
Geld
Foto: Irina Tischer

Hamburg (kobinet) Daytrading ist momentan in aller Munde, wenn es um die schnelle Vermehrung von Geld geht. Daytrading wird allerdings noch als neues digitales Hobby diskutiert. Es gibt Banken, die diese Art der Geldvermehrung als Freizeitbeschäftigung propagieren und ihren Kunden anbieten, her tätig zu werden. In aufwendigen Werbespots wird den Verbrauchern signalisiert, dass sie Daytraden nebenbei durchführen könnten. Dies hat die Hamburger Journalistin Hertha-Margarethe Kerz dazu veranlasst, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen und den kobinet-nachrichten folgenden Bericht zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen.

Bilanzbericht der Landesantidiskriminierungsstelle Rheinland-Pfalz

Infozeichen
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Foto: Susanne Göbel

Mainz (kobinet) Die rheinland-pfälzische Familienministerin Katharina Binz hat den Bilanzbericht der Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) für die Legislaturperiode 2016 bis 2021 vorgelegt. Menschen, die Diskriminierung erlitten haben, können sich an die im Familienministerium angesiedelte LADS wenden. Sie erhalten eine Erstberatung und werden über die Möglichkeiten der Gegenwehr mittels des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) informiert und gegebenenfalls an spezialisierte Stellen weitergeleitet.

Job-Speed-Dating: Erfahrungen haben Erwartungen weit übertroffen

Alexander Ahrens mit dem ISL Logo im Hintergrund
Alexander Ahrens
Foto: Franziska Vu ISL

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat vor kurzem ein Job-Speed-Dating zwischen behinderten Menschen, die Arbeit suchen und Arbeitgeber*innen, die Beschäftigte suchen, in Berlin durchgeführt. Für Alexander Ahrens von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) haben bei den bisherigen Job-Speed-Datings die gemachten Erfahrungen die Erwartungen weit übertroffen. Eine Reihe von behinderten Menschen haben dabei Arbeitsplätze gefunden, wie Alexander Ahrens im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul berichtet.

Selbstvertretungsverbände wollen konkrete Vorschläge für Koalitionsvertrag machen

Alexander Ahrens und Dr. Sigrid Arnade bei der Wahlaktion am Brandenburger Tor
Alexander Ahrens und Dr. Sigrid Arnade bei der Wahlaktion am Brandenburger Tor
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die in der LIGA Selbstvertretung zusammengeschlossenen Selbstvertretungsverbände behinderter Menschen wollen konkrete Vorschläge für behindertenpolitische Maßnahmen für den zukünftigen Koalitionsvertrag vorlegen. Das gab die Sprecherin der LIGA Selbstvertretung, Dr. Sigrid Arnade, heute bei einer Wahl-Aktion vor dem Brandenburger Tor in Berlin bekannt. Unter dem Motto „Du hast die Wahl – für eine menschenrechtliche Behindertenpolitik jetzt!“ hatte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und die LIGA Selbstvertretung mit Unterstützung der Kellerkinder zu dieser Wahl-Aktion geladen.

Für Menschlichkeit und Vielfalt kommt es auf jede Stimme an

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet) Im Endspurt vor der Bundestagswahl und den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 26. September rufen die rund 750 mitzeichnenden Organisationen der Erklärung „WIR für Menschlichkeit und Vielfalt“ alle wahlberechtigten Bürger*innen dazu auf, ihr Grundrecht unbedingt wahrzunehmen. „Wir lassen nicht zu, dass in Deutschland eine Stimmung erzeugt wird, die unsere Gesellschaft spaltet“, heißt es in dem gemeinsamen Text.